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Deutsches Theater. ( Tb) - Stuckrad-Barre, Benjamin von
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Stuckrad-Barre, Benjamin von:

Deutsches Theater. ( Tb) - Taschenbuch

2002, ISBN: 9783462030501

[ED: Taschenbuch], [PU: Kiepenheuer U. Witsch Gmb], Die Inszenierung unseres Alltags, theatrum mundi im Speziellen: in Deutschland. "Deutsches Theater" bietet keinen Blick hinter die Kulissen, sondern einen darauf. Der Autor liefert punktgenaue Szenen der allumfassenden Inszenierung: Im Bundestag, in der Tanzschule, im Gefängnis. Doch Benjamin v. Stuckrad-Barre führt niemanden vor, sondern zeichnet das Aufgeführte nach. Die textflankierenden Fotografien stammen durchweg vom Autor, der mit diesem Buch seine ganz eigene Form des literarischen Journalismus vorantreibt. Aus all den Splittern entsteht in der Zusammenschau ein buntes, bestechend klares Bild. Der Spielplan der Landes-Bühne. Eine Bestandsaufnahme durch teilnehmende Beobachtung. Mit farb. Abb., [SC: 3.90], leichte Gebrauchsspuren, privates Angebot, [GW: 550g], [PU: köln], Originalausgabe

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herbstgewitter
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Deutsches Theater - von Stuckrad-Barre, Benjamin
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von Stuckrad-Barre, Benjamin:

Deutsches Theater - Erstausgabe

2001, ISBN: 9783462030501

Taschenbuch, ID: 248339

Erstauflage EA 283 Seiten 8°, Softcover/Paperback Einband gering berieben, Kanten leicht bestoßen, sonst guter Zustand, zahlreiche Abbildungen Versand D: 3,00 EUR, [PU:Köln: Kiepenheuer & Witsch,]

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Deutsches Theater. Benjamin v. Stuckrad-Barre, KiWi - Stuckrad-Barre, Benjamin von
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Stuckrad-Barre, Benjamin von:
Deutsches Theater. Benjamin v. Stuckrad-Barre, KiWi - gebrauchtes Buch

2001

ISBN: 3462030507

ID: 17363

1. Aufl. 283 S. : Ill. , 21 cm kt. mit geringfügigen Gebrauchsspuren, guter Zustand. Versandkostenfreie Lieferung, [PU:Köln : Kiepenheuer und Witsch]

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Deutsches Theater
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Deutsches Theater - gebrauchtes Buch

2001, ISBN: 9783462030501

ID: 131ae0f39b571590d944c3e548b22228

Binding:Taschenbuch,Edition:1. Auflage,Label:Kiepenheuer & Witsch,Publisher:Kiepenheuer & Witsch,medium:Taschenbuch,publicationDate:2001-01-01,ISBN:3462030507 Taschenbuch, Kiepenheuer & Witsch

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Nr. M03462030507 Versandkosten:, 3, DE. (EUR 1.00)
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Deutsches Theater - Stuckrad-Barre, Benjamin von und Benjamin von Stuckrad- Barre
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Stuckrad-Barre, Benjamin von und Benjamin von Stuckrad- Barre:
Deutsches Theater - Erstausgabe

2001, ISBN: 9783462030501

Taschenbuch, ID: 99077

Auflage: 1. Auflage 20,8 x 16,0 x 2,2 cm, Taschenbuch gut 2299++ Versandkostenfreie Lieferung, [PU:Kiepenheuer & Witsch,]

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Details zum Buch
Deutsches Theater
Autor:

Benjamin von Stuckrad-Barre

Titel:

Deutsches Theater

ISBN-Nummer:

3462030507

Knapp vier Dutzend Stationen umfasst Stuckrad-Barres Deutschlandreise. Geografisch reicht sie von München (wo der Autor notgedrungen in ein Waschbecken pinkeln musste) bis Sylt (wo BVSB als investigativer Krabbenpuler bei der Imbisskette Gosch anheuerte), thematisch von Bernhard Jagoda (und dem Ritual der Verkündung der Arbeitslosenzahlen) bis zu Claus Peymann (der sich keine Hose kauft, aber mit dem Autor essen geht). Höhepunkt ist freilich ein kleiner räumlicher Exkurs nach Namibia, wohin der rasante Reporter Christoph Schlingensief folgt.

Der Text über Schlingensief gehört vielleicht zum Besten, was über den Apothekerssohn aus Oberhausen, der nicht funktionieren will, je geschrieben wurde. "Manchmal heißt es, Christoph Schlingensief sei gar nichts peinlich. Richtiger ist: Alles ist ihm peinlich, der Verklemmung setzt er Exhibitionismus entgegen und stellt sich zur Verfügung, wirft sich den ersten und zweiten Stein gleich selbst mitten ins Gesicht. (...) Seht her, zeigt er, ich kann es nicht, und das ist nicht schlimm, denn es ist normal."

Die fast schon zärtliche Ernsthaftigkeit, mit der Stuckrad-Barre hier über Schlingensief schreibt, lässt erahnen, dass ihn das Thema auch persönlich betrifft. Ist nicht auch Stuckrad-Barres Karriere nach einem Skript permanenter Selbstüberforderung abgelaufen? Als halb kalkulierte, halb improvisierte Selbstinszenierung eines jungen Sprachverfertigers, der in alles hineinstolpert und sich selbst dabei beobachtet, wie er abwechselnd -- und manchmal gleichzeitig -- die Rollen des Medienvirtuosen und des Mediendilettanten spielt. Egomanisch und medien- (also auch: selbst-)kritisch zugleich. "Die Kamera läuft, läuft immer. Und wie andere Menschen in den Spiegel, so guckt Schlingensief auf den Kontrollmonitor: Was machen wir da? Wie sieht es aus, was täuschen wir vor? So wird ein Gespräch mit ihm zur Gegendarstellung, er hilft seinem Gegenüber auf die Beine eigener Sprache; natürlich vergreift er sich dabei immer wieder im Ton und an Sakrilegen."

Der Ton. Benjamin von Stuckrad-Barre weiß, was die Musik macht. Und sein Grundton ist sehr oft ein polemischer. Das ist dann gut, wenn Stuckrad-Barre diesen Modus nicht nur zur Selbstaffirmation (und das heißt ja meist: zur Herabsetzung anderer) nutzt, sondern zum Dingfestmachen eines Sachverhalts. Beispiel Kabarett. "Wenn die Kritisierten mit dem Fallschirm in Fußballstadien springen und nichts sagen, bloß "18!" schreien, wenn ihre einzige Wahlkampfidee ist, schwul zu sein und Pandabären zu retten, dann muss doch die Kritik umso ernsthafter sein. Stattdessen ist auch bei Dieter Hildebrandt das Rabattgesetz gefallen, billiger waren die Späße nie."

Am besten ist Stuckrad-Barre dann, wenn er sein Kredo ernst nimmt, dass man "die Dinge immer wieder neu überprüfen" müsse. Und wenn er sich mal einen ganzen Text lang nicht nur jede Häme verkneift, sondern in respektvoller Distanz verharrt, wie in dem schönen Text über Manfred Krug. "Seine Menschenliebe und -kenntnis kehrt die Versehrtheit, das Krummnasige, Komischnasige eines jeden um in etwas Liebenswertes, ohne die Basistragik jeder Existenz zu verniedlichen." Da wird es einem fast schon warm ums Herz.

Manchmal klingt diese neue Ernsthaftigkeit fast schon rührend sozialdemokratisch, aber diese konstruktive Milde steht Stuckrad-Barre ausgesprochen gut zu Gesicht. Dass er auch das Polemisch-Atmosphärische gut beherrscht, wissen wir ja schon -- und natürlich finden sich auch hier reichlich Beispiele (etwa die Beschreibung eines Hotelzimmers: "diese gewiss lieb gemeinte beigefarbene Keimfreihölle heißt natürlich "Management-Suite" und ist eingerichtet wie das Weltbild von Peter Hahne.").

Vielleicht ist jetzt der Punkt erreicht, an dem sich entscheidet, ob Benjamin von Stuckrad-Barre ein talentierter Selbstdarsteller bleibt oder ob aus ihm noch einmal ein großer Reporter unkonventionellen Zuschnitts (à la Alexander Osang) wird: Die Gretchenfrage ist dabei, ob es ihm gelingt, sich selbst in seinen Texten zurückzunehmen und einfach auf seine Beobachtungen zu vertrauen. Die sind nämlich meist so gut, dass sie für sich selbst sprechen und zusätzlicher Kommentierung nicht bedürfen. (Selbiges gilt im Übrigen für die zahlreichen vom Autor selbst geschossenen Fotos, die seine Texte auf kongeniale Weise ergänzen -- und zusätzlich auch als Postkartenserie erhältlich sind.).

Aber vielleicht erleben wir derzeit ja auch eine Parallelentwicklung der beiden erfolgreichsten Entertainer der letzten Jahre: Wie sein Vorbild Harald Schmidt hat sich auch Benjamin von Stuckrad-Barre immer mehr vom polemischen hin zum analytischen, ja didaktischen Modus bewegt. Letztes Indiz: seine MTV-Sendung Lesezirkel, in der Stuckrad-Barre als selbst ermächtigte "Undercover-Guerilla der Stiftung Lesen" auftritt. Da ist es nur logisch, dass auch Deutsches Theater mit einem Zitat von Stuckrad-Barres persönlichem Literaturreferenten und Lesezirkel-Dauergast Walter Kempowski endet: "In der Nacht Klavier gespielt, die Kühe, draußen vor dem Fenster, hörten mir zu. Ich brach ab, als ich merkte, daß ich mir wie Chopin vorkam. Außerdem störte es mich, daß auch die Mädchen mir drüben, im anderen Haus, möglicherweise zuhörten und eventuell dächten, ich käme mir wie Chopin vor." --Axel Henrici

Detailangaben zum Buch - Deutsches Theater


EAN (ISBN-13): 9783462030501
ISBN (ISBN-10): 3462030507
Gebundene Ausgabe
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2002
Herausgeber: Kiepenheuer & Witsch, 2001.

Buch in der Datenbank seit 01.06.2007 11:24:30
Buch zuletzt gefunden am 26.10.2016 13:09:17
ISBN/EAN: 3462030507

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-462-03050-7, 978-3-462-03050-1

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