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Die besonderen Merkmale der Gattung Íslendingasögur im Allgemeinen und anhand der Hrafnkels saga Freysgoða - Henriette Maye
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Henriette Maye:
Die besonderen Merkmale der Gattung Íslendingasögur im Allgemeinen und anhand der Hrafnkels saga Freysgoða - neues Buch

2003, ISBN: 9783638316170

ID: 33e372fedb4fd6d42fd07c5befef0716

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Skandinavistik, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin (Nordeuropa-Institut), Veranstaltung: Einführung in die skandinavische Literatur des Mittelalters, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch Das Island des 13. Jahrhunderts ist geprägt von heftigen Kämpfen der mächtigen Familien auf der Insel. Das ist die Zeit in der auch der grösste Teil der isländischen Sagaliteratur entstanden ist, mit den Isländersagas als Blüte der Sagaschreibung. Um der Frage, was denn eigentlich eine Saga ist, auf den Grund zu gehen, kann man sich zunächst einmal auf die Herkunft des Wortes beziehen. Danach bedeutet das isländische Wort saga (Mz. sögur), welches mit dem Verb segja (sagen, erzählen) verwandt ist, im Allgemeinen Aussage, Mitteilung, Bericht, Geschehenes, von dem man berichtet und damit Geschichte im weitesten Sinn. Der Begriff saga sagt folglich noch nichts über den Inhalt oder die Gestalt eines Prosatextes aus und ist im Grunde lediglich eine Bezeichnung für ungeformte Mitteilungen oder Berichte, des Weiteren mündliche Erzählungen so wie schriftlich fixierte Werke verschiedener Art ohne die moderne Unterscheidung zwischen historisch wahr und fiktiv zu treffen.1 Heute versteht man unter saga eine mehrere Episoden umfassende isländische Prosaerzählung aus dem Mittelalter. Deshalb empfiehlt Kurt Schier, von Sagaliteratur zu sprechen oder den Plural sögur beziehungsweise die eingedeutschte Form Sagas für die Gesamtheit der altnordischen Prosawerke zu verwenden, weil man es nicht als eine klar definierte Gattung mit bestimmten, allgemein verbindlichen Formgesetzten verstehen kann.2 In der vorliegenden Arbeit werde ich auf die besonderen Merkmale der Gattung der Isländersaga, die nach Schier zur Sagaliteratur im engeren Sinn gehört,3 im Allgemeinen und ihre Forschungsinteressen, besonders auf die Frage nach ihrer Geschichtlichkeit, eingehen. Im weiteren Verlauf werde ich diese anhand der Hrafnkels saga freysgoða verdeutlichen und diese Saga als typische Isländersaga einordnen. 1 Schier, Kurt: Sagaliteratur. Stuttgart 1979. (Sammlung Metzler 78). S.1. 2 Vgl. ebd. 3 Vgl. ebd. S.5. eBooks / Fachbücher / Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN Verlag

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2003, ISBN: 9783638316170

ID: 125842677

Das Island des 13. Jahrhunderts ist geprägt von heftigen Kämpfen der mächtigen Familien auf der Insel. Das ist die Zeit in der auch der grösste Teil der isländischen Sagaliteratur entstanden ist, mit den Isländersagas als Blüte der Sagaschreibung. Um der Frage, was denn eigentlich eine Saga ist, auf den Grund zu gehen, kann man sich zunächst einmal auf die Herkunft des Wortes beziehen. Danach bedeutet das isländische Wort saga (Mz. sögur), welches mit dem Verb segja (sagen, erzählen) verwandt ist, im Allgemeinen Aussage, Mitteilung, Bericht, Geschehenes, von dem man berichtet und damit Geschichte im weitesten Sinn. Der Begriff saga sagt folglich noch nichts über den Inhalt oder die Gestalt eines Prosatextes aus und ist im Grunde lediglich eine Bezeichnung für ungeformte Mitteilungen oder Berichte, des Weiteren mündliche Erzählungen so wie schriftlich fixierte Werke verschiedener Art ohne die moderne Unterscheidung zwischen historisch wahr und fiktiv zu treffen.1 Heute versteht man unter saga eine mehrere Episoden umfassende isländische Prosaerzählung aus dem Mittelalter. Deshalb empfiehlt Kurt Schier, von Sagaliteratur zu sprechen oder den Plural sögur beziehungsweise die eingedeutschte Form Sagas für die Gesamtheit der altnordischen Prosawerke zu verwenden, weil man es nicht als eine klar definierte Gattung mit bestimmten, allgemein verbindlichen Formgesetzten verstehen kann.2 In der vorliegenden Arbeit werde ich auf die besonderen Merkmale der Gattung der Isländersaga, die nach Schier zur Sagaliteratur im engeren Sinn gehört,3 im Allgemeinen und ihre Forschungsinteressen, besonders auf die Frage nach ihrer Geschichtlichkeit, eingehen. Im weiteren Verlauf werde ich diese anhand der Hrafnkels saga freysgoða verdeutlichen und diese Saga als typische Isländersaga einordnen. 1 Schier, Kurt: Sagaliteratur. Stuttgart 1979. (Sammlung Metzler 78). S.1. 2 Vgl. ebd. 3 Vgl. ebd. S.5. Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Skandinavistik, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin (Nordeuropa-Institut), Veranstaltung: Einführung in die skandinavische Literatur des Mittelalters, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch eBook eBooks>Fachbücher>Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN

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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Skandinavistik, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin (Nordeuropa-Institut), Veranstaltung: Einführung in die skandinavische Literatur des Mittelalters, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch Das Island des 13. Jahrhunderts ist geprägt von heftigen Kämpfen der mächtigen Familien auf der Insel. Das ist die Zeit in der auch der grösste Teil der isländischen Sagaliteratur entstanden ist, mit den Isländersagas als Blüte der Sagaschreibung. Um der Frage, was denn eigentlich eine Saga ist, auf den Grund zu gehen, kann man sich zunächst einmal auf die Herkunft des Wortes beziehen. Danach bedeutet das isländische Wort saga (Mz. sögur), welches mit dem Verb segja (sagen, erzählen) verwandt ist, im Allgemeinen Aussage, Mitteilung, Bericht, Geschehenes, von dem man berichtet und damit Geschichte im weitesten Sinn. Der Begriff saga sagt folglich noch nichts über den Inhalt oder die Gestalt eines Prosatextes aus und ist im Grunde lediglich eine Bezeichnung für ungeformte Mitteilungen oder Berichte, des Weiteren mündliche Erzählungen so wie schriftlich fixierte Werke verschiedener Art ohne die moderne Unterscheidung zwischen historisch wahr und fiktiv zu treffen.1 Heute versteht man unter saga eine mehrere Episoden umfassende isländische Prosaerzählung aus dem Mittelalter. Deshalb empfiehlt Kurt Schier, von Sagaliteratur zu sprechen oder den Plural sögur beziehungsweise die eingedeutschte Form Sagas für die Gesamtheit der altnordischen Prosawerke zu verwenden, weil man es nicht als eine klar definierte Gattung mit bestimmten, allgemein verbindlichen Formgesetzten verstehen kann.2 In der vorliegenden Arbeit werde ich auf die besonderen Merkmale der Gattung der Isländersaga, die nach Schier zur Sagaliteratur im engeren Sinn gehört,3 im Allgemeinen und ihre Forschungsinteressen, besonders auf die Frage nach ihrer Geschichtlichkeit, eingehen. Im weiteren Verlauf werde ich diese anhand der Hrafnkels saga freysgoða verdeutlichen und diese Saga als typische Isländersaga einordnen. 1 Schier, Kurt: Sagaliteratur. Stuttgart 1979. (Sammlung Metzler 78). S.1. 2 Vgl. ebd. 3 Vgl. ebd. S.5. eBooks / Fachbücher / Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN

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2004, ISBN: 9783638316170

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