. .
Deutsch
Deutschland
Ähnliche Bücher
Weitere, andere Bücher, die diesem Buch sehr ähnlich sein könnten:
Suchtools
Anmelden

Anmelden mit Facebook:

Registrieren
Passwort vergessen?


Such-Historie
Merkliste
Links zu eurobuch.de

Dieses Buch teilen auf…
..?
Buchtipps
Aktuelles
Tipp von eurobuch.de
Werbung
Bezahlte Anzeige
FILTER
- 0 Ergebnisse
Kleinster Preis: 38.00 EUR, größter Preis: 38.00 EUR, Mittelwert: 38 EUR
Supervision als Einführungsberatung in der Jugendhilfe - Stefan Fleuth
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Stefan Fleuth:

Supervision als Einführungsberatung in der Jugendhilfe - neues Buch

ISBN: 9783836616881

ID: 9783836616881

Inhaltsangabe:Einleitung: Auf der Suche nach einem passenden Thema für die Masterthesis, von dem nicht nur ich, sondern auch andere Personen profitieren sollten, wandte ich mich zunächst an verschiedene Arbeitskollegen aus meinen unterschiedlichen Berufsfeldern. Es stellte sich heraus, dass Supervision im Bereich der Jugendhilfe häufiger bis regelmäßig in Anspruch genommen wird. Die Wahl fiel auf das Feld der Jugendhilfe und hier insbesondere auf den Bereich der flexiblen, individualpädagogischen Betreuungen. Hierbei beschäftigten mich besonders die Fragen, inwiefern die Supervision als Einführungsbegleitung beim Eintritt in neue Organisationen, bei der Übernahme neuer Betreuungsfälle oder zur regelmäßigen Fallbegleitung genutzt wird. Hieraus entwickeln sich beispielsweise folgende Fragen: Was ist Supervision oder Coaching Was ist unter Einführungsbegleitung zu verstehen und welche Bedeutung und Brauchbarkeit hat die Supervision als Einführungsbegleitung in diesem Arbeitsfeld der Jugendhilfe Möglicherweise lassen sich aus den Ergebnissen dieser Arbeit entsprechende Supervisionsangebote zur Erhaltung und Steigerung der Arbeitsqualität und der Qualitätssicherung in der Jugendhilfe entwickeln. Aus besonderem Interesse an diesem Fachgebiet will ich eine wissenschaftliche Arbeit verfassen, die einen Zugang zu den beschriebenen Fragestellungen schaffen kann. Diesem Thema will ich mich mit Hilfe einer Methode der empirischen Sozialforschung, dem problemzentrierten Interview nähern. Ziel meiner Arbeit ist es, exemplarisch eigene Aussagen der Supervisanden aus der flexiblen, individualpädagogischen Jugendhilfe als Gegenstand einer Diskussion zur Bedeutung und Brauchbarkeit heranzuziehen. Das dazu erarbeitete Leitfadeninterview zielt darauf ab, Informationen über die Supervision als Einführungsbegleitung und die damit verbundenen Erfahrungen aus den jeweiligen Supervisionssitzungen zu gewinnen. Die Ergebnisse werden in Bezug auf ihre Brauchbarkeit, Funktion, Themenbereiche und Auswirkungen dargestellt und diskutiert. Im Rahmen dieser Arbeit dienen vier aussagekräftige Interviews als Datengrundlage. Alle Interviews wurden in dieser Arbeit von mir selbst erhoben und ausgewertet. Bei den Interviewpartnern handelt es sich um erfahrene Supervisanden, die als freie Mitarbeiter der Jugendhilfe im Bereich flexibler, individualpädagogischer Maßnahmen bei verschiedenen Auftraggebern tätig sind. Es handelt sich hier um Einzelunternehmer, die als ¿Einzelkämpfer¿ auf dem Markt agieren. Infolgedessen wird hier auf die Darstellung von einzelnen Organisationen explizit verzichtet. Das zweite Kapitel beginnt mit der Darstellung des Arbeits- und Einsatzbereiches der Jugendhilfe. Dabei konzentriere ich mich verstärkt auf das Arbeitsfeld der befragten Supervisanden. Die folgenden Schritte zeigen Beispiele und Facetten der Einführungsberatung in der Arbeitswelt und praktische Einsatzbereiche von Supervision in diesem Feld der Jugendhilfe auf. Das dritte Kapitel beleuchtet die Geschichte der Supervision und befasst sich insbesondere mit den Entwicklungen, Wirkungsweisen und Abgrenzungen der beiden verwandten Beratungsinstrumente Supervision und Coaching als Einführungsbegleitung. Ich beziehe mich in dieser Arbeit explizit auch auf die Beratungsform des Coachings, da in der Literatur diese Form der Beratung in den jeweiligen Organisationen mal als Supervision und mal als Coaching bezeichnet wird. Insbesondere die Beratung von einzelnen Personen in Leitungsfunktionen wird eher mit dem Begriff Coaching verbunden. Vergleichbar mit diesem Personenkreis, arbeiten auch die Interviewpartner dieser Erhebung alleine und tragen dabei einen hohen Anteil von Eigenverantwortung. Das vierte Kapitel beschreibt das Forschungsdesign und meine Herangehensweise an die empirische Untersuchung. Diese näheren Ausführungen dienen hier als Basiseinführung in die Analyse der Interviews. Im darauf folgenden fünften Kapitel werden schließlich die erhobenen Daten aus den Interviews nach dem Analyseverfahren der Grounded Theorie ausgewertet und ausführlich dargestellt. DieErgebnisse werden in fünf Unterkapitel aufgeteilt. Zur Unterstreichung der entwickelten Kernkategorien werden z. T. wörtliche Zitate aus den Interviews dargestellt. Hier werden als Vorbereitung auf das nächste Kapitel bereits erste Annahmen entwickelt und weitere Fragen sichtbar gemacht. Diese ausführliche Darstellung mündet schließlich im sechsten Kapitel in einer Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Untersuchungsergebnisse. Vor dem Hintergrund der theoretischen Einführung in die Thematik dieser Arbeit, werden hier die Untersuchungsergebnisse diskutiert. Als Ergebnis sollen die potentiellen Chancen und möglichen Grenzen der Supervision oder des Coachings als ein Beratungsinstrument der Einführungsbegleitung in diesem Arbeitsfeld sichtbar werden. Die Schlussbetrachtung im letzten und siebten Kapitel beschäftigt sich mit der kritischen Reflexion der Forschungsmethode, fasst die zentralen inhaltlichen Erkenntnisse kurz und prägnant zusammen und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsfragen.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung1 2.Supervision als Beratungsmethode in der Jugendhilfe4 2.1Das Arbeitsfeld ¿Jugendhilfe¿4 2.2Einführungsbegleitung bei der Übernahme neuer Aufgabenbereiche6 2.3Praktische Einsatzbereiche von Supervision in der Jugendhilfe8 3.Supervision und Coaching10 3.1Geschichte und Darstellung Beratungsinstrumente10 3.2Zur aktuellen Entwicklung und ihrer Wirksamkeit17 4.Forschungsdesign19 4.1Entwicklung der Forschungsfrage22 4.2Auswahlkriterien für die qualitative Erhebung22 4.3Auswahl der Interviewform26 4.4Gestaltung und Entwicklung des Leitfadens28 4.5Durchführung der Interviews31 4.6Transkription der Interviews32 4.7Analyse der Daten33 5Darstellung der Untersuchungsergebnisse35 5.1Vorstellung der Interviewpartner und des Arbeitsfeldes35 5.2Was ist (hier) Supervision 37 5.2.1Supervisionsformen37 5.2.2Rahmenbedingungen41 5.2.3Einstellungen zur Supervision.45 5.3Funktionen von Supervision48 5.3.1Erwartungshaltungen48 5.3.2Supervision als Begleitung52 5.3.3Supervision als Einführungsberatung55 5.4Themen in der Supervision59 5.5Auswirkungen von Supervision62 6.Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Untersuchungsergebnisse67 7.Schlussbetrachtung79 7.1Methode79 7.2Inhalt80 Literaturverzeichnis83Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.1, Geschichte und Darstellung der Beratungsinstrumente: Die kurze Vorstellung der Entwicklungsgeschichte der Supervision beziehe sich im Folgenden auf Belardi. Demnach hatte die Supervision ihre Entstehungswurzeln in den Vereinigten Staaten und bezeichnete sich als die Unterstützung und Kontrolle der ehrenamtlich Tätigen innerhalb der Organisation durch erfahrene und ausgebildete Sozialarbeiter. Häufig waren diese Vorgesetzte und Anleiter in Personalunion. Eine wesentliche Aufgabe der Supervision war damals schon die Einführungsbegleitung in den Arbeitsalltag. Beeinflusst durch die Psychoanalyse und der Soziologie wurde sie ab den dreißiger Jahren zunehmend auch zur Unterstützung der Fallarbeit (Casework) angeboten. Die Geburtsstunde der Supervision in Deutschland lässt sich nicht genau bestimmen. Der Begriff ¿Supervision¿ taucht erst 1950 in der deutschen Fachliteratur auf. Bis 1975 wurde hier Supervision als Ausbildungssupervision zur Unterstützung der Einzelhilfe angewendet. Mit der Akademisierung der Sozialarbeiterausbildung in Deutschland verlor die Supervision als Ausbildungsbegleitung an Bedeutung und entwickelte sich zur vorwiegend organisationsexternen und freiberuflichen Beratung. Hinter dem Beratungsinstrument ¿Supervision¿ stecken im deutschsprachigen Raum mehrere Bedeutungen, wie berufsbezogene Beratung, Weiterbildung für Fachkräfte des Sozialwesens und neuerdings auch Maßnahmen der Personal- und Organisationsentwicklung. Durch die erhöhten Ansprüche an Qualität und Wirtschaftlichkeit haben die Anwendungsbereiche, die Bedeutung und der Bedarf von Supervision in den letzten Jahren stark zugenommen. Alternativ dazu beschreibt Gotthard-Lorenz die Entwicklung der Supervisionsmethode wie folgt: Sie ¿(¿) hat sich in den letzten Jahren im Spannungsfeld von beruflicher Weiterbildung (Fortbildung, Anleitung) und Hilfestellung zur Persönlichkeitsbildung im beruflichen Kontext durchgehend als Anleitung zur Selbstreflexion im Sinne eines interdisziplinär begründeten Unterstützungssystems für Mitarbeiter und Führungskräfte unterschiedlicher Arbeitsfelder, Aufgabenbereiche und Organisationen herauskristallisiert¿. Diese Definition beschreibt treffend den Bereich der Einführungsberatung durch Supervision, da sie die Anleitung zur Selbstreflexion insbesondere auch in Phasen der Anleitung beinhaltet. Im späteren Verlauf ihres Beitrages wird Supervision mit der Begleitung von Entwicklungsprozessen, der Identitätsbildung, oder wie oben beschrieben mit der Hilfestellung zur Persönlichkeitsentwicklung verbunden. Nach Belardi handelt es sich bei der Supervision um eine Beratung zweiter Ordnung, da hier die Berater (Supervisoren) die Berater der Klienten beraten. Zur Supervision gehört daher neben der Feldkompetenz auch die Beratungskompetenz. Methodisch handelt es sich hierbei um interdisziplinäre und mehrperspektivische Ansätze, die die Person, die Gruppe, die Organisation und das Team mit ihren jeweiligen Problemlagen erfassen. Belardi benennt hierzu exemplarisch vier Ansätze. Weitere neun Konzepte der Supervision werden im Heft der DGSv ¿Konzepte für die Supervision¿ ausführlich dargestellt. Hier werden Beispiele für die unterschiedlichen Herangehensweisen, wie die Nutzung des systemischen Denkens, der Psychoanalyse, der Gruppenanalyse und ¿dynamik, der themenzentrierten Interaktion als Basiskonzept, die personenzentrierte oder integrative Supervision, des Dreieckskontrakts, das Soziodrama, die Soziometrie und das Psychodrama als handlungsleitendes Supervisionskonzept genannt. Die Supervision stellt sich bei Belardi in unterschiedlichen Angebotsformen dar, die sich zunächst grob in die organisationsinterne- oder externe unterteilen lassen. Die erstgenannte Form ist in Deutschland weniger stark verbreitet als in den Vereinigten Staaten. Bei dieser Form bieten Kollegen Supervision für Kollegen an und stellen damit einen Teil der Organisation dar. Diesem Beratungsmodell birgt die Gefahr, dass die eigentlichen Probleme und die Kritik von den Supervisanden (den Beratenden) nur bedingt geäußert werden. Das hat dazu geführt, dass das zweite Modell der externen Berater in Deutschland weit häufiger angewendet wird. Supervision wird angewendet in Fällen der beruflichen Reflexion, in der Ausbildungsbegleitung und der Krisenbegleitung. Hinsichtlich der Arbeitsweise oder des Settings wird die Supervision unterschieden in Einzelsupervision (im Zweiersetting), in Gruppensupervision, in kollegialer Supervision, in Teamsupervision und in Organisationssupervision. Die drei häufigsten Formen unterteilen sich in die Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision. Die klassische Beratung ist die Einzelsupervision. Aus der Rollenberatung und insbesondere aus der Leitungsberatung hat sich hier die Spezialform des Coaching (für Manager und Führungskräfte) entwickelt. Laut einer älteren Literaturangabe von Berladi (vgl. Belardi 1994, S. 101ff) hat sich die Einzelsupervision aus dem amerikanischen Case-Work und der psychoanalytischen Kontrollanalyse entwickelt. Demnach findet sie besonders in Rollenkonflikten ihren Einsatz. Beispiele dafür sind die Konflikte, die aus den unterschiedlichen Erwartungen und Anforderungen der Träger, der Erwartungshaltung des Klientels bezogen auf ihre Bedürfnisse und Interessen und aus den eigenen, berufsethischen, fachlichen Anforderungen entstehen. Ohne hier den möglichen Ergebnissen der empirischen Studie vorgreifen zu wollen, soll die Form der Einzelsupervision genauer beleuchtet werden, da sie ähnlich wie beim Coaching, von den Entscheidungsträgern im Spannungsfeld der Entscheidung wahrgenommen wird. Buer definiert sie als ein Angebot für eine Person. Dabei kann es um die Reflexion der eigenen Rolle, der Verbesserung im Umgang mit der Klientel, dem Treffen von beruflichen Entscheidungen, dem Austarieren zwischen beruflicher und persönlicher Sphäre oder um Unterstützung bei der Übernahme neuer Aufgaben und Positionen gehen. Looss beschreibt hier insbesondere die Möglichkeit für die Beziehungsarbeiter (hier die Betreuer) ihre Beziehungen zu ihren Klienten oder den Kunden (hier die Auftraggeber als Träger oder Jugendamt) auszuwerten. Supervision dient als Lernverfahren zur Reflexion eigener Haltungen und Handlungen und zur Entwicklung der persönlichen bzw. fachlichen Kompetenzen für das jeweilige Arbeitsfeld. Neben der beruflichen Reflexion dient sie besonders der emotionalen Entlastung. Darüber hinaus bietet sie eine Unterstützung vor dem Hintergrund ihrer Rolle, Funktion und ihres Seins als Mensch. Somit kann Supervision auch als Präventionsintervention gegen Burnout dienen. Er betont zudem die Feld- und Methodenkompetenzen der Supervisoren, die die Eröffnung von Lernchancen erst ermöglicht. Darüber hinaus schreibt er von der Supervision als Lernort, bei der es um das Thema Beziehung zwischen Supervisanden (Betreuern) und Klienten aber auch um das Thema Beziehung zwischen den Supervisoren und Supervisanden geht. Vereinfacht formuliert ist die Einzelsupervision eine Beziehungssituation, die durch eine zwischenmenschliche Begegnung entsteht. Nur wenn eine vertrauensvolle und angstfreie Atmosphäre für die Supervisanden vorliegt, können diese offen und frei über ihre Gefühle berichten. Das ist hier die Basis für ein Lernen, eine Reflexion, einen Perspektivwechsel und die Stärkung eigener Ressourcen. In seiner neueren Veröffentlichung beschreibt er die Gruppensupervision als eine Beratungsform, bei der mehrere Supervisanden aus unterschiedlichen Praxisfeldern, anders als bei der kollegialen Supervision von einem Supervisor geleitet werden. Bei der am häufigsten angewendeten Teamsupervision, arbeiten unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Professionen, Funktionen und Kompetenzen aus einem Team mit einem Supervisoren zu unterschiedlichen Themen und Zielen. Von Organisationssupervision oder -beratung wird gesprochen, wenn daran langfristig mehrere Personen der Organisation beteiligt sind. Der langfristige Lernprozess, der zur Veränderung der Institution führt, wird als Organisationsentwicklung beschrieben. Eine Besonderheit und Notwendigkeit dieser Dienstleistung für Organisationen stellt der anfä, Diplomica Verlag

Neues Buch Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Sofort lieferbar, DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Supervision als Einführungsberatung in der Jugendhilfe - Stefan Fleuth
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)

Stefan Fleuth:

Supervision als Einführungsberatung in der Jugendhilfe - neues Buch

ISBN: 9783836616881

ID: 9783836616881

Inhaltsangabe:Einleitung: Auf der Suche nach einem passenden Thema für die Masterthesis, von dem nicht nur ich, sondern auch andere Personen profitieren sollten, wandte ich mich zunächst an verschiedene Arbeitskollegen aus meinen unterschiedlichen Berufsfeldern. Es stellte sich heraus, dass Supervision im Bereich der Jugendhilfe häufiger bis regelmäßig in Anspruch genommen wird. Die Wahl fiel auf das Feld der Jugendhilfe und hier insbesondere auf den Bereich der flexiblen, individualpädagogischen Betreuungen. Hierbei beschäftigten mich besonders die Fragen, inwiefern die Supervision als Einführungsbegleitung beim Eintritt in neue Organisationen, bei der Übernahme neuer Betreuungsfälle oder zur regelmäßigen Fallbegleitung genutzt wird. Hieraus entwickeln sich beispielsweise folgende Fragen: Was ist Supervision oder Coaching Was ist unter Einführungsbegleitung zu verstehen und welche Bedeutung und Brauchbarkeit hat die Supervision als Einführungsbegleitung in diesem Arbeitsfeld der Jugendhilfe Möglicherweise lassen sich aus den Ergebnissen dieser Arbeit entsprechende Supervisionsangebote zur Erhaltung und Steigerung der Arbeitsqualität und der Qualitätssicherung in der Jugendhilfe entwickeln. Aus besonderem Interesse an diesem Fachgebiet will ich eine wissenschaftliche Arbeit verfassen, die einen Zugang zu den beschriebenen Fragestellungen schaffen kann. Diesem Thema will ich mich mit Hilfe einer Methode der empirischen Sozialforschung, dem problemzentrierten Interview nähern. Ziel meiner Arbeit ist es, exemplarisch eigene Aussagen der Supervisanden aus der flexiblen, individualpädagogischen Jugendhilfe als Gegenstand einer Diskussion zur Bedeutung und Brauchbarkeit heranzuziehen. Das dazu erarbeitete Leitfadeninterview zielt darauf ab, Informationen über die Supervision als Einführungsbegleitung und die damit verbundenen Erfahrungen aus den jeweiligen Supervisionssitzungen zu gewinnen. Die Ergebnisse werden in Bezug auf ihre Brauchbarkeit, Funktion, Themenbereiche und Auswirkungen dargestellt und diskutiert. Im Rahmen dieser Arbeit dienen vier aussagekräftige Interviews als Datengrundlage. Alle Interviews wurden in dieser Arbeit von mir selbst erhoben und ausgewertet. Bei den Interviewpartnern handelt es sich um erfahrene Supervisanden, die als freie Mitarbeiter der Jugendhilfe im Bereich flexibler, individualpädagogischer Maßnahmen bei verschiedenen Auftraggebern tätig sind. Es handelt sich hier um Einzelunternehmer, die als ¿Einzelkämpfer¿ auf dem Markt agieren. Infolgedessen wird hier auf die Darstellung von einzelnen Organisationen explizit verzichtet. Das zweite Kapitel beginnt mit der Darstellung des Arbeits- und Einsatzbereiches der Jugendhilfe. Dabei konzentriere ich mich verstärkt auf das Arbeitsfeld der befragten Supervisanden. Die folgenden Schritte zeigen Beispiele und Facetten der Einführungsberatung in der Arbeitswelt und praktische Einsatzbereiche von Supervision in diesem Feld der Jugendhilfe auf. Das dritte Kapitel beleuchtet die Geschichte der Supervision und befasst sich insbesondere mit den Entwicklungen, Wirkungsweisen und Abgrenzungen der beiden verwandten Beratungsinstrumente Supervision und Coaching als Einführungsbegleitung. Ich beziehe mich in dieser Arbeit explizit auch auf die Beratungsform des Coachings, da in der Literatur diese Form der Beratung in den jeweiligen Organisationen mal als Supervision und mal als Coaching bezeichnet wird. Insbesondere die Beratung von einzelnen Personen in Leitungsfunktionen wird eher mit dem Begriff Coaching verbunden. Vergleichbar mit diesem Personenkreis, arbeiten auch die Interviewpartner dieser Erhebung alleine und tragen dabei einen hohen Anteil von Eigenverantwortung. Das vierte Kapitel beschreibt das Forschungsdesign und meine Herangehensweise an die empirische Untersuchung. Diese näheren Ausführungen dienen hier als Basiseinführung in die Analyse der Interviews. Im darauf folgenden fünften Kapitel werden schließlich die erhobenen Daten aus den Interviews nach dem Analyseverfahren der Grounded Theorie ausgewertet und ausführlich dargestellt. DieErgebnisse werden in fünf Unterkapitel aufgeteilt. Zur Unterstreichung der entwickelten Kernkategorien werden z. T. wörtliche Zitate aus den Interviews dargestellt. Hier werden als Vorbereitung auf das nächste Kapitel bereits erste Annahmen entwickelt und weitere Fragen sichtbar gemacht. Diese ausführliche Darstellung mündet schließlich im sechsten Kapitel in einer Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Untersuchungsergebnisse. Vor dem Hintergrund der theoretischen Einführung in die Thematik dieser Arbeit, werden hier die Untersuchungsergebnisse diskutiert. Als Ergebnis sollen die potentiellen Chancen und möglichen Grenzen der Supervision oder des Coachings als ein Beratungsinstrument der Einführungsbegleitung in diesem Arbeitsfeld sichtbar werden. Die Schlussbetrachtung im letzten und siebten Kapitel beschäftigt sich mit der kritischen Reflexion der Forschungsmethode, fasst die zentralen inhaltlichen Erkenntnisse kurz und prägnant zusammen und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsfragen.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung1 2.Supervision als Beratungsmethode in der Jugendhilfe4 2.1Das Arbeitsfeld ¿Jugendhilfe¿4 2.2Einführungsbegleitung bei der Übernahme neuer Aufgabenbereiche6 2.3Praktische Einsatzbereiche von Supervision in der Jugendhilfe8 3.Supervision und Coaching10 3.1Geschichte und Darstellung Beratungsinstrumente10 3.2Zur aktuellen Entwicklung und ihrer Wirksamkeit17 4.Forschungsdesign19 4.1Entwicklung der Forschungsfrage22 4.2Auswahlkriterien für die qualitative Erhebung22 4.3Auswahl der Interviewform26 4.4Gestaltung und Entwicklung des Leitfadens28 4.5Durchführung der Interviews31 4.6Transkription der Interviews32 4.7Analyse der Daten33 5Darstellung der Untersuchungsergebnisse35 5.1Vorstellung der Interviewpartner und des Arbeitsfeldes35 5.2Was ist (hier) Supervision 37 5.2.1Supervisionsformen37 5.2.2Rahmenbedingungen41 5.2.3Einstellungen zur Supervision.45 5.3Funktionen von Supervision48 5.3.1Erwartungshaltungen48 5.3.2Supervision als Begleitung52 5.3.3Supervision als Einführungsberatung55 5.4Themen in der Supervision59 5.5Auswirkungen von Supervision62 6.Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Untersuchungsergebnisse67 7.Schlussbetrachtung79 7.1Methode79 7.2Inhalt80 Literaturverzeichnis83Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.1, Geschichte und Darstellung der Beratungsinstrumente: Die kurze Vorstellung der Entwicklungsgeschichte der Supervision beziehe sich im Folgenden auf Belardi. Demnach hatte die Supervision ihre Entstehungswurzeln in den Vereinigten Staaten und bezeichnete sich als die Unterstützung und Kontrolle der ehrenamtlich Tätigen innerhalb der Organisation durch erfahrene und ausgebildete Sozialarbeiter. Häufig waren diese Vorgesetzte und Anleiter in Personalunion. Eine wesentliche Aufgabe der Supervision war damals schon die Einführungsbegleitung in den Arbeitsalltag. Beeinflusst durch die Psychoanalyse und der Soziologie wurde sie ab den dreißiger Jahren zunehmend auch zur Unterstützung der Fallarbeit (Casework) angeboten. Die Geburtsstunde der Supervision in Deutschland lässt sich nicht genau bestimmen. Der Begriff ¿Supervision¿ taucht erst 1950 in der deutschen Fachliteratur auf. Bis 1975 wurde hier Supervision als Ausbildungssupervision zur Unterstützung der Einzelhilfe angewendet. Mit der Akademisierung der Sozialarbeiterausbildung in Deutschland verlor die Supervision als Ausbildungsbegleitung an Bedeutung und entwickelte sich zur vorwiegend organisationsexternen und freiberuflichen Beratung. Hinter dem Beratungsinstrument ¿Supervision¿ stecken im deutschsprachigen Raum mehrere Bedeutungen, wie berufsbezogene Beratung, Weiterbildung für Fachkräfte des Sozialwesens und neuerdings auch Maßnahmen der Personal- und Organisationsentwicklung. Durch die erhöhten Ansprüche an Qualität und Wirtschaftlichkeit haben die Anwendungsbereiche, die Bedeutung und der Bedarf von Supervision in den letzten Jahren stark zugenommen. Alternativ dazu beschreibt Gotthard-Lorenz die Entwicklung der Supervisionsmethode wie folgt: Sie ¿(¿) hat sich in den letzten Jahren im Spannungsfeld von beruflicher Weiterbildung (Fortbildung, Anleitung) und Hilfestellung zur Persönlichkeitsbildung im beruflichen Kontext durchgehend als Anleitung zur Selbstreflexion im Sinne eines interdisziplinär begründeten Unterstützungssystems für Mitarbeiter und Führungskräfte unterschiedlicher Arbeitsfelder, Aufgabenbereiche und Organisationen herauskristallisiert¿. Diese Definition beschreibt treffend den Bereich der Einführungsberatung durch Supervision, da sie die Anleitung zur Selbstreflexion insbesondere auch in Phasen der Anleitung beinhaltet. Im späteren Verlauf ihres Beitrages wird Supervision mit der Begleitung von Entwicklungsprozessen, der Identitätsbildung, oder wie oben beschrieben mit der Hilfestellung zur Persönlichkeitsentwicklung verbunden. Nach Belardi handelt es sich bei der Supervision um eine Beratung zweiter Ordnung, da hier die Berater (Supervisoren) die Berater der Klienten beraten. Zur Supervision gehört daher neben der Feldkompetenz auch die Beratungskompetenz. Methodisch handelt es sich hierbei um interdisziplinäre und mehrperspektivische Ansätze, die die Person, die Gruppe, die Organisation und das Team mit ihren jeweiligen Problemlagen erfassen. Belardi benennt hierzu exemplarisch vier Ansätze. Weitere neun Konzepte der Supervision werden im Heft der DGSv ¿Konzepte für die Supervision¿ ausführlich dargestellt. Hier werden Beispiele für die unterschiedlichen Herangehensweisen, wie die Nutzung des systemischen Denkens, der Psychoanalyse, der Gruppenanalyse und ¿dynamik, der themenzentrierten Interaktion als Basiskonzept, die personenzentrierte oder integrative Supervision, des Dreieckskontrakts, das Soziodrama, die Soziometrie und das Psychodrama als handlungsleitendes Supervisionskonzept genannt. Die Supervision stellt sich bei Belardi in unterschiedlichen Angebotsformen dar, die sich zunächst grob in die organisationsinterne- oder externe unterteilen lassen. Die erstgenannte Form ist in Deutschland weniger stark verbreitet als in den Vereinigten Staaten. Bei dieser Form bieten Kollegen Supervision für Kollegen an und stellen damit einen Teil der Organisation dar. Diesem Beratungsmodell birgt die Gefahr, dass die eigentlichen Probleme und die Kritik von den Supervisanden (den Beratenden) nur bedingt geäußert werden. Das hat dazu geführt, dass das zweite Modell der externen Berater in Deutschland weit häufiger angewendet wird. Supervision wird angewendet in Fällen der beruflichen Reflexion, in der Ausbildungsbegleitung und der Krisenbegleitung. Hinsichtlich der Arbeitsweise oder des Settings wird die Supervision unterschieden in Einzelsupervision (im Zweiersetting), in Gruppensupervision, in kollegialer Supervision, in Teamsupervision und in Organisationssupervision. Die drei häufigsten Formen unterteilen sich in die Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision. Die klassische Beratung ist die Einzelsupervision. Aus der Rollenberatung und insbesondere aus der Leitungsberatung hat sich hier die Spezialform des Coaching (für Manager und Führungskräfte) entwickelt. Laut einer älteren Literaturangabe von Berladi (vgl. Belardi 1994, S. 101ff) hat sich die Einzelsupervision aus dem amerikanischen Case-Work und der psychoanalytischen Kontrollanalyse entwickelt. Demnach findet sie besonders in Rollenkonflikten ihren Einsatz. Beispiele dafür sind die Konflikte, die aus den unterschiedlichen Erwartungen und Anforderungen der Träger, der Erwartungshaltung des Klientels bezogen auf ihre Bedürfnisse und Interessen und aus den eigenen, berufsethischen, fachlichen Anforderungen entstehen. Ohne hier den möglichen Ergebnissen der empirischen Studie vorgreifen zu wollen, soll die Form der Einzelsupervision genauer beleuchtet werden, da sie ähnlich wie beim Coaching, von den Entscheidungsträgern im Spannungsfeld der Entscheidung wahrgenommen wird. Buer definiert sie als ein Angebot für eine Person. Dabei kann es um die Reflexion der eigenen Rolle, der Verbesserung im Umgang mit der Klientel, dem Treffen von beruflichen Entscheidungen, dem Austarieren zwischen beruflicher und persönlicher Sphäre oder um Unterstützung bei der Übernahme neuer Aufgaben und Positionen gehen. Looss beschreibt hier insbesondere die Möglichkeit für die Beziehungsarbeiter (hier die Betreuer) ihre Beziehungen zu ihren Klienten oder den Kunden (hier die Auftraggeber als Träger oder Jugendamt) auszuwerten. Supervision dient als Lernverfahren zur Reflexion eigener Haltungen und Handlungen und zur Entwicklung der persönlichen bzw. fachlichen Kompetenzen für das jeweilige Arbeitsfeld. Neben der beruflichen Reflexion dient sie besonders der emotionalen Entlastung. Darüber hinaus bietet sie eine Unterstützung vor dem Hintergrund ihrer Rolle, Funktion und ihres Seins als Mensch. Somit kann Supervision auch als Präventionsintervention gegen Burnout dienen. Er betont zudem die Feld- und Methodenkompetenzen der Supervisoren, die die Eröffnung von Lernchancen erst ermöglicht. Darüber hinaus schreibt er von der Supervision als Lernort, bei der es um das Thema Beziehung zwischen Supervisanden (Betreuern) und Klienten aber auch um das Thema Beziehung zwischen den Supervisoren und Supervisanden geht. Vereinfacht formuliert ist die Einzelsupervision eine Beziehungssituation, die durch eine zwischenmenschliche Begegnung entsteht. Nur wenn eine vertrauensvolle und angstfreie Atmosphäre für die Supervisanden vorliegt, können diese offen und frei über ihre Gefühle berichten. Das ist hier die Basis für ein Lernen, eine Reflexion, einen Perspektivwechsel und die Stärkung eigener Ressourcen. In seiner neueren Veröffentlichung beschreibt er die Gruppensupervision als eine Beratungsform, bei der mehrere Supervisanden aus unterschiedlichen Praxisfeldern, anders als bei der kollegialen Supervision von einem Supervisor geleitet werden. Bei der am häufigsten angewendeten Teamsupervision, arbeiten unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Professionen, Funktionen und Kompetenzen aus einem Team mit einem Supervisoren zu unterschiedlichen Themen und Zielen. Von Organisationssupervision oder -beratung wird gesprochen, wenn daran langfristig mehrere Personen der Organisation beteiligt sind. Der langfristige Lernprozess, der zur Veränderung der Institution führt, wird als Organisationsentwicklung beschrieben. Eine Besonderheit und Notwendigkeit dieser Dienstle, Diplomica Verlag

Neues Buch Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Ab 20¤ Versandkostenfrei in Deutschland, Sofort lieferbar, DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Supervision als Einführungsberatung in der Jugendhilfe - Stefan Fleuth
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Stefan Fleuth:
Supervision als Einführungsberatung in der Jugendhilfe - neues Buch

ISBN: 9783836616881

ID: 9783836616881

Inhaltsangabe:Einleitung: Auf der Suche nach einem passenden Thema für die Masterthesis, von dem nicht nur ich, sondern auch andere Personen profitieren sollten, wandte ich mich zunächst an verschiedene Arbeitskollegen aus meinen unterschiedlichen Berufsfeldern. Es stellte sich heraus, dass Supervision im Bereich der Jugendhilfe häufiger bis regelmäßig in Anspruch genommen wird. Die Wahl fiel auf das Feld der Jugendhilfe und hier insbesondere auf den Bereich der flexiblen, individualpädagogischen Betreuungen. Hierbei beschäftigten mich besonders die Fragen, inwiefern die Supervision als Einführungsbegleitung beim Eintritt in neue Organisationen, bei der Übernahme neuer Betreuungsfälle oder zur regelmäßigen Fallbegleitung genutzt wird. Hieraus entwickeln sich beispielsweise folgende Fragen: Was ist Supervision oder Coaching Was ist unter Einführungsbegleitung zu verstehen und welche Bedeutung und Brauchbarkeit hat die Supervision als Einführungsbegleitung in diesem Arbeitsfeld der Jugendhilfe Möglicherweise lassen sich aus den Ergebnissen dieser Arbeit entsprechende Supervisionsangebote zur Erhaltung und Steigerung der Arbeitsqualität und der Qualitätssicherung in der Jugendhilfe entwickeln. Aus besonderem Interesse an diesem Fachgebiet will ich eine wissenschaftliche Arbeit verfassen, die einen Zugang zu den beschriebenen Fragestellungen schaffen kann. Diesem Thema will ich mich mit Hilfe einer Methode der empirischen Sozialforschung, dem problemzentrierten Interview nähern. Ziel meiner Arbeit ist es, exemplarisch eigene Aussagen der Supervisanden aus der flexiblen, individualpädagogischen Jugendhilfe als Gegenstand einer Diskussion zur Bedeutung und Brauchbarkeit heranzuziehen. Das dazu erarbeitete Leitfadeninterview zielt darauf ab, Informationen über die Supervision als Einführungsbegleitung und die damit verbundenen Erfahrungen aus den jeweiligen Supervisionssitzungen zu gewinnen. Die Ergebnisse werden in Bezug auf ihre Brauchbarkeit, Funktion, Themenbereiche und Auswirkungen dargestellt und diskutiert. Im Rahmen dieser Arbeit dienen vier aussagekräftige Interviews als Datengrundlage. Alle Interviews wurden in dieser Arbeit von mir selbst erhoben und ausgewertet. Bei den Interviewpartnern handelt es sich um erfahrene Supervisanden, die als freie Mitarbeiter der Jugendhilfe im Bereich flexibler, individualpädagogischer Maßnahmen bei verschiedenen Auftraggebern tätig sind. Es handelt sich hier um Einzelunternehmer, die als ¿Einzelkämpfer¿ auf dem Markt agieren. Infolgedessen wird hier auf die Darstellung von einzelnen Organisationen explizit verzichtet. Das zweite Kapitel beginnt mit der Darstellung des Arbeits- und Einsatzbereiches der Jugendhilfe. Dabei konzentriere ich mich verstärkt auf das Arbeitsfeld der befragten Supervisanden. Die folgenden Schritte zeigen Beispiele und Facetten der Einführungsberatung in der Arbeitswelt und praktische Einsatzbereiche von Supervision in diesem Feld der Jugendhilfe auf. Das dritte Kapitel beleuchtet die Geschichte der Supervision und befasst sich insbesondere mit den Entwicklungen, Wirkungsweisen und Abgrenzungen der beiden verwandten Beratungsinstrumente Supervision und Coaching als Einführungsbegleitung. Ich beziehe mich in dieser Arbeit explizit auch auf die Beratungsform des Coachings, da in der Literatur diese Form der Beratung in den jeweiligen Organisationen mal als Supervision und mal als Coaching bezeichnet wird. Insbesondere die Beratung von einzelnen Personen in Leitungsfunktionen wird eher mit dem Begriff Coaching verbunden. Vergleichbar mit diesem Personenkreis, arbeiten auch die Interviewpartner dieser Erhebung alleine und tragen dabei einen hohen Anteil von Eigenverantwortung. Das vierte Kapitel beschreibt das Forschungsdesign und meine Herangehensweise an die empirische Untersuchung. Diese näheren Ausführungen dienen hier als Basiseinführung in die Analyse der Interviews. Im darauf folgenden fünften Kapitel werden schließlich die erhobenen Daten aus den Interviews nach dem Analyseverfahren der Grounded Theorie ausgewertet und ausführlich dargestellt. DieErgebnisse werden in fünf Unterkapitel aufgeteilt. Zur Unterstreichung der entwickelten Kernkategorien werden z. T. wörtliche Zitate aus den Interviews dargestellt. Hier werden als Vorbereitung auf das nächste Kapitel bereits erste Annahmen entwickelt und weitere Fragen sichtbar gemacht. Diese ausführliche Darstellung mündet schließlich im sechsten Kapitel in einer Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Untersuchungsergebnisse. Vor dem Hintergrund der theoretischen Einführung in die Thematik dieser Arbeit, werden hier die Untersuchungsergebnisse diskutiert. Als Ergebnis sollen die potentiellen Chancen und möglichen Grenzen der Supervision oder des Coachings als ein Beratungsinstrument der Einführungsbegleitung in diesem Arbeitsfeld sichtbar werden. Die Schlussbetrachtung im letzten und siebten Kapitel beschäftigt sich mit der kritischen Reflexion der Forschungsmethode, fasst die zentralen inhaltlichen Erkenntnisse kurz und prägnant zusammen und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsfragen.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung1 2.Supervision als Beratungsmethode in der Jugendhilfe4 2.1Das Arbeitsfeld ¿Jugendhilfe¿4 2.2Einführungsbegleitung bei der Übernahme neuer Aufgabenbereiche6 2.3Praktische Einsatzbereiche von Supervision in der Jugendhilfe8 3.Supervision und Coaching10 3.1Geschichte und Darstellung Beratungsinstrumente10 3.2Zur aktuellen Entwicklung und ihrer Wirksamkeit17 4.Forschungsdesign19 4.1Entwicklung der Forschungsfrage22 4.2Auswahlkriterien für die qualitative Erhebung22 4.3Auswahl der Interviewform26 4.4Gestaltung und Entwicklung des Leitfadens28 4.5Durchführung der Interviews31 4.6Transkription der Interviews32 4.7Analyse der Daten33 5Darstellung der Untersuchungsergebnisse35 5.1Vorstellung der Interviewpartner und des Arbeitsfeldes35 5.2Was ist (hier) Supervision 37 5.2.1Supervisionsformen37 5.2.2Rahmenbedingungen41 5.2.3Einstellungen zur Supervision.45 5.3Funktionen von Supervision48 5.3.1Erwartungshaltungen48 5.3.2Supervision als Begleitung52 5.3.3Supervision als Einführungsberatung55 5.4Themen in der Supervision59 5.5Auswirkungen von Supervision62 6.Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Untersuchungsergebnisse67 7.Schlussbetrachtung79 7.1Methode79 7.2Inhalt80 Literaturverzeichnis83Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.1, Geschichte und Darstellung der Beratungsinstrumente: Die kurze Vorstellung der Entwicklungsgeschichte der Supervision beziehe sich im Folgenden auf Belardi. Demnach hatte die Supervision ihre Entstehungswurzeln in den Vereinigten Staaten und bezeichnete sich als die Unterstützung und Kontrolle der ehrenamtlich Tätigen innerhalb der Organisation durch erfahrene und ausgebildete Sozialarbeiter. Häufig waren diese Vorgesetzte und Anleiter in Personalunion. Eine wesentliche Aufgabe der Supervision war damals schon die Einführungsbegleitung in den Arbeitsalltag. Beeinflusst durch die Psychoanalyse und der Soziologie wurde sie ab den dreißiger Jahren zunehmend auch zur Unterstützung der Fallarbeit (Casework) angeboten. Die Geburtsstunde der Supervision in Deutschland lässt sich nicht genau bestimmen. Der Begriff ¿Supervision¿ taucht erst 1950 in der deutschen Fachliteratur auf. Bis 1975 wurde hier Supervision als Ausbildungssupervision zur Unterstützung der Einzelhilfe angewendet. Mit der Akademisierung der Sozialarbeiterausbildung in Deutschland verlor die Supervision als Ausbildungsbegleitung an Bedeutung und entwickelte sich zur vorwiegend organisationsexternen und freiberuflichen Beratung. Hinter dem Beratungsinstrument ¿Supervision¿ stecken im deutschsprachigen Raum mehrere Bedeutungen, wie berufsbezogene Beratung, Weiterbildung für Fachkräfte des Sozialwesens und neuerdings auch Maßnahmen der Personal- und Organisationsentwicklung. Durch die erhöhten Ansprüche an Qualität und Wirtschaftlichkeit haben die Anwendungsbereiche, die Bedeutung und der Bedarf von Supervision in den letzten Jahren stark zugenommen. Alternativ dazu beschreibt Gotthard-Lorenz die Entwicklung der Supervisionsmethode wie folgt: Sie ¿(¿) hat sich in den letzten Jahren im Spannungsfeld von beruflicher Weiterbildung (Fortbildung, Anleitung) und Hilfestellung zur Persönlichkeitsbildung im beruflichen Kontext durchgehend als Anleitung zur Selbstreflexion im Sinne eines interdisziplinär begründeten Unterstützungssystems für Mitarbeiter und Führungskräfte unterschiedlicher Arbeitsfelder, Aufgabenbereiche und Organisationen herauskristallisiert¿. Diese Definition beschreibt treffend den Bereich der Einführungsberatung durch Supervision, da sie die Anleitung zur Selbstreflexion insbesondere auch in Phasen der Anleitung beinhaltet. Im späteren Verlauf ihres Beitrages wird Supervision mit der Begleitung von Entwicklungsprozessen, der Identitätsbildung, oder wie oben beschrieben mit der Hilfestellung zur Persönlichkeitsentwicklung verbunden. Nach Belardi handelt es sich bei der Supervision um eine Beratung zweiter Ordnung, da hier die Berater (Supervisoren) die Berater der Klienten beraten. Zur Supervision gehört daher neben der Feldkompetenz auch die Beratungskompetenz. Methodisch handelt es sich hierbei um interdisziplinäre und mehrperspektivische Ansätze, die die Person, die Gruppe, die Organisation und das Team mit ihren jeweiligen Problemlagen erfassen. Belardi benennt hierzu exemplarisch vier Ansätze. Weitere neun Konzepte der Supervision werden im Heft der DGSv ¿Konzepte für die Supervision¿ ausführlich dargestellt. Hier werden Beispiele für die unterschiedlichen Herangehensweisen, wie die Nutzung des systemischen Denkens, der Psychoanalyse, der Gruppenanalyse und ¿dynamik, der themenzentrierten Interaktion als Basiskonzept, die personenzentrierte oder integrative Supervision, des Dreieckskontrakts, das Soziodrama, die Soziometrie und das Psychodrama als handlungsleitendes Supervisionskonzept genannt. Die Supervision stellt sich bei Belardi in unterschiedlichen Angebotsformen dar, die sich zunächst grob in die organisationsinterne- oder externe unterteilen lassen. Die erstgenannte Form ist in Deutschland weniger stark verbreitet als in den Vereinigten Staaten. Bei dieser Form bieten Kollegen Supervision für Kollegen an und stellen damit einen Teil der Organisation dar. Diesem Beratungsmodell birgt die Gefahr, dass die eigentlichen Probleme und die Kritik von den Supervisanden (den Beratenden) nur bedingt geäußert werden. Das hat dazu geführt, dass das zweite Modell der externen Berater in Deutschland weit häufiger angewendet wird. Supervision wird angewendet in Fällen der beruflichen Reflexion, in der Ausbildungsbegleitung und der Krisenbegleitung. Hinsichtlich der Arbeitsweise oder des Settings wird die Supervision unterschieden in Einzelsupervision (im Zweiersetting), in Gruppensupervision, in kollegialer Supervision, in Teamsupervision und in Organisationssupervision. Die drei häufigsten Formen unterteilen sich in die Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision. Die klassische Beratung ist die Einzelsupervision. Aus der Rollenberatung und insbesondere aus der Leitungsberatung hat sich hier die Spezialform des Coaching (für Manager und Führungskräfte) entwickelt. Laut einer älteren Literaturangabe von Berladi (vgl. Belardi 1994, S. 101ff) hat sich die Einzelsupervision aus dem amerikanischen Case-Work und der psychoanalytischen Kontrollanalyse entwickelt. Demnach findet sie besonders in Rollenkonflikten ihren Einsatz. Beispiele dafür sind die Konflikte, die aus den unterschiedlichen Erwartungen und Anforderungen der Träger, der Erwartungshaltung des Klientels bezogen auf ihre Bedürfnisse und Interessen und aus den eigenen, berufsethischen, fachlichen Anforderungen entstehen. Ohne hier den möglichen Ergebnissen der empirischen Studie vorgreifen zu wollen, soll die Form der Einzelsupervision genauer beleuchtet werden, da sie ähnlich wie beim Coaching, von den Entscheidungsträgern im Spannungsfeld der Entscheidung wahrgenommen wird. Buer definiert sie als ein Angebot für eine Person. Dabei kann es um die Reflexion der eigenen Rolle, der Verbesserung im Umgang mit der Klientel, dem Treffen von beruflichen Entscheidungen, dem Austarieren zwischen beruflicher und persönlicher Sphäre oder um Unterstützung bei der Übernahme neuer Aufgaben und Positionen gehen. Looss beschreibt hier insbesondere die Möglichkeit für die Beziehungsarbeiter (hier die Betreuer) ihre Beziehungen zu ihren Klienten oder den Kunden (hier die Auftraggeber als Träger oder Jugendamt) auszuwerten. Supervision dient als Lernverfahren zur Reflexion eigener Haltungen und Handlungen und zur Entwicklung der persönlichen bzw. fachlichen Kompetenzen für das jeweilige Arbeitsfeld. Neben der beruflichen Reflexion dient sie besonders der emotionalen Entlastung. Darüber hinaus bietet sie eine Unterstützung vor dem Hintergrund ihrer Rolle, Funktion und ihres Seins als Mensch. Somit kann Supervision auch als Präventionsintervention gegen Burnout dienen. Er betont zudem die Feld- und Methodenkompetenzen der Supervisoren, die die Eröffnung von Lernchancen erst ermöglicht. Darüber hinaus schreibt er von der Supervision als Lernort, bei der es um das Thema Beziehung zwischen Supervisanden (Betreuern) und Klienten aber auch um das Thema Beziehung zwischen den Supervisoren und Supervisanden geht. Vereinfacht formuliert ist die Einzelsupervision eine Beziehungssituation, die durch eine zwischenmenschliche Begegnung entsteht. Nur wenn eine vertrauensvolle und angstfreie Atmosphäre für die Supervisanden vorliegt, können diese offen und frei über ihre Gefühle berichten. Das ist hier die Basis für ein Lernen, eine Reflexion, einen Perspektivwechsel und die Stärkung eigener Ressourcen. In seiner neueren Veröffentlichung beschreibt er die Gruppensupervision als eine Beratungsform, bei der mehrere Supervisanden aus unterschiedlichen Praxisfeldern, anders als bei der kollegialen Supervision von einem Supervisor geleitet werden. Bei der am häufigsten angewendeten Teamsupervision, arbeiten unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Professionen, Funktionen und Kompetenzen aus einem Team mit einem Supervisoren zu unterschiedlichen Themen und Zielen. Von Organisationssupervision oder -beratung wird gesprochen, wenn daran langfristig mehrere Personen der Organisation beteiligt sind. Der langfristige Lernprozess, der zur Veränderung der Institution führt, wird als Organisationsentwicklung beschrieben. Eine Besonderheit und Notwendigkeit dieser Dienstl, Diplomica Verlag

Neues Buch Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Ab 20¤ Versandkostenfrei in Deutschland, Sofort lieferbar, DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Supervision als Einführungsberatung in der Jugendhilfe - Stefan Fleuth
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Stefan Fleuth:
Supervision als Einführungsberatung in der Jugendhilfe - neues Buch

ISBN: 9783836616881

ID: 9783836616881

Inhaltsangabe:Einleitung: Auf der Suche nach einem passenden Thema für die Masterthesis, von dem nicht nur ich, sondern auch andere Personen profitieren sollten, wandte ich mich zunächst an verschiedene Arbeitskollegen aus meinen unterschiedlichen Berufsfeldern. Es stellte sich heraus, dass Supervision im Bereich der Jugendhilfe häufiger bis regelmäßig in Anspruch genommen wird. Die Wahl fiel auf das Feld der Jugendhilfe und hier insbesondere auf den Bereich der flexiblen, individualpädagogischen Betreuungen. Hierbei beschäftigten mich besonders die Fragen, inwiefern die Supervision als Einführungsbegleitung beim Eintritt in neue Organisationen, bei der Übernahme neuer Betreuungsfälle oder zur regelmäßigen Fallbegleitung genutzt wird. Hieraus entwickeln sich beispielsweise folgende Fragen: Was ist Supervision oder Coaching Was ist unter Einführungsbegleitung zu verstehen und welche Bedeutung und Brauchbarkeit hat die Supervision als Einführungsbegleitung in diesem Arbeitsfeld der Jugendhilfe Möglicherweise lassen sich aus den Ergebnissen dieser Arbeit entsprechende Supervisionsangebote zur Erhaltung und Steigerung der Arbeitsqualität und der Qualitätssicherung in der Jugendhilfe entwickeln. Aus besonderem Interesse an diesem Fachgebiet will ich eine wissenschaftliche Arbeit verfassen, die einen Zugang zu den beschriebenen Fragestellungen schaffen kann. Diesem Thema will ich mich mit Hilfe einer Methode der empirischen Sozialforschung, dem problemzentrierten Interview nähern. Ziel meiner Arbeit ist es, exemplarisch eigene Aussagen der Supervisanden aus der flexiblen, individualpädagogischen Jugendhilfe als Gegenstand einer Diskussion zur Bedeutung und Brauchbarkeit heranzuziehen. Das dazu erarbeitete Leitfadeninterview zielt darauf ab, Informationen über die Supervision als Einführungsbegleitung und die damit verbundenen Erfahrungen aus den jeweiligen Supervisionssitzungen zu gewinnen. Die Ergebnisse werden in Bezug auf ihre Brauchbarkeit, Funktion, Themenbereiche und Auswirkungen dargestellt und diskutiert. Im Rahmen dieser Arbeit dienen vier aussagekräftige Interviews als Datengrundlage. Alle Interviews wurden in dieser Arbeit von mir selbst erhoben und ausgewertet. Bei den Interviewpartnern handelt es sich um erfahrene Supervisanden, die als freie Mitarbeiter der Jugendhilfe im Bereich flexibler, individualpädagogischer Maßnahmen bei verschiedenen Auftraggebern tätig sind. Es handelt sich hier um Einzelunternehmer, die als ¿Einzelkämpfer¿ auf dem Markt agieren. Infolgedessen wird hier auf die Darstellung von einzelnen Organisationen explizit verzichtet. Das zweite Kapitel beginnt mit der Darstellung des Arbeits- und Einsatzbereiches der Jugendhilfe. Dabei konzentriere ich mich verstärkt auf das Arbeitsfeld der befragten Supervisanden. Die folgenden Schritte zeigen Beispiele und Facetten der Einführungsberatung in der Arbeitswelt und praktische Einsatzbereiche von Supervision in diesem Feld der Jugendhilfe auf. Das dritte Kapitel beleuchtet die Geschichte der Supervision und befasst sich insbesondere mit den Entwicklungen, Wirkungsweisen und Abgrenzungen der beiden verwandten Beratungsinstrumente Supervision und Coaching als Einführungsbegleitung. Ich beziehe mich in dieser Arbeit explizit auch auf die Beratungsform des Coachings, da in der Literatur diese Form der Beratung in den jeweiligen Organisationen mal als Supervision und mal als Coaching bezeichnet wird. Insbesondere die Beratung von einzelnen Personen in Leitungsfunktionen wird eher mit dem Begriff Coaching verbunden. Vergleichbar mit diesem Personenkreis, arbeiten auch die Interviewpartner dieser Erhebung alleine und tragen dabei einen hohen Anteil von Eigenverantwortung. Das vierte Kapitel beschreibt das Forschungsdesign und meine Herangehensweise an die empirische Untersuchung. Diese näheren Ausführungen dienen hier als Basiseinführung in die Analyse der Interviews. Im darauf folgenden fünften Kapitel werden schließlich die erhobenen Daten aus den Interviews nach dem Analyseverfahren der Grounded Theorie ausgewertet und ausführlich dargestellt. DieErgebnisse werden in fünf Unterkapitel aufgeteilt. Zur Unterstreichung der entwickelten Kernkategorien werden z. T. wörtliche Zitate aus den Interviews dargestellt. Hier werden als Vorbereitung auf das nächste Kapitel bereits erste Annahmen entwickelt und weitere Fragen sichtbar gemacht. Diese ausführliche Darstellung mündet schließlich im sechsten Kapitel in einer Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Untersuchungsergebnisse. Vor dem Hintergrund der theoretischen Einführung in die Thematik dieser Arbeit, werden hier die Untersuchungsergebnisse diskutiert. Als Ergebnis sollen die potentiellen Chancen und möglichen Grenzen der Supervision oder des Coachings als ein Beratungsinstrument der Einführungsbegleitung in diesem Arbeitsfeld sichtbar werden. Die Schlussbetrachtung im letzten und siebten Kapitel beschäftigt sich mit der kritischen Reflexion der Forschungsmethode, fasst die zentralen inhaltlichen Erkenntnisse kurz und prägnant zusammen und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsfragen.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung1 2.Supervision als Beratungsmethode in der Jugendhilfe4 2.1Das Arbeitsfeld ¿Jugendhilfe¿4 2.2Einführungsbegleitung bei der Übernahme neuer Aufgabenbereiche6 2.3Praktische Einsatzbereiche von Supervision in der Jugendhilfe8 3.Supervision und Coaching10 3.1Geschichte und Darstellung Beratungsinstrumente10 3.2Zur aktuellen Entwicklung und ihrer Wirksamkeit17 4.Forschungsdesign19 4.1Entwicklung der Forschungsfrage22 4.2Auswahlkriterien für die qualitative Erhebung22 4.3Auswahl der Interviewform26 4.4Gestaltung und Entwicklung des Leitfadens28 4.5Durchführung der Interviews31 4.6Transkription der Interviews32 4.7Analyse der Daten33 5Darstellung der Untersuchungsergebnisse35 5.1Vorstellung der Interviewpartner und des Arbeitsfeldes35 5.2Was ist (hier) Supervision 37 5.2.1Supervisionsformen37 5.2.2Rahmenbedingungen41 5.2.3Einstellungen zur Supervision.45 5.3Funktionen von Supervision48 5.3.1Erwartungshaltungen48 5.3.2Supervision als Begleitung52 5.3.3Supervision als Einführungsberatung55 5.4Themen in der Supervision59 5.5Auswirkungen von Supervision62 6.Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Untersuchungsergebnisse67 7.Schlussbetrachtung79 7.1Methode79 7.2Inhalt80 Literaturverzeichnis83Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.1, Geschichte und Darstellung der Beratungsinstrumente: Die kurze Vorstellung der Entwicklungsgeschichte der Supervision beziehe sich im Folgenden auf Belardi. Demnach hatte die Supervision ihre Entstehungswurzeln in den Vereinigten Staaten und bezeichnete sich als die Unterstützung und Kontrolle der ehrenamtlich Tätigen innerhalb der Organisation durch erfahrene und ausgebildete Sozialarbeiter. Häufig waren diese Vorgesetzte und Anleiter in Personalunion. Eine wesentliche Aufgabe der Supervision war damals schon die Einführungsbegleitung in den Arbeitsalltag. Beeinflusst durch die Psychoanalyse und der Soziologie wurde sie ab den dreißiger Jahren zunehmend auch zur Unterstützung der Fallarbeit (Casework) angeboten. Die Geburtsstunde der Supervision in Deutschland lässt sich nicht genau bestimmen. Der Begriff ¿Supervision¿ taucht erst 1950 in der deutschen Fachliteratur auf. Bis 1975 wurde hier Supervision als Ausbildungssupervision zur Unterstützung der Einzelhilfe angewendet. Mit der Akademisierung der Sozialarbeiterausbildung in Deutschland verlor die Supervision als Ausbildungsbegleitung an Bedeutung und entwickelte sich zur vorwiegend organisationsexternen und freiberuflichen Beratung. Hinter dem Beratungsinstrument ¿Supervision¿ stecken im deutschsprachigen Raum mehrere Bedeutungen, wie berufsbezogene Beratung, Weiterbildung für Fachkräfte des Sozialwesens und neuerdings auch Maßnahmen der Personal- und Organisationsentwicklung. Durch die erhöhten Ansprüche an Qualität und Wirtschaftlichkeit haben die Anwendungsbereiche, die Bedeutung und der Bedarf von Supervision in den letzten Jahren stark zugenommen. Alternativ dazu beschreibt Gotthard-Lorenz die Entwicklung der Supervisionsmethode wie folgt: Sie ¿(¿) hat sich in den letzten Jahren im Spannungsfeld von beruflicher Weiterbildung (Fortbildung, Anleitung) und Hilfestellung zur Persönlichkeitsbildung im beruflichen Kontext durchgehend als Anleitung zur Selbstreflexion im Sinne eines interdisziplinär begründeten Unterstützungssystems für Mitarbeiter und Führungskräfte unterschiedlicher Arbeitsfelder, Aufgabenbereiche und Organisationen herauskristallisiert¿. Diese Definition beschreibt treffend den Bereich der Einführungsberatung durch Supervision, da sie die Anleitung zur Selbstreflexion insbesondere auch in Phasen der Anleitung beinhaltet. Im späteren Verlauf ihres Beitrages wird Supervision mit der Begleitung von Entwicklungsprozessen, der Identitätsbildung, oder wie oben beschrieben mit der Hilfestellung zur Persönlichkeitsentwicklung verbunden. Nach Belardi handelt es sich bei der Supervision um eine Beratung zweiter Ordnung, da hier die Berater (Supervisoren) die Berater der Klienten beraten. Zur Supervision gehört daher neben der Feldkompetenz auch die Beratungskompetenz. Methodisch handelt es sich hierbei um interdisziplinäre und mehrperspektivische Ansätze, die die Person, die Gruppe, die Organisation und das Team mit ihren jeweiligen Problemlagen erfassen. Belardi benennt hierzu exemplarisch vier Ansätze. Weitere neun Konzepte der Supervision werden im Heft der DGSv ¿Konzepte für die Supervision¿ ausführlich dargestellt. Hier werden Beispiele für die unterschiedlichen Herangehensweisen, wie die Nutzung des systemischen Denkens, der Psychoanalyse, der Gruppenanalyse und ¿dynamik, der themenzentrierten Interaktion als Basiskonzept, die personenzentrierte oder integrative Supervision, des Dreieckskontrakts, das Soziodrama, die Soziometrie und das Psychodrama als handlungsleitendes Supervisionskonzept genannt. Die Supervision stellt sich bei Belardi in unterschiedlichen Angebotsformen dar, die sich zunächst grob in die organisationsinterne- oder externe unterteilen lassen. Die erstgenannte Form ist in Deutschland weniger stark verbreitet als in den Vereinigten Staaten. Bei dieser Form bieten Kollegen Supervision für Kollegen an und stellen damit einen Teil der Organisation dar. Diesem Beratungsmodell birgt die Gefahr, dass die eigentlichen Probleme und die Kritik von den Supervisanden (den Beratenden) nur bedingt geäußert werden. Das hat dazu geführt, dass das zweite Modell der externen Berater in Deutschland weit häufiger angewendet wird. Supervision wird angewendet in Fällen der beruflichen Reflexion, in der Ausbildungsbegleitung und der Krisenbegleitung. Hinsichtlich der Arbeitsweise oder des Settings wird die Supervision unterschieden in Einzelsupervision (im Zweiersetting), in Gruppensupervision, in kollegialer Supervision, in Teamsupervision und in Organisationssupervision. Die drei häufigsten Formen unterteilen sich in die Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision. Die klassische Beratung ist die Einzelsupervision. Aus der Rollenberatung und insbesondere aus der Leitungsberatung hat sich hier die Spezialform des Coaching (für Manager und Führungskräfte) entwickelt. Laut einer älteren Literaturangabe von Berladi (vgl. Belardi 1994, S. 101ff) hat sich die Einzelsupervision aus dem amerikanischen Case-Work und der psychoanalytischen Kontrollanalyse entwickelt. Demnach findet sie besonders in Rollenkonflikten ihren Einsatz. Beispiele dafür sind die Konflikte, die aus den unterschiedlichen Erwartungen und Anforderungen der Träger, der Erwartungshaltung des Klientels bezogen auf ihre Bedürfnisse und Interessen und aus den eigenen, berufsethischen, fachlichen Anforderungen entstehen. Ohne hier den möglichen Ergebnissen der empirischen Studie vorgreifen zu wollen, soll die Form der Einzelsupervision genauer beleuchtet werden, da sie ähnlich wie beim Coaching, von den Entscheidungsträgern im Spannungsfeld der Entscheidung wahrgenommen wird. Buer definiert sie als ein Angebot für eine Person. Dabei kann es um die Reflexion der eigenen Rolle, der Verbesserung im Umgang mit der Klientel, dem Treffen von beruflichen Entscheidungen, dem Austarieren zwischen beruflicher und persönlicher Sphäre oder um Unterstützung bei der Übernahme neuer Aufgaben und Positionen gehen. Looss beschreibt hier insbesondere die Möglichkeit für die Beziehungsarbeiter (hier die Betreuer) ihre Beziehungen zu ihren Klienten oder den Kunden (hier die Auftraggeber als Träger oder Jugendamt) auszuwerten. Supervision dient als Lernverfahren zur Reflexion eigener Haltungen und Handlungen und zur Entwicklung der persönlichen bzw. fachlichen Kompetenzen für das jeweilige Arbeitsfeld. Neben der beruflichen Reflexion dient sie besonders der emotionalen Entlastung. Darüber hinaus bietet sie eine Unterstützung vor dem Hintergrund ihrer Rolle, Funktion und ihres Seins als Mensch. Somit kann Supervision auch als Präventionsintervention gegen Burnout dienen. Er betont zudem die Feld- und Methodenkompetenzen der Supervisoren, die die Eröffnung von Lernchancen erst ermöglicht. Darüber hinaus schreibt er von der Supervision als Lernort, bei der es um das Thema Beziehung zwischen Supervisanden (Betreuern) und Klienten aber auch um das Thema Beziehung zwischen den Supervisoren und Supervisanden geht. Vereinfacht formuliert ist die Einzelsupervision eine Beziehungssituation, die durch eine zwischenmenschliche Begegnung entsteht. Nur wenn eine vertrauensvolle und angstfreie Atmosphäre für die Supervisanden vorliegt, können diese offen und frei über ihre Gefühle berichten. Das ist hier die Basis für ein Lernen, eine Reflexion, einen Perspektivwechsel und die Stärkung eigener Ressourcen. In seiner neueren Veröffentlichung beschreibt er die Gruppensupervision als eine Beratungsform, bei der mehrere Supervisanden aus unterschiedlichen Praxisfeldern, anders als bei der kollegialen Supervision von einem Supervisor geleitet werden. Bei der am häufigsten angewendeten Teamsupervision, arbeiten unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Professionen, Funktionen und Kompetenzen aus einem Team mit einem Supervisoren zu unterschiedlichen Themen und Zielen. Von Organisationssupervision oder -beratung wird gesprochen, wenn daran langfristig mehrere Personen der Organisation beteiligt sind. Der langfristige Lernprozess, der zur Veränderung der Institution führt, wird als Organisationsentwicklung beschrieben. Eine Besonderheit und Notwendigkeit dieser Dienst, Diplomica Verlag

Neues Buch Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Ab 20¤ Versandkostenfrei in Deutschland, Sofort lieferbar, DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Supervision als Einführungsberatung in der Jugendhilfe - Stefan Fleuth
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Stefan Fleuth:
Supervision als Einführungsberatung in der Jugendhilfe - Erstausgabe

2008, ISBN: 9783836616881

ID: 28216431

[ED: 1], Auflage, eBook Download (PDF), eBooks, [PU: diplom.de]

Neues Buch Lehmanns.de
Versandkosten:Download sofort lieferbar, , Versandkostenfrei innerhalb der BRD (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.