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Die Problematik der sozialen Sicherung - Claudia Albert
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Claudia Albert:
Die Problematik der sozialen Sicherung - neues Buch

ISBN: 9783832401047

ID: 9783832401047

Dargestellt am Beispiel des Krankheitsrisikos Inhaltsangabe:Einleitung: Nahezu tagtäglich und in zunehmendem Umfang kann derzeit in den Medien die Debatte um die Gesundheitsreform in Deutschland verfolgt werden. Grund für den Wunsch nach Veränderungen ist die zu beobachtende Ausgabenexpansion, infolge derer der Schutz der Bevölkerung vor Krankheit und ihren Folgen nicht auf dem derzeit vergleichsweise hohen Niveau gehalten werden kann. Mit ähnlichen Problemen sehen sich auch die sozialen Sektoren anderer westlicher Industriestaaten konfrontiert. Als anzustrebendes Ziel wird daher von den verantwortlichen Personen, insbesondere den Politikern, übereinstimmend eine Kostensenkung formuliert. Sehr verschieden sind jedoch die Wege und Mittel, mit denen sie dieses Ziel letztendlich erreichen wollen. Immer neue Maßnahmen, wie bspw. Zuzahlungen, Risikostrukturausgleich zwischen den Versicherungsunternehmen, Kassenwahlfreiheit für bestimmte Versichertenkreise werden dabei in die Diskussion geworfen, erhitzen jeweils für eine Weile lang die Gemüter aufs heftigste und schaffen regelmäßig große Unsicherheit unter der Bevölkerung. Dabei fällt dem Ökonomen auf, daß sich diese Verbesserungsvorscbläge ausschließlich innerhalb des bestehenden deutschen Krankenversicherungssystems - insbesondere der Gesetzlichen Krankenversicherung - bewegen. Ihren Untersuchungen zufolge aber krankt das Sicherungssystem nicht allein an evtl. falsch festgelegten Detailregelungen der o.g. Art, sondern vor allem in seinen Grundstrukturen! Ein Großteil unter ihnen fordert daher eine grundlegende Umgestaltung des gesamten Systems und seinen Prinzipien. Aus diesen Gedanken heraus wurde für die vorliegende Arbeit zum Ziel erklärt, abstrahierend von realexistierenden Krankenversicherungssystemen, einmal die wesentlichen grundsätzlich denkbaren Formen von Sicherungssystemen auf ihre Eignung in modernen Industriegesellschaften hin zu untersuchen. Vier sehr verschiedene Systemtypen wurden dabei schon als ausreichend erachtet, um die Palette der Möglichkeiten von reiner Marktlösung bis zu reiner Staatslösung zu repräsentieren. Es handelt sich hierbei um die Modelle · EIGENSICHERUNG DER HAUSHALTE · PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG · GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG · STAATLICHER GESUNDHEITSDIENST. Um jedes dieser Systeme auf seine Praktikabilität hin überprüfen zu können, mußten für die moderne Industriegesellschaft geltende Zielkriterien aufgestellt werden. Hierzu wurden · das Sicherungsziel · das Gerechtigkeitsziel · das Freiheitsziel · das Allokationsziel (gleichbedeutend mit effizientem Wirtschaften) erklärt, Alle Komponenten haben die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt zum Zweck. Im Rahmen der daran anschließenden Untersuchung ergab sich insbesondere ein größerer Prüfungsbedarf des Allokationsziels, da die Versicherungsbranche zahlreiche sektorenspezifische Merkmale aufweist. Im Ergebnis konnte letztendlich festgestellt werden, daß sowohl der Staatliche Gesundheitsdienst als auch die Gesetzliche Krankenversicherung, welche ja dem derzeitigen deutschen System entspricht, keinesfalls befriedigende Ergebnisse zu erzielen in der Lage ist. Verallgemeinernd für alle staatlichen Systemtypen kann festgehalten werden, daß die Anreize der Versicherten, der Versicherer (Bürokraten), der Leistungsanbieter (Ärzte), ja sogar der Politiker (!) zur Sparsamkeit zu schwach ausgeprägt sind. Das Allokationsziel wird klar verfehlt, womit auch die anhaltende Ausgabensteigerung der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherung als systembedingt - und somit kaum vermeidbar - zu erklären wäre. Defizite weisen staatliche Lösungen weiterhin im Zusammenhang mit dem Freiheitsanliegen auf. Für beide Marktlösungen konnte auf der anderen Seite die unbefriedigende Erfüllung sowohl des Sicherungs- als auch des Gerechtigkeitsziels nachgewiesen werden. In modernen Industriegesellschaften wird es als nicht hinnehmbar erachtet, daß der Zugang zu medizinischer Versorgung im Krankheitsfall nur den zahlungskräftigen Individuen vorbehalten ist. Die Überlassung der Absicherung gegen das Krankheitsrisiko kann also nicht ausschließlich den Individuen bzw. Privaten Krankenversicherungen überlassen werden. Die Gestaltung eines zielkonformen Sicherungssystems muß aus den genannten Gründen sowohl staatlichen als auch marktlichen Elementen Einfluß gewähren. Empfohlen wird staatliches Handeln dabei nur im Rahmen der Existenzsicherung, darüber hinaus sind die positiven Effizienzwirkungen der privaten Lösungen zu nutzen. Einige Instrumente zur Erhöhung der Sparanreize - auch innerhalb der staatlich geregelten Existenzsicherung - werden im letzten Teil der Arbeit angeführt. Für den konkreten Fall Deutschland erscheint eine grundlegende Neugestaltung des gesamten Systems erforderlich, welche über die derzeitigen Reformvorschläge weit hinausgeht. Dabei muß der Schwerpunkt der Bemühungen auf den Abbau staatlichen Eingreifens und eine Erhöhung der Eigenverantwortung der Individuen gelegt werden. Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisVI AbkürzungsverzeichnisVII SymbolverzeichnisVIII I.Einleitung1 II.Darstellung des ökonomischen Problems2 1.Das ordnungspolitische Grundproblem der Sektorensteuerung2 1.1.Der Gegenstand der Ordnungspolitik2 1.2.Die Sichtweise des Dualismus3 1.3.Die Sichtweise des Pluralismus4 2.Das individuelle Krankheitsrisiko aus Sicht des Individuums5 2.1.Der Krankheitsbegriff aus Sicht des Individuums5 2.2.Das individuelle Krankheitsrisiko, seine Einflußgrößen und deren Beeinflußbarkeit durch das Individuum8 2.3.Die individuellen Absicherungsmöglichkeiten gegen das Krankheitsrisiko15 2.4.Die individuelle Entscheidung zur Absicherung17 3.Das individuelle Krankheitsrisiko aus gesellschaftlicher Sicht21 3.1.Die Bedeutung von Krankheit des Individuums für die Gesellschaft21 3.2.Die Beeinflußbarkeit des individuellen Krankheitsrisikos durch den Staat22 3.3.Staatliche Absicherungsmöglichkeiten gegen individuelle Krankheitsrisiken24 3.4.Die staatliche Entscheidung zur Absicherung gegen individuelle Krankheitsrisiken25 4.Folgerung für den weiteren Verlauf der Untersuchung26 4.1.Die Sicherungsalternativen im Überblick26 4.2.Entwicklung eines Maßstabs zur Beurteilung der alternativen Sicherungformen27 4.2.1.Das gesellschaftliche Oberziel27 4.2.2.Das Allokationsanliegen28 4.2.3.Das Verteilungsanliegen34 III.Darstellung der vier Sicherungssysteme38 1.Die eigenverantwortliche Absicherung gegen das Krankheitsrisiko38 1.1.Die Eigensicherung38 1.1.1.Funktionsweise des Systems38 1.1.2.Mögliche Allokationsprobleme39 1.1.2.1.Externe Effekte39 1.1.2.2.Trittbrettfahrerverhalten40 1.1.2.3.Eingeschränkte Markttransparenz42 1.1.2.4.`Anbieterinduzierte` Nachfrage44 1.1.2.5.Nicht-Rationalität der Individuen45 1.1.3.Mögliche Sicherungsprobleme46 1.1.4.Verteilungsergebnis48 1.2.Die Private Krankenversicherung49 1.2.1.Funktionsweise des Systems49 1.2.2.Mögliche Allokationsprobleme51 1.2.2.1.Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten51 1.2.2.2.Eingeschränkte Markttransparenz52 1.2.2.3.Adverse Selektion54 1.2.2.4.Bedarfsfallorientierte Versicherung56 1.2.2.5.Moralisches Risiko57 1.2.2.6.Ein Transaktionskostenargument59 1.2.2.7.Nicht-Rationalität der Individuen61 1.2.3.Verteilungsergebnis62 2.Die staatliche Absicherung gegen das Krankheitsrisiko63 2.1.Die Gesetzliche Krankenversicherung63 2.1.1.Entscheidungsträger und Funktionsweise des Systems63 2.1.2.Koordinationsmängel im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen65 2.1.3.Weitere mögliche Allokationsprobleme70 2.1.3.1.Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten70 2.1.3.2.Eingeschränkte Markttransparenz71 2.1.3.3.Adverse Selektion und bedarfsfallorientierte Versicherung71 2.1.3.4.Moralisches Risiko72 2.1.3.5.Nicht-Rationalität der Individuen75 2.1.4.Verteilungsergebnis75 2.2.Der staatliche Gesundheitsdienst77 2.2.1.Entscheidungsträger und Funktionsweise des Systems77 2.2.2.Mögliche Allokationsprobleme79 2.2.2.1.Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten79 2.2.2.2.Moralisches Risiko und `Anspruchsinflation`80 2.2.2.3.Bürokratenverhalten81 2.2.2.4.Weitere mögliche Probleme82 2.2.3.Verteilungsergebnis82 IV.Kritische Würdigung der vier Sicherungssysteme83 1.Die Erfüllung des Allokationsanliegens83 1.1.Statische Effizienz83 1.1.1.Eigensicherung83 1.1.2.Private Krankenversicherung85 1.1.3.Gesetzliche Krankenversicherung87 1.1.4.Staatlicher Gesundheitsdienst88 1.2.Dynamische Effizienz89 1.2.1.Eigensicherung89 1.2.2.Private Krankenversicherung90 1.2.3.Gesetzliche Krankenversicherung91 1.2.4.Staatlicher Gesundheitsdienst93 1.3.Transaktionskosteneffizienz93 2.Die Erfüllung des Sicherungsanliegens95 3.Die Erfüllung des Verteilungsanliegens96 4.Die Erfüllung des Freiheitsanliegens96 5.Zusammenfassender Vergleich der vier Sicherungssysteme98 V.Vorschläge zur Annäherung an eine gesamtwirtschaftlich optimale Absicherung gegen das Krankheitsrisiko99 1.Zwang zur Grundabsicherung99 1.1.Allgemeine Bedingungen und Leistungsumfang99 1.2.Erhöhung der Verantwortungsbereitschaft der Individuen103 2.Freiwillige Zusatzabsicherung107 Vl.Schlußbetrachtung108 Literaturverzeichnis110 Die Problematik der sozialen Sicherung: Inhaltsangabe:Einleitung: Nahezu tagtäglich und in zunehmendem Umfang kann derzeit in den Medien die Debatte um die Gesundheitsreform in Deutschland verfolgt werden. Grund für den Wunsch nach Veränderungen ist die zu beobachtende Ausgabenexpansion, infolge derer der Schutz der Bevölkerung vor Krankheit und ihren Folgen nicht auf dem derzeit vergleichsweise hohen Niveau gehalten werden kann. Mit ähnlichen Problemen sehen sich auch die sozialen Sektoren anderer westlicher Industriestaaten konfrontiert. Als anzustrebendes Ziel wird daher von den verantwortlichen Personen, insbesondere den Politikern, übereinstimmend eine Kostensenkung formuliert. Sehr verschieden sind jedoch die Wege und Mittel, mit denen sie dieses Ziel letztendlich erreichen wollen. Immer neue Maßnahmen, wie bspw. Zuzahlungen, Risikostrukturausgleich zwischen den Versicherungsunternehmen, Kassenwahlfreiheit für bestimmte Versichertenkreise werden dabei in die Diskussion geworfen, erhitzen jeweils für eine Weile lang die Gemüter aufs heftigste und schaffen regelmäßig große Unsicherheit unter der Bevölkerung. Dabei fällt dem Ökonomen auf, daß sich diese Verbesserungsvorscbläge ausschließlich innerhalb des bestehenden deutschen Krankenversicherungssystems - insbesondere der Gesetzlichen Krankenversicherung - bewegen. Ihren Untersuchungen zufolge aber krankt das Sicherungssystem nicht allein an evtl. falsch festgelegten Detailregelungen der o.g. Art, sondern vor allem in seinen Grundstrukturen! Ein Großteil unter ihnen fordert daher eine grundlegende Umgestaltung des gesamten Systems und seinen Prinzipien. Aus diesen Gedanken heraus wurde für die vorliegende Arbeit zum Ziel erklärt, abstrahierend von realexistierenden Krankenversicherungssystemen, einmal die wesentlichen grundsätzlich denkbaren Formen von Sicherungssystemen auf ihre Eignung in modernen Industriegesellschaften hin zu untersuchen. Vier sehr verschiedene Systemtypen wurden dabei schon als ausreichend erachtet, um die Palette der Möglichkeiten von reiner Marktlösung bis zu reiner Staatslösung zu repräsentieren. Es handelt sich hierbei um die Modelle · EIGENSICHERUNG DER HAUSHALTE · PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG · GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG · STAATLICHER GESUNDHEITSDIENST. Um jedes dieser Systeme auf seine Praktikabilität hin überprüfen zu können, mußten für die moderne Industriegesellschaft geltende Zielkriterien aufgestellt werden. Hierzu wurden · das Sicherungsziel · das Gerechtigkeitsziel · das Freiheitsziel · das Allokationsziel (gleichbedeutend mit effizientem Wirtschaften) erklärt, Alle Komponenten haben die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt zum Zweck. Im Rahmen der daran anschließenden Untersuchung ergab sich insbesondere ein größerer Prüfungsbedarf des Allokationsziels, da die Versicherungsbranche zahlreiche sektorenspezifische Merkmale aufweist. Im Ergebnis konnte letztendlich festgestellt werden, daß sowohl der Staatliche Gesundheitsdienst als auch die Gesetzliche Krankenversicherung, welche ja dem derzeitigen deutschen System entspricht, keinesfalls befriedigende Ergebnisse zu erzielen in der Lage ist. Verallgemeinernd für alle staatlichen Systemtypen kann festgehalten werden, daß die Anreize der Versicherten, der Versicherer (Bürokraten), der Leistungsanbieter (Ärzte), ja sogar der Politiker (!) zur Sparsamkeit zu schwach ausgeprägt sind. Das Allokationsziel wird klar verfehlt, womit auch die anhaltende Ausgabensteigerung der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherung als systembedingt - und somit kaum vermeidbar - zu erklären wäre. Defizite weisen staatliche Lösungen weiterhin im Zusammenhang mit dem Freiheitsanliegen auf. Für beide Marktlösungen konnte auf der anderen Seite die unbefriedigende Erfüllung sowohl des Sicherungs- als auch des Gerechtigkeitsziels nachgewiesen werden. In modernen Industriegesellschaften wird es als nicht hinnehmbar erachtet, daß der Zugang zu medizinischer Versorgung im Krankheitsfall nur den zahlungskräftigen Individuen vorbehalten ist. Die Überlassung der Absicherung gegen das Krankheitsrisiko kann also nicht ausschließlich den Individuen bzw. Privaten Krankenversicherungen überlassen werden. Die Gestaltung eines zielkonformen Sicherungssystems muß aus den genannten Gründen sowohl staatlichen als auch marktlichen Elementen Einfluß gewähren. Empfohlen wird staatliches Handeln dabei nur im Rahmen der Existenzsicherung, darüber hinaus sind die positiven Effizienzwirkungen der privaten Lösungen zu nutzen. Einige Instrumente zur Erhöhung der Sparanreize - auch innerhalb der staatlich geregelten Existenzsicherung - werden im letzten Teil der Arbeit angeführt. Für den konkreten Fall Deutschland erscheint eine grundlegende Neugestaltung des gesamten Systems erforderlich, welche über die derzeitigen Reformvorschläge weit hinausgeht. Dabei muß der Schwerpunkt der Bemühungen auf den Abbau staatlichen Eingreifens und eine Erhöhung der Eigenverantwortung der Individuen gelegt werden. Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisVI AbkürzungsverzeichnisVII SymbolverzeichnisVIII I.Einleitung1 II.Darstellung des ökonomischen Problems2 1.Das ordnungspolitische Grundproblem der Sektorensteuerung2 1.1.Der Gegenstand der Ordnungspolitik2 1.2.Die Sichtweise des Dualismus3 1.3.Die Sichtweise des Pluralismus4 2.Das individuelle Krankheitsrisiko aus Sicht des Individuums5 2.1.Der Krankheitsbegriff aus Sicht des Individuums5 2.2.Das individuelle Krankheitsr, Diplomica Verlag

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ISBN: 9783832401047

ID: 9783832401047

Dargestellt am Beispiel des Krankheitsrisikos Inhaltsangabe:Einleitung: Nahezu tagtäglich und in zunehmendem Umfang kann derzeit in den Medien die Debatte um die Gesundheitsreform in Deutschland verfolgt werden. Grund für den Wunsch nach Veränderungen ist die zu beobachtende Ausgabenexpansion, infolge derer der Schutz der Bevölkerung vor Krankheit und ihren Folgen nicht auf dem derzeit vergleichsweise hohen Niveau gehalten werden kann. Mit ähnlichen Problemen sehen sich auch die sozialen Sektoren anderer westlicher Industriestaaten konfrontiert. Als anzustrebendes Ziel wird daher von den verantwortlichen Personen, insbesondere den Politikern, übereinstimmend eine Kostensenkung formuliert. Sehr verschieden sind jedoch die Wege und Mittel, mit denen sie dieses Ziel letztendlich erreichen wollen. Immer neue Maßnahmen, wie bspw. Zuzahlungen, Risikostrukturausgleich zwischen den Versicherungsunternehmen, Kassenwahlfreiheit für bestimmte Versichertenkreise werden dabei in die Diskussion geworfen, erhitzen jeweils für eine Weile lang die Gemüter aufs heftigste und schaffen regelmäßig große Unsicherheit unter der Bevölkerung. Dabei fällt dem Ökonomen auf, daß sich diese Verbesserungsvorscbläge ausschließlich innerhalb des bestehenden deutschen Krankenversicherungssystems - insbesondere der Gesetzlichen Krankenversicherung - bewegen. Ihren Untersuchungen zufolge aber krankt das Sicherungssystem nicht allein an evtl. falsch festgelegten Detailregelungen der o.g. Art, sondern vor allem in seinen Grundstrukturen! Ein Großteil unter ihnen fordert daher eine grundlegende Umgestaltung des gesamten Systems und seinen Prinzipien. Aus diesen Gedanken heraus wurde für die vorliegende Arbeit zum Ziel erklärt, abstrahierend von realexistierenden Krankenversicherungssystemen, einmal die wesentlichen grundsätzlich denkbaren Formen von Sicherungssystemen auf ihre Eignung in modernen Industriegesellschaften hin zu untersuchen. Vier sehr verschiedene Systemtypen wurden dabei schon als ausreichend erachtet, um die Palette der Möglichkeiten von reiner Marktlösung bis zu reiner Staatslösung zu repräsentieren. Es handelt sich hierbei um die Modelle · EIGENSICHERUNG DER HAUSHALTE · PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG · GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG · STAATLICHER GESUNDHEITSDIENST. Um jedes dieser Systeme auf seine Praktikabilität hin überprüfen zu können, mußten für die moderne Industriegesellschaft geltende Zielkriterien aufgestellt werden. Hierzu wurden · das Sicherungsziel · das Gerechtigkeitsziel · das Freiheitsziel · das Allokationsziel (gleichbedeutend mit effizientem Wirtschaften) erklärt, Alle Komponenten haben die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt zum Zweck. Im Rahmen der daran anschließenden Untersuchung ergab sich insbesondere ein größerer Prüfungsbedarf des Allokationsziels, da die Versicherungsbranche zahlreiche sektorenspezifische Merkmale aufweist. Im Ergebnis konnte letztendlich festgestellt werden, daß sowohl der Staatliche Gesundheitsdienst als auch die Gesetzliche Krankenversicherung, welche ja dem derzeitigen deutschen System entspricht, keinesfalls befriedigende Ergebnisse zu erzielen in der Lage ist. Verallgemeinernd für alle staatlichen Systemtypen kann festgehalten werden, daß die Anreize der Versicherten, der Versicherer (Bürokraten), der Leistungsanbieter (Ärzte), ja sogar der Politiker (!) zur Sparsamkeit zu schwach ausgeprägt sind. Das Allokationsziel wird klar verfehlt, womit auch die anhaltende Ausgabensteigerung der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherung als systembedingt - und somit kaum vermeidbar - zu erklären wäre. Defizite weisen staatliche Lösungen weiterhin im Zusammenhang mit dem Freiheitsanliegen auf. Für beide Marktlösungen konnte auf der anderen Seite die unbefriedigende Erfüllung sowohl des Sicherungs- als auch des Gerechtigkeitsziels nachgewiesen werden. In modernen Industriegesellschaften wird es als nicht hinnehmbar erachtet, daß der Zugang zu medizinischer Versorgung im Krankheitsfall nur den zahlungskräftigen Individuen vorbehalten ist. Die Überlassung der Absicherung gegen das Krankheitsrisiko kann also nicht ausschließlich den Individuen bzw. Privaten Krankenversicherungen überlassen werden. Die Gestaltung eines zielkonformen Sicherungssystems muß aus den genannten Gründen sowohl staatlichen als auch marktlichen Elementen Einfluß gewähren. Empfohlen wird staatliches Handeln dabei nur im Rahmen der Existenzsicherung, darüber hinaus sind die positiven Effizienzwirkungen der privaten Lösungen zu nutzen. Einige Instrumente zur Erhöhung der Sparanreize - auch innerhalb der staatlich geregelten Existenzsicherung - werden im letzten Teil der Arbeit angeführt. Für den konkreten Fall Deutschland erscheint eine grundlegende Neugestaltung des gesamten Systems erforderlich, welche über die derzeitigen Reformvorschläge weit hinausgeht. Dabei muß der Schwerpunkt der Bemühungen auf den Abbau staatlichen Eingreifens und eine Erhöhung der Eigenverantwortung der Individuen gelegt werden. Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisVI AbkürzungsverzeichnisVII SymbolverzeichnisVIII I.Einleitung1 II.Darstellung des ökonomischen Problems2 1.Das ordnungspolitische Grundproblem der Sektorensteuerung2 1.1.Der Gegenstand der Ordnungspolitik2 1.2.Die Sichtweise des Dualismus3 1.3.Die Sichtweise des Pluralismus4 2.Das individuelle Krankheitsrisiko aus Sicht des Individuums5 2.1.Der Krankheitsbegriff aus Sicht des Individuums5 2.2.Das individuelle Krankheitsrisiko, seine Einflußgrößen und deren Beeinflußbarkeit durch das Individuum8 2.3.Die individuellen Absicherungsmöglichkeiten gegen das Krankheitsrisiko15 2.4.Die individuelle Entscheidung zur Absicherung17 3.Das individuelle Krankheitsrisiko aus gesellschaftlicher Sicht21 3.1.Die Bedeutung von Krankheit des Individuums für die Gesellschaft21 3.2.Die Beeinflußbarkeit des individuellen Krankheitsrisikos durch den Staat22 3.3.Staatliche Absicherungsmöglichkeiten gegen individuelle Krankheitsrisiken24 3.4.Die staatliche Entscheidung zur Absicherung gegen individuelle Krankheitsrisiken25 4.Folgerung für den weiteren Verlauf der Untersuchung26 4.1.Die Sicherungsalternativen im Überblick26 4.2.Entwicklung eines Maßstabs zur Beurteilung der alternativen Sicherungformen27 4.2.1.Das gesellschaftliche Oberziel27 4.2.2.Das Allokationsanliegen28 4.2.3.Das Verteilungsanliegen34 III.Darstellung der vier Sicherungssysteme38 1.Die eigenverantwortliche Absicherung gegen das Krankheitsrisiko38 1.1.Die Eigensicherung38 1.1.1.Funktionsweise des Systems38 1.1.2.Mögliche Allokationsprobleme39 1.1.2.1.Externe Effekte39 1.1.2.2.Trittbrettfahrerverhalten40 1.1.2.3.Eingeschränkte Markttransparenz42 1.1.2.4.`Anbieterinduzierte` Nachfrage44 1.1.2.5.Nicht-Rationalität der Individuen45 1.1.3.Mögliche Sicherungsprobleme46 1.1.4.Verteilungsergebnis48 1.2.Die Private Krankenversicherung49 1.2.1.Funktionsweise des Systems49 1.2.2.Mögliche Allokationsprobleme51 1.2.2.1.Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten51 1.2.2.2.Eingeschränkte Markttransparenz52 1.2.2.3.Adverse Selektion54 1.2.2.4.Bedarfsfallorientierte Versicherung56 1.2.2.5.Moralisches Risiko57 1.2.2.6.Ein Transaktionskostenargument59 1.2.2.7.Nicht-Rationalität der Individuen61 1.2.3.Verteilungsergebnis62 2.Die staatliche Absicherung gegen das Krankheitsrisiko63 2.1.Die Gesetzliche Krankenversicherung63 2.1.1.Entscheidungsträger und Funktionsweise des Systems63 2.1.2.Koordinationsmängel im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen65 2.1.3.Weitere mögliche Allokationsprobleme70 2.1.3.1.Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten70 2.1.3.2.Eingeschränkte Markttransparenz71 2.1.3.3.Adverse Selektion und bedarfsfallorientierte Versicherung71 2.1.3.4.Moralisches Risiko72 2.1.3.5.Nicht-Rationalität der Individuen75 2.1.4.Verteilungsergebnis75 2.2.Der staatliche Gesundheitsdienst77 2.2.1.Entscheidungsträger und Funktionsweise des Systems77 2.2.2.Mögliche Allokationsprobleme79 2.2.2.1.Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten79 2.2.2.2.Moralisches Risiko und `Anspruchsinflation`80 2.2.2.3.Bürokratenverhalten81 2.2.2.4.Weitere mögliche Probleme82 2.2.3.Verteilungsergebnis82 IV.Kritische Würdigung der vier Sicherungssysteme83 1.Die Erfüllung des Allokationsanliegens83 1.1.Statische Effizienz83 1.1.1.Eigensicherung83 1.1.2.Private Krankenversicherung85 1.1.3.Gesetzliche Krankenversicherung87 1.1.4.Staatlicher Gesundheitsdienst88 1.2.Dynamische Effizienz89 1.2.1.Eigensicherung89 1.2.2.Private Krankenversicherung90 1.2.3.Gesetzliche Krankenversicherung91 1.2.4.Staatlicher Gesundheitsdienst93 1.3.Transaktionskosteneffizienz93 2.Die Erfüllung des Sicherungsanliegens95 3.Die Erfüllung des Verteilungsanliegens96 4.Die Erfüllung des Freiheitsanliegens96 5.Zusammenfassender Vergleich der vier Sicherungssysteme98 V.Vorschläge zur Annäherung an eine gesamtwirtschaftlich optimale Absicherung gegen das Krankheitsrisiko99 1.Zwang zur Grundabsicherung99 1.1.Allgemeine Bedingungen und Leistungsumfang99 1.2.Erhöhung der Verantwortungsbereitschaft der Individuen103 2.Freiwillige Zusatzabsicherung107 Vl.Schlußbetrachtung108 Literaturverzeichnis110 Die Problematik der sozialen Sicherung: Inhaltsangabe:Einleitung: Nahezu tagtäglich und in zunehmendem Umfang kann derzeit in den Medien die Debatte um die Gesundheitsreform in Deutschland verfolgt werden. Grund für den Wunsch nach Veränderungen ist die zu beobachtende Ausgabenexpansion, infolge derer der Schutz der Bevölkerung vor Krankheit und ihren Folgen nicht auf dem derzeit vergleichsweise hohen Niveau gehalten werden kann. Mit ähnlichen Problemen sehen sich auch die sozialen Sektoren anderer westlicher Industriestaaten konfrontiert. Als anzustrebendes Ziel wird daher von den verantwortlichen Personen, insbesondere den Politikern, übereinstimmend eine Kostensenkung formuliert. Sehr verschieden sind jedoch die Wege und Mittel, mit denen sie dieses Ziel letztendlich erreichen wollen. Immer neue Maßnahmen, wie bspw. Zuzahlungen, Risikostrukturausgleich zwischen den Versicherungsunternehmen, Kassenwahlfreiheit für bestimmte Versichertenkreise werden dabei in die Diskussion geworfen, erhitzen jeweils für eine Weile lang die Gemüter aufs heftigste und schaffen regelmäßig große Unsicherheit unter der Bevölkerung. Dabei fällt dem Ökonomen auf, daß sich diese Verbesserungsvorscbläge ausschließlich innerhalb des bestehenden deutschen Krankenversicherungssystems - insbesondere der Gesetzlichen Krankenversicherung - bewegen. Ihren Untersuchungen zufolge aber krankt das Sicherungssystem nicht allein an evtl. falsch festgelegten Detailregelungen der o.g. Art, sondern vor allem in seinen Grundstrukturen! Ein Großteil unter ihnen fordert daher eine grundlegende Umgestaltung des gesamten Systems und seinen Prinzipien. Aus diesen Gedanken heraus wurde für die vorliegende Arbeit zum Ziel erklärt, abstrahierend von realexistierenden Krankenversicherungssystemen, einmal die wesentlichen grundsätzlich denkbaren Formen von Sicherungssystemen auf ihre Eignung in modernen Industriegesellschaften hin zu untersuchen. Vier sehr verschiedene Systemtypen wurden dabei schon als ausreichend erachtet, um die Palette der Möglichkeiten von reiner Marktlösung bis zu reiner Staatslösung zu repräsentieren. Es handelt sich hierbei um die Modelle · EIGENSICHERUNG DER HAUSHALTE · PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG · GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG · STAATLICHER GESUNDHEITSDIENST. Um jedes dieser Systeme auf seine Praktikabilität hin überprüfen zu können, mußten für die moderne Industriegesellschaft geltende Zielkriterien aufgestellt werden. Hierzu wurden · das Sicherungsziel · das Gerechtigkeitsziel · das Freiheitsziel · das Allokationsziel (gleichbedeutend mit effizientem Wirtschaften) erklärt, Alle Komponenten haben die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt zum Zweck. Im Rahmen der daran anschließenden Untersuchung ergab sich insbesondere ein größerer Prüfungsbedarf des Allokationsziels, da die Versicherungsbranche zahlreiche sektorenspezifische Merkmale aufweist. Im Ergebnis konnte letztendlich festgestellt werden, daß sowohl der Staatliche Gesundheitsdienst als auch die Gesetzliche Krankenversicherung, welche ja dem derzeitigen deutschen System entspricht, keinesfalls befriedigende Ergebnisse zu erzielen in der Lage ist. Verallgemeinernd für alle staatlichen Systemtypen kann festgehalten werden, daß die Anreize der Versicherten, der Versicherer (Bürokraten), der Leistungsanbieter (Ärzte), ja sogar der Politiker (!) zur Sparsamkeit zu schwach ausgeprägt sind. Das Allokationsziel wird klar verfehlt, womit auch die anhaltende Ausgabensteigerung der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherung als systembedingt - und somit kaum vermeidbar - zu erklären wäre. Defizite weisen staatliche Lösungen weiterhin im Zusammenhang mit dem Freiheitsanliegen auf. Für beide Marktlösungen konnte auf der anderen Seite die unbefriedigende Erfüllung sowohl des Sicherungs- als auch des Gerechtigkeitsziels nachgewiesen werden. In modernen Industriegesellschaften wird es als nicht hinnehmbar erachtet, daß der Zugang zu medizinischer Versorgung im Krankheitsfall nur den zahlungskräftigen Individuen vorbehalten ist. Die Überlassung der Absicherung gegen das Krankheitsrisiko kann also nicht ausschließlich den Individuen bzw. Privaten Krankenversicherungen überlassen werden. Die Gestaltung eines zielkonformen Sicherungssystems muß aus den genannten Gründen sowohl staatlichen als auch marktlichen Elementen Einfluß gewähren. Empfohlen wird staatliches Handeln dabei nur im Rahmen der Existenzsicherung, darüber hinaus sind die positiven Effizienzwirkungen der privaten Lösungen zu nutzen. Einige Instrumente zur Erhöhung der Sparanreize - auch innerhalb der staatlich geregelten Existenzsicherung - werden im letzten Teil der Arbeit angeführt. Für den konkreten Fall Deutschland erscheint eine grundlegende Neugestaltung des gesamten Systems erforderlich, welche über die derzeitigen Reformvorschläge weit hinausgeht. Dabei muß der Schwerpunkt der Bemühungen auf den Abbau staatlichen Eingreifens und eine Erhöhung der Eigenverantwortung der Individuen gelegt werden. Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisVI AbkürzungsverzeichnisVII SymbolverzeichnisVIII I.Einleitung1 II.Darstellung des ökonomischen Problems2 1.Das ordnungspolitische Grundproblem der Sektorensteuerung2 1.1.Der Gegenstand der Ordnungspolitik2 1.2.Die Sichtweise des Dualismus3 1.3.Die Sichtweise des Pluralismus4 2.Das individuelle Krankheitsrisiko aus Sicht des Individuums5 2.1.Der Krankheitsbegriff aus Sicht des Individuums5 2.2.Das individuelle Krankhei, Diplomica Verlag

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Dargestellt am Beispiel des Krankheitsrisikos Inhaltsangabe:Einleitung: Nahezu tagtäglich und in zunehmendem Umfang kann derzeit in den Medien die Debatte um die Gesundheitsreform in Deutschland verfolgt werden. Grund für den Wunsch nach Veränderungen ist die zu beobachtende Ausgabenexpansion, infolge derer der Schutz der Bevölkerung vor Krankheit und ihren Folgen nicht auf dem derzeit vergleichsweise hohen Niveau gehalten werden kann. Mit ähnlichen Problemen sehen sich auch die sozialen Sektoren anderer westlicher Industriestaaten konfrontiert. Als anzustrebendes Ziel wird daher von den verantwortlichen Personen, insbesondere den Politikern, übereinstimmend eine Kostensenkung formuliert. Sehr verschieden sind jedoch die Wege und Mittel, mit denen sie dieses Ziel letztendlich erreichen wollen. Immer neue Maßnahmen, wie bspw. Zuzahlungen, Risikostrukturausgleich zwischen den Versicherungsunternehmen, Kassenwahlfreiheit für bestimmte Versichertenkreise werden dabei in die Diskussion geworfen, erhitzen jeweils für eine Weile lang die Gemüter aufs heftigste und schaffen regelmäßig große Unsicherheit unter der Bevölkerung. Dabei fällt dem Ökonomen auf, daß sich diese Verbesserungsvorscbläge ausschließlich innerhalb des bestehenden deutschen Krankenversicherungssystems - insbesondere der Gesetzlichen Krankenversicherung - bewegen. Ihren Untersuchungen zufolge aber krankt das Sicherungssystem nicht allein an evtl. falsch festgelegten Detailregelungen der o.g. Art, sondern vor allem in seinen Grundstrukturen! Ein Großteil unter ihnen fordert daher eine grundlegende Umgestaltung des gesamten Systems und seinen Prinzipien. Aus diesen Gedanken heraus wurde für die vorliegende Arbeit zum Ziel erklärt, abstrahierend von realexistierenden Krankenversicherungssystemen, einmal die wesentlichen grundsätzlich denkbaren Formen von Sicherungssystemen auf ihre Eignung in modernen Industriegesellschaften hin zu untersuchen. Vier sehr verschiedene Systemtypen wurden dabei schon als ausreichend erachtet, um die Palette der Möglichkeiten von reiner Marktlösung bis zu reiner Staatslösung zu repräsentieren. Es handelt sich hierbei um die Modelle · EIGENSICHERUNG DER HAUSHALTE · PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG · GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG · STAATLICHER GESUNDHEITSDIENST. Um jedes dieser Systeme auf seine Praktikabilität hin überprüfen zu können, mußten für die moderne Industriegesellschaft geltende Zielkriterien aufgestellt werden. Hierzu wurden · das Sicherungsziel · das Gerechtigkeitsziel · das Freiheitsziel · das Allokationsziel (gleichbedeutend mit effizientem Wirtschaften) erklärt, Alle Komponenten haben die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt zum Zweck. Im Rahmen der daran anschließenden Untersuchung ergab sich insbesondere ein größerer Prüfungsbedarf des Allokationsziels, da die Versicherungsbranche zahlreiche sektorenspezifische Merkmale aufweist. Im Ergebnis konnte letztendlich festgestellt werden, daß sowohl der Staatliche Gesundheitsdienst als auch die Gesetzliche Krankenversicherung, welche ja dem derzeitigen deutschen System entspricht, keinesfalls befriedigende Ergebnisse zu erzielen in der Lage ist. Verallgemeinernd für alle staatlichen Systemtypen kann festgehalten werden, daß die Anreize der Versicherten, der Versicherer (Bürokraten), der Leistungsanbieter (Ärzte), ja sogar der Politiker (!) zur Sparsamkeit zu schwach ausgeprägt sind. Das Allokationsziel wird klar verfehlt, womit auch die anhaltende Ausgabensteigerung der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherung als systembedingt - und somit kaum vermeidbar - zu erklären wäre. Defizite weisen staatliche Lösungen weiterhin im Zusammenhang mit dem Freiheitsanliegen auf. Für beide Marktlösungen konnte auf der anderen Seite die unbefriedigende Erfüllung sowohl des Sicherungs- als auch des Gerechtigkeitsziels nachgewiesen werden. In modernen Industriegesellschaften wird es als nicht hinnehmbar erachtet, daß der Zugang zu medizinischer Versorgung im Krankheitsfall nur den zahlungskräftigen Individuen vorbehalten ist. Die Überlassung der Absicherung gegen das Krankheitsrisiko kann also nicht ausschließlich den Individuen bzw. Privaten Krankenversicherungen überlassen werden. Die Gestaltung eines zielkonformen Sicherungssystems muß aus den genannten Gründen sowohl staatlichen als auch marktlichen Elementen Einfluß gewähren. Empfohlen wird staatliches Handeln dabei nur im Rahmen der Existenzsicherung, darüber hinaus sind die positiven Effizienzwirkungen der privaten Lösungen zu nutzen. Einige Instrumente zur Erhöhung der Sparanreize - auch innerhalb der staatlich geregelten Existenzsicherung - werden im letzten Teil der Arbeit angeführt. Für den konkreten Fall Deutschland erscheint eine grundlegende Neugestaltung des gesamten Systems erforderlich, welche über die derzeitigen Reformvorschläge weit hinausgeht. Dabei muß der Schwerpunkt der Bemühungen auf den Abbau staatlichen Eingreifens und eine Erhöhung der Eigenverantwortung der Individuen gelegt werden. Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisVI AbkürzungsverzeichnisVII SymbolverzeichnisVIII I.Einleitung1 II.Darstellung des ökonomischen Problems2 1.Das ordnungspolitische Grundproblem der Sektorensteuerung2 1.1.Der Gegenstand der Ordnungspolitik2 1.2.Die Sichtweise des Dualismus3 1.3.Die Sichtweise des Pluralismus4 2.Das individuelle Krankheitsrisiko aus Sicht des Individuums5 2.1.Der Krankheitsbegriff aus Sicht des Individuums5 2.2.Das individuelle Krankheitsrisiko, seine Einflußgrößen und deren Beeinflußbarkeit durch das Individuum8 2.3.Die individuellen Absicherungsmöglichkeiten gegen das Krankheitsrisiko15 2.4.Die individuelle Entscheidung zur Absicherung17 3.Das individuelle Krankheitsrisiko aus gesellschaftlicher Sicht21 3.1.Die Bedeutung von Krankheit des Individuums für die Gesellschaft21 3.2.Die Beeinflußbarkeit des individuellen Krankheitsrisikos durch den Staat22 3.3.Staatliche Absicherungsmöglichkeiten gegen individuelle Krankheitsrisiken24 3.4.Die staatliche Entscheidung zur Absicherung gegen individuelle Krankheitsrisiken25 4.Folgerung für den weiteren Verlauf der Untersuchung26 4.1.Die Sicherungsalternativen im Überblick26 4.2.Entwicklung eines Maßstabs zur Beurteilung der alternativen Sicherungformen27 4.2.1.Das gesellschaftliche Oberziel27 4.2.2.Das Allokationsanliegen28 4.2.3.Das Verteilungsanliegen34 III.Darstellung der vier Sicherungssysteme38 1.Die eigenverantwortliche Absicherung gegen das Krankheitsrisiko38 1.1.Die Eigensicherung38 1.1.1.Funktionsweise des Systems38 1.1.2.Mögliche Allokationsprobleme39 1.1.2.1.Externe Effekte39 1.1.2.2.Trittbrettfahrerverhalten40 1.1.2.3.Eingeschränkte Markttransparenz42 1.1.2.4.`Anbieterinduzierte` Nachfrage44 1.1.2.5.Nicht-Rationalität der Individuen45 1.1.3.Mögliche Sicherungsprobleme46 1.1.4.Verteilungsergebnis48 1.2.Die Private Krankenversicherung49 1.2.1.Funktionsweise des Systems49 1.2.2.Mögliche Allokationsprobleme51 1.2.2.1.Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten51 1.2.2.2.Eingeschränkte Markttransparenz52 1.2.2.3.Adverse Selektion54 1.2.2.4.Bedarfsfallorientierte Versicherung56 1.2.2.5.Moralisches Risiko57 1.2.2.6.Ein Transaktionskostenargument59 1.2.2.7.Nicht-Rationalität der Individuen61 1.2.3.Verteilungsergebnis62 2.Die staatliche Absicherung gegen das Krankheitsrisiko63 2.1.Die Gesetzliche Krankenversicherung63 2.1.1.Entscheidungsträger und Funktionsweise des Systems63 2.1.2.Koordinationsmängel im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen65 2.1.3.Weitere mögliche Allokationsprobleme70 2.1.3.1.Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten70 2.1.3.2.Eingeschränkte Markttransparenz71 2.1.3.3.Adverse Selektion und bedarfsfallorientierte Versicherung71 2.1.3.4.Moralisches Risiko72 2.1.3.5.Nicht-Rationalität der Individuen75 2.1.4.Verteilungsergebnis75 2.2.Der staatliche Gesundheitsdienst77 2.2.1.Entscheidungsträger und Funktionsweise des Systems77 2.2.2.Mögliche Allokationsprobleme79 2.2.2.1.Externe Effekte und Trittbrettfahrerverhalten79 2.2.2.2.Moralisches Risiko und `Anspruchsinflation`80 2.2.2.3.Bürokratenverhalten81 2.2.2.4.Weitere mögliche Probleme82 2.2.3.Verteilungsergebnis82 IV.Kritische Würdigung der vier Sicherungssysteme83 1.Die Erfüllung des Allokationsanliegens83 1.1.Statische Effizienz83 1.1.1.Eigensicherung83 1.1.2.Private Krankenversicherung85 1.1.3.Gesetzliche Krankenversicherung87 1.1.4.Staatlicher Gesundheitsdienst88 1.2.Dynamische Effizienz89 1.2.1.Eigensicherung89 1.2.2.Private Krankenversicherung90 1.2.3.Gesetzliche Krankenversicherung91 1.2.4.Staatlicher Gesundheitsdienst93 1.3.Transaktionskosteneffizienz93 2.Die Erfüllung des Sicherungsanliegens95 3.Die Erfüllung des Verteilungsanliegens96 4.Die Erfüllung des Freiheitsanliegens96 5.Zusammenfassender Vergleich der vier Sicherungssysteme98 V.Vorschläge zur Annäherung an eine gesamtwirtschaftlich optimale Absicherung gegen das Krankheitsrisiko99 1.Zwang zur Grundabsicherung99 1.1.Allgemeine Bedingungen und Leistungsumfang99 1.2.Erhöhung der Verantwortungsbereitschaft der Individuen103 2.Freiwillige Zusatzabsicherung107 Vl.Schlußbetrachtung108 Literaturverzeichnis110 Die Problematik der sozialen Sicherung: Inhaltsangabe:Einleitung: Nahezu tagtäglich und in zunehmendem Umfang kann derzeit in den Medien die Debatte um die Gesundheitsreform in Deutschland verfolgt werden. Grund für den Wunsch nach Veränderungen ist die zu beobachtende Ausgabenexpansion, infolge derer der Schutz der Bevölkerung vor Krankheit und ihren Folgen nicht auf dem derzeit vergleichsweise hohen Niveau gehalten werden kann. Mit ähnlichen Problemen sehen sich auch die sozialen Sektoren anderer westlicher Industriestaaten konfrontiert. Als anzustrebendes Ziel wird daher von den verantwortlichen Personen, insbesondere den Politikern, übereinstimmend eine Kostensenkung formuliert. Sehr verschieden sind jedoch die Wege und Mittel, mit denen sie dieses Ziel letztendlich erreichen wollen. Immer neue Maßnahmen, wie bspw. Zuzahlungen, Risikostrukturausgleich zwischen den Versicherungsunternehmen, Kassenwahlfreiheit für bestimmte Versichertenkreise werden dabei in die Diskussion geworfen, erhitzen jeweils für eine Weile lang die Gemüter aufs heftigste und schaffen regelmäßig große Unsicherheit unter der Bevölkerung. Dabei fällt dem Ökonomen auf, daß sich diese Verbesserungsvorscbläge ausschließlich innerhalb des bestehenden deutschen Krankenversicherungssystems - insbesondere der Gesetzlichen Krankenversicherung - bewegen. Ihren Untersuchungen zufolge aber krankt das Sicherungssystem nicht allein an evtl. falsch festgelegten Detailregelungen der o.g. Art, sondern vor allem in seinen Grundstrukturen! Ein Großteil unter ihnen fordert daher eine grundlegende Umgestaltung des gesamten Systems und seinen Prinzipien. Aus diesen Gedanken heraus wurde für die vorliegende Arbeit zum Ziel erklärt, abstrahierend von realexistierenden Krankenversicherungssystemen, einmal die wesentlichen grundsätzlich denkbaren Formen von Sicherungssystemen auf ihre Eignung in modernen Industriegesellschaften hin zu untersuchen. Vier sehr verschiedene Systemtypen wurden dabei schon als ausreichend erachtet, um die Palette der Möglichkeiten von reiner Marktlösung bis zu reiner Staatslösung zu repräsentieren. Es handelt sich hierbei um die Modelle · EIGENSICHERUNG DER HAUSHALTE · PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG · GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG · STAATLICHER GESUNDHEITSDIENST. Um jedes dieser Systeme auf seine Praktikabilität hin überprüfen zu können, mußten für die moderne Industriegesellschaft geltende Zielkriterien aufgestellt werden. Hierzu wurden · das Sicherungsziel · das Gerechtigkeitsziel · das Freiheitsziel · das Allokationsziel (gleichbedeutend mit effizientem Wirtschaften) erklärt, Alle Komponenten haben die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt zum Zweck. Im Rahmen der daran anschließenden Untersuchung ergab sich insbesondere ein größerer Prüfungsbedarf des Allokationsziels, da die Versicherungsbranche zahlreiche sektorenspezifische Merkmale aufweist. Im Ergebnis konnte letztendlich festgestellt werden, daß sowohl der Staatliche Gesundheitsdienst als auch die Gesetzliche Krankenversicherung, welche ja dem derzeitigen deutschen System entspricht, keinesfalls befriedigende Ergebnisse zu erzielen in der Lage ist. Verallgemeinernd für alle staatlichen Systemtypen kann festgehalten werden, daß die Anreize der Versicherten, der Versicherer (Bürokraten), der Leistungsanbieter (Ärzte), ja sogar der Politiker (!) zur Sparsamkeit zu schwach ausgeprägt sind. Das Allokationsziel wird klar verfehlt, womit auch die anhaltende Ausgabensteigerung der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherung als systembedingt - und somit kaum vermeidbar - zu erklären wäre. Defizite weisen staatliche Lösungen weiterhin im Zusammenhang mit dem Freiheitsanliegen auf. Für beide Marktlösungen konnte auf der anderen Seite die unbefriedigende Erfüllung sowohl des Sicherungs- als auch des Gerechtigkeitsziels nachgewiesen werden. In modernen Industriegesellschaften wird es als nicht hinnehmbar erachtet, daß der Zugang zu medizinischer Versorgung im Krankheitsfall nur den zahlungskräftigen Individuen vorbehalten ist. Die Überlassung der Absicherung gegen das Krankheitsrisiko kann also nicht ausschließlich den Individuen bzw. Privaten Krankenversicherungen überlassen werden. Die Gestaltung eines zielkonformen Sicherungssystems muß aus den genannten Gründen sowohl staatlichen als auch marktlichen Elementen Einfluß gewähren. Empfohlen wird staatliches Handeln dabei nur im Rahmen der Existenzsicherung, darüber hinaus sind die positiven Effizienzwirkungen der privaten Lösungen zu nutzen. Einige Instrumente zur Erhöhung der Sparanreize - auch innerhalb der staatlich geregelten Existenzsicherung - werden im letzten Teil der Arbeit angeführt. Für den konkreten Fall Deutschland erscheint eine grundlegende Neugestaltung des gesamten Systems erforderlich, welche über die derzeitigen Reformvorschläge weit hinausgeht. Dabei muß der Schwerpunkt der Bemühungen auf den Abbau staatlichen Eingreifens und eine Erhöhung der Eigenverantwortung der Individuen gelegt werden. Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisVI AbkürzungsverzeichnisVII SymbolverzeichnisVIII I.Einleitung1 II.Darstellung des ökonomischen Problems2 1.Das ordnungspolitische Grundproblem der Sektorensteuerung2 1.1.Der Gegenstand der Ordnungspolitik2 1.2.Die Sichtweise des Dualismus3 1.3.Die Sichtweise des Pluralismus4 2.Das individuelle Krankheitsrisiko aus Sicht des Individuums5 2.1.Der Krankheitsbegriff aus Sicht des Individuums5 2.2.Das individuelle Krankhe, Diplomica Verlag

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Die Problematik der sozialen Sicherung - Claudia Albert
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Claudia Albert:
Die Problematik der sozialen Sicherung - neues Buch

ISBN: 9783832401047

ID: 126003709

Inhaltsangabe:Einleitung: Nahezu tagtäglich und in zunehmendem Umfang kann derzeit in den Medien die Debatte um die Gesundheitsreform in Deutschland verfolgt werden. Grund für den Wunsch nach Veränderungen ist die zu beobachtende Ausgabenexpansion, infolge derer der Schutz der Bevölkerung vor Krankheit und ihren Folgen nicht auf dem derzeit vergleichsweise hohen Niveau gehalten werden kann. Mit ähnlichen Problemen sehen sich auch die sozialen Sektoren anderer westlicher Industriestaaten konfrontiert. Als anzustrebendes Ziel wird daher von den verantwortlichen Personen, insbesondere den Politikern, übereinstimmend eine Kostensenkung formuliert. Sehr verschieden sind jedoch die Wege und Mittel, mit denen sie dieses Ziel letztendlich erreichen wollen. Immer neue Massnahmen, wie bspw. Zuzahlungen, Risikostrukturausgleich zwischen den Versicherungsunternehmen, Kassenwahlfreiheit für bestimmte Versichertenkreise werden dabei in die Diskussion geworfen, erhitzen jeweils für eine Weile lang die Gemüter aufs heftigste und schaffen regelmässig grosse Unsicherheit unter der Bevölkerung. Dabei fällt dem Ökonomen auf, dass sich diese Verbesserungsvorscbläge ausschliesslich innerhalb des bestehenden deutschen Krankenversicherungssystems - insbesondere der Gesetzlichen Krankenversicherung - bewegen. Ihren Untersuchungen zufolge aber krankt das Sicherungssystem nicht allein an evtl. falsch festgelegten Detailregelungen der o.g. Art, sondern vor allem in seinen Grundstrukturen! Ein Grossteil unter ihnen fordert daher eine grundlegende Umgestaltung des gesamten Systems und seinen Prinzipien. Aus diesen Gedanken heraus wurde für die vorliegende Arbeit zum Ziel erklärt, abstrahierend von realexistierenden Krankenversicherungssystemen, einmal die wesentlichen grundsätzlich denkbaren Formen von Sicherungssystemen auf ihre Eignung in modernen Industriegesellschaften hin zu untersuchen. Vier sehr verschiedene Systemtypen wurden dabei schon als ausreichend erachtet, um die Palette der Möglichkeiten von reiner Marktlösung bis zu reiner Staatslösung zu repräsentieren. Es handelt sich hierbei um die Modelle · EIGENSICHERUNG DER HAUSHALTE · PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG · GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG · STAATLICHER GESUNDHEITSDIENST. Um jedes dieser Systeme auf seine Praktikabilität hin überprüfen zu können, mussten für die moderne Industriegesellschaft geltende Zielkriterien aufgestellt werden. Hierzu wurden · das Sicherungsziel · das Gerechtigkeitsziel · das Freiheitsziel · das Allokationsziel (gleichbedeutend mit effizientem Wirtschaften) erklärt, Alle Komponenten haben die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt zum Zweck. Im Rahmen der daran anschliessenden Untersuchung ergab sich insbesondere ein grösserer Prüfungsbedarf des Allokationsziels, da die Versicherungsbranche zahlreiche sektorenspezifische Merkmale aufweist. Im Ergebnis konnte letztendlich festgestellt werden, dass sowohl der Staatliche Gesundheitsdienst als auch die Gesetzliche Krankenversicherung, welche ja dem derzeitigen deutschen System entspricht, keinesfalls befriedigende Ergebnisse zu erzielen in der Lage ist. Verallgemeinernd für alle staatlichen Systemtypen kann festgehalten werden, dass die Anreize der Versicherten, der Versicherer (Bürokraten), der Leistungsanbieter (Ärzte), ja sogar der Politiker (!) zur Sparsamkeit zu schwach ausgeprägt sind. Das Allokationsziel wird klar verfehlt, womit auch die anhaltende Ausgabensteigerung der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherung als systembedingt - und somit kaum vermeidbar - zu erklären wäre. Defizite weisen staatliche Lösungen weiterhin im Zusammenhang mit dem Freiheitsanliegen auf. Für beide Marktlösungen konnte auf der anderen Seite die unbefriedigende Erfüllung sowohl des Sicherungs- als auch des Gerechtigkeitsziels nachgewiesen werden. In modernen Industriegesellschaften wird es als nicht hinnehmbar erachtet, dass der Zugang zu medizinischer Versorgung im Krankheitsfall nur den zahlungskräftigen Individuen vorbehalten ist. Die Überlassung der Absicherung gegen das Krankheitsrisiko kann also nicht ausschliesslich den Individuen bzw. Privaten Krankenversicherungen überlassen werden. Die Gestaltung eines zielkonformen Sicherungssystems muss aus den genannten Gründen sowohl staatlichen als auch marktlichen Elementen Einfluss gewähren. Empfohlen wird staatliches Handeln dabei nur im Rahmen der Existenzsicherung, darüber hinaus sind die positiven Effizienzwirkungen Diplomarbeit aus dem Jahr 1997 im Fachbereich Gesundheitswissenschaften, Note: 1,3, Ruhr-Universität Bochum (Unbekannt), Sprache: Deutsch eBook eBooks, Diplom.de

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Die Problematik der sozialen Sicherung - Claudia Albert
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ISBN: 9783832401047

ID: 126003709

Inhaltsangabe:Einleitung:Nahezu tagtäglich und in zunehmendem Umfang kann derzeit in den Medien die Debatte um die Gesundheitsreform in Deutschland verfolgt werden. Grund für den Wunsch nach Veränderungen ist die zu beobachtende Ausgabenexpansion, infolge derer der Schutz der Bevölkerung vor Krankheit und ihren Folgen nicht auf dem derzeit vergleichsweise hohen Niveau gehalten werden kann. Mit ähnlichen Problemen sehen sich auch die sozialen Sektoren anderer westlicher Industriestaaten konfrontiert.Als anzustrebendes Ziel wird daher von den verantwortlichen Personen, insbesondere den Politikern, übereinstimmend eine Kostensenkung formuliert. Sehr verschieden sind jedoch die Wege und Mittel, mit denen sie dieses Ziel letztendlich erreichen wollen. Immer neue Massnahmen, wie bspw. Zuzahlungen, Risikostrukturausgleich zwischen den Versicherungsunternehmen, Kassenwahlfreiheit für bestimmte Versichertenkreise werden dabei in die Diskussion geworfen, erhitzen jeweils für eine Weile lang die Gemüter aufs heftigste und schaffen regelmässig grosse Unsicherheit unter der Bevölkerung. Dabei fällt dem Ökonomen auf, dass sich diese Verbesserungsvorscbläge ausschliesslich innerhalb des bestehenden deutschen Krankenversicherungssystems - insbesondere der Gesetzlichen Krankenversicherung - bewegen. Ihren Untersuchungen zufolge aber krankt das Sicherungssystem nicht allein an evtl. falsch festgelegten Detailregelungen der o.g. Art, sondern vor allem in seinen Grundstrukturen! Ein Grossteil unter ihnen fordert daher eine grundlegende Umgestaltung des gesamten Systems und seinen Prinzipien.Aus diesen Gedanken heraus wurde für die vorliegende Arbeit zum Ziel erklärt, abstrahierend von realexistierenden Krankenversicherungssystemen, einmal die wesentlichen grundsätzlich denkbaren Formen von Sicherungssystemen auf ihre Eignung in modernen Industriegesellschaften hin zu untersuchen. Vier sehr verschiedene Systemtypen wurden dabei schon als ausreichend erachtet, um die Palette der Möglichkeiten von reiner Marktlösung bis zu reiner Staatslösung zu repräsentieren. Es handelt sich hierbei um die Modelle· EIGENSICHERUNG DER HAUSHALTE· PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG· GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG· STAATLICHER GESUNDHEITSDIENST.Um jedes dieser Systeme auf seine Praktikabilität hin überprüfen zu können, mussten für die moderne Industriegesellschaft geltende Zielkriterien aufgestellt werden. Hierzu wurden· das Sicherungsziel· das Gerechtigkeitsziel· das Freiheitsziel· das Allokationsziel (gleichbedeutend mit effizientem Wirtschaften)erklärt, Alle Komponenten haben die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt zum Zweck.Im Rahmen der daran anschliessenden Untersuchung ergab sich insbesondere ein grösserer Prüfungsbedarf des Allokationsziels, da die Versicherungsbranche zahlreiche sektorenspezifische Merkmale aufweist.Im Ergebnis konnte letztendlich festgestellt werden, dass sowohl der Staatliche Gesundheitsdienst als auch die Gesetzliche Krankenversicherung, welche ja dem derzeitigen deutschen System entspricht, keinesfalls befriedigende Ergebnisse zu erzielen in der Lage ist. Verallgemeinernd für alle staatlichen Systemtypen kann festgehalten werden, dass die Anreize der Versicherten, der Versicherer (Bürokraten), der Leistungsanbieter (Ärzte), ja sogar der Politiker (!) zur Sparsamkeit zu schwach ausgeprägt sind. Das Allokationsziel wird klar verfehlt, womit auch die anhaltende Ausgabensteigerung der deutschen Gesetzlichen Krankenversicherung als systembedingt - und somit kaum vermeidbar - zu erklären wäre. Defizite weisen staatliche Lösungen weiterhin im Zusammenhang mit dem Freiheitsanliegen auf.Für beide Marktlösungen konnte auf der anderen Seite die unbefriedigende Erfüllung sowohl des Sicherungs- als auch des Gerechtigkeitsziels nachgewiesen werden. In modernen Industriegesellschaften wird es als nicht hinnehmbar erachtet, dass der Zugang zu medizinischer Versorgung im Krankheitsfall nur den zahlungskräftigen Individuen vorbehalten ist. Die Überlassung der Absicherung gegen das Krankheitsrisiko kann also nicht ausschliesslich den Individuen bzw. Privaten Krankenversicherungen überlassen werden.Die Gestaltung eines zielkonformen Sicherungssystems muss aus den genannten Gründen sowohl staatlichen als auch marktlichen Elementen Einfluss gewähren. Empfohlen wird staatliches Handeln dabei nur im Rahmen der Existenzsicherung, darüber hinaus sind die positiven Effizienzwirkungen der privaten L Diplomarbeit aus dem Jahr 1997 im Fachbereich Gesundheitswissenschaften, Note: 1,3, Ruhr-Universität Bochum (Unbekannt), Sprache: Deutsch eBook eBooks, Diplom.de

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Details zum Buch
Die Problematik der sozialen Sicherung - Dargestellt am Beispiel des Krankheitsrisikos
Autor:

Albert, Claudia

Titel:

Die Problematik der sozialen Sicherung - Dargestellt am Beispiel des Krankheitsrisikos

ISBN-Nummer:

Detailangaben zum Buch - Die Problematik der sozialen Sicherung - Dargestellt am Beispiel des Krankheitsrisikos


EAN (ISBN-13): 9783832401047
ISBN (ISBN-10): 3832401040
Herausgeber: Diplomica Verlag

Buch in der Datenbank seit 02.02.2009 06:18:21
Buch zuletzt gefunden am 05.07.2016 20:05:34
ISBN/EAN: 3832401040

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-8324-0104-0, 978-3-8324-0104-7


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