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Mentales Training in der Snowboardausbildung - Oliver Ecker
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Oliver Ecker:

Mentales Training in der Snowboardausbildung - neues Buch

2007, ISBN: 9783836616782

ID: 9783836616782

Eine feldexperimentelle Studie zum Einsatz mentaler Trainingsformen Inhaltsangabe:Einleitung: In der vorliegenden Arbeit geht es um Mentales Training (im Folgenden mit MT abgekürzt) und die Anwendung auf eine bestimmte Sportart: das Snowboarden. Da ich selbst diesen Sport bereits seit mehreren Jahren ausübe und als Verbandslehrer auch Snowboardunterricht gebe, bin ich der Überzeugung, dass durch die Anwendung von MT, das ich u.a. auch selbst praktiziere, die Leistungsfähigkeit sowohl im Freizeit- als auch im Breitensport besonders im Snowboardsport verbessert und stabilisiert werden kann. Im folgenden Kapitel werde ich zunächst einen Überblick über MT und seine Definition geben. Weiter werden auf die Ziele des MT, die Voraussetzungen des MT, seine Wirkung und die Anwendung näher eingegangen. Ein spezielles Kapitel über den Snowboardsport soll einen allgemeinen Einblick über die betreffende Sportart verschaffen. Weiterführend werden mentale Trainingsformen besprochen und verschiedene Modelle des MT dargestellt.Im Anschluss an den Theorieteil, werden zunächst das Untersuchungsverfahren und der Untersuchungsaufbau der feldexperimentellen Studie aufgezeigt. Anschließend wird die in Arosa / Schweiz praktizierte Studie in der Durchführung näher beschrieben. Dem folgend werden die Untersuchungsauswertungen und anschließend die Ergebnisse dargestellt. Sportliche Erfolge werden ganz wesentlich im Kopf entschieden. Immer wieder ist in den Medien zu lesen, dass es eine Kopfsache ist, sportlich erfolgreich zu sein. Bei der körperlichen und medizinischen Vorbereitung stoßen Athleten längst an ihre Grenzen. Laut Moll 2007 verbergen sich die größten ungenutzten Leistungspotentiale ¿nicht in der Muskulatur, sondern in der Psyche¿. Auch in Wettkämpfen, in denen ein Athlet körperlich perfekt vorbereitet ist, kann dieser an den mentalen Barrieren scheitern. Im Gegensatz zu den vergangenen 50 Jahren, in denen psychologische Betreuung lange Zeit verpönt war, galt sie doch als Eingeständnis von Schwäche, gehört heute das konsequente MT genauso wie Kraft- und Ausdauertraining zur allgemeinen Fitness. Im Spitzensport macht das mentale Techniktraining den größten Teil des Trainingsprogramms aus. Auch in der aktuellen Sportberichterstattung wird immer wieder davon gesprochen, dass z.B. ein Abfahrtsläufer in seinem Lauf ¿mental gut drauf¿ war. Daher wollen immer mehr Sportler aller Leistungsklassen wissen, was MT ist und ob es nutzbringend angewandt werden kann. Warum soll demnach nicht auch im Gegensatz zum Spitzensport in verschiedenen Bereichen des Freizeit- und Breitensports MT angewandt werden. Estermann hat zum MT im Spitzensport folgendes Fazit formuliert: ¿Wenn es uns nicht gelingt, unsere Sportart mental perfekt auszuführen, ist es unwahrscheinlich, dass uns dies im Wettkampf möglich ist!¿ Dies gilt allgemein betrachtet für jeden Sport und alle Klassen, ob er nun als Leistungs- oder nur als Freizeitsport betrieben wird. Da die bestehende Fachliteratur nach Meinung von Experten meistens entweder zu wenig praxisorientiert oder zu kompliziert abgefasst ist, füllt die vorliegende Arbeit eine Lücke und kommt somit einem echten Bedürfnis nach. Zunächst soll ein aktuelles Beispiel die vorherigen Thesen unterstützen und die Nützlichkeit des MT verdeutlichen: Mithilfe des Sportpsychologen Hans Dieter Hermann formte Jürgen Klinsmann aus einer Gruppe (¿) talentierter Spieler eine Mannschaft, die beinahe das Finale erreicht hätte. Es gelang dem Bundestrainer, den Teamgeist zu stärken und vor allem den jungen Spielern zu helfen, mit dem immensen Druck umzugehen. Hans Eberspächer vergleicht in diesem Zusammenhang einen Spitzenathlet mit Piloten und Chirurgen, die ihre Leistung auf den Punkt genau abrufen müssen. Sportpsychologen müssen den Sportlern dabei helfen, ¿das tausendfach Geübte auch zuverlässig in der Extremsituation eines Finales umzusetzen¿. Eine der wirksamsten Schritte gegen die Blockade ist für Experten die Selbstgesprächregulation, in der der Dialog den der Sportler mit sich selbst führt verändert wird. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Snowboardsport ist ein schwieriges Unterfangen, besonders mit der Freestyle-Snowboardliteratur, die sich überwiegend auf Erfahrungen und weniger auf wissenschaftliche Beweise begründet. Sportpsychologen forschen heutzutage an mentalen Trainingsprogrammen, die zur Verbesserung der sportlichen Leistung beitragen können. So z.B. das mentale Trainingsprogramm von Thomas Schack, das mit Hilfe eines Tests ermittelt, inwieweit die Faktoren Angst, Wille und Stress die Leistung beeinflussen. Dieser Test unterscheidet kognitiv ängstliche Sportler, die sich von negativen Gedanken ablenken lassen, von somatisch ängstlichen, die vor einem Wettkampf einen rasenden Puls haben. Bei den erstgenannten verordnet Schack eine Selbstgesprächregulation, bei den anderen Entspannungstechniken wie autogenes Training. Außerdem wurden Methoden entwickelt, bei denen die im Gehirn abgelegten Bewegungsabläufe eines Sportlers verbessert und optimiert werden können. Die Anwendung dieser Methoden wurde z.B. mit der Weltelite im Windsurfen und in Zusammenarbeit mit der deutschen Juniorennationalmannschaft im Frauenvolleyball erprobt. Im Anhang dieser Arbeit befindet sich eine CD mit den für die Untersuchung wichtigen Power Point Präsentationen, für die in Arosa abendlich abgehaltenen mentalen Trainingseinheiten. Diese Arbeit soll interessierten Lesern einen Überblick und eine Anleitung geben, wie das MT beispielsweise im Snowboardsport angewandt werden kann und gegebenenfalls dazu anregen, Resultate zu erzielen und Vorgehensweisen zu überprüfen und weiter zu entwickeln.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisV TabellenverzeichnisVI AbkürzungsverzeichnisVII 1.Einleitung1 2.Theorie4 2.1Mentales Training im Snowboardsport4 2.1.1Definition4 2.1.2Ziele des mentalen Trainings6 2.1.3Voraussetzungen für MT10 2.1.4Wirkung des Mentalen Trainings12 2.1.5Anwendung von Mentalem Training16 2.1.6Mentales Training im Snowboardsport17 2.1.7Entspannungstraining20 2.1.7.1Körperreise21 2.1.7.2Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen22 2.7.1.3Ziele des Entspannungstrainings22 2.2Mentale Trainingsformen23 2.2.1Verbales / Subvokales Training26 2.2.2Observatives Training27 2.2.3Verdecktes Wahrnehmungstraining29 2.2.4Ideomotorisches Training30 2.3Modelle des Mentalen Trainings33 2.3.1Das Fünf- Schritte- Modell nach Eberspächer34 2.3.2Das Acht- Schritte- Modell nach Eberspächer36 2.3.3Das Sechs- Schritte- Modell nach Draksal und Thierauf38 2.4Befindlichkeit40 2.4.1Der Begriff Befindlichkeit40 2.4.2Messung von Befindlichkeit40 3.Fragestellung41 4.Hypothesen44 5.Methodik47 5.1Untersuchungsverfahren47 5.2Untersuchungsaufbau / Untersuchungsplan49 5.2.1Tagesabläufe49 5.2.2Untersuchungsinstrumentarien50 5.2.2.1Fragebogen: Allgemeine Daten51 5.2.2.2Eigenzustandsskala (EZ- Skala)51 5.2.2.3Feedbackbogen54 5.2.2.4Bewertungsbogen54 5.2.2.5Reflexionsbogen56 5.3Untersuchungsdurchführung56 5.3.1Untersuchungsgegenstand: Straight Air mit Grab56 5.3.2Einteilung in die Gruppen62 5.3.3Ablaufphasen des Mentalen Trainings63 5.3.4Praktischer Versuch: 6 Tage75 5.3.5Motivation der Probanden78 5.3.6Untersuchungsort79 5.3.7Beeinflussende Störfaktoren80 5.4Untersuchungsauswertungen80 5.4.1Stichprobe81 5.4.2Allgemeine Daten82 5.4.2.1Angaben zu den Versuchspersonen82 5.4.2.2Angaben zum Leistungsstand83 5.4.2.3Fahrtyp84 5.4.2.4Kenntnis und Anwendung des Mentalen Trainings84 5.4.3Subjektiv eingeschätztes Fahrkönnen85 5.4.4Auswertung zur symbolischen Markierung85 5.4.5Einschätzung vor und nach dem Versuch86 5.4.6Auswertung des Reflexionsbogens86 6.Darstellung und Interpretation der Ergebnisse88 6.1Sprungnotenvergleich der MTG / KG88 6.2Häufigkeit der guten Sprünge der MTG / KG91 6.3Zusammenhang Fahrerfahrung und Fahrkönnen92 6.3.1Anzahl der Jahre und gut ausgeführte Sprünge92 6.3.2Anzahl der Wochen und gut ausgeführte Sprünge93 6.4Konstanz der guten Sprünge der MTG / KG94 6.5Unterschied der Sprungnoten der Freestyler, Freerider und Pistenfahrer96 6.6Nutzen des Mentalen Trainings100 6.7Nutzen des observativen Trainings101 6.8Selbsteinschätzung102 6.8.1Zusammenhang Selbsteinschätzung als Freestyler zu guten Sprüngen102 6.8.2Vergleich allgemeiner Fragebogen vs. Reflexionsbogen102 6.8.3Unterschied der Selbsteinschätzung vom ersten bis zum letzten Sprung106 6.8.4Vergleich subjektive vs. objektive Selbsteinschätzung107 6.9Unterschied der subjektiven Einschätzung des Sprungs der MTG / KG109 6.10Unterschied im Gefühl in der Luft111 6.11Rückschlüsse anhand von subjektiv eingeschätztem Fahrkönnen auf das Fertigkeitsniveau113 6.12Angst114 6.12.1Angstreduzierung114 6.12.2Einzelfälle der Angst der MTG / KG115 6.13Befindlichkeit116 6.13.1Unterschied der Befindlichkeit der MTG / KG116 6.13.2Zusammenhang der Befindlichkeit zur Sprungfähigkeit118 6.13.3Beeinflussung der Empfindungen durch mentale Trainingsformen120 6.13.4Unterschied in der Stimmung der MTG / KG122 6.14Unterschied in der Qualität der Sprungperformence124 6.14.1Zwischen Versuchspersonen, die sich wach / gut fühlen und die sich nicht wach / gut fühlen124 6.14.2Zwischen motivierten / guten Sprüngen und nicht motivierten / guten Sprüngen125 6.15Zusammenhang zwischen Motivationsfaktoren der EZ - Skala und der motorischen Leistung128 6.16Unterschied der MTG / KG in den Faktoren der EZ - Skala130 7.Diskussion131 8.Zusammenfassung134 9.Literaturverzeichnis137 10.Anhang 1140Textprobe:Textprobe: Kapitel 5.3.2, Einteilung in die Gruppen: Zunächst mussten Snowboarder für die Studie gefunden werden, die sich im Fahr-Können, speziell im Freestyle-Können, auf ähnlichem Niveau bewegen. Die Auswahl ergab sich aus der subjektiven Einschätzung der Versuchspersonen, vor allem aber anhand der Auswertung der Fragebögen und dem Expertenurteil (Bewertungsnoten). Ziel war es über die Ausführung eines Straight Air mit Grab und deren anschließende Bewertung, die Studenten in verschiedene Leistungsklassen einzuteilen und die für die Studie wichtigen Versuchspersonen aus der Masse (48 Studenten) herauszufiltern. Voraussetzung für einen guten Sprung ist eine gute Fahrtechnik. Denn ohne eine gut ausgeführte Anfahrt auf den Schanzentisch wird es schwer einen guten Sprung zu absolvieren. Diese Grundvoraussetzung ließ sich an der Anfahrt sowie dem Absprung erkennen, sodass Anfänger und Fortgeschrittene leicht aussortiert werden konnten. Der Bewegungsablauf des Straight Air wurde unter fachmännischer Beobachtung ausgeführt. Hierzu zählten zwei ausgebildete Verbandssnowboardlehrer und ein staatlich geprüfter Snowboardlehrer vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV), die unter anderem auch die Snowboardkurse in Arosa leiteten. Als Hilfsmittel zur Bewertung der Sprünge diente eine genaue stichwortartige Bewegungsbeschreibung, die helfen sollte viele Eindrücke des Sprungs festzuhalten um möglichst genau bewerten zu können. Anhand der Sprungtechnik und der Ausführung der Bewegung wurde erkannt, auf welchem Niveau sich die Studenten bewegten und welche Fähigkeiten sie mitbrachten. Verschiedene Sprungkriterien wie eine stabile Anfahrt, Absprung, Flugphase und Landung galt es zu erfüllen. Die oben genannten Kriterien wurden direkt nach jedem Sprung analysiert und in einem Bewertungsbogen eingetragen. Zudem wurde auch ein Gesamteindruck des Sprungs notiert, um die spätere Einteilung in die Gruppen zu vereinfachen, falls es nicht eindeutig war, zu welcher Gruppe ein Student zählt. In Anlehnung an den Bewertungsbogen und die vorhandenen Fertigkeiten wurden die Studenten in vier verschiedenen Leistungsklassen eingeteilt: Anfänger, leicht Fortgeschrittene, Fortgeschrittene und Könner. Die für die Studie interessanten Könnensstufen waren leicht Fortgeschrittene und Fortgeschrittene Studenten mit annähernd gleichen Fähigkeiten und gleichem Könnensstand, d.h. Studenten mit guten Sprungfähigkeiten. Aus den vier verschiedenen Leistungsklassen wurden die Studenten, die sich im mittleren Könnensniveau (leicht Fortgeschrittene, Fortgeschrittene) befanden, in die Studie mit aufgenommen. Wichtig für die experimentelle Studie waren auch jene Studenten, die Vorerfahrung im Springen hatten, aber dennoch nicht perfekt springen und noch einiges dazu lernen konnten. Die Grobstruktur einer Bewegung sollte nach Baumann für das MT bzw. ideomotorische Training bekannt sein. Im weiteren Verlauf sollten homogene Untersuchungsgruppen entstehen. Hierfür wurde die Hälfte der leicht Fortgeschrittenen mit der Hälfte der Fortgeschrittenen gemischt. Aus diesen beiden Gruppen entstand nach einer zufälligen Einteilung, die mentale Trainingsgruppe (MTG), als auch die Kontrollgruppe (KG). Wie der Namen der Gruppe bereits deutlich macht, erhielt die MTG ein gesondertes Training. Die zweite, so genannte KG, wurde für den späteren Vergleich und statistische Auswertungen benötigt. Insgesamt nahmen 23 Versuchspersonen an der Untersuchung teil, davon waren fünf Personen weiblich und 18 männlich. Weiter ergab sich aus dem Auswahlverfahren eine Gruppenzugehörigkeit von 12 Versuchspersonen in der mentalen Trainingsgruppe und 11 Personen in der KG bzw. nicht mental trainierenden Gruppe. Ablaufphasen des Mentalen Trainings: Ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung waren die an jedem Abend abgehaltenen mentalen Trainingseinheiten. Ein Einblick über den gesamten Verlauf der Untersuchungswoche gibt folgende Veranschaulichung: In der Abhandlung der mentalen Trainingseinheiten wurde sich stark am mentalen Trainingsmodell von Eberspächer orientiert. Zudem sind auch Einflüsse des Sechs- Schritte- Modells von Draksal mit in die Struktur der Trainingseinheiten eingeflossen. Zur Unterstützung der abendlichen Präsentationen konnte ein Videobeamer als visuelle Lernhilfe für Powerpointpräsentationen genutzt werden. Die abendlichen Theorieeinheiten im MT dauerten je nach Themengebiet knapp eine Stunde. In der folgenden Aufstellung können die Schlüsselstellen des Acht- Schritte- Modells näher betrachtet werden: - Bewegungsablauf aus einer Sportart auswählen (Snowboard: Straight Air mit Grab). - Bewegungsablauf detailliert notieren (mindestens auf 1 DIN-A4-Blatt). - Bewegungsablauf mehrmals durchlesen (3 Tage, ¿ Stunde/ Tag), intensiv einprägen ein innerer Film entsteht. - Knotenpunkte heraussuchen (6 bis 7 Schlüsselstellen), üben des verkürzten, inneren Films (siehe Anhang Nr. 9). - Knotenpunkte mit Kurzworten bezeichnen ein Rhythmus entsteht. Üben dieses Films. Ziel: gleiche Zeitdauer des inneren Films und der praktischen Ausführung, Diplomica Verlag

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Mentales Training in der Snowboardausbildung - Oliver Ecker
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Oliver Ecker:

Mentales Training in der Snowboardausbildung - neues Buch

2007, ISBN: 9783836616782

ID: 9783836616782

Eine feldexperimentelle Studie zum Einsatz mentaler Trainingsformen Inhaltsangabe:Einleitung: In der vorliegenden Arbeit geht es um Mentales Training (im Folgenden mit MT abgekürzt) und die Anwendung auf eine bestimmte Sportart: das Snowboarden. Da ich selbst diesen Sport bereits seit mehreren Jahren ausübe und als Verbandslehrer auch Snowboardunterricht gebe, bin ich der Überzeugung, dass durch die Anwendung von MT, das ich u.a. auch selbst praktiziere, die Leistungsfähigkeit sowohl im Freizeit- als auch im Breitensport besonders im Snowboardsport verbessert und stabilisiert werden kann. Im folgenden Kapitel werde ich zunächst einen Überblick über MT und seine Definition geben. Weiter werden auf die Ziele des MT, die Voraussetzungen des MT, seine Wirkung und die Anwendung näher eingegangen. Ein spezielles Kapitel über den Snowboardsport soll einen allgemeinen Einblick über die betreffende Sportart verschaffen. Weiterführend werden mentale Trainingsformen besprochen und verschiedene Modelle des MT dargestellt.Im Anschluss an den Theorieteil, werden zunächst das Untersuchungsverfahren und der Untersuchungsaufbau der feldexperimentellen Studie aufgezeigt. Anschließend wird die in Arosa / Schweiz praktizierte Studie in der Durchführung näher beschrieben. Dem folgend werden die Untersuchungsauswertungen und anschließend die Ergebnisse dargestellt. Sportliche Erfolge werden ganz wesentlich im Kopf entschieden. Immer wieder ist in den Medien zu lesen, dass es eine Kopfsache ist, sportlich erfolgreich zu sein. Bei der körperlichen und medizinischen Vorbereitung stoßen Athleten längst an ihre Grenzen. Laut Moll 2007 verbergen sich die größten ungenutzten Leistungspotentiale ¿nicht in der Muskulatur, sondern in der Psyche¿. Auch in Wettkämpfen, in denen ein Athlet körperlich perfekt vorbereitet ist, kann dieser an den mentalen Barrieren scheitern. Im Gegensatz zu den vergangenen 50 Jahren, in denen psychologische Betreuung lange Zeit verpönt war, galt sie doch als Eingeständnis von Schwäche, gehört heute das konsequente MT genauso wie Kraft- und Ausdauertraining zur allgemeinen Fitness. Im Spitzensport macht das mentale Techniktraining den größten Teil des Trainingsprogramms aus. Auch in der aktuellen Sportberichterstattung wird immer wieder davon gesprochen, dass z.B. ein Abfahrtsläufer in seinem Lauf ¿mental gut drauf¿ war. Daher wollen immer mehr Sportler aller Leistungsklassen wissen, was MT ist und ob es nutzbringend angewandt werden kann. Warum soll demnach nicht auch im Gegensatz zum Spitzensport in verschiedenen Bereichen des Freizeit- und Breitensports MT angewandt werden. Estermann hat zum MT im Spitzensport folgendes Fazit formuliert: ¿Wenn es uns nicht gelingt, unsere Sportart mental perfekt auszuführen, ist es unwahrscheinlich, dass uns dies im Wettkampf möglich ist!¿ Dies gilt allgemein betrachtet für jeden Sport und alle Klassen, ob er nun als Leistungs- oder nur als Freizeitsport betrieben wird. Da die bestehende Fachliteratur nach Meinung von Experten meistens entweder zu wenig praxisorientiert oder zu kompliziert abgefasst ist, füllt die vorliegende Arbeit eine Lücke und kommt somit einem echten Bedürfnis nach. Zunächst soll ein aktuelles Beispiel die vorherigen Thesen unterstützen und die Nützlichkeit des MT verdeutlichen: Mithilfe des Sportpsychologen Hans Dieter Hermann formte Jürgen Klinsmann aus einer Gruppe (¿) talentierter Spieler eine Mannschaft, die beinahe das Finale erreicht hätte. Es gelang dem Bundestrainer, den Teamgeist zu stärken und vor allem den jungen Spielern zu helfen, mit dem immensen Druck umzugehen. Hans Eberspächer vergleicht in diesem Zusammenhang einen Spitzenathlet mit Piloten und Chirurgen, die ihre Leistung auf den Punkt genau abrufen müssen. Sportpsychologen müssen den Sportlern dabei helfen, ¿das tausendfach Geübte auch zuverlässig in der Extremsituation eines Finales umzusetzen¿. Eine der wirksamsten Schritte gegen die Blockade ist für Experten die Selbstgesprächregulation, in der der Dialog den der Sportler mit sich selbst führt verändert wird. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Snowboardsport ist ein schwieriges Unterfangen, besonders mit der Freestyle-Snowboardliteratur, die sich überwiegend auf Erfahrungen und weniger auf wissenschaftliche Beweise begründet. Sportpsychologen forschen heutzutage an mentalen Trainingsprogrammen, die zur Verbesserung der sportlichen Leistung beitragen können. So z.B. das mentale Trainingsprogramm von Thomas Schack, das mit Hilfe eines Tests ermittelt, inwieweit die Faktoren Angst, Wille und Stress die Leistung beeinflussen. Dieser Test unterscheidet kognitiv ängstliche Sportler, die sich von negativen Gedanken ablenken lassen, von somatisch ängstlichen, die vor einem Wettkampf einen rasenden Puls haben. Bei den erstgenannten verordnet Schack eine Selbstgesprächregulation, bei den anderen Entspannungstechniken wie autogenes Training. Außerdem wurden Methoden entwickelt, bei denen die im Gehirn abgelegten Bewegungsabläufe eines Sportlers verbessert und optimiert werden können. Die Anwendung dieser Methoden wurde z.B. mit der Weltelite im Windsurfen und in Zusammenarbeit mit der deutschen Juniorennationalmannschaft im Frauenvolleyball erprobt. Im Anhang dieser Arbeit befindet sich eine CD mit den für die Untersuchung wichtigen Power Point Präsentationen, für die in Arosa abendlich abgehaltenen mentalen Trainingseinheiten. Diese Arbeit soll interessierten Lesern einen Überblick und eine Anleitung geben, wie das MT beispielsweise im Snowboardsport angewandt werden kann und gegebenenfalls dazu anregen, Resultate zu erzielen und Vorgehensweisen zu überprüfen und weiter zu entwickeln.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisV TabellenverzeichnisVI AbkürzungsverzeichnisVII 1.Einleitung1 2.Theorie4 2.1Mentales Training im Snowboardsport4 2.1.1Definition4 2.1.2Ziele des mentalen Trainings6 2.1.3Voraussetzungen für MT10 2.1.4Wirkung des Mentalen Trainings12 2.1.5Anwendung von Mentalem Training16 2.1.6Mentales Training im Snowboardsport17 2.1.7Entspannungstraining20 2.1.7.1Körperreise21 2.1.7.2Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen22 2.7.1.3Ziele des Entspannungstrainings22 2.2Mentale Trainingsformen23 2.2.1Verbales / Subvokales Training26 2.2.2Observatives Training27 2.2.3Verdecktes Wahrnehmungstraining29 2.2.4Ideomotorisches Training30 2.3Modelle des Mentalen Trainings33 2.3.1Das Fünf- Schritte- Modell nach Eberspächer34 2.3.2Das Acht- Schritte- Modell nach Eberspächer36 2.3.3Das Sechs- Schritte- Modell nach Draksal und Thierauf38 2.4Befindlichkeit40 2.4.1Der Begriff Befindlichkeit40 2.4.2Messung von Befindlichkeit40 3.Fragestellung41 4.Hypothesen44 5.Methodik47 5.1Untersuchungsverfahren47 5.2Untersuchungsaufbau / Untersuchungsplan49 5.2.1Tagesabläufe49 5.2.2Untersuchungsinstrumentarien50 5.2.2.1Fragebogen: Allgemeine Daten51 5.2.2.2Eigenzustandsskala (EZ- Skala)51 5.2.2.3Feedbackbogen54 5.2.2.4Bewertungsbogen54 5.2.2.5Reflexionsbogen56 5.3Untersuchungsdurchführung56 5.3.1Untersuchungsgegenstand: Straight Air mit Grab56 5.3.2Einteilung in die Gruppen62 5.3.3Ablaufphasen des Mentalen Trainings63 5.3.4Praktischer Versuch: 6 Tage75 5.3.5Motivation der Probanden78 5.3.6Untersuchungsort79 5.3.7Beeinflussende Störfaktoren80 5.4Untersuchungsauswertungen80 5.4.1Stichprobe81 5.4.2Allgemeine Daten82 5.4.2.1Angaben zu den Versuchspersonen82 5.4.2.2Angaben zum Leistungsstand83 5.4.2.3Fahrtyp84 5.4.2.4Kenntnis und Anwendung des Mentalen Trainings84 5.4.3Subjektiv eingeschätztes Fahrkönnen85 5.4.4Auswertung zur symbolischen Markierung85 5.4.5Einschätzung vor und nach dem Versuch86 5.4.6Auswertung des Reflexionsbogens86 6.Darstellung und Interpretation der Ergebnisse88 6.1Sprungnotenvergleich der MTG / KG88 6.2Häufigkeit der guten Sprünge der MTG / KG91 6.3Zusammenhang Fahrerfahrung und Fahrkönnen92 6.3.1Anzahl der Jahre und gut ausgeführte Sprünge92 6.3.2Anzahl der Wochen und gut ausgeführte Sprünge93 6.4Konstanz der guten Sprünge der MTG / KG94 6.5Unterschied der Sprungnoten der Freestyler, Freerider und Pistenfahrer96 6.6Nutzen des Mentalen Trainings100 6.7Nutzen des observativen Trainings101 6.8Selbsteinschätzung102 6.8.1Zusammenhang Selbsteinschätzung als Freestyler zu guten Sprüngen102 6.8.2Vergleich allgemeiner Fragebogen vs. Reflexionsbogen102 6.8.3Unterschied der Selbsteinschätzung vom ersten bis zum letzten Sprung106 6.8.4Vergleich subjektive vs. objektive Selbsteinschätzung107 6.9Unterschied der subjektiven Einschätzung des Sprungs der MTG / KG109 6.10Unterschied im Gefühl in der Luft111 6.11Rückschlüsse anhand von subjektiv eingeschätztem Fahrkönnen auf das Fertigkeitsniveau113 6.12Angst114 6.12.1Angstreduzierung114 6.12.2Einzelfälle der Angst der MTG / KG115 6.13Befindlichkeit116 6.13.1Unterschied der Befindlichkeit der MTG / KG116 6.13.2Zusammenhang der Befindlichkeit zur Sprungfähigkeit118 6.13.3Beeinflussung der Empfindungen durch mentale Trainingsformen120 6.13.4Unterschied in der Stimmung der MTG / KG122 6.14Unterschied in der Qualität der Sprungperformence124 6.14.1Zwischen Versuchspersonen, die sich wach / gut fühlen und die sich nicht wach / gut fühlen124 6.14.2Zwischen motivierten / guten Sprüngen und nicht motivierten / guten Sprüngen125 6.15Zusammenhang zwischen Motivationsfaktoren der EZ - Skala und der motorischen Leistung128 6.16Unterschied der MTG / KG in den Faktoren der EZ - Skala130 7.Diskussion131 8.Zusammenfassung134 9.Literaturverzeichnis137 10.Anhang 1140Textprobe:Textprobe: Kapitel 5.3.2, Einteilung in die Gruppen: Zunächst mussten Snowboarder für die Studie gefunden werden, die sich im Fahr-Können, speziell im Freestyle-Können, auf ähnlichem Niveau bewegen. Die Auswahl ergab sich aus der subjektiven Einschätzung der Versuchspersonen, vor allem aber anhand der Auswertung der Fragebögen und dem Expertenurteil (Bewertungsnoten). Ziel war es über die Ausführung eines Straight Air mit Grab und deren anschließende Bewertung, die Studenten in verschiedene Leistungsklassen einzuteilen und die für die Studie wichtigen Versuchspersonen aus der Masse (48 Studenten) herauszufiltern. Voraussetzung für einen guten Sprung ist eine gute Fahrtechnik. Denn ohne eine gut ausgeführte Anfahrt auf den Schanzentisch wird es schwer einen guten Sprung zu absolvieren. Diese Grundvoraussetzung ließ sich an der Anfahrt sowie dem Absprung erkennen, sodass Anfänger und Fortgeschrittene leicht aussortiert werden konnten. Der Bewegungsablauf des Straight Air wurde unter fachmännischer Beobachtung ausgeführt. Hierzu zählten zwei ausgebildete Verbandssnowboardlehrer und ein staatlich geprüfter Snowboardlehrer vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV), die unter anderem auch die Snowboardkurse in Arosa leiteten. Als Hilfsmittel zur Bewertung der Sprünge diente eine genaue stichwortartige Bewegungsbeschreibung, die helfen sollte viele Eindrücke des Sprungs festzuhalten um möglichst genau bewerten zu können. Anhand der Sprungtechnik und der Ausführung der Bewegung wurde erkannt, auf welchem Niveau sich die Studenten bewegten und welche Fähigkeiten sie mitbrachten. Verschiedene Sprungkriterien wie eine stabile Anfahrt, Absprung, Flugphase und Landung galt es zu erfüllen. Die oben genannten Kriterien wurden direkt nach jedem Sprung analysiert und in einem Bewertungsbogen eingetragen. Zudem wurde auch ein Gesamteindruck des Sprungs notiert, um die spätere Einteilung in die Gruppen zu vereinfachen, falls es nicht eindeutig war, zu welcher Gruppe ein Student zählt. In Anlehnung an den Bewertungsbogen und die vorhandenen Fertigkeiten wurden die Studenten in vier verschiedenen Leistungsklassen eingeteilt: Anfänger, leicht Fortgeschrittene, Fortgeschrittene und Könner. Die für die Studie interessanten Könnensstufen waren leicht Fortgeschrittene und Fortgeschrittene Studenten mit annähernd gleichen Fähigkeiten und gleichem Könnensstand, d.h. Studenten mit guten Sprungfähigkeiten. Aus den vier verschiedenen Leistungsklassen wurden die Studenten, die sich im mittleren Könnensniveau (leicht Fortgeschrittene, Fortgeschrittene) befanden, in die Studie mit aufgenommen. Wichtig für die experimentelle Studie waren auch jene Studenten, die Vorerfahrung im Springen hatten, aber dennoch nicht perfekt springen und noch einiges dazu lernen konnten. Die Grobstruktur einer Bewegung sollte nach Baumann für das MT bzw. ideomotorische Training bekannt sein. Im weiteren Verlauf sollten homogene Untersuchungsgruppen entstehen. Hierfür wurde die Hälfte der leicht Fortgeschrittenen mit der Hälfte der Fortgeschrittenen gemischt. Aus diesen beiden Gruppen entstand nach einer zufälligen Einteilung, die mentale Trainingsgruppe (MTG), als auch die Kontrollgruppe (KG). Wie der Namen der Gruppe bereits deutlich macht, erhielt die MTG ein gesondertes Training. Die zweite, so genannte KG, wurde für den späteren Vergleich und statistische Auswertungen benötigt. Insgesamt nahmen 23 Versuchspersonen an der Untersuchung teil, davon waren fünf Personen weiblich und 18 männlich. Weiter ergab sich aus dem Auswahlverfahren eine Gruppenzugehörigkeit von 12 Versuchspersonen in der mentalen Trainingsgruppe und 11 Personen in der KG bzw. nicht mental trainierenden Gruppe. Ablaufphasen des Mentalen Trainings: Ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung waren die an jedem Abend abgehaltenen mentalen Trainingseinheiten. Ein Einblick über den gesamten Verlauf der Untersuchungswoche gibt folgende Veranschaulichung: In der Abhandlung der mentalen Trainingseinheiten wurde sich stark am mentalen Trainingsmodell von Eberspächer orientiert. Zudem sind auch Einflüsse des Sechs- Schritte- Modells von Draksal mit in die Struktur der Trainingseinheiten eingeflossen. Zur Unterstützung der abendlichen Präsentationen konnte ein Videobeamer als visuelle Lernhilfe für Powerpointpräsentationen genutzt werden. Die abendlichen Theorieeinheiten im MT dauerten je nach Themengebiet knapp eine Stunde. In der folgenden Aufstellung können die Schlüsselstellen des Acht- Schritte- Modells näher betrachtet werden: - Bewegungsablauf aus einer Sportart auswählen (Snowboard: Straight Air mit Grab). - Bewegungsablauf detailliert notieren (mindestens auf 1 DIN-A4-Blatt). - Bewegungsablauf mehrmals durchlesen (3 Tage, ¿ Stunde/ Tag), intensiv einprägen ein innerer Film entsteht. - Knotenpunkte heraussuchen (6 bis 7 Schlüsselstellen), üben des verkürzten, inneren Films (siehe Anhang Nr. 9). - Knotenpunkte mit Kurzworten bezeichnen ein Rhythmus entsteht. Üben dieses Films. Ziel: gleiche Zeitdauer des inneren Films und der praktischen Ausführun, Diplomica Verlag

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2007

ISBN: 9783836616782

ID: 9783836616782

Eine feldexperimentelle Studie zum Einsatz mentaler Trainingsformen Inhaltsangabe:Einleitung: In der vorliegenden Arbeit geht es um Mentales Training (im Folgenden mit MT abgekürzt) und die Anwendung auf eine bestimmte Sportart: das Snowboarden. Da ich selbst diesen Sport bereits seit mehreren Jahren ausübe und als Verbandslehrer auch Snowboardunterricht gebe, bin ich der Überzeugung, dass durch die Anwendung von MT, das ich u.a. auch selbst praktiziere, die Leistungsfähigkeit sowohl im Freizeit- als auch im Breitensport besonders im Snowboardsport verbessert und stabilisiert werden kann. Im folgenden Kapitel werde ich zunächst einen Überblick über MT und seine Definition geben. Weiter werden auf die Ziele des MT, die Voraussetzungen des MT, seine Wirkung und die Anwendung näher eingegangen. Ein spezielles Kapitel über den Snowboardsport soll einen allgemeinen Einblick über die betreffende Sportart verschaffen. Weiterführend werden mentale Trainingsformen besprochen und verschiedene Modelle des MT dargestellt.Im Anschluss an den Theorieteil, werden zunächst das Untersuchungsverfahren und der Untersuchungsaufbau der feldexperimentellen Studie aufgezeigt. Anschließend wird die in Arosa / Schweiz praktizierte Studie in der Durchführung näher beschrieben. Dem folgend werden die Untersuchungsauswertungen und anschließend die Ergebnisse dargestellt. Sportliche Erfolge werden ganz wesentlich im Kopf entschieden. Immer wieder ist in den Medien zu lesen, dass es eine Kopfsache ist, sportlich erfolgreich zu sein. Bei der körperlichen und medizinischen Vorbereitung stoßen Athleten längst an ihre Grenzen. Laut Moll 2007 verbergen sich die größten ungenutzten Leistungspotentiale ¿nicht in der Muskulatur, sondern in der Psyche¿. Auch in Wettkämpfen, in denen ein Athlet körperlich perfekt vorbereitet ist, kann dieser an den mentalen Barrieren scheitern. Im Gegensatz zu den vergangenen 50 Jahren, in denen psychologische Betreuung lange Zeit verpönt war, galt sie doch als Eingeständnis von Schwäche, gehört heute das konsequente MT genauso wie Kraft- und Ausdauertraining zur allgemeinen Fitness. Im Spitzensport macht das mentale Techniktraining den größten Teil des Trainingsprogramms aus. Auch in der aktuellen Sportberichterstattung wird immer wieder davon gesprochen, dass z.B. ein Abfahrtsläufer in seinem Lauf ¿mental gut drauf¿ war. Daher wollen immer mehr Sportler aller Leistungsklassen wissen, was MT ist und ob es nutzbringend angewandt werden kann. Warum soll demnach nicht auch im Gegensatz zum Spitzensport in verschiedenen Bereichen des Freizeit- und Breitensports MT angewandt werden. Estermann hat zum MT im Spitzensport folgendes Fazit formuliert: ¿Wenn es uns nicht gelingt, unsere Sportart mental perfekt auszuführen, ist es unwahrscheinlich, dass uns dies im Wettkampf möglich ist!¿ Dies gilt allgemein betrachtet für jeden Sport und alle Klassen, ob er nun als Leistungs- oder nur als Freizeitsport betrieben wird. Da die bestehende Fachliteratur nach Meinung von Experten meistens entweder zu wenig praxisorientiert oder zu kompliziert abgefasst ist, füllt die vorliegende Arbeit eine Lücke und kommt somit einem echten Bedürfnis nach. Zunächst soll ein aktuelles Beispiel die vorherigen Thesen unterstützen und die Nützlichkeit des MT verdeutlichen: Mithilfe des Sportpsychologen Hans Dieter Hermann formte Jürgen Klinsmann aus einer Gruppe (¿) talentierter Spieler eine Mannschaft, die beinahe das Finale erreicht hätte. Es gelang dem Bundestrainer, den Teamgeist zu stärken und vor allem den jungen Spielern zu helfen, mit dem immensen Druck umzugehen. Hans Eberspächer vergleicht in diesem Zusammenhang einen Spitzenathlet mit Piloten und Chirurgen, die ihre Leistung auf den Punkt genau abrufen müssen. Sportpsychologen müssen den Sportlern dabei helfen, ¿das tausendfach Geübte auch zuverlässig in der Extremsituation eines Finales umzusetzen¿. Eine der wirksamsten Schritte gegen die Blockade ist für Experten die Selbstgesprächregulation, in der der Dialog den der Sportler mit sich selbst führt verändert wird. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Snowboardsport ist ein schwieriges Unterfangen, besonders mit der Freestyle-Snowboardliteratur, die sich überwiegend auf Erfahrungen und weniger auf wissenschaftliche Beweise begründet. Sportpsychologen forschen heutzutage an mentalen Trainingsprogrammen, die zur Verbesserung der sportlichen Leistung beitragen können. So z.B. das mentale Trainingsprogramm von Thomas Schack, das mit Hilfe eines Tests ermittelt, inwieweit die Faktoren Angst, Wille und Stress die Leistung beeinflussen. Dieser Test unterscheidet kognitiv ängstliche Sportler, die sich von negativen Gedanken ablenken lassen, von somatisch ängstlichen, die vor einem Wettkampf einen rasenden Puls haben. Bei den erstgenannten verordnet Schack eine Selbstgesprächregulation, bei den anderen Entspannungstechniken wie autogenes Training. Außerdem wurden Methoden entwickelt, bei denen die im Gehirn abgelegten Bewegungsabläufe eines Sportlers verbessert und optimiert werden können. Die Anwendung dieser Methoden wurde z.B. mit der Weltelite im Windsurfen und in Zusammenarbeit mit der deutschen Juniorennationalmannschaft im Frauenvolleyball erprobt. Im Anhang dieser Arbeit befindet sich eine CD mit den für die Untersuchung wichtigen Power Point Präsentationen, für die in Arosa abendlich abgehaltenen mentalen Trainingseinheiten. Diese Arbeit soll interessierten Lesern einen Überblick und eine Anleitung geben, wie das MT beispielsweise im Snowboardsport angewandt werden kann und gegebenenfalls dazu anregen, Resultate zu erzielen und Vorgehensweisen zu überprüfen und weiter zu entwickeln.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisV TabellenverzeichnisVI AbkürzungsverzeichnisVII 1.Einleitung1 2.Theorie4 2.1Mentales Training im Snowboardsport4 2.1.1Definition4 2.1.2Ziele des mentalen Trainings6 2.1.3Voraussetzungen für MT10 2.1.4Wirkung des Mentalen Trainings12 2.1.5Anwendung von Mentalem Training16 2.1.6Mentales Training im Snowboardsport17 2.1.7Entspannungstraining20 2.1.7.1Körperreise21 2.1.7.2Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen22 2.7.1.3Ziele des Entspannungstrainings22 2.2Mentale Trainingsformen23 2.2.1Verbales / Subvokales Training26 2.2.2Observatives Training27 2.2.3Verdecktes Wahrnehmungstraining29 2.2.4Ideomotorisches Training30 2.3Modelle des Mentalen Trainings33 2.3.1Das Fünf- Schritte- Modell nach Eberspächer34 2.3.2Das Acht- Schritte- Modell nach Eberspächer36 2.3.3Das Sechs- Schritte- Modell nach Draksal und Thierauf38 2.4Befindlichkeit40 2.4.1Der Begriff Befindlichkeit40 2.4.2Messung von Befindlichkeit40 3.Fragestellung41 4.Hypothesen44 5.Methodik47 5.1Untersuchungsverfahren47 5.2Untersuchungsaufbau / Untersuchungsplan49 5.2.1Tagesabläufe49 5.2.2Untersuchungsinstrumentarien50 5.2.2.1Fragebogen: Allgemeine Daten51 5.2.2.2Eigenzustandsskala (EZ- Skala)51 5.2.2.3Feedbackbogen54 5.2.2.4Bewertungsbogen54 5.2.2.5Reflexionsbogen56 5.3Untersuchungsdurchführung56 5.3.1Untersuchungsgegenstand: Straight Air mit Grab56 5.3.2Einteilung in die Gruppen62 5.3.3Ablaufphasen des Mentalen Trainings63 5.3.4Praktischer Versuch: 6 Tage75 5.3.5Motivation der Probanden78 5.3.6Untersuchungsort79 5.3.7Beeinflussende Störfaktoren80 5.4Untersuchungsauswertungen80 5.4.1Stichprobe81 5.4.2Allgemeine Daten82 5.4.2.1Angaben zu den Versuchspersonen82 5.4.2.2Angaben zum Leistungsstand83 5.4.2.3Fahrtyp84 5.4.2.4Kenntnis und Anwendung des Mentalen Trainings84 5.4.3Subjektiv eingeschätztes Fahrkönnen85 5.4.4Auswertung zur symbolischen Markierung85 5.4.5Einschätzung vor und nach dem Versuch86 5.4.6Auswertung des Reflexionsbogens86 6.Darstellung und Interpretation der Ergebnisse88 6.1Sprungnotenvergleich der MTG / KG88 6.2Häufigkeit der guten Sprünge der MTG / KG91 6.3Zusammenhang Fahrerfahrung und Fahrkönnen92 6.3.1Anzahl der Jahre und gut ausgeführte Sprünge92 6.3.2Anzahl der Wochen und gut ausgeführte Sprünge93 6.4Konstanz der guten Sprünge der MTG / KG94 6.5Unterschied der Sprungnoten der Freestyler, Freerider und Pistenfahrer96 6.6Nutzen des Mentalen Trainings100 6.7Nutzen des observativen Trainings101 6.8Selbsteinschätzung102 6.8.1Zusammenhang Selbsteinschätzung als Freestyler zu guten Sprüngen102 6.8.2Vergleich allgemeiner Fragebogen vs. Reflexionsbogen102 6.8.3Unterschied der Selbsteinschätzung vom ersten bis zum letzten Sprung106 6.8.4Vergleich subjektive vs. objektive Selbsteinschätzung107 6.9Unterschied der subjektiven Einschätzung des Sprungs der MTG / KG109 6.10Unterschied im Gefühl in der Luft111 6.11Rückschlüsse anhand von subjektiv eingeschätztem Fahrkönnen auf das Fertigkeitsniveau113 6.12Angst114 6.12.1Angstreduzierung114 6.12.2Einzelfälle der Angst der MTG / KG115 6.13Befindlichkeit116 6.13.1Unterschied der Befindlichkeit der MTG / KG116 6.13.2Zusammenhang der Befindlichkeit zur Sprungfähigkeit118 6.13.3Beeinflussung der Empfindungen durch mentale Trainingsformen120 6.13.4Unterschied in der Stimmung der MTG / KG122 6.14Unterschied in der Qualität der Sprungperformence124 6.14.1Zwischen Versuchspersonen, die sich wach / gut fühlen und die sich nicht wach / gut fühlen124 6.14.2Zwischen motivierten / guten Sprüngen und nicht motivierten / guten Sprüngen125 6.15Zusammenhang zwischen Motivationsfaktoren der EZ - Skala und der motorischen Leistung128 6.16Unterschied der MTG / KG in den Faktoren der EZ - Skala130 7.Diskussion131 8.Zusammenfassung134 9.Literaturverzeichnis137 10.Anhang 1140Textprobe:Textprobe: Kapitel 5.3.2, Einteilung in die Gruppen: Zunächst mussten Snowboarder für die Studie gefunden werden, die sich im Fahr-Können, speziell im Freestyle-Können, auf ähnlichem Niveau bewegen. Die Auswahl ergab sich aus der subjektiven Einschätzung der Versuchspersonen, vor allem aber anhand der Auswertung der Fragebögen und dem Expertenurteil (Bewertungsnoten). Ziel war es über die Ausführung eines Straight Air mit Grab und deren anschließende Bewertung, die Studenten in verschiedene Leistungsklassen einzuteilen und die für die Studie wichtigen Versuchspersonen aus der Masse (48 Studenten) herauszufiltern. Voraussetzung für einen guten Sprung ist eine gute Fahrtechnik. Denn ohne eine gut ausgeführte Anfahrt auf den Schanzentisch wird es schwer einen guten Sprung zu absolvieren. Diese Grundvoraussetzung ließ sich an der Anfahrt sowie dem Absprung erkennen, sodass Anfänger und Fortgeschrittene leicht aussortiert werden konnten. Der Bewegungsablauf des Straight Air wurde unter fachmännischer Beobachtung ausgeführt. Hierzu zählten zwei ausgebildete Verbandssnowboardlehrer und ein staatlich geprüfter Snowboardlehrer vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV), die unter anderem auch die Snowboardkurse in Arosa leiteten. Als Hilfsmittel zur Bewertung der Sprünge diente eine genaue stichwortartige Bewegungsbeschreibung, die helfen sollte viele Eindrücke des Sprungs festzuhalten um möglichst genau bewerten zu können. Anhand der Sprungtechnik und der Ausführung der Bewegung wurde erkannt, auf welchem Niveau sich die Studenten bewegten und welche Fähigkeiten sie mitbrachten. Verschiedene Sprungkriterien wie eine stabile Anfahrt, Absprung, Flugphase und Landung galt es zu erfüllen. Die oben genannten Kriterien wurden direkt nach jedem Sprung analysiert und in einem Bewertungsbogen eingetragen. Zudem wurde auch ein Gesamteindruck des Sprungs notiert, um die spätere Einteilung in die Gruppen zu vereinfachen, falls es nicht eindeutig war, zu welcher Gruppe ein Student zählt. In Anlehnung an den Bewertungsbogen und die vorhandenen Fertigkeiten wurden die Studenten in vier verschiedenen Leistungsklassen eingeteilt: Anfänger, leicht Fortgeschrittene, Fortgeschrittene und Könner. Die für die Studie interessanten Könnensstufen waren leicht Fortgeschrittene und Fortgeschrittene Studenten mit annähernd gleichen Fähigkeiten und gleichem Könnensstand, d.h. Studenten mit guten Sprungfähigkeiten. Aus den vier verschiedenen Leistungsklassen wurden die Studenten, die sich im mittleren Könnensniveau (leicht Fortgeschrittene, Fortgeschrittene) befanden, in die Studie mit aufgenommen. Wichtig für die experimentelle Studie waren auch jene Studenten, die Vorerfahrung im Springen hatten, aber dennoch nicht perfekt springen und noch einiges dazu lernen konnten. Die Grobstruktur einer Bewegung sollte nach Baumann für das MT bzw. ideomotorische Training bekannt sein. Im weiteren Verlauf sollten homogene Untersuchungsgruppen entstehen. Hierfür wurde die Hälfte der leicht Fortgeschrittenen mit der Hälfte der Fortgeschrittenen gemischt. Aus diesen beiden Gruppen entstand nach einer zufälligen Einteilung, die mentale Trainingsgruppe (MTG), als auch die Kontrollgruppe (KG). Wie der Namen der Gruppe bereits deutlich macht, erhielt die MTG ein gesondertes Training. Die zweite, so genannte KG, wurde für den späteren Vergleich und statistische Auswertungen benötigt. Insgesamt nahmen 23 Versuchspersonen an der Untersuchung teil, davon waren fünf Personen weiblich und 18 männlich. Weiter ergab sich aus dem Auswahlverfahren eine Gruppenzugehörigkeit von 12 Versuchspersonen in der mentalen Trainingsgruppe und 11 Personen in der KG bzw. nicht mental trainierenden Gruppe. Ablaufphasen des Mentalen Trainings: Ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung waren die an jedem Abend abgehaltenen mentalen Trainingseinheiten. Ein Einblick über den gesamten Verlauf der Untersuchungswoche gibt folgende Veranschaulichung: In der Abhandlung der mentalen Trainingseinheiten wurde sich stark am mentalen Trainingsmodell von Eberspächer orientiert. Zudem sind auch Einflüsse des Sechs- Schritte- Modells von Draksal mit in die Struktur der Trainingseinheiten eingeflossen. Zur Unterstützung der abendlichen Präsentationen konnte ein Videobeamer als visuelle Lernhilfe für Powerpointpräsentationen genutzt werden. Die abendlichen Theorieeinheiten im MT dauerten je nach Themengebiet knapp eine Stunde. In der folgenden Aufstellung können die Schlüsselstellen des Acht- Schritte- Modells näher betrachtet werden: - Bewegungsablauf aus einer Sportart auswählen (Snowboard: Straight Air mit Grab). - Bewegungsablauf detailliert notieren (mindestens auf 1 DIN-A4-Blatt). - Bewegungsablauf mehrmals durchlesen (3 Tage, ¿ Stunde/ Tag), intensiv einprägen ein innerer Film entsteht. - Knotenpunkte heraussuchen (6 bis 7 Schlüsselstellen), üben des verkürzten, inneren Fil, Diplomica Verlag

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Mentales Training in der Snowboardausbildung - Oliver Ecker
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Oliver Ecker:
Mentales Training in der Snowboardausbildung - neues Buch

2007, ISBN: 9783836616782

ID: 9783836616782

Eine feldexperimentelle Studie zum Einsatz mentaler Trainingsformen Inhaltsangabe:Einleitung: In der vorliegenden Arbeit geht es um Mentales Training (im Folgenden mit MT abgekürzt) und die Anwendung auf eine bestimmte Sportart: das Snowboarden. Da ich selbst diesen Sport bereits seit mehreren Jahren ausübe und als Verbandslehrer auch Snowboardunterricht gebe, bin ich der Überzeugung, dass durch die Anwendung von MT, das ich u.a. auch selbst praktiziere, die Leistungsfähigkeit sowohl im Freizeit- als auch im Breitensport besonders im Snowboardsport verbessert und stabilisiert werden kann. Im folgenden Kapitel werde ich zunächst einen Überblick über MT und seine Definition geben. Weiter werden auf die Ziele des MT, die Voraussetzungen des MT, seine Wirkung und die Anwendung näher eingegangen. Ein spezielles Kapitel über den Snowboardsport soll einen allgemeinen Einblick über die betreffende Sportart verschaffen. Weiterführend werden mentale Trainingsformen besprochen und verschiedene Modelle des MT dargestellt.Im Anschluss an den Theorieteil, werden zunächst das Untersuchungsverfahren und der Untersuchungsaufbau der feldexperimentellen Studie aufgezeigt. Anschließend wird die in Arosa / Schweiz praktizierte Studie in der Durchführung näher beschrieben. Dem folgend werden die Untersuchungsauswertungen und anschließend die Ergebnisse dargestellt. Sportliche Erfolge werden ganz wesentlich im Kopf entschieden. Immer wieder ist in den Medien zu lesen, dass es eine Kopfsache ist, sportlich erfolgreich zu sein. Bei der körperlichen und medizinischen Vorbereitung stoßen Athleten längst an ihre Grenzen. Laut Moll 2007 verbergen sich die größten ungenutzten Leistungspotentiale ¿nicht in der Muskulatur, sondern in der Psyche¿. Auch in Wettkämpfen, in denen ein Athlet körperlich perfekt vorbereitet ist, kann dieser an den mentalen Barrieren scheitern. Im Gegensatz zu den vergangenen 50 Jahren, in denen psychologische Betreuung lange Zeit verpönt war, galt sie doch als Eingeständnis von Schwäche, gehört heute das konsequente MT genauso wie Kraft- und Ausdauertraining zur allgemeinen Fitness. Im Spitzensport macht das mentale Techniktraining den größten Teil des Trainingsprogramms aus. Auch in der aktuellen Sportberichterstattung wird immer wieder davon gesprochen, dass z.B. ein Abfahrtsläufer in seinem Lauf ¿mental gut drauf¿ war. Daher wollen immer mehr Sportler aller Leistungsklassen wissen, was MT ist und ob es nutzbringend angewandt werden kann. Warum soll demnach nicht auch im Gegensatz zum Spitzensport in verschiedenen Bereichen des Freizeit- und Breitensports MT angewandt werden. Estermann hat zum MT im Spitzensport folgendes Fazit formuliert: ¿Wenn es uns nicht gelingt, unsere Sportart mental perfekt auszuführen, ist es unwahrscheinlich, dass uns dies im Wettkampf möglich ist!¿ Dies gilt allgemein betrachtet für jeden Sport und alle Klassen, ob er nun als Leistungs- oder nur als Freizeitsport betrieben wird. Da die bestehende Fachliteratur nach Meinung von Experten meistens entweder zu wenig praxisorientiert oder zu kompliziert abgefasst ist, füllt die vorliegende Arbeit eine Lücke und kommt somit einem echten Bedürfnis nach. Zunächst soll ein aktuelles Beispiel die vorherigen Thesen unterstützen und die Nützlichkeit des MT verdeutlichen: Mithilfe des Sportpsychologen Hans Dieter Hermann formte Jürgen Klinsmann aus einer Gruppe (¿) talentierter Spieler eine Mannschaft, die beinahe das Finale erreicht hätte. Es gelang dem Bundestrainer, den Teamgeist zu stärken und vor allem den jungen Spielern zu helfen, mit dem immensen Druck umzugehen. Hans Eberspächer vergleicht in diesem Zusammenhang einen Spitzenathlet mit Piloten und Chirurgen, die ihre Leistung auf den Punkt genau abrufen müssen. Sportpsychologen müssen den Sportlern dabei helfen, ¿das tausendfach Geübte auch zuverlässig in der Extremsituation eines Finales umzusetzen¿. Eine der wirksamsten Schritte gegen die Blockade ist für Experten die Selbstgesprächregulation, in der der Dialog den der Sportler mit sich selbst führt verändert wird. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Snowboardsport ist ein schwieriges Unterfangen, besonders mit der Freestyle-Snowboardliteratur, die sich überwiegend auf Erfahrungen und weniger auf wissenschaftliche Beweise begründet. Sportpsychologen forschen heutzutage an mentalen Trainingsprogrammen, die zur Verbesserung der sportlichen Leistung beitragen können. So z.B. das mentale Trainingsprogramm von Thomas Schack, das mit Hilfe eines Tests ermittelt, inwieweit die Faktoren Angst, Wille und Stress die Leistung beeinflussen. Dieser Test unterscheidet kognitiv ängstliche Sportler, die sich von negativen Gedanken ablenken lassen, von somatisch ängstlichen, die vor einem Wettkampf einen rasenden Puls haben. Bei den erstgenannten verordnet Schack eine Selbstgesprächregulation, bei den anderen Entspannungstechniken wie autogenes Training. Außerdem wurden Methoden entwickelt, bei denen die im Gehirn abgelegten Bewegungsabläufe eines Sportlers verbessert und optimiert werden können. Die Anwendung dieser Methoden wurde z.B. mit der Weltelite im Windsurfen und in Zusammenarbeit mit der deutschen Juniorennationalmannschaft im Frauenvolleyball erprobt. Im Anhang dieser Arbeit befindet sich eine CD mit den für die Untersuchung wichtigen Power Point Präsentationen, für die in Arosa abendlich abgehaltenen mentalen Trainingseinheiten. Diese Arbeit soll interessierten Lesern einen Überblick und eine Anleitung geben, wie das MT beispielsweise im Snowboardsport angewandt werden kann und gegebenenfalls dazu anregen, Resultate zu erzielen und Vorgehensweisen zu überprüfen und weiter zu entwickeln.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisV TabellenverzeichnisVI AbkürzungsverzeichnisVII 1.Einleitung1 2.Theorie4 2.1Mentales Training im Snowboardsport4 2.1.1Definition4 2.1.2Ziele des mentalen Trainings6 2.1.3Voraussetzungen für MT10 2.1.4Wirkung des Mentalen Trainings12 2.1.5Anwendung von Mentalem Training16 2.1.6Mentales Training im Snowboardsport17 2.1.7Entspannungstraining20 2.1.7.1Körperreise21 2.1.7.2Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen22 2.7.1.3Ziele des Entspannungstrainings22 2.2Mentale Trainingsformen23 2.2.1Verbales / Subvokales Training26 2.2.2Observatives Training27 2.2.3Verdecktes Wahrnehmungstraining29 2.2.4Ideomotorisches Training30 2.3Modelle des Mentalen Trainings33 2.3.1Das Fünf- Schritte- Modell nach Eberspächer34 2.3.2Das Acht- Schritte- Modell nach Eberspächer36 2.3.3Das Sechs- Schritte- Modell nach Draksal und Thierauf38 2.4Befindlichkeit40 2.4.1Der Begriff Befindlichkeit40 2.4.2Messung von Befindlichkeit40 3.Fragestellung41 4.Hypothesen44 5.Methodik47 5.1Untersuchungsverfahren47 5.2Untersuchungsaufbau / Untersuchungsplan49 5.2.1Tagesabläufe49 5.2.2Untersuchungsinstrumentarien50 5.2.2.1Fragebogen: Allgemeine Daten51 5.2.2.2Eigenzustandsskala (EZ- Skala)51 5.2.2.3Feedbackbogen54 5.2.2.4Bewertungsbogen54 5.2.2.5Reflexionsbogen56 5.3Untersuchungsdurchführung56 5.3.1Untersuchungsgegenstand: Straight Air mit Grab56 5.3.2Einteilung in die Gruppen62 5.3.3Ablaufphasen des Mentalen Trainings63 5.3.4Praktischer Versuch: 6 Tage75 5.3.5Motivation der Probanden78 5.3.6Untersuchungsort79 5.3.7Beeinflussende Störfaktoren80 5.4Untersuchungsauswertungen80 5.4.1Stichprobe81 5.4.2Allgemeine Daten82 5.4.2.1Angaben zu den Versuchspersonen82 5.4.2.2Angaben zum Leistungsstand83 5.4.2.3Fahrtyp84 5.4.2.4Kenntnis und Anwendung des Mentalen Trainings84 5.4.3Subjektiv eingeschätztes Fahrkönnen85 5.4.4Auswertung zur symbolischen Markierung85 5.4.5Einschätzung vor und nach dem Versuch86 5.4.6Auswertung des Reflexionsbogens86 6.Darstellung und Interpretation der Ergebnisse88 6.1Sprungnotenvergleich der MTG / KG88 6.2Häufigkeit der guten Sprünge der MTG / KG91 6.3Zusammenhang Fahrerfahrung und Fahrkönnen92 6.3.1Anzahl der Jahre und gut ausgeführte Sprünge92 6.3.2Anzahl der Wochen und gut ausgeführte Sprünge93 6.4Konstanz der guten Sprünge der MTG / KG94 6.5Unterschied der Sprungnoten der Freestyler, Freerider und Pistenfahrer96 6.6Nutzen des Mentalen Trainings100 6.7Nutzen des observativen Trainings101 6.8Selbsteinschätzung102 6.8.1Zusammenhang Selbsteinschätzung als Freestyler zu guten Sprüngen102 6.8.2Vergleich allgemeiner Fragebogen vs. Reflexionsbogen102 6.8.3Unterschied der Selbsteinschätzung vom ersten bis zum letzten Sprung106 6.8.4Vergleich subjektive vs. objektive Selbsteinschätzung107 6.9Unterschied der subjektiven Einschätzung des Sprungs der MTG / KG109 6.10Unterschied im Gefühl in der Luft111 6.11Rückschlüsse anhand von subjektiv eingeschätztem Fahrkönnen auf das Fertigkeitsniveau113 6.12Angst114 6.12.1Angstreduzierung114 6.12.2Einzelfälle der Angst der MTG / KG115 6.13Befindlichkeit116 6.13.1Unterschied der Befindlichkeit der MTG / KG116 6.13.2Zusammenhang der Befindlichkeit zur Sprungfähigkeit118 6.13.3Beeinflussung der Empfindungen durch mentale Trainingsformen120 6.13.4Unterschied in der Stimmung der MTG / KG122 6.14Unterschied in der Qualität der Sprungperformence124 6.14.1Zwischen Versuchspersonen, die sich wach / gut fühlen und die sich nicht wach / gut fühlen124 6.14.2Zwischen motivierten / guten Sprüngen und nicht motivierten / guten Sprüngen125 6.15Zusammenhang zwischen Motivationsfaktoren der EZ - Skala und der motorischen Leistung128 6.16Unterschied der MTG / KG in den Faktoren der EZ - Skala130 7.Diskussion131 8.Zusammenfassung134 9.Literaturverzeichnis137 10.Anhang 1140Textprobe:Textprobe: Kapitel 5.3.2, Einteilung in die Gruppen: Zunächst mussten Snowboarder für die Studie gefunden werden, die sich im Fahr-Können, speziell im Freestyle-Können, auf ähnlichem Niveau bewegen. Die Auswahl ergab sich aus der subjektiven Einschätzung der Versuchspersonen, vor allem aber anhand der Auswertung der Fragebögen und dem Expertenurteil (Bewertungsnoten). Ziel war es über die Ausführung eines Straight Air mit Grab und deren anschließende Bewertung, die Studenten in verschiedene Leistungsklassen einzuteilen und die für die Studie wichtigen Versuchspersonen aus der Masse (48 Studenten) herauszufiltern. Voraussetzung für einen guten Sprung ist eine gute Fahrtechnik. Denn ohne eine gut ausgeführte Anfahrt auf den Schanzentisch wird es schwer einen guten Sprung zu absolvieren. Diese Grundvoraussetzung ließ sich an der Anfahrt sowie dem Absprung erkennen, sodass Anfänger und Fortgeschrittene leicht aussortiert werden konnten. Der Bewegungsablauf des Straight Air wurde unter fachmännischer Beobachtung ausgeführt. Hierzu zählten zwei ausgebildete Verbandssnowboardlehrer und ein staatlich geprüfter Snowboardlehrer vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV), die unter anderem auch die Snowboardkurse in Arosa leiteten. Als Hilfsmittel zur Bewertung der Sprünge diente eine genaue stichwortartige Bewegungsbeschreibung, die helfen sollte viele Eindrücke des Sprungs festzuhalten um möglichst genau bewerten zu können. Anhand der Sprungtechnik und der Ausführung der Bewegung wurde erkannt, auf welchem Niveau sich die Studenten bewegten und welche Fähigkeiten sie mitbrachten. Verschiedene Sprungkriterien wie eine stabile Anfahrt, Absprung, Flugphase und Landung galt es zu erfüllen. Die oben genannten Kriterien wurden direkt nach jedem Sprung analysiert und in einem Bewertungsbogen eingetragen. Zudem wurde auch ein Gesamteindruck des Sprungs notiert, um die spätere Einteilung in die Gruppen zu vereinfachen, falls es nicht eindeutig war, zu welcher Gruppe ein Student zählt. In Anlehnung an den Bewertungsbogen und die vorhandenen Fertigkeiten wurden die Studenten in vier verschiedenen Leistungsklassen eingeteilt: Anfänger, leicht Fortgeschrittene, Fortgeschrittene und Könner. Die für die Studie interessanten Könnensstufen waren leicht Fortgeschrittene und Fortgeschrittene Studenten mit annähernd gleichen Fähigkeiten und gleichem Könnensstand, d.h. Studenten mit guten Sprungfähigkeiten. Aus den vier verschiedenen Leistungsklassen wurden die Studenten, die sich im mittleren Könnensniveau (leicht Fortgeschrittene, Fortgeschrittene) befanden, in die Studie mit aufgenommen. Wichtig für die experimentelle Studie waren auch jene Studenten, die Vorerfahrung im Springen hatten, aber dennoch nicht perfekt springen und noch einiges dazu lernen konnten. Die Grobstruktur einer Bewegung sollte nach Baumann für das MT bzw. ideomotorische Training bekannt sein. Im weiteren Verlauf sollten homogene Untersuchungsgruppen entstehen. Hierfür wurde die Hälfte der leicht Fortgeschrittenen mit der Hälfte der Fortgeschrittenen gemischt. Aus diesen beiden Gruppen entstand nach einer zufälligen Einteilung, die mentale Trainingsgruppe (MTG), als auch die Kontrollgruppe (KG). Wie der Namen der Gruppe bereits deutlich macht, erhielt die MTG ein gesondertes Training. Die zweite, so genannte KG, wurde für den späteren Vergleich und statistische Auswertungen benötigt. Insgesamt nahmen 23 Versuchspersonen an der Untersuchung teil, davon waren fünf Personen weiblich und 18 männlich. Weiter ergab sich aus dem Auswahlverfahren eine Gruppenzugehörigkeit von 12 Versuchspersonen in der mentalen Trainingsgruppe und 11 Personen in der KG bzw. nicht mental trainierenden Gruppe. Ablaufphasen des Mentalen Trainings: Ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung waren die an jedem Abend abgehaltenen mentalen Trainingseinheiten. Ein Einblick über den gesamten Verlauf der Untersuchungswoche gibt folgende Veranschaulichung: In der Abhandlung der mentalen Trainingseinheiten wurde sich stark am mentalen Trainingsmodell von Eberspächer orientiert. Zudem sind auch Einflüsse des Sechs- Schritte- Modells von Draksal mit in die Struktur der Trainingseinheiten eingeflossen. Zur Unterstützung der abendlichen Präsentationen konnte ein Videobeamer als visuelle Lernhilfe für Powerpointpräsentationen genutzt werden. Die abendlichen Theorieeinheiten im MT dauerten je nach Themengebiet knapp eine Stunde. In der folgenden Aufstellung können die Schlüsselstellen des Acht- Schritte- Modells näher betrachtet werden: - Bewegungsablauf aus einer Sportart auswählen (Snowboard: Straight Air mit Grab). - Bewegungsablauf detailliert notieren (mindestens auf 1 DIN-A4-Blatt). - Bewegungsablauf mehrmals durchlesen (3 Tage, ¿ Stunde/ Tag), intensiv einprägen ein innerer Film entsteht. - Knotenpunkte heraussuchen (6 bis 7 Schlüsselstellen), üben des verkürzten, inneren Films (siehe Anhang Nr. 9). - Knotenpunkte mit Kurzworten bezeichnen ein Rhythmus entsteht. Üben dieses Films. Ziel: gleiche Zeitdauer des inneren Films und der praktischen Ausführ, Diplomica Verlag

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Mentales Training in der Snowboardausbildung - Oliver Ecker
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Oliver Ecker:
Mentales Training in der Snowboardausbildung - Erstausgabe

2008, ISBN: 9783836616782

ID: 28265235

Eine feldexperimentelle Studie zum Einsatz mentaler Trainingsformen, [ED: 1], Auflage, eBook Download (PDF), eBooks, [PU: diplom.de]

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