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West und östliches Gelände. Aus dem Polnischen von Maryla Reifenberg. - (=dtv 10583). - Milosz, Czeslaw
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Milosz, Czeslaw:
West und östliches Gelände. Aus dem Polnischen von Maryla Reifenberg. - (=dtv 10583). - Erstausgabe

1986, ISBN: 9783423105835

Taschenbuch

[PU: München, Deutscher Taschenbuch-Verlag], 337 (7) Seiten. 18 cm. Umschlaggestaltung: Celestino Piatti. Taschenbuch. Kartoniert. Laminiert. Glanzfolienkaschierung. Guter Zustand. - Czeslaw Milosz (* 30. Juni 1911 in etainiai (poln.: Szetejnie), Litauen (damals Russland) 14. August 2004 in Krakau, Polen) war ein polnischer Dichter. 1980 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Leben: Die Familie gehört dem alteingesessenen polnischen Landadel an. Czeslaw Milosz absolviert sein Mittel- und Hochschulstudium in Wilna (Vilnius), einer Stadt, die zu dieser Zeit erneut zu Polen gehört. Sein Literaturstudium bricht er ab, weil, wie er erzählt, an dieser Fakultät so viele Frauen studierten, dass sie die Heiratsabteilung genannt wurde. Stattdessen nimmt er widerwillig ein Jurastudium in Angriff. Seine ersten Gedichte werden 1930 in der Studentenzeitung Alma Mater Vilnensis abgedruckt. Zwischen 1931 und 1934 gehört er einem Kreis von Literaten an, die sich im Café Rudnicki treffen und gemeinsam ein Avantgarde-Blättchen namens Zagary herausgeben, in dem sie ihre Kunstrichtung, den Katastrophismus, propagieren. 1933 erscheint sein erster Gedichtband Poemat o czasie zastyglym. Im folgenden Jahr schließt er sein Studium ab und erhält den ersten seiner vielen literarischen Preise sowie ein Stipendium, das ihm erlaubt, sich in Paris ein Jahr lang weiterzubilden. Während der deutschen Besatzung war er im Zweiten Weltkrieg im Untergrund tätig. Er wurde dafür von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem mit dem Titel Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet. Zwischen 1945 und 1949 bekleidet er verschiedene Posten in Polens diplomatischen Vertretungen in New York City und Washington D. C. 1950 wird er nach Paris versetzt. Bei einem Ferienaufenthalt in Warschau wird ihm im Dezember der Pass entzogen, den er nur dank der Fürsprache einflussreicher Persönlichkeiten Ende Januar 1951 zurückerhält eine letzte Chance. Am 1. Februar 1951 springt Milosz ab, wie das zu dieser Zeit genannt wird, und erhält in Frankreich politisches Asyl. 1953 erscheint gleichzeitig in New York und Paris in englischer Sprache The Captive Mind (Verführtes Denken). Das Buch analysiert anhand von vier Fallstudien (Alpha, Beta, Gamma, Delta) die ungeheure Anziehungskraft, die totalitäre Systeme auf die schreibende Zunft ausüben. Die große Sehnsucht des freischwebenden Intellektuellen ist es, zur Masse zu gehören. Dies Bedürfnis ist so ungestüm, dass viele, die einst im faschistischen Deutschland oder Italien Inspirationen suchten, sich jetzt zum Neuen Glauben bekehrt haben. Dieser Stalldrang der Schreibenden ist es, meint Milosz, der es allen Hausierern so leicht macht, ihnen ihre Murti-Bing-Pillen anzudrehen (das Bild entlehnt er bei Witkiewicz). Am meisten verärgert Milosz jedoch die in Paris den Ton angebende Intelligentsia mit ihrer konsequenten Weigerung, sich wie andere schreibende Abgesprungene auf einen Dialog mit dem dialektischen Materialismus einzulassen. Er konzentriert sich stattdessen darauf, die Auswirkungen dieser Methode zu beschreiben und zu analysieren. Die Methode selbst tut er kurz mit der alten Geschichte von der Schlange ab, die ohne Zweifel ein dialektisches Tier ist: Papa, hat die Schlange einen Schwanz? fragte der kleine Hans. Nichts anderes als einen Schwanz, antwortete der Vater. - Gewisse Kritiker bestanden von allem Anfang an darauf, das Buch gegen jede Evidenz als eine Art Schlüsselroman und Personenkritik zu deuten, und sahen es als ihre Pflicht an, aufzudecken, welche bekannten Leute Milosz gemeint haben könnte, so z.B. Jerzy Putrament (als Gamma, der Sklave der Geschichte) und seinen ehemals guten Freund Jerzy Andrzejewski (als Alpha) etc. 1960 wirkt Milosz als Gastdozent im Department of Slavic Languages and Literatures an der University of California in Berkeley. 1961 wird er dort ordentlicher Professor. 1970 erhält er die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1978 wird ihm der Neustadt International Prize for Literature verliehen. Er gibt die Lehrtätigkeit auf und wird von seiner Universität mit der höchsten Anerkennung, The Berkeley Citation, ausgezeichnet. 1980 erhält er den Nobelpreis für Literatur. Das Verbot seiner Bücher in Polen wird im gleichen Jahr aufgehoben. Im Juni 1981 betritt Milosz nach 30 Jahren Exil wieder polnische Erde, kehrt bald darauf jedoch nach Berkeley zurück. Im Dezember werden seine Bücher ein weiteres Mal verboten. Nach der Befreiung im Jahre 1989 pendelt Milosz zwischen Krakau und Berkeley hin und her, bis er sich schließlich im Jahre 2000 endgültig in Krakau niederlässt, wo er am 14. August 2004 stirbt. Milosz hat seine Werke fast ausschließlich auf polnisch geschrieben, auch in der Zeit seines Exils. Das Gros seines dichterischen Werks liegt in englischer Übersetzung in sehr guten Ausgaben von Harper Collins und Tate/Penguin vor. Besonders erwähnenswert sind darin die späteren Gedichte, deren Übersetzungen ins Englische er selbst (in Zusammenarbeit mit Robert Hass) vorgenommen hat. Der Dichter im Urteil bedeutender Kollegen: Joseph Brodsky nennt ihn einen der größten (vielleicht den größten) Dichter unserer Zeit. Für Seamus Heaney gehört er zu den wenigen Menschen, die mehr von der Wirklichkeit wissen und sie auch besser aushalten können als alle andern. Andrew Motion ist überzeugt davon, dass die Wende, die Ted Hughes mit Crow einleitete, sich ohne den Einfluss von Milosz nicht erklären lässt. Aus: wikipedia--wiki-Czes%C5%82aw_Mi%C5%82osz., DE, [SC: 2.00], gewerbliches Angebot, [GW: 230g], Erste Auflage dieser Ausgabe., Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Interntationaler Versand

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West und östliches Gelände. Aus dem Polnischen von Maryla Reifenberg. - (=dtv 10583). - Milosz, Czeslaw
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Milosz, Czeslaw:
West und östliches Gelände. Aus dem Polnischen von Maryla Reifenberg. - (=dtv 10583). - Taschenbuch

1986, ISBN: 3423105836

ID: 22022913869

[EAN: 9783423105835], Gebraucht, sehr guter Zustand, [SC: 2.0], [PU: München, Deutscher Taschenbuch-Verlag,], LITERATURTHEORIE, AUTOBIOGRAFIE AUTOBIOGRAPHIE AUTOBIOGRAFIEN / AUTOBIOGRAPHIEN, NOBELPREISTRÄGER, SOZIALISTISCHE LITERATUR, LITERATURGATTUNGEN, LITERATUR IM NATIONALSOZIALISMUS, MARX, KARL, LITERATURREZEPTION, LITERARISCHER STIL, LITERATURPOLITIK, NOAMZDE, LITERATURGESCHICHTE, ERINNERUNGEN, LITERATURWISSENSCHAFT LITERATURWISSENSCHAFTEN, POLNISCHE MARXISMUS, SOZIALISMUS, LITERATURNOBELPREIS, ERINNERUNG, MARXISTISCHE, LITERATURRECHERCHE, LITERATURINTERPRETATIONEN, MARXISMUS-LENINISMUS, MILOSZ, CZESLAW, LITAUEN, 337 (7) Seiten. 18 cm. Umschlaggestaltung: Celestino Piatti. Guter Zustand. - Czeslaw Milosz (* 30. Juni 1911 in Šetainiai (poln.: Szetejnie), Litauen (damals Russland); † 14. August 2004 in Krakau, Polen) war ein polnischer Dichter. 1980 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Leben: Die Familie gehört dem alteingesessenen polnischen Landadel an. Czeslaw Milosz absolviert sein Mittel- und Hochschulstudium in Wilna (Vilnius), einer Stadt, die zu dieser Zeit erneut zu Polen gehört. Sein Literaturstudium bricht er ab, weil, wie er erzählt, an dieser Fakultät so viele Frauen studierten, dass sie die „Heiratsabteilung" genannt wurde. Stattdessen nimmt er widerwillig ein Jurastudium in Angriff. Seine ersten Gedichte werden 1930 in der Studentenzeitung Alma Mater Vilnensis abgedruckt. Zwischen 1931 und 1934 gehört er einem Kreis von Literaten an, die sich im Café Rudnicki treffen und gemeinsam ein Avantgarde-Blättchen namens Zagary herausgeben, in dem sie ihre Kunstrichtung, den Katastrophismus, propagieren. 1933 erscheint sein erster Gedichtband Poemat o czasie zastyglym. Im folgenden Jahr schließt er sein Studium ab und erhält den ersten seiner vielen literarischen Preise sowie ein Stipendium, das ihm erlaubt, sich in Paris ein Jahr lang weiterzubilden. Während der deutschen Besatzung war er im Zweiten Weltkrieg im Untergrund tätig. Er wurde dafür von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem mit dem Titel Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet. Zwischen 1945 und 1949 bekleidet er verschiedene Posten in Polens diplomatischen Vertretungen in New York City und Washington D. C. 1950 wird er nach Paris versetzt. Bei einem Ferienaufenthalt in Warschau wird ihm im Dezember der Pass entzogen, den er nur dank der Fürsprache einflussreicher Persönlichkeiten Ende Januar 1951 zurückerhält – eine letzte Chance. Am 1. Februar 1951 „springt" Milosz „ab", wie das zu dieser Zeit genannt wird, und erhält in Frankreich politisches Asyl. 1953 erscheint gleichzeitig in New York und Paris in englischer Sprache The Captive Mind (Verführtes Denken). Das Buch analysiert anhand von vier Fallstudien (Alpha, Beta, Gamma, Delta) die ungeheure Anziehungskraft, die totalitäre Systeme auf die schreibende Zunft ausüben. Die große Sehnsucht des freischwebenden Intellektuellen ist es, zur Masse zu gehören. Dies Bedürfnis ist so ungestüm, dass viele, die einst im faschistischen Deutschland oder Italien Inspirationen suchten, sich jetzt zum Neuen Glauben bekehrt haben. Dieser Stalldrang der Schreibenden ist es, meint Milosz, der es allen Hausierern so leicht macht, ihnen ihre Murti-Bing-Pillen anzudrehen (das Bild entlehnt er bei Witkiewicz). Am meisten verärgert Milosz jedoch die in Paris den Ton angebende Intelligentsia mit ihrer konsequenten Weigerung, sich – wie andere schreibende Abgesprungene – auf einen Dialog mit dem dialektischen Materialismus einzulassen. Er konzentriert sich stattdessen darauf, die Auswirkungen dieser Methode zu beschreiben und zu analysieren. Die Methode selbst tut er kurz mit der alten Geschichte von der Schlange ab, die ohne Zweifel ein dialektisches Tier ist: „Papa, hat die Schlange einen Schwanz?" fragte der kleine Hans. „Nichts anderes als einen Schwanz", antwortete der Vater. - Gewisse Kritiker bestanden von allem Anfang an darauf, das Buch gegen jede Evidenz als eine Art Schlüsselroman und Personenkritik zu deuten, und sahen es als ihre Pflicht an, „aufzudecken", welche „bekannten" Leute Milosz gemeint haben könnte, so z.B. Jerzy Putrament (als Gamma, „der Sklave der Geschichte") und seinen ehemals guten Freund Jerzy Andrzejewski (als Alpha) etc. 1960 wirkt Milosz als Gastdozent im Department of Slavic Languages and Literatures an der University of California in Berkeley. 1961 wird er dort ordentlicher Professor. 1970 erhält er die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1978 wird ihm der Neustadt International Prize for Literature verliehen. Er gibt die Lehrtätigkeit auf und wird von seiner Universität mit der höchsten Anerkennung,

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Milosz, Czeslaw.:
West und östliches Gelände. dtv 10583. - signiertes Exemplar

1986, ISBN: 3423105836

Taschenbuch, ID: 12127

Ungekürzte Ausgabe. Kl.-8°, Softcover/Paperback 337 (1) Seiten Broschiert Vorderdeckel mit Eckknick, der sich bei der ersten Lage fortsetzt, auf dem Titel die Signatur des Autors. Aus dem Polnischen von Maryla Reifenberg (Rodzinna Europa). Lizenz des Verlages Kiepenheuer und Witsch, Köln. Czeslaw Milosz (* 30. Juni 1911 in ?eteniai, Litauen - + 14. August 2004 in Krakau, Polen) war ein bekannter polnischer Dichter. 1980 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. ,, [KW:signierte Ausgabe - Czeslaw Milosz] Sammlerstück; gut, [PU:München, Deutscher Taschenbuch Verlag,]

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Milosz, Czeslaw:
West und Östliches Gelände. - Taschenbuch

1988, ISBN: 9783423105835

[PU: DTV Deutscher Taschenbuch], Broschiert dtv - 1. Auf. 1986 : Czeslaw Milosz - tb UX-GZOT-JS3P, DE, [SC: 6.90], gebraucht gut, gewerbliches Angebot, [GW: 222g], PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung, Interntationaler Versand

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Milosz, Czeslaw:
West und Östliches Gelände. - Taschenbuch

1988, ISBN: 3423105836

ID: 17505185820

[EAN: 9783423105835], Gebraucht, sehr guter Zustand, [PU: DTV Deutscher Taschenbuch,], dtv - 1. Auf. 1986 : Czeslaw Milosz - tb UX-GZOT-JS3P Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 222

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Details zum Buch
West und Östliches Gelände.
Autor:

Czeslaw Milosz

Titel:
ISBN-Nummer:

Ungekürzte Ausgabe. Kl.-8°, Softcover/Paperback München, Deutscher Taschenbuch Verlag, 1986. 337 (1) Seiten Vorderdeckel mit Eckknick, der sich bei der ersten Lage fortsetzt, auf dem Titel die Signatur des Autors. Aus dem Polnischen von Maryla Reifenberg (Rodzinna Europa). Lizenz des Verlages Kiepenheuer und Witsch, Köln. Czeslaw Milosz (* 30. Juni 1911 in Šeteniai, Litauen - + 14. August 2004 in Krakau, Polen) war ein bekannter polnischer Dichter. 1980 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Detailangaben zum Buch - West und Östliches Gelände.


EAN (ISBN-13): 9783423105835
ISBN (ISBN-10): 3423105836
Gebundene Ausgabe
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 1986
Herausgeber: München : Deutscher Taschenbuchverlag

Buch in der Datenbank seit 13.06.2007 08:59:53
Buch zuletzt gefunden am 20.09.2017 16:58:32
ISBN/EAN: 3423105836

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-423-10583-6, 978-3-423-10583-5


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