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Christa Wolfs ´´Medea. Stimmen´´ zwischen Entmythisierung und Remythisierung - Verena Krauch
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Verena Krauch:

Christa Wolfs ´´Medea. Stimmen´´ zwischen Entmythisierung und Remythisierung - neues Buch

2004, ISBN: 9783638272834

ID: 689158607

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Bayreuth (Lehrstuhl für neuere dt. Literaturwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: In ihrem 1996 erschienenen Roman ´´Medea. Stimmen´´ stellt Christa Wolf ihre Titelheldin in ein Licht, das sich nicht radikaler von dem uns seit vielen Jahrhunderten überlieferten, traditionellen Bild der mythologischen Medea entfernen könnte. An die Stelle des Scheusals Medea, der betrogenen Ehefrau, deren leidenschaftliche Liebe in vernichtende Raserei umkippt und der kaltblütigen Bruder- und Kindermörderin tritt bei Wolf eine Exiliantin aus politischer Überzeugung, die in ihrer Wahlheimat Korinth auf die Spur eines grausamen Staatsverbrechens gerät und schliesslich aufgrund ihrer staatsfeindlichen Nachforschungen zum Opfer eines gezielt inszenierten Rufmordes wird. Christa Wolfs provozierende Mythenneubearbeitung verbindet sich überdies mit einem noch provozierenderen Anspruch: Dem Anspruch nämlich, ihren Lesern nicht nur irgendeine neue Variante des altbekannten Mythos zu liefern, sondern die einzige wahre und richtige Variante, aufgrund derer alle vorherigen ´´schnellfertige[n] Urteile´´ (MS: 9) über Medea von Grund auf widerrufen werden müssen. Den wissenschaftlichtheoretischen Rahmen für Wolfs Neuinterpretation des Mythos liefert dabei die in 1980ger Jahren entwickelte Mythentheorie des französischen Soziologen und Kulturwissenschaftlers René Girard, der in seinen Untersuchungen ´´La Violence et le sacré´´ (Das Heilige und die Gewalt) und ´´Le Bouc émissaire´´ (Der Sündenbock) Mythen auf indirekte weil verschlüsselte Zeugnisse realer historischer Verfolgung zurückführt und auf den Wolf in ihrem Roman an verschiedenen Stellen zitierend Bezug nimmt. Ausgehend von einem etwas genaueren Blick auf einige zentrale Thesen Girards und deren Umsetzung in ´´Medea. Stimmen´´ möchte sich die vorliegende Arbeit folgenden Fragen widmen: Inwieweit führt Wolfs Rückgriff auf die von Girard entwickelten sozialpsychologischen Interpretationsmuster insgesamt zu einer entmythisierenden Erzählweise? Inwieweit gelingt es Wolf durch die Thematisierung der Genese des Mythos ´´Medea´´ auf der Textoberfläche die Lebensgeschichte Medeas über das Persönliche hinaus als exemplarischen Fall eines Sündenbock- und Verfolgungsmechanismus darzustellen? Welche Probleme ergeben sich bei der literarischen Umsetzung dieser Intention? Und schliesslich: Inwieweit lässt sich das von Christa Wolf entworfene Persönlichkeitsbild Medeas mit dem Versuch einer Entindividualisierung und Verallgemeinerung ihres Schicksals als das eines prototypischen Sündenbocks vereinbaren? Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Bayreuth (Lehrstuhl für neuere dt. Literaturwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: In ihrem 1996 erschienenen Roman ´´Medea. Stimmen´´ stellt Christa Wolf ihre Titelheldin in ein Licht, das sich nicht radikaler von dem uns seit ... eBooks > Fachbücher > Sprach- & Literaturwissenschaft PDF 30.04.2004, GRIN, .200

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Christa Wolfs ´´Medea. Stimmen´´ zwischen Entmythisierung und Remythisierung - Verena Krauch
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Christa Wolfs ´´Medea. Stimmen´´ zwischen Entmythisierung und Remythisierung - neues Buch

2004, ISBN: 9783638272834

ID: 125865111

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Bayreuth (Lehrstuhl für neuere dt. Literaturwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: In ihrem 1996 erschienenen Roman ´´Medea. Stimmen´´ stellt Christa Wolf ihre Titelheldin in ein Licht, das sich nicht radikaler von dem uns seit vielen Jahrhunderten überlieferten, traditionellen Bild der mythologischen Medea entfernen könnte. An die Stelle des Scheusals Medea, der betrogenen Ehefrau, deren leidenschaftliche Liebe in vernichtende Raserei umkippt und der kaltblütigen Bruder- und Kindermörderin tritt bei Wolf eine Exiliantin aus politischer Überzeugung, die in ihrer Wahlheimat Korinth auf die Spur eines grausamen Staatsverbrechens gerät und schliesslich aufgrund ihrer staatsfeindlichen Nachforschungen zum Opfer eines gezielt inszenierten Rufmordes wird. Christa Wolfs provozierende Mythenneubearbeitung verbindet sich überdies mit einem noch provozierenderen Anspruch: Dem Anspruch nämlich, ihren Lesern nicht nur irgendeine neue Variante des altbekannten Mythos zu liefern, sondern die einzige wahre und richtige Variante, aufgrund derer alle vorherigen ´´schnellfertige[n] Urteile´´ (MS: 9) über Medea von Grund auf widerrufen werden müssen. Den wissenschaftlichtheoretischen Rahmen für Wolfs Neuinterpretation des Mythos liefert dabei die in 1980ger Jahren entwickelte Mythentheorie des französischen Soziologen und Kulturwissenschaftlers René Girard, der in seinen Untersuchungen ´´La Violence et le sacré´´ (Das Heilige und die Gewalt) und ´´Le Bouc émissaire´´ (Der Sündenbock) Mythen auf indirekte weil verschlüsselte Zeugnisse realer historischer Verfolgung zurückführt und auf den Wolf in ihrem Roman an verschiedenen Stellen zitierend Bezug nimmt. Ausgehend von einem etwas genaueren Blick auf einige zentrale Thesen Girards und deren Umsetzung in ´´Medea. Stimmen´´ möchte sich die vorliegende Arbeit folgenden Fragen widmen: Inwieweit führt Wolfs Rückgriff auf die von Girard entwickelten sozialpsychologischen Interpretationsmuster insgesamt zu einer entmythisierenden Erzählweise? Inwieweit gelingt es Wolf durch die Thematisierung der Genese des Mythos ´´Medea´´ auf der Textoberfläche die Lebensgeschichte Medeas über das Persönliche hinaus als exemplarischen Fall eines Sündenbock- und Verfolgungsmechanismus darzustellen? Welche Probleme ergeben sich bei der literarischen Umsetzung dieser Intention? Und schliesslich: Inwieweit lässt sich das von Christa Wolf entworfene Persönlichkeitsbild Medeas mit dem Versuch einer Entindividualisierung und Verallgemeinerung ihres Schicksals als das eines prototypischen Sündenbocks vereinbaren? Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Bayreuth (Lehrstuhl für neuere dt. Literaturwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: In ihrem 1996 erschienenen Roman ´´Medea. Stimmen´´ stellt Christa Wolf ihre Titelheldin in ein Licht, das sich nicht radikaler von dem uns seit ... eBook eBooks>Fachbücher>Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN

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Christa Wolfs
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Christa Wolfs "Medea. Stimmen" zwischen Entmythisierung und Remythisierung - neues Buch

2004

ISBN: 9783638272834

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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Bayreuth (Lehrstuhl für neuere dt. Literaturwissenschaft), Sprache: Deutsch In ihrem 1996 erschienenen Roman "Medea. Stimmen" stellt Christa Wolf ihre Titelheldin in ein Licht, das sich nicht radikaler von dem uns seit vielen Jahrhunderten überlieferten, traditionellen Bild der mythologischen Medea entfernen könnte. An die Stelle des Scheusals Medea, der betrogenen Ehefrau, deren leidenschaftliche Liebe in vernichtende Raserei umkippt und der kaltblütigen Bruder- und Kindermörderin tritt bei Wolf eine Exiliantin aus politischer Überzeugung, die in ihrer Wahlheimat Korinth auf die Spur eines grausamen Staatsverbrechens gerät und schließlich aufgrund ihrer staatsfeindlichen Nachforschungen zum Opfer eines gezielt inszenierten Rufmordes wird. Christa Wolfs provozierende Mythenneubearbeitung verbindet sich überdies mit einem noch provozierenderen Anspruch: Dem Anspruch nämlich, ihren Lesern nicht nur irgendeine neue Variante des altbekannten Mythos zu liefern, sondern die einzige wahre und richtige Variante, aufgrund derer alle vorherigen "schnellfertige[n] Urteile" (MS: 9) über Medea von Grund auf widerrufen werden müssen. Den wissenschaftlichtheoretischen Rahmen für Wolfs Neuinterpretation des Mythos liefert dabei die in 1980ger Jahren entwickelte Mythentheorie des französischen Soziologen und Kulturwissenschaftlers René Girard, der in seinen Untersuchungen "La Violence et le sacré" (Das Heilige und die Gewalt) und "Le Bouc émissaire" (Der Sündenbock) Mythen auf indirekte weil verschlüsselte Zeugnisse realer historischer Verfolgung zurückführt und auf den Wolf in ihrem Roman an verschiedenen Stellen zitierend Bezug nimmt. Ausgehend von einem etwas genaueren Blick auf einige zentrale Thesen Girards und deren Umsetzung in "Medea. Stimmen" möchte sich die vorliegende Arbeit folgenden Fragen widmen: Inwieweit führt Wolfs Rückgriff auf die von Girard entwickelten sozialpsychologischen Interpretationsmuster insgesamt zu einer entmythisierenden Erzählweise? Inwieweit gelingt es Wolf durch die Thematisierung der Genese des Mythos "Medea" auf der Textoberfläche die Lebensgeschichte Medeas über das Persönliche hinaus als exemplarischen Fall eines Sündenbock- und Verfolgungsmechanismus darzustellen? Welche Probleme ergeben sich bei der literarischen Umsetzung dieser Intention? Und schließlich: Inwieweit lässt sich das von Christa Wolf entworfene Persönlichkeitsbild Medeas mit dem Versuch einer Entindividualisierung und Verallgemeinerung ihres Schicksals als das eines prototypischen Sündenbocks vereinbaren? eBooks / Fachbücher / Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN

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Christa Wolfs 'Medea. Stimmen' zwischen Entmythisierung und Remythisierung - Verena Krauch
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Christa Wolfs 'Medea. Stimmen' zwischen Entmythisierung und Remythisierung - neues Buch

ISBN: 9783638272834

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Verena Krauch:
Christa Wolfs 'Medea. Stimmen' zwischen Entmythisierung und Remythisierung - Erstausgabe

2004, ISBN: 9783638272834

ID: 25171400

[ED: 1], Auflage, eBook Download (EPUB,PDF), eBooks, [PU: GRIN Verlag]

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Details zum Buch
Christa Wolfs Medea. Stimmen zwischen Entmythisierung und Remythisierung
Autor:

Krauch, Verena

Titel:

Christa Wolfs Medea. Stimmen zwischen Entmythisierung und Remythisierung

ISBN-Nummer:

3638272834

Detailangaben zum Buch - Christa Wolfs Medea. Stimmen zwischen Entmythisierung und Remythisierung


EAN (ISBN-13): 9783638272834
ISBN (ISBN-10): 3638272834
Erscheinungsjahr: 2004
Herausgeber: GRIN Verlag
Sprache: ger

Buch in der Datenbank seit 03.05.2007 13:08:40
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ISBN/EAN: 3638272834

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-638-27283-4, 978-3-638-27283-4

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