. .
Deutsch
Deutschland
Ähnliche Bücher
Weitere, andere Bücher, die diesem Buch sehr ähnlich sein könnten:
Suchtools
Anmelden

Anmelden mit Facebook:

Registrieren
Passwort vergessen?


Such-Historie
Merkliste
Links zu eurobuch.de

Dieses Buch teilen auf…
..?
Buchtipps
Aktuelles
Tipp von eurobuch.de
Werbung
Bezahlte Anzeige
FILTER
- 0 Ergebnisse
Kleinster Preis: 24.99 EUR, größter Preis: 39.99 EUR, Mittelwert: 30.62 EUR
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Stefan Krause:

"22. Juni 1941" - Die "Nekritsch-Affäre" im Kontext der sowjetischen Kriegshistoriographie - neues Buch

2010, ISBN: 9783640810581

ID: 6e348c0788bf76dd73aa3da7fb81c9a0

"22. Juni 1941" - Die "Nekritsch-Affäre" im Kontext der sowjetischen Kriegshistoriographie Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte - Ausland, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Historisches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar "Tauwetter: Entstalinisierung in der Sowjetunion unter Chruschtschow (1953-1964), Sprache: Deutsch, Abstract: 1967 berichtet der Spiegel über eine stürmische Sitzung , die bereits im Februar 1966 im Institut für Marxismus-Leninismus in Moskau stattgefunden habe, eine Diskussion über das Buch 22. Juni 1941 des sowjetischen Historikers Aleksandr Nekric, der Stalin für die anfänglichen Niederlagen der Sowjetarmee verantwortlich macht . Damit erreicht eine Auseinandersetzung auch den Westen, die im Juni 1967 im Parteiausschluss des Historikers gipfelt, der für ihn praktisch ein Verbot von beruflichen Kontakten und das Ende der Forschungstätigkeit bedeutet. Die Affäre um Nekric, die Hildermeier als den bekanntesten Fall eines kritischen Historikers bezeichnet, für den seine Gegenargumente gegen das offizielle Geschichtsbild nach Chru cëvs Sturz eine umgehende Massregelung zur Folge hatten , hat in der zweiten Hälfte der 60er-Jahre ein beachtliches Echo in der UdSSR und international hervorgerufen. Trotzdem hat es bis heute keine tiefer gehende Forschungsaktivität gegeben, die sich mit diesen Ereignissen beschäftigt hätte. Die umfangreichste und detaillierteste Darstellung stammt nach wie vor von Nekric selbst. Wenn in der Forschung der Fall Erwähnung findet, dann wird die Ächtung des Historikers i. d. R. wie von Hildermeier als Zeichen des Machtwechsels und einer damit verbundenen Neubewertung Stalins und des Krieges gewertet. Tumarkin etwa sieht das Verbot des Buches als Folge des sich unter Bre nev etablierenden Kriegskultes, der keine Abweichungen von der master narrative mehr dulden konnte und zu der gehörten unverrückbar die Plötzlichkeit des unerwarteten deutschen Angriffs, eine positive Darstellung Stalins und ein Übergehen der anfänglichen Niederlagen. Selbst Nekric führt das Schicksal seines Buches auf die Entmachtung Chru cëvs zurück. Zaslavsky reiht das spätere Schicksal Nekrics als one of the most telling examples ausserdem in eine Strategie der Bre nev-Ära ein, active intellectual critics who were catalysts in the democratization movement and the anti-Stalinist struggle systematisch ins Exil zu treiben. Eine interessante Alternative präsentiert Heer, die, unter Berücksichtigung der Argumente der Kritik an Nekric, zum Ergebnis kommt: Nekrich is simply not working within Marxist-Leninist historical categories . Es scheint sinnvoll, auch diesem Hinweis auf einen Konflikt des Buches mit den etablierten Kategorien der sowjetischen Geschichtsdarstellung zu folgen. Bücher / Sachbücher / Politik & Geschichte 978-3-640-81058-1, GRIN

Neues Buch Buch.ch
Nr. 27623235 Versandkosten:Bei Bestellungen innerhalb der Schweiz berechnen wir Fr. 3.50 Portokosten, Bestellungen ab EUR Fr. 75.00 sind frei. Die voraussichtliche Versanddauer liegt bei 1 bis 2 Werktagen., Versandfertig innert 6 - 9 Tagen, zzgl. Versandkosten
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
22. Juni 1941´´ - Die ´´Nekritsch-Affäre´´ im Kontext der sowjetischen Kriegshistoriographie - Stefan Krause
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)

Stefan Krause:

22. Juni 1941´´ - Die ´´Nekritsch-Affäre´´ im Kontext der sowjetischen Kriegshistoriographie - neues Buch

2010, ISBN: 9783640810581

ID: 116706975

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte - Ausland, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Historisches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar ´´Tauwetter: Entstalinisierung in der Sowjetunion unter Chruschtschow (1953-1964), Sprache: Deutsch, Abstract: 1967 berichtet der Spiegel über eine stürmische Sitzung , die bereits im Februar 1966 im Institut für Marxismus-Leninismus in Moskau stattgefunden habe, eine Diskussion über das Buch 22. Juni 1941 des sowjetischen Historikers Aleksandr Nekric, der Stalin für die anfänglichen Niederlagen der Sowjetarmee verantwortlich macht . Damit erreicht eine Auseinandersetzung auch den Westen, die im Juni 1967 im Parteiausschluss des Historikers gipfelt, der für ihn praktisch ein Verbot von beruflichen Kontakten und das Ende der Forschungstätigkeit bedeutet. Die Affäre um Nekric, die Hildermeier als den bekanntesten Fall eines kritischen Historikers bezeichnet, für den seine Gegenargumente gegen das offizielle Geschichtsbild nach Chru cëvs Sturz eine umgehende Maßregelung zur Folge hatten , hat in der zweiten Hälfte der 60er-Jahre ein beachtliches Echo in der UdSSR und international hervorgerufen. Trotzdem hat es bis heute keine tiefer gehende Forschungsaktivität gegeben, die sich mit diesen Ereignissen beschäftigt hätte. Die umfangreichste und detaillierteste Darstellung stammt nach wie vor von Nekric selbst. Wenn in der Forschung der Fall Erwähnung findet, dann wird die Ächtung des Historikers i. d. R. wie von Hildermeier als Zeichen des Machtwechsels und einer damit verbundenen Neubewertung Stalins und des Krieges gewertet. Tumarkin etwa sieht das Verbot des Buches als Folge des sich unter Bre nev etablierenden Kriegskultes, der keine Abweichungen von der master narrative mehr dulden konnte und zu der gehörten unverrückbar die Plötzlichkeit des unerwarteten deutschen Angriffs, eine positive Darstellung Stalins und ein Übergehen der anfänglichen Niederlagen. Selbst Nekric führt das Schicksal seines Buches auf die Entmachtung Chru cëvs zurück. Zaslavsky reiht das spätere Schicksal Nekrics als one of the most telling examples außerdem in eine Strategie der Bre nev-Ära ein, active intellectual critics who were catalysts in the democratization movement and the anti-Stalinist struggle systematisch ins Exil zu treiben. Eine interessante Alternative präsentiert Heer, die, unter Berücksichtigung der Argumente der Kritik an Nekric, zum Ergebnis kommt: Nekrich is simply not working within Marxist-Leninist historical categories . Es scheint sinnvoll, auch diesem Hinweis auf einen Konflikt des Buches mit den etablierten Kategorien der sowjetischen Geschichtsdarstellung zu folgen. 22. Juni 1941´´ - Die ´´Nekritsch-Affäre´´ im Kontext der sowjetischen Kriegshistoriographie Buch (dtsch.) Bücher>Sachbücher>Politik & Geschichte, GRIN

Neues Buch Thalia.de
No. 27623235 Versandkosten:, Versandfertig in 2 - 3 Tagen, DE (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
22. Juni 1941
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Krause, Stefan:
22. Juni 1941" - Die "Nekritsch-Affäre" im Kontext der sowjetischen Kriegshistoriographie - Taschenbuch

2010

ISBN: 9783640810581

[ED: Softcover], [PU: GRIN Verlag], Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte - Ausland, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Historisches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar "Tauwetter: Entstalinisierung in der Sowjetunion unter Chruschtschow (1953-1964), Sprache: Deutsch, Abstract: 1967 berichtet der Spiegel über eine stürmische Sitzung , die bereits im Februar 1966 im Institut für Marxismus-Leninismus in Moskau stattgefunden habe, eine Diskussion über das Buch 22. Juni 1941 des sowjetischen Historikers Aleksandr Nekric, der Stalin für die anfänglichen Niederlagen der Sowjetarmee verantwortlich macht . Damit erreicht eine Auseinandersetzung auch den Westen, die im Juni 1967 im Parteiausschluss des Historikers gipfelt, der für ihn praktisch ein Verbot von beruflichen Kontakten und das Ende der Forschungstätigkeit bedeutet. Die Affäre um Nekric, die Hildermeier als den bekanntesten Fall eines kritischen Historikers bezeichnet, für den seine Gegenargumente gegen das offizielle Geschichtsbild nach Chru cëvs Sturz eine umgehende Maßregelung zur Folge hatten , hat in der zweiten Hälfte der 60er-Jahre ein beachtliches Echo in der UdSSR und international hervorgerufen. Trotzdem hat es bis heute keine tiefer gehende Forschungsaktivität gegeben, die sich mit diesen Ereignissen beschäftigt hätte. Die umfangreichste und detaillierteste Darstellung stammt nach wie vor von Nekric selbst. Wenn in der Forschung der Fall Erwähnung findet, dann wird die Ächtung des Historikers i. d. R. wie von Hildermeier als Zeichen des Machtwechsels und einer damit verbundenen Neubewertung Stalins und des Krieges gewertet. Tumarkin etwa sieht das Verbot des Buches als Folge des sich unter Bre nev etablierenden Kriegskultes, der keine Abweichungen von der master narrative mehr dulden konnte und zu der gehörten unverrückbar die Plötzlichkeit des unerwarteten deutschen Angriffs, eine positive Darstellung Stalins und ein Übergehen der anfänglichen Niederlagen. Selbst Nekric führt das Schicksal seines Buches auf die Entmachtung Chru cëvs zurück. Zaslavsky reiht das spätere Schicksal Nekrics als one of the most telling examples außerdem in eine Strategie der Bre nev-Ära ein, active intellectual critics who were catalysts in the democratization movement and the anti-Stalinist struggle systematisch ins Exil zu treiben. Eine interessante Alternative präsentiert Heer, die, unter Berücksichtigung der Argumente der Kritik an Nekric, zum Ergebnis kommt: Nekrich is simply not working within Marxist-Leninist historical categories . Es scheint sinnvoll, auch diesem Hinweis auf einen Konflikt des Buches mit den etablierten Kategorien der sowjetischen Geschichtsdarstellung zu folgen. Versandfertig in 3-5 Tagen, [SC: 0.00], Neuware, gewerbliches Angebot

Neues Buch Booklooker.de
buecher.de GmbH & Co. KG
Versandkosten:Versandkostenfrei, Versand nach Deutschland (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
22. Juni 1941 - Die Nekritsch-Affare Im Kontext Der Sowjetischen Kriegshistoriographie - Stefan Krause
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Stefan Krause:
22. Juni 1941 - Die Nekritsch-Affare Im Kontext Der Sowjetischen Kriegshistoriographie - Taschenbuch

2010, ISBN: 3640810589

ID: 10520678040

[EAN: 9783640810581], Neubuch, [PU: GRIN Verlag], STEFAN KRAUSE,WORLD,GERMANY, Paperback. 56 pages. Dimensions: 8.0in. x 5.8in. x 0.2in.Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lnder - Zeitalter Weltkriege, Note: 1, 0, Friedrich-Schiller-Universitt Jena (Historisches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar Tauwetter: Entstalinisierung in der Sowjetunion unter Chruschtschow (1953-1964), Sprache: Deutsch, Abstract: 1967 berichtet der Spiegel ber eine strmische Sitzung, die bereits im Februar 1966 im Institut fr Marxismus-Leninismus in Moskau stattgefunden habe, eine Diskussion ber das Buch 22. Juni 1941 des sowjetischen Historikers Aleksandr Nekri, der Stalin fr die anfnglichen Niederlagen der Sowjetarmee verantwortlich macht. Damit erreicht eine Auseinandersetzung auch den Westen, die im Juni 1967 im Parteiausschluss des Historikers gipfelt, der fr ihn praktisch ein Verbot von beruflichen Kontakten und das Ende der Forschungsttigkeit bedeutet. Die Affre um Nekri, die Hildermeier als den bekanntesten Fall eines kritischen Historikers bezeichnet, fr den seine Gegenargumente gegen das offizielle Geschichtsbild nach Chruvs Sturz eine umgehende Maregelung zur Folge hatten, hat in der zweiten Hlfte der 60er-Jahre ein beachtliches Echo in der UdSSR und international hervorgerufen. Trotzdem hat es bis heute keine tiefer gehende Forschungsaktivitt gegeben, die sich mit diesen Ereignissen beschftigt htte. Die umfangreichste und detaillierteste Darstellung stammt nach wie vor von Nekri selbst. Wenn in der Forschung der Fall Erwhnung findet, dann wird die chtung des Historikers i. d. R. wie von Hildermeier als Zeichen des Machtwechsels und einer damit verbundenen Neubewertung Stalins und des Krieges gewertet. Tumarkin etwa sieht das Verbot des Buches als Folge des sich unter Brenev etablierenden Kriegskultes, der keine Abweichungen von der master narrative mehr dulden konnte - und zu der gehrten unverrckbar die Pltzlichkeit des unerwarteten deutschen Angriffs, eine positive Darstellung Stalins und ein bergehen der anfnglichen Niede This item ships from multiple locations. Your book may arrive from Roseburg,OR, La Vergne,TN.

Neues Buch Abebooks.de
BuySomeBooks, Las Vegas, NV, U.S.A. [52360437] [Rating: 5 (von 5)]
NEW BOOK Versandkosten: EUR 11.43
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
22. Juni 1941 - Die Nekritsch-Affare Im Kontext Der Sowjetischen Kriegshistoriographie - Stefan Krause
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Stefan Krause:
22. Juni 1941 - Die Nekritsch-Affare Im Kontext Der Sowjetischen Kriegshistoriographie - Taschenbuch

2010, ISBN: 9783640810581

ID: 586498002

Grin Verlag. Paperback. New. Paperback. 56 pages. Dimensions: 8.0in. x 5.8in. x 0.2in.Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lnder - Zeitalter Weltkriege, Note: 1, 0, Friedrich-Schiller-Universitt Jena (Historisches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar Tauwetter: Entstalinisierung in der Sowjetunion unter Chruschtschow (1953-1964), Sprache: Deutsch, Abstract: 1967 berichtet der Spiegel ber eine strmische Sitzung, die bereits im Februar 1966 im Institut fr Marxismus-Leninismus in Moskau stattgefunden habe, eine Diskussion ber das Buch 22. Juni 1941 des sowjetischen Historikers Aleksandr Nekri, der Stalin fr die anfnglichen Niederlagen der Sowjetarmee verantwortlich macht. Damit erreicht eine Auseinandersetzung auch den Westen, die im Juni 1967 im Parteiausschluss des Historikers gipfelt, der fr ihn praktisch ein Verbot von beruflichen Kontakten und das Ende der Forschungsttigkeit bedeutet. Die Affre um Nekri, die Hildermeier als den bekanntesten Fall eines kritischen Historikers bezeichnet, fr den seine Gegenargumente gegen das offizielle Geschichtsbild nach Chruvs Sturz eine umgehende Maregelung zur Folge hatten, hat in der zweiten Hlfte der 60er-Jahre ein beachtliches Echo in der UdSSR und international hervorgerufen. Trotzdem hat es bis heute keine tiefer gehende Forschungsaktivitt gegeben, die sich mit diesen Ereignissen beschftigt htte. Die umfangreichste und detaillierteste Darstellung stammt nach wie vor von Nekri selbst. Wenn in der Forschung der Fall Erwhnung findet, dann wird die chtung des Historikers i. d. R. wie von Hildermeier als Zeichen des Machtwechsels und einer damit verbundenen Neubewertung Stalins und des Krieges gewertet. Tumarkin etwa sieht das Verbot des Buches als Folge des sich unter Brenev etablierenden Kriegskultes, der keine Abweichungen von der master narrative mehr dulden konnte - und zu der gehrten unverrckbar die Pltzlichkeit des unerwarteten deutschen Angriffs, eine positive Darstellung Stalins und ein bergehen der anfnglichen Niede This item ships from multiple locations. Your book may arrive from Roseburg,OR, La Vergne,TN., Grin Verlag

gebrauchtes bzw. antiquarisches Buch Biblio.com
BuySomeBooks
Versandkosten: EUR 10.54
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.

< zum Suchergebnis...
Details zum Buch
"22. Juni 1941" - Die "Nekritsch-Affare" Im Kontext Der Sowjetischen Kriegshistoriographie (German Edition)
Autor:

Krause, Stefan

Titel:

"22. Juni 1941" - Die "Nekritsch-Affare" Im Kontext Der Sowjetischen Kriegshistoriographie (German Edition)

ISBN-Nummer:

9783640810581

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte - Ausland, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Historisches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar "Tauwetter: Entstalinisierung in der Sowjetunion unter Chruschtschow (1953-1964), Sprache: Deutsch, Abstract: 1967 berichtet der ,Spiegel' über eine "stürmische Sitzung", die bereits im Februar 1966 im Institut für Marxismus-Leninismus in Moskau stattgefunden habe, eine Diskussion über das Buch ,22. Juni 1941' des sowjetischen Historikers Aleksandr Nekric, "der Stalin für die anfänglichen Niederlagen der Sowjetarmee verantwortlich macht". Damit erreicht eine Auseinandersetzung auch den Westen, die im Juni 1967 im Parteiausschluss des Historikers gipfelt, der für ihn praktisch ein Verbot von beruflichen Kontakten und das Ende der Forschungstätigkeit bedeutet. Die ,Affäre' um Nekric, die Hildermeier als den "bekanntesten Fall" eines kritischen Historikers bezeichnet, für den seine "Gegenargumente" gegen das offizielle Geschichtsbild nach ChruScëvs Sturz "eine umgehende Maßregelung zur Folge hatten", hat in der zweiten Hälfte der 60er-Jahre ein beachtliches Echo in der UdSSR und international hervorgerufen. Trotzdem hat es bis heute keine tiefer gehende Forschungsaktivität gegeben, die sich mit diesen Ereignissen beschäftigt hätte. Die umfangreichste und detaillierteste Darstellung stammt nach wie vor von Nekric selbst. Wenn in der Forschung der Fall Erwähnung findet, dann wird die Ächtung des Historikers i. d. R. wie von Hildermeier als Zeichen des Machtwechsels und einer damit verbundenen Neubewertung Stalins und des Krieges gewertet. Tumarkin etwa sieht das Verbot des Buches als Folge des sich unter Breznev etablierenden Kriegskultes,der keine Abweichungen von der "master narrative" mehr dulden konnte - und zu der gehörten unverrückbar die Plötzlichkeit des unerwarteten deutschen Angriffs, eine positive Darstellung Stalins und ein Übergehen der anfänglichen Niederlagen. Selbst Nekric führt das Schicksal seines Buches auf die Entmachtung ChruScëvs zurück. Zaslavsky reiht das spätere Schicksal Nekrics als "one of the most telling examples" außerdem in eine Strategie der Breznev-Ära ein, "active intellectual critics who were catalysts in the democratization movement and the anti-Stalinist struggle" systematisch ins Exil zu treiben. Eine interessante Alternative präsentiert Heer, die, unter Berücksichtigung der Argumente der Kritik an Nekric, zum Ergebnis kommt: "Nekrich is simply not working within Marxist-Leninist historical categories". Es scheint sinnvoll, auch diesem Hinweis auf einen Konflikt des Buches mit den etablierten Kategorien der sowjetischen Geschichtsdarstellung zu folgen.

Detailangaben zum Buch - "22. Juni 1941" - Die "Nekritsch-Affare" Im Kontext Der Sowjetischen Kriegshistoriographie (German Edition)


EAN (ISBN-13): 9783640810581
ISBN (ISBN-10): 3640810589
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2011
Herausgeber: GRIN Verlag
56 Seiten
Gewicht: 0,094 kg
Sprache: ger/Deutsch

Buch in der Datenbank seit 19.05.2011 11:02:49
Buch zuletzt gefunden am 09.11.2016 17:50:37
ISBN/EAN: 9783640810581

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-640-81058-9, 978-3-640-81058-1

< zum Suchergebnis...
< zum Archiv...
Benachbarte Bücher