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Oktober und wer wir selbst sind
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Oktober und wer wir selbst sind - gebrauchtes Buch

1983, ISBN: 9783878770534

ID: 60dab6da29659050ea38a3ec587eef20

Wieder Oktober. Du kommst aus dem Haus. Am Morgen, noch früh. Die Straße ist naß. Du kommst aus dem Haus und mußt stehenbleiben, so riecht es nach Herbst. Das abgefallene Laub. Gerade eben hast du aus der Nacht deinen Traum noch gewußt und jetzt ist er weg. Du spürst noch, wie er sich entfernt. Ein Luftzug, ein Vorhang, der sich bewegt. Flügel, die sich sacht regen, die Schatten von Flügeln, und dann ist er gegangen. Weg für immer. Die Tür fällt hinter dir zu. Man kommt aus dem Haus. Das Leben is Wieder Oktober. Du kommst aus dem Haus. Am Morgen, noch früh. Die Straße ist naß. Du kommst aus dem Haus und mußt stehenbleiben, so riecht es nach Herbst. Das abgefallene Laub. Gerade eben hast du aus der Nacht deinen Traum noch gewußt und jetzt ist er weg. Du spürst noch, wie er sich entfernt. Ein Luftzug, ein Vorhang, der sich bewegt. Flügel, die sich sacht regen, die Schatten von Flügeln, und dann ist er gegangen. Weg für immer. Die Tür fällt hinter dir zu. Man kommt aus dem Haus. Das Leben ist fremd.Schon Herbst? Der Erzähler geht mit Frau und Kind hinter Bockenheim am Bahndamm entlang. Immer auf den Horizont zu und mit den Augen die Ferne suchen. Überall Kinder. Lassen Drachen steigen. Müssen rennen im Wind. Aber wo sind die Indianerwiesen hin, die noch kürzlich hier waren?Das Jahr 1983. Ein Frankfurter Herbst, durch den wir gehen, als sei es ein einziger langer Tag. Man geht und denkt, man weiß genau, wer man ist - und dann kommt man abends heim und das Telefon klingelt.Sein Freund Jürgen. Er ruft aus Frankreich an, aus Barjac, einer Kleinstadt weit im Süden. Dort hat er mit Pascale, die er liebt, ein winziges Restaurant, ein Restaurant mit drei Tischen. Der Erzähler am Telefon und sieht alles vor sich.Oktober und wer wir selbst sind. Neun Jahre mit Sibylle. Ein Kind und mein drittes Buch angefangen. Nachts hört man Züge fahren. Oktober und daß wir jetzt hier sind, sagst du dir. Zum Verwundern. Und mit einem jähen schmerzhaften Stich (das spürst du am Herz): Daß nichts bleibt und wir auch nicht!Schächtelein sagt Carina zu den Lackkästchen. Kleiner als Bierdeckel und Zigarettenschachteln die Bilder mit den Flüssen, die groß wie der Himmel sind. Und manche Tage, besonders im Sommer, ist hier vor dem Laden und ringsum in allen Straßen so ein helles Licht. Überall in der Stadt und weit in das Land hinaus dieses Licht. Nicht nur die Vororte, Großbaustellen und Autobahnabfahrten - die ganze Mainebene, Taunus, Wetterau, Spessart, Odenwald, Bergstraße. Weithin das Licht und du mußt eine Weile stehen bleiben und es dir für immer merken. Und wenn du dann weitergehst in diesem Licht, dann kommt dir vor, es ist das gleiche Licht wie auf den kleinen Bildern. Der Abglanz des Abends. Bilder, die nur aus kaum drei Strichen bestehen, also hauptsächlich Licht auf den Bildern. Wie kostbare Seide das Licht, wie sehr heller Tee. Darjeeling. Das gleiche Licht, in dem du manchmal am Abend müd heimgehst. Und einmal, das weißt du, einmal wirst du in so einem Licht aus der Stadt hinaus. Zu Fuß. Wie ein Wanderer auf einem Bild. Vielleicht als Kind einmal so ein Bild gesehen und den Wanderer auf dem Bild. Und ihm lang nachgesehen, weil er vorher mit dir gesprochen hat und dir zugenickt, bevor er dann weiterging in das Bild hinein. Aber kein Licht jetzt. Die Scheibe beschlagen. Nebel und Dämmerung. Und immer wieder große und kleine Monde an der Scheibe vorbei. Immer andere. Langsam. Halbmonde, Monde und Nebelsonnen. Einmal der Tee noch zu heiß. Einmal trinkst du ein Glas und gleich bleibt die Zeit stehen. Gleich auch so eine Nähe zu dir selbst. Du trinkst drei-vier Gläser in kaum fünf Minuten. Und stehst da, noch eben dein ganzes Leben im Gedächtnis und jetzt fällt nichtmal dein Name dir ein. Wer bin ich? Und warum hier? Wie die Wandbehänge, Götter, Kerzenständer und Seidenkimonos leuchten. Du stehst, du suchst dich. Suchst in deinem Gedächtnis und dann kann dir geschehen, daß dir vorkommen will, daß dein Leben, dein eigenes unwiderrufliches Leben in vielen Bildern und Bilderfolgen hier auf den Wandbehängen und Kimonos dargestellt ist. Und auch in den Rätseln und Ornamenten auf den Teebüchsen, die dich blenden. Jetzt nicht, ein andermal wirst du dir das alles ansehen und jede Einzelheit wiedererkennen. Bild um Bild. Mit brennenden Augen. So stehst du und mußt auf dich einreden und horchst auf deine Gedanken. Wie mein Herz klopft! Und dann erst merkst du, wie müde du bist. Wie die Tage dröhnend vorbeigestürzt sind.

gebrauchtes bzw. antiquarisches Buch Medimops.de
Nr. M03878770537 Versandkosten:, 3, DE. (EUR 1.00)
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Oktober und wer wir selbst sind - Peter Kurzeck
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
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Peter Kurzeck:

Oktober und wer wir selbst sind - neues Buch

3, ISBN: 9783878770534

ID: 690873259

Wieder Oktober. Du kommst aus dem Haus. Am Morgen, noch früh. Die Strasse ist nass. Du kommst aus dem Haus und musst stehenbleiben, so riecht es nach Herbst. Das abgefallene Laub. Gerade eben hast du aus der Nacht deinen Traum noch gewusst und jetzt ist er weg. Du spürst noch, wie er sich entfernt. Ein Luftzug, ein Vorhang, der sich bewegt. Flügel, die sich sacht regen, die Schatten von Flügeln, und dann ist er gegangen. Weg für immer. Die Tür fällt hinter dir zu. Man kommt aus dem Haus. Das Leben ist fremd. Schon Herbst? Der Erzähler geht mit Frau und Kind hinter Bockenheim am Bahndamm entlang. Immer auf den Horizont zu und mit den Augen die Ferne suchen. Überall Kinder. Lassen Drachen steigen. Müssen rennen im Wind. Aber wo sind die Indianerwiesen hin, die noch kürzlich hier waren? Das Jahr 1983. Ein Frankfurter Herbst, durch den wir gehen, als sei es ein einziger langer Tag. Man geht und denkt, man weiss genau, wer man ist - und dann kommt man abends heim und das Telefon klingelt. Sein Freund Jürgen. Er ruft aus Frankreich an, aus Barjac, einer Kleinstadt weit im Süden. Dort hat er mit Pascale, die er liebt, ein winziges Restaurant, ein Restaurant mit drei Tischen. Der Erzähler am Telefon und sieht alles vor sich. ´´Oktober und wer wir selbst sind. Neun Jahre mit Sibylle. Ein Kind und mein drittes Buch angefangen. Nachts hört man Züge fahren. Oktober und dass wir jetzt hier sind, sagst du dir. Zum Verwundern. Und mit einem jähen schmerzhaften Stich (das spürst du am Herz): Dass nichts bleibt und wir auch nicht! Schächtelein sagt Carina zu den Lackkästchen. Kleiner als Bierdeckel und Zigarettenschachteln die Bilder mit den Flüssen, die gross wie der Himmel sind. Und manche Tage, besonders im Sommer, ist hier vor dem Laden und ringsum in allen Strassen so ein helles Licht. Überall in der Stadt und weit in das Land hinaus dieses Licht. Nicht nur die Vororte, Grossbaustellen und Autobahnabfahrten - die ganze Mainebene, Taunus, Wetterau, Spessart, Odenwald, Bergstrasse. Weithin das Licht und du musst eine Weile stehen bleiben und es dir für immer merken. Und wenn du dann weitergehst in diesem Licht, dann kommt dir vor, es ist das gleiche Licht wie auf den kleinen Bildern. Der Abglanz des Abends. Bilder, die nur aus kaum drei Strichen bestehen, also hauptsächlich Licht auf den Bildern. Wie kostbare Seide das Licht, wie sehr heller Tee. Darjeeling. Das gleiche Licht, in dem du manchmal am Abend müd heimgehst. Und einmal, das weisst du, einmal wirst du in so einem Licht aus der Stadt hinaus. Zu Fuss. Wie ein Wanderer auf einem Bild. Vielleicht als Kind einmal so ein Bild gesehen und den Wanderer auf dem Bild. Und ihm lang nachgesehen, weil er vorher mit dir gesprochen hat und dir zugenickt, bevor er dann weiterging in das Bild hinein. Aber kein Licht jetzt. Die Scheibe beschlagen. Nebel und Dämmerung. Und immer wieder grosse und kleine Monde an der Scheibe vorbei. Immer andere. Langsam. Halbmonde, Monde und Nebelsonnen. Einmal der Tee noch zu heiss. Einmal trinkst du ein Glas und gleich bleibt die Zeit stehen. Gleich auch so eine Nähe zu dir selbst. Du trinkst drei-vier Gläser in kaum fünf Minuten. Und stehst da, noch eben dein ganzes Leben im Gedächtnis und jetzt fällt nichtmal dein Name dir ein. Wer bin ich? Und warum hier? Wie die Wandbehänge, Götter, Kerzenständer und Seidenkimonos leuchten. Du stehst, du suchst dich. Suchst in deinem Gedächtnis und dann kann dir geschehen, dass dir vorkommen will, dass dein Leben, dein eigenes unwiderrufliches Leben in vielen Bildern und Bilderfolgen hier auf den Wandbehängen und Kimonos dargestellt ist. Und auch in den Rätseln und Ornamenten auf den Teebüchsen, die dich blenden. Jetzt nicht, ein andermal wirst du dir das alles ansehen und jede Einzelheit wiedererkennen. Bild um Bild. Mit brennenden Augen. So stehst du und musst auf dich einreden und horchst auf deine Gedanken. Wie mein Herz klopft! Und dann erst merkst du, wie müde du bist. Wie die Tage dröhnend vorbeigestürzt sind.´´ Oktober und wer wir selbst sind, das neue Buch der grossen autobiographisch-poetischen Chronik von Peter Kurzeck, geht zurück in das Jahr 1983. Es ist für den Erzähler die Zeit vor der Trennung, vor der »neuen Zeitrechnung«, die 1984 beginnt. Bücher > Romane & Erzählungen > Nach Ländern & Kontinenten > Europa > Deutschland gebundene Ausgabe 03.2007, Stroemfeld, 03.2007

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Oktober und wer wir selbst sind - Peter Kurzeck
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Oktober und wer wir selbst sind - neues Buch

ISBN: 9783878770534

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Oktober und wer wir selbst sind, das neue Buch der großen autobiographisch-poetischen Chronik von Peter Kurzeck, geht zurück in das Jahr 1983. Es ist für den Erzähler die Zeit vor der Trennung, vor der »neuen Zeitrechnung«, die 1984 beginnt. Wieder Oktober. Du kommst aus dem Haus. Am Morgen, noch früh. Die Straße ist naß. Du kommst aus dem Haus und mußt stehenbleiben, so riecht es nach Herbst. Das abgefallene Laub. Gerade eben hast du aus der Nacht deinen Traum noch gewußt und jetzt ist er weg. Du spürst noch, wie er sich entfernt. Ein Luftzug, ein Vorhang, der sich bewegt. Flügel, die sich sacht regen, die Schatten von Flügeln, und dann ist er gegangen. Weg für immer. Die Tür fällt hinter dir zu. Man kommt aus dem Haus. Das Leben ist fremd. Schon Herbst? Der Erzähler geht mit Frau und Kind hinter Bockenheim am Bahndamm entlang. Immer auf den Horizont zu und mit den Augen die Ferne suchen. Überall Kinder. Lassen Drachen steigen. Müssen rennen im Wind. Aber wo sind die Indianerwiesen hin, die noch kürzlich hier waren? Das Jahr 1983. Ein Frankfurter Herbst, durch den wir gehen, als sei es ein einziger langer Tag. Man geht und denkt, man weiß genau, wer man ist - und dann kommt man abends heim und das Telefon klingelt. Sein Freund Jürgen. Er ruft aus Frankreich an, aus Barjac, einer Kleinstadt weit im Süden. Dort hat er mit Pascale, die er liebt, ein winziges Restaurant, ein Restaurant mit drei Tischen. Der Erzähler am Telefon und sieht alles vor sich. "Oktober und wer wir selbst sind. Neun Jahre mit Sibylle. Ein Kind und mein drittes Buch angefangen. Nachts hört man Züge fahren. Oktober und daß wir jetzt hier sind, sagst du dir. Zum Verwundern. Und mit einem jähen schmerzhaften Stich (das spürst du am Herz): Daß nichts bleibt und wir auch nicht! Schächtelein sagt Carina zu den Lackkästchen. Kleiner als Bierdeckel und Zigarettenschachteln die Bilder mit den Flüssen, die groß wie der Himmel sind. Und manche Tage, besonders im Sommer, ist hier vor dem Laden und ringsum in allen Straßen so ein helles Licht. Überall in der Stadt und weit in das Land hinaus dieses Licht. Nicht nur die Vororte, Großbaustellen und Autobahnabfahrten - die ganze Mainebene, Taunus, Wetterau, Spessart, Odenwald, Bergstraße. Weithin das Licht und du mußt eine Weile stehen bleiben und es dir für immer merken. Und wenn du dann weitergehst in diesem Licht, dann kommt dir vor, es ist das gleiche Licht wie auf den kleinen Bildern. Der Abglanz des Abends. Bilder, die nur aus kaum drei Strichen bestehen, also hauptsächlich Licht auf den Bildern. Wie kostbare Seide das Licht, wie sehr heller Tee. Darjeeling. Das gleiche Licht, in dem du manchmal am Abend müd heimgehst. Und einmal, das weißt du, einmal wirst du in so einem Licht aus der Stadt hinaus. Zu Fuß. Wie ein Wanderer auf einem Bild. Vielleicht als Kind einmal so ein Bild gesehen und den Wanderer auf dem Bild. Und ihm lang nachgesehen, weil er vorher mit dir gesprochen hat und dir zugenickt, bevor er dann weiterging in das Bild hinein. Aber kein Licht jetzt. Die Scheibe beschlagen. Nebel und Dämmerung. Und immer wieder große und kleine Monde an der Scheibe vorbei. Immer andere. Langsam. Halbmonde, Monde und Nebelsonnen. Einmal der Tee noch zu heiß. Einmal trinkst du ein Glas und gleich bleibt die Zeit stehen. Gleich auch so eine Nähe zu dir selbst. Du trinkst drei-vier Gläser in kaum fünf Minuten. Und stehst da, noch eben dein ganzes Leben im Gedächtnis und jetzt fällt nichtmal dein Name dir ein. Wer bin ich? Und warum hier? Wie die Wandbehänge, Götter, Kerzenständer und Seidenkimonos leuchten. Du stehst, du suchst dich. Suchst in deinem Gedächtnis und dann kann dir geschehen, daß dir vorkommen will, daß dein Leben, dein eigenes unwiderrufliches Leben in vielen Bildern und Bilderfolgen hier auf den Wandbehängen und Kimonos dargestellt ist. Und auch in den Rätseln und Ornamenten auf den Teebüchsen, die dich blenden. Jetzt nicht, ein andermal wirst du dir das alles ansehen und jede Einzelheit wiedererkennen. Bild um Bild. Mit brennenden Augen. So stehst du und mußt auf dich einreden und horchst auf deine Gedanken. Wie mein Herz klopft! Und dann erst merkst du, wie müde du bist. Wie die Tage dröhnend vorbeigestürzt sind." Bücher / Romane & Erzählungen / Nach Ländern & Kontinenten / Europa / Deutschland 978-3-87877-053-4, Stroemfeld

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ISBN: 9783878770534

ID: 116354145

Wieder Oktober. Du kommst aus dem Haus. Am Morgen, noch früh. Die Straße ist naß. Du kommst aus dem Haus und mußt stehenbleiben, so riecht es nach Herbst. Das abgefallene Laub. Gerade eben hast du aus der Nacht deinen Traum noch gewußt und jetzt ist er weg. Du spürst noch, wie er sich entfernt. Ein Luftzug, ein Vorhang, der sich bewegt. Flügel, die sich sacht regen, die Schatten von Flügeln, und dann ist er gegangen. Weg für immer. Die Tür fällt hinter dir zu. Man kommt aus dem Haus. Das Leben ist fremd. Schon Herbst? Der Erzähler geht mit Frau und Kind hinter Bockenheim am Bahndamm entlang. Immer auf den Horizont zu und mit den Augen die Ferne suchen. Überall Kinder. Lassen Drachen steigen. Müssen rennen im Wind. Aber wo sind die Indianerwiesen hin, die noch kürzlich hier waren? Das Jahr 1983. Ein Frankfurter Herbst, durch den wir gehen, als sei es ein einziger langer Tag. Man geht und denkt, man weiß genau, wer man ist - und dann kommt man abends heim und das Telefon klingelt. Sein Freund Jürgen. Er ruft aus Frankreich an, aus Barjac, einer Kleinstadt weit im Süden. Dort hat er mit Pascale, die er liebt, ein winziges Restaurant, ein Restaurant mit drei Tischen. Der Erzähler am Telefon und sieht alles vor sich. ´´Oktober und wer wir selbst sind. Neun Jahre mit Sibylle. Ein Kind und mein drittes Buch angefangen. Nachts hört man Züge fahren. Oktober und daß wir jetzt hier sind, sagst du dir. Zum Verwundern. Und mit einem jähen schmerzhaften Stich (das spürst du am Herz): Daß nichts bleibt und wir auch nicht! Schächtelein sagt Carina zu den Lackkästchen. Kleiner als Bierdeckel und Zigarettenschachteln die Bilder mit den Flüssen, die groß wie der Himmel sind. Und manche Tage, besonders im Sommer, ist hier vor dem Laden und ringsum in allen Straßen so ein helles Licht. Überall in der Stadt und weit in das Land hinaus dieses Licht. Nicht nur die Vororte, Großbaustellen und Autobahnabfahrten - die ganze Mainebene, Taunus, Wetterau, Spessart, Odenwald, Bergstraße. Weithin das Licht und du mußt eine Weile stehen bleiben und es dir für immer merken. Und wenn du dann weitergehst in diesem Licht, dann kommt dir vor, es ist das gleiche Licht wie auf den kleinen Bildern. Der Abglanz des Abends. Bilder, die nur aus kaum drei Strichen bestehen, also hauptsächlich Licht auf den Bildern. Wie kostbare Seide das Licht, wie sehr heller Tee. Darjeeling. Das gleiche Licht, in dem du manchmal am Abend müd heimgehst. Und einmal, das weißt du, einmal wirst du in so einem Licht aus der Stadt hinaus. Zu Fuß. Wie ein Wanderer auf einem Bild. Vielleicht als Kind einmal so ein Bild gesehen und den Wanderer auf dem Bild. Und ihm lang nachgesehen, weil er vorher mit dir gesprochen hat und dir zugenickt, bevor er dann weiterging in das Bild hinein. Aber kein Licht jetzt. Die Scheibe beschlagen. Nebel und Dämmerung. Und immer wieder große und kleine Monde an der Scheibe vorbei. Immer andere. Langsam. Halbmonde, Monde und Nebelsonnen. Einmal der Tee noch zu heiß. Einmal trinkst du ein Glas und gleich bleibt die Zeit stehen. Gleich auch so eine Nähe zu dir selbst. Du trinkst drei-vier Gläser in kaum fünf Minuten. Und stehst da, noch eben dein ganzes Leben im Gedächtnis und jetzt fällt nichtmal dein Name dir ein. Wer bin ich? Und warum hier? Wie die Wandbehänge, Götter, Kerzenständer und Seidenkimonos leuchten. Du stehst, du suchst dich. Suchst in deinem Gedächtnis und dann kann dir geschehen, daß dir vorkommen will, daß dein Leben, dein eigenes unwiderrufliches Leben in vielen Bildern und Bilderfolgen hier auf den Wandbehängen und Kimonos dargestellt ist. Und auch in den Rätseln und Ornamenten auf den Teebüchsen, die dich blenden. Jetzt nicht, ein andermal wirst du dir das alles ansehen und jede Einzelheit wiedererkennen. Bild um Bild. Mit brennenden Augen. So stehst du und mußt auf dich einreden und horchst auf deine Gedanken. Wie mein Herz klopft! Und dann erst merkst du, wie müde du bist. Wie die Tage dröhnend vorbeigestürzt sind. Oktober und wer wir selbst sind, das neue Buch der großen autobiographisch-poetischen Chronik von Peter Kurzeck, geht zurück in das Jahr 1983. Es ist für den Erzähler die Zeit vor der Trennung, vor der »neuen Zeitrechnung«, die 1984 beginnt. Buch (dtsch.) Bücher>Romane & Erzählungen>Nach Ländern & Kontinenten>Europa>Deutschland, Stroemfeld

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ISBN: 9783878770534

ID: 953f174ca92b3024335477aa655201d9

Oktober und wer wir selbst sind, das neue Buch der großen autobiographisch-poetischen Chronik von Peter Kurzeck, geht zurück in das Jahr 1983. Es ist für den Erzähler die Zeit vor der Trennung, vor der »neuen Zeitrechnung«, die 1984 beginnt. Bücher / Belletristik / Romane & Erzählungen

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Details zum Buch
Oktober und wir wer wir selbst sind
Autor:

Kurzeck, Peter

Titel:

Oktober und wir wer wir selbst sind

ISBN-Nummer:

9783878770534

»Über das Autobiographische hinaus entsteht eine faszinierende Zeitgeschichte.« Norbert Wehr, WDR »Es ist spannend, sich als Leser dieses Autors zu beobachten.« Gabriele von Arnim, Tages-Anzeiger »Eine Welt ohne Kurzeck ist, nachdem man ihn kennt, nicht mehr denkbar. Die Welt bekommt seinen Ton.« Andreas Maier Oktober und wer wir selbst sind, das neue Buch der großen autobiographisch-poetischen Chronik von Peter Kurzeck, geht zurück in das Jahr 1983. Es ist für den Erzähler die Zeit vor der Trennung, vor der »neuen Zeitrechnung«, die 1984 beginnt.

Detailangaben zum Buch - Oktober und wir wer wir selbst sind


EAN (ISBN-13): 9783878770534
ISBN (ISBN-10): 3878770537
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsjahr: 2007
Herausgeber: Stroemfeld Verlag
204 Seiten
Gewicht: 0,354 kg
Sprache: ger/Deutsch

Buch in der Datenbank seit 12.06.2007 10:36:04
Buch zuletzt gefunden am 18.11.2016 22:27:00
ISBN/EAN: 9783878770534

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-87877-053-7, 978-3-87877-053-4

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