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Surreale Umarmung - Benedikt Dyrlich
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Benedikt Dyrlich:

Surreale Umarmung - Taschenbuch

ISBN: 9783863561260

ID: 9783863561260

Wortkunst lyrisch und prosaisch `Benedikt Dyrlich zählt zu den einflussreichsten sorbischen Schriftstellern und Publizisten der Gegenwart. Er hat mit seinem lyrischen Werk der Kultur des kleinen slawischen Volkes der Lausitzer Sorben dauerhafte Impulse verliehen. Seine Gedichte erscheinen regelmäßig in sorbischen wie in deutschen Anthologien unserer Zeit. Seine schöpferische Fantasie stützt sich auf den historisch-geografischen Ursprung in der zweisprachigen Lausitz. Als Sorbe kann er sich unbefangen auf seine ethnische Herkunft berufen, sie liefert ihm das grundlegende Wertereservoir und steht ein für die kulturelle Vielfalt des heutigen Europa. Der Bautzener Lyriker wurde am 21. April 1950 als zweites von sechs Kindern eines Kleinbauern, Tischlers und Holzschnitzers in Neudörfel/Nowa Wjeska bei Kamenz geboren. Die Mutter - eine Trachtenträgerin - starb Anfang 1967, als der Junge 16 Jahre alt war. Nach der Grundschule, mit 14 Jahren, wurde er Zögling des Bischöflichen Vorseminars in Schön-eiche bei Berlin. Von 1968 bis 1970 studierte Dyrlich in Erfurt katholische Theologie bis zur ersten Hauptprüfung. Ab 1975 absolvierte er in Leipzig ein Studium der Theaterwissenschaft, danach war er am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen als Dramaturg, später auch als Regisseur und als Leiter des Kinder- und Jugendtheaters tätig. Dyrlichs erstes Gedicht, ein Marienlied, wurde 1967 in der sorbischen katholischen Wochenschrift gedruckt. Ab 1968 gehörte der Student zu der von Kito Lorenc betreuten Gruppe junger Autoren beim Arbeitskreis sorbischer Schriftsteller im Schriftstellerverband der DDR. Seine erste Lyrikauswahl, der Band `Zelene hubki` (Grüne Küsse), erschien 1975 im Domowina-Verlag Bautzen. Die kurzen, reimlosen Gedichte aus jener Phase waren Ausdruck des Bemühens, die Welt zu erkennen und die Dinge bei ihrem Namen zu nennen. Diesen Namen fixierte er gern in zweierlei sprachlicher Gestalt: auf Sorbisch und auf Deutsch. Das literarische Erbe von Männern wie Augustinus, Novalis, Rilke, Brecht oder Hesse regte ihn dazu an, sich neben der sorbischen auch die deutsche Kultur, ihre Geschichte, ihre Mythen und Märchen zu erschließen. Wie schon die frühen Arbeiten belegen, verspürte Dyrlich seit jeher das Bedürfnis, den gewohnten Alltag literarisch zu überschreiten. Die Legenden seiner zweisprachigen Heimat wurden zum Nährboden, auf dem poetische Metaphern mit universeller Bedeutung gediehen. Einige formale Prinzipien, etwa die ästhetische Verfremdung, schaute er sich bei Klassikern der sorbischen, deutschen und ausländischen Literatur ab, anfangs besonders bei den Polen. Im benachbarten polnischen Staat, wo es nach 1956 zu einer Liberalisierung der Kultur-politik gekommen war, fanden junge sorbische Autoren seit den Siebzigerjahren zunehmend Widerhall. Um 1980 überprüfte Benedikt Dyrlich erneut sein künstlerisches Weltverständnis. Er trat in die Fußstapfen großer Vorgänger, die ihr höchstes Ziel in der Weckung und Wahrung nationalen Bewusstseins bei den Lausitzer Sorben gesehen hatten. Wie Handrij Zejler, Jakub Bart-Cisinski, Jan Skala oder Jurij Chezka stellte er die suggestive Macht moderner Poesie in den Dienst an seinem Volk, dessen Kräfte unter der gewaltsamen oder freiwilligen Assimilation allmählich zu schwinden drohten. Der vierte sorbischsprachige Auswahlband mit dem Titel `W paslach` (In der Falle) verwies 1986 auf eine Neuerung: `Gedichte und lyrische Prosa`. Die drei vorangegangenen Sammlungen waren, ebenso wie der deutsche Erstling `Grüne Küsse` (Aufbau-Verlag Berlin, 1980), reine Gedichtbände gewesen. Mit zwölf eingestreuten Prosaskizzen hatte der Autor - die vierzig im Blick - nun eine Gattung hinzugewonnen, die seine Ausdrucksmöglichkeiten erweiterte. Die poetischen Reflexionen wurden auf den historischen Prozess ausgedehnt, um über soziale, nationale und kulturelle Widersprüche, über deutsch-sorbische Konflikte, über Gefährdungen in Sein und Zeit neu Surreale Umarmung: `Benedikt Dyrlich zählt zu den einflussreichsten sorbischen Schriftstellern und Publizisten der Gegenwart. Er hat mit seinem lyrischen Werk der Kultur des kleinen slawischen Volkes der Lausitzer Sorben dauerhafte Impulse verliehen. Seine Gedichte erscheinen regelmäßig in sorbischen wie in deutschen Anthologien unserer Zeit. Seine schöpferische Fantasie stützt sich auf den historisch-geografischen Ursprung in der zweisprachigen Lausitz. Als Sorbe kann er sich unbefangen auf seine ethnische Herkunft berufen, sie liefert ihm das grundlegende Wertereservoir und steht ein für die kulturelle Vielfalt des heutigen Europa. Der Bautzener Lyriker wurde am 21. April 1950 als zweites von sechs Kindern eines Kleinbauern, Tischlers und Holzschnitzers in Neudörfel/Nowa Wjeska bei Kamenz geboren. Die Mutter - eine Trachtenträgerin - starb Anfang 1967, als der Junge 16 Jahre alt war. Nach der Grundschule, mit 14 Jahren, wurde er Zögling des Bischöflichen Vorseminars in Schön-eiche bei Berlin. Von 1968 bis 1970 studierte Dyrlich in Erfurt katholische Theologie bis zur ersten Hauptprüfung. Ab 1975 absolvierte er in Leipzig ein Studium der Theaterwissenschaft, danach war er am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen als Dramaturg, später auch als Regisseur und als Leiter des Kinder- und Jugendtheaters tätig. Dyrlichs erstes Gedicht, ein Marienlied, wurde 1967 in der sorbischen katholischen Wochenschrift gedruckt. Ab 1968 gehörte der Student zu der von Kito Lorenc betreuten Gruppe junger Autoren beim Arbeitskreis sorbischer Schriftsteller im Schriftstellerverband der DDR. Seine erste Lyrikauswahl, der Band `Zelene hubki` (Grüne Küsse), erschien 1975 im Domowina-Verlag Bautzen. Die kurzen, reimlosen Gedichte aus jener Phase waren Ausdruck des Bemühens, die Welt zu erkennen und die Dinge bei ihrem Namen zu nennen. Diesen Namen fixierte er gern in zweierlei sprachlicher Gestalt: auf Sorbisch und auf Deutsch. Das literarische Erbe von Männern wie Augustinus, Novalis, Rilke, Brecht oder Hesse regte ihn dazu an, sich neben der sorbischen auch die deutsche Kultur, ihre Geschichte, ihre Mythen und Märchen zu erschließen. Wie schon die frühen Arbeiten belegen, verspürte Dyrlich seit jeher das Bedürfnis, den gewohnten Alltag literarisch zu überschreiten. Die Legenden seiner zweisprachigen Heimat wurden zum Nährboden, auf dem poetische Metaphern mit universeller Bedeutung gediehen. Einige formale Prinzipien, etwa die ästhetische Verfremdung, schaute er sich bei Klassikern der sorbischen, deutschen und ausländischen Literatur ab, anfangs besonders bei den Polen. Im benachbarten polnischen Staat, wo es nach 1956 zu einer Liberalisierung der Kultur-politik gekommen war, fanden junge sorbische Autoren seit den Siebzigerjahren zunehmend Widerhall. Um 1980 überprüfte Benedikt Dyrlich erneut sein künstlerisches Weltverständnis. Er trat in die Fußstapfen großer Vorgänger, die ihr höchstes Ziel in der Weckung und Wahrung nationalen Bewusstseins bei den Lausitzer Sorben gesehen hatten. Wie Handrij Zejler, Jakub Bart-Cisinski, Jan Skala oder Jurij Chezka stellte er die suggestive Macht moderner Poesie in den Dienst an seinem Volk, dessen Kräfte unter der gewaltsamen oder freiwilligen Assimilation allmählich zu schwinden drohten. Der vierte sorbischsprachige Auswahlband mit dem Titel `W paslach` (In der Falle) verwies 1986 auf eine Neuerung: `Gedichte und lyrische Prosa`. Die drei vorangegangenen Sammlungen waren, ebenso wie der deutsche Erstling `Grüne Küsse` (Aufbau-Verlag Berlin, 1980), reine Gedichtbände gewesen. Mit zwölf eingestreuten Prosaskizzen hatte der Autor - die vierzig im Blick - nun eine Gattung hinzugewonnen, die seine Ausdrucksmöglichkeiten erweiterte. Die poetischen Reflexionen wurden auf den historischen Prozess ausgedehnt, um über soziale, nationale und kulturelle Widersprüche, über deutsch-sorbische Konflikte, über Gefährdungen in Sein und Zeit neu Lyrik/Gedichte, POP Verlag

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Surreale Umarmung - Benedikt Dyrlich
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Benedikt Dyrlich:

Surreale Umarmung - Taschenbuch

2016, ISBN: 3863561260

ID: 18558264051

[EAN: 9783863561260], Neubuch, [PU: POP Verlag Mrz 2016], LYRIK/GEDICHTE, Neuware - 'Benedikt Dyrlich zählt zu den einflussreichsten sorbischen Schriftstellern und Publizisten der Gegenwart. Er hat mit seinem lyrischen Werk der Kultur des kleinen slawischen Volkes der Lausitzer Sorben dauerhafte Impulse verliehen. Seine Gedichte erscheinen regelmäßig in sorbischen wie in deutschen Anthologien unserer Zeit. Seine schöpferische Fantasie stützt sich auf den historisch-geografischen Ursprung in der zweisprachigen Lausitz. Als Sorbe kann er sich unbefangen auf seine ethnische Herkunft berufen, sie liefert ihm das grundlegende Wertereservoir und steht ein für die kulturelle Vielfalt des heutigen Europa. Der Bautzener Lyriker wurde am 21. April 1950 als zweites von sechs Kindern eines Kleinbauern, Tischlers und Holzschnitzers in Neudörfel/Nowa Wjeska bei Kamenz geboren. Die Mutter - eine Trachtenträgerin - starb Anfang 1967, als der Junge 16 Jahre alt war. Nach der Grundschule, mit 14 Jahren, wurde er Zögling des Bischöflichen Vorseminars in Schön-eiche bei Berlin. Von 1968 bis 1970 studierte Dyrlich in Erfurt katholische Theologie bis zur ersten Hauptprüfung. Ab 1975 absolvierte er in Leipzig ein Studium der Theaterwissenschaft, danach war er am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen als Dramaturg, später auch als Regisseur und als Leiter des Kinder- und Jugendtheaters tätig. Dyrlichs erstes Gedicht, ein Marienlied, wurde 1967 in der sorbischen katholischen Wochenschrift gedruckt. Ab 1968 gehörte der Student zu der von Kito Lorenc betreuten Gruppe junger Autoren beim Arbeitskreis sorbischer Schriftsteller im Schriftstellerverband der DDR. Seine erste Lyrikauswahl, der Band 'Zelene hubki' (Grüne Küsse), erschien 1975 im Domowina-Verlag Bautzen. Die kurzen, reimlosen Gedichte aus jener Phase waren Ausdruck des Bemühens, die Welt zu erkennen und die Dinge bei ihrem Namen zu nennen. Diesen Namen fixierte er gern in zweierlei sprachlicher Gestalt: auf Sorbisch und auf Deutsch. Das literarische Erbe von Männern wie Augustinus, Novalis, Rilke, Brecht oder Hesse regte ihn dazu an, sich neben der sorbischen auch die deutsche Kultur, ihre Geschichte, ihre Mythen und Märchen zu erschließen. Wie schon die frühen Arbeiten belegen, verspürte Dyrlich seit jeher das Bedürfnis, den gewohnten Alltag literarisch zu überschreiten. Die Legenden seiner zweisprachigen Heimat wurden zum Nährboden, auf dem poetische Metaphern mit universeller Bedeutung gediehen. Einige formale Prinzipien, etwa die ästhetische Verfremdung, schaute er sich bei Klassikern der sorbischen, deutschen und ausländischen Literatur ab, anfangs besonders bei den Polen. Im benachbarten polnischen Staat, wo es nach 1956 zu einer Liberalisierung der Kultur-politik gekommen war, fanden junge sorbische Autoren seit den Siebzigerjahren zunehmend Widerhall. Um 1980 überprüfte Benedikt Dyrlich erneut sein künstlerisches Weltverständnis. Er trat in die Fußstapfen großer Vorgänger, die ihr höchstes Ziel in der Weckung und Wahrung nationalen Bewusstseins bei den Lausitzer Sorben gesehen hatten. Wie Handrij Zejler, Jakub Bart-Cisinski, Jan Skala oder Jurij Chezka stellte er die suggestive Macht moderner Poesie in den Dienst an seinem Volk, dessen Kräfte unter der gewaltsamen oder freiwilligen Assimilation allmählich zu schwinden drohten. Der vierte sorbischsprachige Auswahlband mit dem Titel 'W paslach' (In der Falle) verwies 1986 auf eine Neuerung: 'Gedichte und lyrische Prosa'. Die drei vorangegangenen Sammlungen waren, ebenso wie der deutsche Erstling 'Grüne Küsse' (Aufbau-Verlag Berlin, 1980), reine Gedichtbände gewesen. Mit zwölf eingestreuten Prosaskizzen hatte der Autor - die vierzig im Blick - nun eine Gattung hinzugewonnen, die seine Ausdrucksmöglichkeiten erweiterte. Die poetischen Reflexionen wurden auf den historischen Prozess ausgedehnt, um über soziale, nationale und kulturelle Widersprüche, über deutsch-sorbische Konflikte, über Gefährdungen in Sein und Zeit neu 126 pp. Deutsch

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2016

ISBN: 3863561260

ID: 18558264085

[EAN: 9783863561260], Neubuch, [PU: POP Verlag Mrz 2016], LYRIK/GEDICHTE, Neuware - 'Benedikt Dyrlich zählt zu den einflussreichsten sorbischen Schriftstellern und Publizisten der Gegenwart. Er hat mit seinem lyrischen Werk der Kultur des kleinen slawischen Volkes der Lausitzer Sorben dauerhafte Impulse verliehen. Seine Gedichte erscheinen regelmäßig in sorbischen wie in deutschen Anthologien unserer Zeit. Seine schöpferische Fantasie stützt sich auf den historisch-geografischen Ursprung in der zweisprachigen Lausitz. Als Sorbe kann er sich unbefangen auf seine ethnische Herkunft berufen, sie liefert ihm das grundlegende Wertereservoir und steht ein für die kulturelle Vielfalt des heutigen Europa. Der Bautzener Lyriker wurde am 21. April 1950 als zweites von sechs Kindern eines Kleinbauern, Tischlers und Holzschnitzers in Neudörfel/Nowa Wjeska bei Kamenz geboren. Die Mutter - eine Trachtenträgerin - starb Anfang 1967, als der Junge 16 Jahre alt war. Nach der Grundschule, mit 14 Jahren, wurde er Zögling des Bischöflichen Vorseminars in Schön-eiche bei Berlin. Von 1968 bis 1970 studierte Dyrlich in Erfurt katholische Theologie bis zur ersten Hauptprüfung. Ab 1975 absolvierte er in Leipzig ein Studium der Theaterwissenschaft, danach war er am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen als Dramaturg, später auch als Regisseur und als Leiter des Kinder- und Jugendtheaters tätig. Dyrlichs erstes Gedicht, ein Marienlied, wurde 1967 in der sorbischen katholischen Wochenschrift gedruckt. Ab 1968 gehörte der Student zu der von Kito Lorenc betreuten Gruppe junger Autoren beim Arbeitskreis sorbischer Schriftsteller im Schriftstellerverband der DDR. Seine erste Lyrikauswahl, der Band 'Zelene hubki' (Grüne Küsse), erschien 1975 im Domowina-Verlag Bautzen. Die kurzen, reimlosen Gedichte aus jener Phase waren Ausdruck des Bemühens, die Welt zu erkennen und die Dinge bei ihrem Namen zu nennen. Diesen Namen fixierte er gern in zweierlei sprachlicher Gestalt: auf Sorbisch und auf Deutsch. Das literarische Erbe von Männern wie Augustinus, Novalis, Rilke, Brecht oder Hesse regte ihn dazu an, sich neben der sorbischen auch die deutsche Kultur, ihre Geschichte, ihre Mythen und Märchen zu erschließen. Wie schon die frühen Arbeiten belegen, verspürte Dyrlich seit jeher das Bedürfnis, den gewohnten Alltag literarisch zu überschreiten. Die Legenden seiner zweisprachigen Heimat wurden zum Nährboden, auf dem poetische Metaphern mit universeller Bedeutung gediehen. Einige formale Prinzipien, etwa die ästhetische Verfremdung, schaute er sich bei Klassikern der sorbischen, deutschen und ausländischen Literatur ab, anfangs besonders bei den Polen. Im benachbarten polnischen Staat, wo es nach 1956 zu einer Liberalisierung der Kultur-politik gekommen war, fanden junge sorbische Autoren seit den Siebzigerjahren zunehmend Widerhall. Um 1980 überprüfte Benedikt Dyrlich erneut sein künstlerisches Weltverständnis. Er trat in die Fußstapfen großer Vorgänger, die ihr höchstes Ziel in der Weckung und Wahrung nationalen Bewusstseins bei den Lausitzer Sorben gesehen hatten. Wie Handrij Zejler, Jakub Bart-Cisinski, Jan Skala oder Jurij Chezka stellte er die suggestive Macht moderner Poesie in den Dienst an seinem Volk, dessen Kräfte unter der gewaltsamen oder freiwilligen Assimilation allmählich zu schwinden drohten. Der vierte sorbischsprachige Auswahlband mit dem Titel 'W paslach' (In der Falle) verwies 1986 auf eine Neuerung: 'Gedichte und lyrische Prosa'. Die drei vorangegangenen Sammlungen waren, ebenso wie der deutsche Erstling 'Grüne Küsse' (Aufbau-Verlag Berlin, 1980), reine Gedichtbände gewesen. Mit zwölf eingestreuten Prosaskizzen hatte der Autor - die vierzig im Blick - nun eine Gattung hinzugewonnen, die seine Ausdrucksmöglichkeiten erweiterte. Die poetischen Reflexionen wurden auf den historischen Prozess ausgedehnt, um über soziale, nationale und kulturelle Widersprüche, über deutsch-sorbische Konflikte, über Gefährdungen in Sein und Zeit neu 126 pp. Deutsch

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2016, ISBN: 9783863561260

ID: 34567884

Wortkunst lyrisch und prosaisch. Mit 22 Grafiken von PAPI und einem Vorwort von Dietrich Scholze., Softcover, Buch, [PU: Pop, Traian]

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