
Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Ch - gebrauchtes Buch
1999, ISBN: 3930727102
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes … Mehr…
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie). von Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Autor(en) Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Auflage 1.,Verlag / Jahr in-Cultura.com, 1999.Format / Einband Gebundene Ausgabe, Quer Gr.8° 108 S.Sprache DeutschGewicht ca. 597 gISBN 3930727102EAN 9783930727100Bestell-Nr 676977Bemerkungen Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Königin Caroline Mathilde war gerade dabei, ihr Souper einzunehmen. 'Dort die dicke Dame, grade gegen uns über, in dem blauen Kleide ist die Königin, sagte der Hausknecht, indem sein Zeigefinger seinen Weg nach der Königin durch meine rechte Locke nahm, daß ich fast böß geworden wäre. Halt er das Maul, ich sehe sie schon lange, antwortete ich bloß.' Die königliche Tafel bestand aus 10 Personen, die Anzahl der Zuschauer, die sich am Eingang des Saals aufhielten, belief sich auf etwa 30, darunter diverse Dienstmädchen, Handwerksburschen sowie Lichtenberg und sein Diener. Über eine halbe Stunde schaute Lichtenberg dem Essen zu: 'Die Königin ist nicht sehr groß, dabey recht, was man ausgestopft nennt, alles ist dick, doch ohne in das schmalzigte Forstmeistermäßige zu fallen. Ihre Mine ist nicht gantz frey, und aus ihren Augen leuchtet, zumal so bald sie aufhört zu lächeln, etwas trotziges bey vielem Feuer hervor. Ihre Gesichtsfarbe ist gesund aber mehr blaß als roth, und ihr Gesicht überhaupt nicht was man schön nennt. Man sieht ihr, meiner Meinung nach, Muth und Entschlossenheit an, den sie auch würklich bey ihrer Arretirung gezeigt hat. Sie aß mit großem Appetit, und hörte dem was gesprochen wurde mit vieler Aufmercksamkeit zu, ohne selbst viel zu sprechen. Wenn sie nur eine Hand bey dem Essen brauchte, so legte sie sich gantz nachlässig mit dem andern Arm über den Tisch. Sie lachte einmal gantz laut, über etwas das eine alte Dame auf frantzösisch sagte. Ich habe es nicht verstanden, ob ich sonst gleich Spässe und frantzösisch verstehe.' Im letzten Jahr würdigte eine Sonderausstellung in eben diesem Schloss die Königin, die 1751 in London geboren wurde, mit 15 Jahren mit dem kranken Christian VII. von Dänemark verheiratet, dann 1772 nach der Liebesaffäre mit dem Leibarzt des Königs und Reformer Struensee geschieden und nach Intervention ihres Bruders, des britischen Königs und Kurfürsten von Hannover, nach Celle umgesiedelt wurde, wo sie bereits 1775 starb. Etliche Exponate sind an die Leihgeber zurückgewandert, doch die 'Sahnestücke' aus den hauseigenen Beständen laden nach wie vor dazu ein, sich in historischer Atmosphäre nicht nur mit der dänischen Hofgeschichte jener Jahre zu befassen, sondern auch mit dem kurzen Leben der Königin in Celle. Die zu diesem Themenkomplex ausgestellten Exponate kann der Besucher ebenso wie die in den angrenzenden Räumlichkeiten eingerichtete landesgeschichtliche Abteilung (Geschichte des Königreichs Hannover) und die einzigartigen Miniaturmalereien aus der Sammlung Tansey sich allein anschauen. Die übrigen Räume, darunter das Schlafzimmer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm und seiner morganatischen Ehefrau Eleonore d’Olbreuse, sind nur mit einer Führung zugänglich. Hier erfährt man Einschlägiges über Macht- und Heiratspolitik im Welfenhaus des 17. und 18. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tochter des Herzogspaares, Sophie Dorothea, die mit ihrem Vetter, dem kurhannoverschen Kurprinzen verheiratet wurde und die 1695 nach der Königsmarckaffäre als für den Rest ihres langen Lebens in tiefste Provinz verbannte 'Prinzessin von Ahlden' traurige Berühmtheit erlangte (und seither mit ihrer Urenkelin Caroline Mathilde um den Platz der tragischsten Frau im Welfenhaus konkurriert). Bezeichenderweise hat ihr Ex-Mann, der spätere Georg I., in Celle bis zum heutigen Tage den Ruf einer grobschlächtigen, ungehobelten Dumpfbacke, während er in Großbritannien schon lange als erfahrener Soldat, Staatsmann und als kluger Monarch gewürdigt wird. Ein schönes Beispiel für die in Celle immer noch wirkende antihannoversche Hetzpropaganda der Tories nach 1714! Vielleicht hat man hier auch nie so ganz verwunden, dass das größere Fürstentum Lüneburg (mit der Residenz Celle) 1705 im Erbgang an das kleine (allerdings politisch einflussreiche) Kurhannover fiel. Auch wer sich weniger für die Geschichte des Welfenhauses begeistern kann, sollte an dem Rundgang teilnehmen, denn nur so kommt man in den Genuss, das Schlosstheater zu sehen, bei dem es sich um das älteste bespielte Theater der Barockzeit in Deutschland (1674) handelt – es sei denn, man besucht eine der abendlichen Aufführungen. Und auch nur mit Führung gelangt man, ein wirklicher Höhepunkt, in die wunderbare Schlosskapelle, die eine einheitliche Renaissanceausstattung aufweist. Ein Kleinod ersten Ranges. Wem die historischen Eindrücke noch nicht reichen, der kann sich im gegenüberliegenden Bomann-Museum, dem drittgrößten Museum Niedersachsens, in ländliche Wohnkultur der Südheide oder in die Celler Stadtgeschichte vertiefen, oder er beschränkt seinen Besuch auf die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die u.a. im angegliederten Neubau gezeigt werden, der etwas hochtrabend als 'das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt' vermarktet wird. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche, in der sich auch die Grabdenkmäler diverser welfischer Herzöge bzw. Herzöginnen befinden; die nur zu bestimmten Zeiten zugängliche Gruft enthält u.a. den prächtigen Sarkophag von Caroline Mathilde und den schmucklosen Sarg von Sophie Dorothea. Lohnenswert ist der Blick auf die illusionistischen Fassadenmalereien aus der Barockzeit am alten Rathaus. Die in der Blumläger Vorstadt gelegene Synagoge ist ein bedeutsames Zeugnis für die Toleranzpolitik Kurhannovers im 18. Jahrhundert (und von großer Bedeutung für überlebende Juden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen im Frühjahr 1945!). Das nördlich der Aller gelegene Prinzenpalais beherbergt eine seltene Sammlung alter Stickereien. Im übrigen hat sich durch die zahlreichen Fachwerkhäuser vorwiegend des 17. und 18. Jahrhunderts in der Altstadt das geschlossene Bild einer barocken Residenzstadt erhalten, dem auch das moderne Karstadt-Gebäude der 60er Jahre und das sich dem Fachwerkstil plump anbiedernde C & A-Haus der 80er keinen Abbruch tun können. Ein Spaziergang durch den Französischen Garten, in dem das 1784 von der Ritterschaft gestiftete Monument an Caroline Mathilde erinnert, mag am Abschluß eines Stadrundgangs stehen. Danach kann der Besucher einkehren und vielleicht im Café K. am Großen Plan den feinen Damen der Celler Gesellschaft beim Verzehren des wirklich köstlichen Mohnkuchens zusehen. Nützliche Adressen: Die Tourismuszentrale im Alten Rathaus (Markt 14-16) gibt u.a. Auskunft über den Gästeführungsdienst im Schloss (Tel. 051/41 -1212). Für Führungen in den landesgeschichtlichen Räumen des Schlosses sowie im Museum gibt es Infos im Bomann-Museum am Schlossplatz 7 (Tel. 051 41 – 12 372). Im Museumsladen im Bomann-Museum wie auch am Infostand im Schloss ist der umfassende Caroline-Mathilde-Katalog von 2001 erhältlich. Ebenso die wichtige Vorstudie dazu, das bei 'in-cultura.com' 1999 erschienene Buch über die Besuche von CM und C7 in Hamburg und Schleswig-Holstein.. ISBN: 9783930727100 Schlagworte Regionalgeschichte, Hochadel, NorddeutschlandUnser Preis EUR 20,70(inkl. MwSt.)Versandkostenfrei innerhalb DeutschlandsWir versenden am nächsten Tag, Mo - Fr.Aufgenommen mit whBOOKSicheres Bestellen - Order-Control geprüft!Artikel eingestellt mit dem w+h GmbH eBay-Service Daten und Bilder powered by Buchfreund (2025-12-04), von Profianbieter, in-Cultura.com, 1999<
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Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Ch - gebrauchtes Buch
1999, ISBN: 3930727102
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes … Mehr…
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie). von Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Autor(en) Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Auflage 1.,Verlag / Jahr in-Cultura.com, 1999.Format / Einband Gebundene Ausgabe, Quer Gr.8° 108 S.Sprache DeutschGewicht ca. 597 gISBN 3930727102EAN 9783930727100Bestell-Nr 676977Bemerkungen Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Königin Caroline Mathilde war gerade dabei, ihr Souper einzunehmen. 'Dort die dicke Dame, grade gegen uns über, in dem blauen Kleide ist die Königin, sagte der Hausknecht, indem sein Zeigefinger seinen Weg nach der Königin durch meine rechte Locke nahm, daß ich fast böß geworden wäre. Halt er das Maul, ich sehe sie schon lange, antwortete ich bloß.' Die königliche Tafel bestand aus 10 Personen, die Anzahl der Zuschauer, die sich am Eingang des Saals aufhielten, belief sich auf etwa 30, darunter diverse Dienstmädchen, Handwerksburschen sowie Lichtenberg und sein Diener. Über eine halbe Stunde schaute Lichtenberg dem Essen zu: 'Die Königin ist nicht sehr groß, dabey recht, was man ausgestopft nennt, alles ist dick, doch ohne in das schmalzigte Forstmeistermäßige zu fallen. Ihre Mine ist nicht gantz frey, und aus ihren Augen leuchtet, zumal so bald sie aufhört zu lächeln, etwas trotziges bey vielem Feuer hervor. Ihre Gesichtsfarbe ist gesund aber mehr blaß als roth, und ihr Gesicht überhaupt nicht was man schön nennt. Man sieht ihr, meiner Meinung nach, Muth und Entschlossenheit an, den sie auch würklich bey ihrer Arretirung gezeigt hat. Sie aß mit großem Appetit, und hörte dem was gesprochen wurde mit vieler Aufmercksamkeit zu, ohne selbst viel zu sprechen. Wenn sie nur eine Hand bey dem Essen brauchte, so legte sie sich gantz nachlässig mit dem andern Arm über den Tisch. Sie lachte einmal gantz laut, über etwas das eine alte Dame auf frantzösisch sagte. Ich habe es nicht verstanden, ob ich sonst gleich Spässe und frantzösisch verstehe.' Im letzten Jahr würdigte eine Sonderausstellung in eben diesem Schloss die Königin, die 1751 in London geboren wurde, mit 15 Jahren mit dem kranken Christian VII. von Dänemark verheiratet, dann 1772 nach der Liebesaffäre mit dem Leibarzt des Königs und Reformer Struensee geschieden und nach Intervention ihres Bruders, des britischen Königs und Kurfürsten von Hannover, nach Celle umgesiedelt wurde, wo sie bereits 1775 starb. Etliche Exponate sind an die Leihgeber zurückgewandert, doch die 'Sahnestücke' aus den hauseigenen Beständen laden nach wie vor dazu ein, sich in historischer Atmosphäre nicht nur mit der dänischen Hofgeschichte jener Jahre zu befassen, sondern auch mit dem kurzen Leben der Königin in Celle. Die zu diesem Themenkomplex ausgestellten Exponate kann der Besucher ebenso wie die in den angrenzenden Räumlichkeiten eingerichtete landesgeschichtliche Abteilung (Geschichte des Königreichs Hannover) und die einzigartigen Miniaturmalereien aus der Sammlung Tansey sich allein anschauen. Die übrigen Räume, darunter das Schlafzimmer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm und seiner morganatischen Ehefrau Eleonore d’Olbreuse, sind nur mit einer Führung zugänglich. Hier erfährt man Einschlägiges über Macht- und Heiratspolitik im Welfenhaus des 17. und 18. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tochter des Herzogspaares, Sophie Dorothea, die mit ihrem Vetter, dem kurhannoverschen Kurprinzen verheiratet wurde und die 1695 nach der Königsmarckaffäre als für den Rest ihres langen Lebens in tiefste Provinz verbannte 'Prinzessin von Ahlden' traurige Berühmtheit erlangte (und seither mit ihrer Urenkelin Caroline Mathilde um den Platz der tragischsten Frau im Welfenhaus konkurriert). Bezeichenderweise hat ihr Ex-Mann, der spätere Georg I., in Celle bis zum heutigen Tage den Ruf einer grobschlächtigen, ungehobelten Dumpfbacke, während er in Großbritannien schon lange als erfahrener Soldat, Staatsmann und als kluger Monarch gewürdigt wird. Ein schönes Beispiel für die in Celle immer noch wirkende antihannoversche Hetzpropaganda der Tories nach 1714! Vielleicht hat man hier auch nie so ganz verwunden, dass das größere Fürstentum Lüneburg (mit der Residenz Celle) 1705 im Erbgang an das kleine (allerdings politisch einflussreiche) Kurhannover fiel. Auch wer sich weniger für die Geschichte des Welfenhauses begeistern kann, sollte an dem Rundgang teilnehmen, denn nur so kommt man in den Genuss, das Schlosstheater zu sehen, bei dem es sich um das älteste bespielte Theater der Barockzeit in Deutschland (1674) handelt – es sei denn, man besucht eine der abendlichen Aufführungen. Und auch nur mit Führung gelangt man, ein wirklicher Höhepunkt, in die wunderbare Schlosskapelle, die eine einheitliche Renaissanceausstattung aufweist. Ein Kleinod ersten Ranges. Wem die historischen Eindrücke noch nicht reichen, der kann sich im gegenüberliegenden Bomann-Museum, dem drittgrößten Museum Niedersachsens, in ländliche Wohnkultur der Südheide oder in die Celler Stadtgeschichte vertiefen, oder er beschränkt seinen Besuch auf die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die u.a. im angegliederten Neubau gezeigt werden, der etwas hochtrabend als 'das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt' vermarktet wird. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche, in der sich auch die Grabdenkmäler diverser welfischer Herzöge bzw. Herzöginnen befinden; die nur zu bestimmten Zeiten zugängliche Gruft enthält u.a. den prächtigen Sarkophag von Caroline Mathilde und den schmucklosen Sarg von Sophie Dorothea. Lohnenswert ist der Blick auf die illusionistischen Fassadenmalereien aus der Barockzeit am alten Rathaus. Die in der Blumläger Vorstadt gelegene Synagoge ist ein bedeutsames Zeugnis für die Toleranzpolitik Kurhannovers im 18. Jahrhundert (und von großer Bedeutung für überlebende Juden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen im Frühjahr 1945!). Das nördlich der Aller gelegene Prinzenpalais beherbergt eine seltene Sammlung alter Stickereien. Im übrigen hat sich durch die zahlreichen Fachwerkhäuser vorwiegend des 17. und 18. Jahrhunderts in der Altstadt das geschlossene Bild einer barocken Residenzstadt erhalten, dem auch das moderne Karstadt-Gebäude der 60er Jahre und das sich dem Fachwerkstil plump anbiedernde C & A-Haus der 80er keinen Abbruch tun können. Ein Spaziergang durch den Französischen Garten, in dem das 1784 von der Ritterschaft gestiftete Monument an Caroline Mathilde erinnert, mag am Abschluß eines Stadrundgangs stehen. Danach kann der Besucher einkehren und vielleicht im Café K. am Großen Plan den feinen Damen der Celler Gesellschaft beim Verzehren des wirklich köstlichen Mohnkuchens zusehen. Nützliche Adressen: Die Tourismuszentrale im Alten Rathaus (Markt 14-16) gibt u.a. Auskunft über den Gästeführungsdienst im Schloss (Tel. 051/41 -1212). Für Führungen in den landesgeschichtlichen Räumen des Schlosses sowie im Museum gibt es Infos im Bomann-Museum am Schlossplatz 7 (Tel. 051 41 – 12 372). Im Museumsladen im Bomann-Museum wie auch am Infostand im Schloss ist der umfassende Caroline-Mathilde-Katalog von 2001 erhältlich. Ebenso die wichtige Vorstudie dazu, das bei 'in-cultura.com' 1999 erschienene Buch über die Besuche von CM und C7 in Hamburg und Schleswig-Holstein.. ISBN: 9783930727100 Schlagworte Regionalgeschichte, Hochadel, NorddeutschlandUnser Preis EUR 20,70(inkl. MwSt.)Versandkostenfrei innerhalb DeutschlandsWir versenden am nächsten Tag, Mo - Fr.Aufgenommen mit whBOOKSicheres Bestellen - Order-Control geprüft!Artikel eingestellt mit dem w+h GmbH eBay-Service Daten und Bilder powered by Buchfreund (2025-08-04), von Profianbieter, in-Cultura.com, 1999<
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Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Ch - gebrauchtes Buch
1999, ISBN: 3930727102
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes … Mehr…
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie). von Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Autor(en) Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Auflage 1.,Verlag / Jahr in-Cultura.com, 1999.Format / Einband Gebundene Ausgabe, Quer Gr.8° 108 S.Sprache DeutschGewicht ca. 597 gISBN 3930727102EAN 9783930727100Bestell-Nr 676977Bemerkungen Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Königin Caroline Mathilde war gerade dabei, ihr Souper einzunehmen. 'Dort die dicke Dame, grade gegen uns über, in dem blauen Kleide ist die Königin, sagte der Hausknecht, indem sein Zeigefinger seinen Weg nach der Königin durch meine rechte Locke nahm, daß ich fast böß geworden wäre. Halt er das Maul, ich sehe sie schon lange, antwortete ich bloß.' Die königliche Tafel bestand aus 10 Personen, die Anzahl der Zuschauer, die sich am Eingang des Saals aufhielten, belief sich auf etwa 30, darunter diverse Dienstmädchen, Handwerksburschen sowie Lichtenberg und sein Diener. Über eine halbe Stunde schaute Lichtenberg dem Essen zu: 'Die Königin ist nicht sehr groß, dabey recht, was man ausgestopft nennt, alles ist dick, doch ohne in das schmalzigte Forstmeistermäßige zu fallen. Ihre Mine ist nicht gantz frey, und aus ihren Augen leuchtet, zumal so bald sie aufhört zu lächeln, etwas trotziges bey vielem Feuer hervor. Ihre Gesichtsfarbe ist gesund aber mehr blaß als roth, und ihr Gesicht überhaupt nicht was man schön nennt. Man sieht ihr, meiner Meinung nach, Muth und Entschlossenheit an, den sie auch würklich bey ihrer Arretirung gezeigt hat. Sie aß mit großem Appetit, und hörte dem was gesprochen wurde mit vieler Aufmercksamkeit zu, ohne selbst viel zu sprechen. Wenn sie nur eine Hand bey dem Essen brauchte, so legte sie sich gantz nachlässig mit dem andern Arm über den Tisch. Sie lachte einmal gantz laut, über etwas das eine alte Dame auf frantzösisch sagte. Ich habe es nicht verstanden, ob ich sonst gleich Spässe und frantzösisch verstehe.' Im letzten Jahr würdigte eine Sonderausstellung in eben diesem Schloss die Königin, die 1751 in London geboren wurde, mit 15 Jahren mit dem kranken Christian VII. von Dänemark verheiratet, dann 1772 nach der Liebesaffäre mit dem Leibarzt des Königs und Reformer Struensee geschieden und nach Intervention ihres Bruders, des britischen Königs und Kurfürsten von Hannover, nach Celle umgesiedelt wurde, wo sie bereits 1775 starb. Etliche Exponate sind an die Leihgeber zurückgewandert, doch die 'Sahnestücke' aus den hauseigenen Beständen laden nach wie vor dazu ein, sich in historischer Atmosphäre nicht nur mit der dänischen Hofgeschichte jener Jahre zu befassen, sondern auch mit dem kurzen Leben der Königin in Celle. Die zu diesem Themenkomplex ausgestellten Exponate kann der Besucher ebenso wie die in den angrenzenden Räumlichkeiten eingerichtete landesgeschichtliche Abteilung (Geschichte des Königreichs Hannover) und die einzigartigen Miniaturmalereien aus der Sammlung Tansey sich allein anschauen. Die übrigen Räume, darunter das Schlafzimmer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm und seiner morganatischen Ehefrau Eleonore d’Olbreuse, sind nur mit einer Führung zugänglich. Hier erfährt man Einschlägiges über Macht- und Heiratspolitik im Welfenhaus des 17. und 18. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tochter des Herzogspaares, Sophie Dorothea, die mit ihrem Vetter, dem kurhannoverschen Kurprinzen verheiratet wurde und die 1695 nach der Königsmarckaffäre als für den Rest ihres langen Lebens in tiefste Provinz verbannte 'Prinzessin von Ahlden' traurige Berühmtheit erlangte (und seither mit ihrer Urenkelin Caroline Mathilde um den Platz der tragischsten Frau im Welfenhaus konkurriert). Bezeichenderweise hat ihr Ex-Mann, der spätere Georg I., in Celle bis zum heutigen Tage den Ruf einer grobschlächtigen, ungehobelten Dumpfbacke, während er in Großbritannien schon lange als erfahrener Soldat, Staatsmann und als kluger Monarch gewürdigt wird. Ein schönes Beispiel für die in Celle immer noch wirkende antihannoversche Hetzpropaganda der Tories nach 1714! Vielleicht hat man hier auch nie so ganz verwunden, dass das größere Fürstentum Lüneburg (mit der Residenz Celle) 1705 im Erbgang an das kleine (allerdings politisch einflussreiche) Kurhannover fiel. Auch wer sich weniger für die Geschichte des Welfenhauses begeistern kann, sollte an dem Rundgang teilnehmen, denn nur so kommt man in den Genuss, das Schlosstheater zu sehen, bei dem es sich um das älteste bespielte Theater der Barockzeit in Deutschland (1674) handelt – es sei denn, man besucht eine der abendlichen Aufführungen. Und auch nur mit Führung gelangt man, ein wirklicher Höhepunkt, in die wunderbare Schlosskapelle, die eine einheitliche Renaissanceausstattung aufweist. Ein Kleinod ersten Ranges. Wem die historischen Eindrücke noch nicht reichen, der kann sich im gegenüberliegenden Bomann-Museum, dem drittgrößten Museum Niedersachsens, in ländliche Wohnkultur der Südheide oder in die Celler Stadtgeschichte vertiefen, oder er beschränkt seinen Besuch auf die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die u.a. im angegliederten Neubau gezeigt werden, der etwas hochtrabend als 'das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt' vermarktet wird. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche, in der sich auch die Grabdenkmäler diverser welfischer Herzöge bzw. Herzöginnen befinden; die nur zu bestimmten Zeiten zugängliche Gruft enthält u.a. den prächtigen Sarkophag von Caroline Mathilde und den schmucklosen Sarg von Sophie Dorothea. Lohnenswert ist der Blick auf die illusionistischen Fassadenmalereien aus der Barockzeit am alten Rathaus. Die in der Blumläger Vorstadt gelegene Synagoge ist ein bedeutsames Zeugnis für die Toleranzpolitik Kurhannovers im 18. Jahrhundert (und von großer Bedeutung für überlebende Juden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen im Frühjahr 1945!). Das nördlich der Aller gelegene Prinzenpalais beherbergt eine seltene Sammlung alter Stickereien. Im übrigen hat sich durch die zahlreichen Fachwerkhäuser vorwiegend des 17. und 18. Jahrhunderts in der Altstadt das geschlossene Bild einer barocken Residenzstadt erhalten, dem auch das moderne Karstadt-Gebäude der 60er Jahre und das sich dem Fachwerkstil plump anbiedernde C & A-Haus der 80er keinen Abbruch tun können. Ein Spaziergang durch den Französischen Garten, in dem das 1784 von der Ritterschaft gestiftete Monument an Caroline Mathilde erinnert, mag am Abschluß eines Stadrundgangs stehen. Danach kann der Besucher einkehren und vielleicht im Café K. am Großen Plan den feinen Damen der Celler Gesellschaft beim Verzehren des wirklich köstlichen Mohnkuchens zusehen. Nützliche Adressen: Die Tourismuszentrale im Alten Rathaus (Markt 14-16) gibt u.a. Auskunft über den Gästeführungsdienst im Schloss (Tel. 051/41 -1212). Für Führungen in den landesgeschichtlichen Räumen des Schlosses sowie im Museum gibt es Infos im Bomann-Museum am Schlossplatz 7 (Tel. 051 41 – 12 372). Im Museumsladen im Bomann-Museum wie auch am Infostand im Schloss ist der umfassende Caroline-Mathilde-Katalog von 2001 erhältlich. Ebenso die wichtige Vorstudie dazu, das bei 'in-cultura.com' 1999 erschienene Buch über die Besuche von CM und C7 in Hamburg und Schleswig-Holstein.. ISBN: 9783930727100 Schlagworte Regionalgeschichte, Hochadel, NorddeutschlandUnser Preis EUR 20,70(inkl. MwSt.)Versandkostenfrei innerhalb DeutschlandsWir versenden am nächsten Tag, Mo - Fr.Aufgenommen mit whBOOKSicheres Bestellen - Order-Control geprüft!Artikel eingestellt mit dem w+h GmbH eBay-Service Daten und Bilder powered by Buchfreund (2025-06-03), von Profianbieter, in-Cultura.com, 1999<
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Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie). - gebunden oder broschiert
1999, ISBN: 9783930727100
gewerbliches Angebot, [SC: 3.20], gebraucht; sehr gut, [PU: in-Cultura.com], [GW: 597g], 1., DE, 108 S. Gebundene Ausgabe, Quer Gr.8° Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebunde… Mehr…
gewerbliches Angebot, [SC: 3.20], gebraucht; sehr gut, [PU: in-Cultura.com], [GW: 597g], 1., DE, 108 S. Gebundene Ausgabe, Quer Gr.8° Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Königin Caroline Mathilde war gerade dabei, ihr Souper einzunehmen. 'Dort die dicke Dame, grade gegen uns über, in dem blauen Kleide ist die Königin, sagte der Hausknecht, indem sein Zeigefinger seinen Weg nach der Königin durch meine rechte Locke nahm, daß ich fast böß geworden wäre. Halt er das Maul, ich sehe sie schon lange, antwortete ich bloß.' Die königliche Tafel bestand aus 10 Personen, die Anzahl der Zuschauer, die sich am Eingang des Saals aufhielten, belief sich auf etwa 30, darunter diverse Dienstmädchen, Handwerksburschen sowie Lichtenberg und sein Diener. Über eine halbe Stunde schaute Lichtenberg dem Essen zu: 'Die Königin ist nicht sehr groß, dabey recht, was man ausgestopft nennt, alles ist dick, doch ohne in das schmalzigte Forstmeistermäßige zu fallen. Ihre Mine ist nicht gantz frey, und aus ihren Augen leuchtet, zumal so bald sie aufhört zu lächeln, etwas trotziges bey vielem Feuer hervor. Ihre Gesichtsfarbe ist gesund aber mehr blaß als roth, und ihr Gesicht überhaupt nicht was man schön nennt. Man sieht ihr, meiner Meinung nach, Muth und Entschlossenheit an, den sie auch würklich bey ihrer Arretirung gezeigt hat. Sie aß mit großem Appetit, und hörte dem was gesprochen wurde mit vieler Aufmercksamkeit zu, ohne selbst viel zu sprechen. Wenn sie nur eine Hand bey dem Essen brauchte, so legte sie sich gantz nachlässig mit dem andern Arm über den Tisch. Sie lachte einmal gantz laut, über etwas das eine alte Dame auf frantzösisch sagte. Ich habe es nicht verstanden, ob ich sonst gleich Spässe und frantzösisch verstehe.' Im letzten Jahr würdigte eine Sonderausstellung in eben diesem Schloss die Königin, die 1751 in London geboren wurde, mit 15 Jahren mit dem kranken Christian VII. von Dänemark verheiratet, dann 1772 nach der Liebesaffäre mit dem Leibarzt des Königs und Reformer Struensee geschieden und nach Intervention ihres Bruders, des britischen Königs und Kurfürsten von Hannover, nach Celle umgesiedelt wurde, wo sie bereits 1775 starb. Etliche Exponate sind an die Leihgeber zurückgewandert, doch die 'Sahnestücke' aus den hauseigenen Beständen laden nach wie vor dazu ein, sich in historischer Atmosphäre nicht nur mit der dänischen Hofgeschichte jener Jahre zu befassen, sondern auch mit dem kurzen Leben der Königin in Celle. Die zu diesem Themenkomplex ausgestellten Exponate kann der Besucher ebenso wie die in den angrenzenden Räumlichkeiten eingerichtete landesgeschichtliche Abteilung (Geschichte des Königreichs Hannover) und die einzigartigen Miniaturmalereien aus der Sammlung Tansey sich allein anschauen. Die übrigen Räume, darunter das Schlafzimmer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm und seiner morganatischen Ehefrau Eleonore d’Olbreuse, sind nur mit einer Führung zugänglich. Hier erfährt man Einschlägiges über Macht- und Heiratspolitik im Welfenhaus des 17. und 18. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tochter des Herzogspaares, Sophie Dorothea, die mit ihrem Vetter, dem kurhannoverschen Kurprinzen verheiratet wurde und die 1695 nach der Königsmarckaffäre als für den Rest ihres langen Lebens in tiefste Provinz verbannte 'Prinzessin von Ahlden' traurige Berühmtheit erlangte (und seither mit ihrer Urenkelin Caroline Mathilde um den Platz der tragischsten Frau im Welfenhaus konkurriert). Bezeichenderweise hat ihr Ex-Mann, der spätere Georg I., in Celle bis zum heutigen Tage den Ruf einer grobschlächtigen, ungehobelten Dumpfbacke, während er in Großbritannien schon lange als erfahrener Soldat, Staatsmann und als kluger Monarch gewürdigt wird. Ein schönes Beispiel für die in Celle immer noch wirkende antihannoversche Hetzpropaganda der Tories nach 1714! Vielleicht hat man hier auch nie so ganz verwunden, dass das größere Fürstentum Lüneburg (mit der Residenz Celle) 1705 im Erbgang an das kleine (allerdings politisch einflussreiche) Kurhannover fiel. Auch wer sich weniger für die Geschichte des Welfenhauses begeistern kann, sollte an dem Rundgang teilnehmen, denn nur so kommt man in den Genuss, das Schlosstheater zu sehen, bei dem es sich um das älteste bespielte Theater der Barockzeit in Deutschland (1674) handelt – es sei denn, man besucht eine der abendlichen Aufführungen. Und auch nur mit Führung gelangt man, ein wirklicher Höhepunkt, in die wunderbare Schlosskapelle, die eine einheitliche Renaissanceausstattung aufweist. Ein Kleinod ersten Ranges. Wem die historischen Eindrücke noch nicht reichen, der kann sich im gegenüberliegenden Bomann-Museum, dem drittgrößten Museum Niedersachsens, in ländliche Wohnkultur der Südheide oder in die Celler Stadtgeschichte vertiefen, oder er beschränkt seinen Besuch auf die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die u.a. im angegliederten Neubau gezeigt werden, der etwas hochtrabend als 'das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt' vermarktet wird. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche, in der sich auch die Grabdenkmäler diverser welfischer Herzöge bzw. Herzöginnen befinden; die nur zu bestimmten Zeiten zugängliche Gruft enthält u.a. den prächtigen Sarkophag von Caroline Mathilde und den schmucklosen Sarg von Sophie Dorothea. Lohnenswert ist der Blick auf die illusionistischen Fassadenmalereien aus der Barockzeit am alten Rathaus. Die in der Blumläger Vorstadt gelegene Synagoge ist ein bedeutsames Zeugnis für die Toleranzpolitik Kurhannovers im 18. Jahrhundert (und von großer Bedeutung für überlebende Juden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen im Frühjahr 1945!). Das nördlich der Aller gelegene Prinzenpalais beherbergt eine seltene Sammlung alter Stickereien. Im übrigen hat sich durch die zahlreichen Fachwerkhäuser vorwiegend des 17. und 18. Jahrhunderts in der Altstadt das geschlossene Bild einer barocken Residenzstadt erhalten, dem auch das moderne Karstadt-Gebäude der 60er Jahre und das sich dem Fachwerkstil plump anbiedernde C & A-Haus der 80er keinen Abbruch tun können. Ein Spaziergang durch den Französischen Garten, in dem das 1784 von der Ritterschaft gestiftete Monument an Caroline Mathilde erinnert, mag am Abschluß eines Stadrundgangs stehen. Danach kann der Besucher einkehren und vielleicht im Café K. am Großen Plan den feinen Damen der Celler Gesellschaft beim Verzehren des wirklich köstlichen Mohnkuchens zusehen. Nützliche Adressen: Die Tourismuszentrale im Alten Rathaus (Markt 14-16) gibt u.a. Auskunft über den Gästeführungsdienst im Schloss (Tel. 051/41 -1212). Für Führungen in den landesgeschichtlichen Räumen des Schlosses sowie im Museum gibt es Infos im Bomann-Museum am Schlossplatz 7 (Tel. 051 41 – 12 372). Im Museumsladen im Bomann-Museum wie auch am Infostand im Schloss ist der umfassende Caroline-Mathilde-Katalog von 2001 erhältlich. Ebenso die wichtige Vorstudie dazu, das bei 'in-cultura.com' 1999 erschienene Buch über die Besuche von CM und C7 in Hamburg und Schleswig-Holstein.. ISBN: 9783930727100 Wir senden umgehend mit beiliegender MwSt.Rechnung., Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung, Offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Internationaler Versand, [CT: Geschichte/Politik / Europäische Geschichte]<
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Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie). - Erstausgabe
1999, ISBN: 3930727102
Gebundene Ausgabe
[EAN: 9783930727100], Gebraucht, guter Zustand, [SC: 3.55], [PU: in-Cultura.com], REGIONALGESCHICHTE, HOCHADEL, NORDDEUTSCHLAND, 108 S. Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebun… Mehr…
[EAN: 9783930727100], Gebraucht, guter Zustand, [SC: 3.55], [PU: in-Cultura.com], REGIONALGESCHICHTE, HOCHADEL, NORDDEUTSCHLAND, 108 S. Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Königin Caroline Mathilde war gerade dabei, ihr Souper einzunehmen. 'Dort die dicke Dame, grade gegen uns über, in dem blauen Kleide ist die Königin, sagte der Hausknecht, indem sein Zeigefinger seinen Weg nach der Königin durch meine rechte Locke nahm, daß ich fast böß geworden wäre. Halt er das Maul, ich sehe sie schon lange, antwortete ich bloß.' Die königliche Tafel bestand aus 10 Personen, die Anzahl der Zuschauer, die sich am Eingang des Saals aufhielten, belief sich auf etwa 30, darunter diverse Dienstmädchen, Handwerksburschen sowie Lichtenberg und sein Diener. Über eine halbe Stunde schaute Lichtenberg dem Essen zu: 'Die Königin ist nicht sehr groß, dabey recht, was man ausgestopft nennt, alles ist dick, doch ohne in das schmalzigte Forstmeistermäßige zu fallen. Ihre Mine ist nicht gantz frey, und aus ihren Augen leuchtet, zumal so bald sie aufhört zu lächeln, etwas trotziges bey vielem Feuer hervor. Ihre Gesichtsfarbe ist gesund aber mehr blaß als roth, und ihr Gesicht überhaupt nicht was man schön nennt. Man sieht ihr, meiner Meinung nach, Muth und Entschlossenheit an, den sie auch würklich bey ihrer Arretirung gezeigt hat. Sie aß mit großem Appetit, und hörte dem was gesprochen wurde mit vieler Aufmercksamkeit zu, ohne selbst viel zu sprechen. Wenn sie nur eine Hand bey dem Essen brauchte, so legte sie sich gantz nachlässig mit dem andern Arm über den Tisch. Sie lachte einmal gantz laut, über etwas das eine alte Dame auf frantzösisch sagte. Ich habe es nicht verstanden, ob ich sonst gleich Spässe und frantzösisch verstehe.' Im letzten Jahr würdigte eine Sonderausstellung in eben diesem Schloss die Königin, die 1751 in London geboren wurde, mit 15 Jahren mit dem kranken Christian VII. von Dänemark verheiratet, dann 1772 nach der Liebesaffäre mit dem Leibarzt des Königs und Reformer Struensee geschieden und nach Intervention ihres Bruders, des britischen Königs und Kurfürsten von Hannover, nach Celle umgesiedelt wurde, wo sie bereits 1775 starb. Etliche Exponate sind an die Leihgeber zurückgewandert, doch die 'Sahnestücke' aus den hauseigenen Beständen laden nach wie vor dazu ein, sich in historischer Atmosphäre nicht nur mit der dänischen Hofgeschichte jener Jahre zu befassen, sondern auch mit dem kurzen Leben der Königin in Celle. Die zu diesem Themenkomplex ausgestellten Exponate kann der Besucher ebenso wie die in den angrenzenden Räumlichkeiten eingerichtete landesgeschichtliche Abteilung (Geschichte des Königreichs Hannover) und die einzigartigen Miniaturmalereien aus der Sammlung Tansey sich allein anschauen. Die übrigen Räume, darunter das Schlafzimmer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm und seiner morganatischen Ehefrau Eleonore d'Olbreuse, sind nur mit einer Führung zugänglich. Hier erfährt man Einschlägiges über Macht- und Heiratspolitik im Welfenhaus des 17. und 18. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tochter des Herzogspaares, Sophie Dorothea, die mit ihrem Vetter, dem kurhannoverschen Kurprinzen verheiratet wurde und die 1695 nach der Königsmarckaffäre als für den Rest ihres langen Lebens in tiefste Provinz verbannte 'Prinzessin von Ahlden' traurige Berühmtheit erlangte (und seither mit ihrer Urenkelin Caroline Mathilde um den Platz der tragischsten Frau im Welfenhaus konkurriert). Bezeichenderweise hat ihr Ex-Mann, der spätere Georg I., in Celle bis zum heutigen Tage den Ruf einer grobschlächtigen, ungehobelten Dumpfbacke, während er in Großbritannien schon lange als erfahrener Soldat, Staatsmann und als kluger Monarch gewürdigt wird. Ein schönes Beispiel für die in Celle immer noch wirkende antihannoversche Hetzpropaganda der Tories nach 1714! Vielleicht hat man hier auch nie so ganz verwunden, dass das größere Fürstentum Lüneburg (mit der Residenz Celle) 1705 im Erbgang an das kleine (allerdings politisch einflussreiche) Kurhannover fiel. Auch wer sich weniger für die Geschichte des Welfenhauses begeistern kann, sollte an dem Rundgang teilnehmen, denn nur so kommt man in den Genuss, das Schlosstheater zu sehen, bei dem es sich um das älteste bespielte Theater der Barockzeit in Deutschland (1674) handelt es sei denn, man besucht eine der abendlichen Aufführungen. Und auch nur mit Führung gelangt man, ein wirklicher Höhepunkt, in die wunderbare Schlosskapelle, die eine einheitliche Renaissanceausstattung aufweist. Ein Kleinod ersten Ranges. Wem die historischen Eindrücke noch nicht reichen, der kann sich im gegenüberliegenden Bomann-Museum, dem drittgrößten Museum Niedersachsens, in ländliche Wohnkultur der Südheide oder in die Celler Stadtgeschichte vertiefen, oder er beschränkt seinen Besuch auf die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die u.a. im angegliederten Neubau gezeigt werden, der etwas hochtrabend als 'das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt' vermarktet wird. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche, in der sich auch die Grabdenkmäler diverser welfischer Herzöge bzw. Herzöginnen befinden; die nur zu bestimmten Zeiten zugängliche Gruft enthält u.a. den prächtigen Sarkophag von Caroline Mathilde und den schmucklosen Sarg von Sophie Dorothea. Lohnenswert ist der Blick auf die illusionistischen Fa, Books<
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Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Ch - gebrauchtes Buch
1999, ISBN: 3930727102
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes … Mehr…
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie). von Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Autor(en) Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Auflage 1.,Verlag / Jahr in-Cultura.com, 1999.Format / Einband Gebundene Ausgabe, Quer Gr.8° 108 S.Sprache DeutschGewicht ca. 597 gISBN 3930727102EAN 9783930727100Bestell-Nr 676977Bemerkungen Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Königin Caroline Mathilde war gerade dabei, ihr Souper einzunehmen. 'Dort die dicke Dame, grade gegen uns über, in dem blauen Kleide ist die Königin, sagte der Hausknecht, indem sein Zeigefinger seinen Weg nach der Königin durch meine rechte Locke nahm, daß ich fast böß geworden wäre. Halt er das Maul, ich sehe sie schon lange, antwortete ich bloß.' Die königliche Tafel bestand aus 10 Personen, die Anzahl der Zuschauer, die sich am Eingang des Saals aufhielten, belief sich auf etwa 30, darunter diverse Dienstmädchen, Handwerksburschen sowie Lichtenberg und sein Diener. Über eine halbe Stunde schaute Lichtenberg dem Essen zu: 'Die Königin ist nicht sehr groß, dabey recht, was man ausgestopft nennt, alles ist dick, doch ohne in das schmalzigte Forstmeistermäßige zu fallen. Ihre Mine ist nicht gantz frey, und aus ihren Augen leuchtet, zumal so bald sie aufhört zu lächeln, etwas trotziges bey vielem Feuer hervor. Ihre Gesichtsfarbe ist gesund aber mehr blaß als roth, und ihr Gesicht überhaupt nicht was man schön nennt. Man sieht ihr, meiner Meinung nach, Muth und Entschlossenheit an, den sie auch würklich bey ihrer Arretirung gezeigt hat. Sie aß mit großem Appetit, und hörte dem was gesprochen wurde mit vieler Aufmercksamkeit zu, ohne selbst viel zu sprechen. Wenn sie nur eine Hand bey dem Essen brauchte, so legte sie sich gantz nachlässig mit dem andern Arm über den Tisch. Sie lachte einmal gantz laut, über etwas das eine alte Dame auf frantzösisch sagte. Ich habe es nicht verstanden, ob ich sonst gleich Spässe und frantzösisch verstehe.' Im letzten Jahr würdigte eine Sonderausstellung in eben diesem Schloss die Königin, die 1751 in London geboren wurde, mit 15 Jahren mit dem kranken Christian VII. von Dänemark verheiratet, dann 1772 nach der Liebesaffäre mit dem Leibarzt des Königs und Reformer Struensee geschieden und nach Intervention ihres Bruders, des britischen Königs und Kurfürsten von Hannover, nach Celle umgesiedelt wurde, wo sie bereits 1775 starb. Etliche Exponate sind an die Leihgeber zurückgewandert, doch die 'Sahnestücke' aus den hauseigenen Beständen laden nach wie vor dazu ein, sich in historischer Atmosphäre nicht nur mit der dänischen Hofgeschichte jener Jahre zu befassen, sondern auch mit dem kurzen Leben der Königin in Celle. Die zu diesem Themenkomplex ausgestellten Exponate kann der Besucher ebenso wie die in den angrenzenden Räumlichkeiten eingerichtete landesgeschichtliche Abteilung (Geschichte des Königreichs Hannover) und die einzigartigen Miniaturmalereien aus der Sammlung Tansey sich allein anschauen. Die übrigen Räume, darunter das Schlafzimmer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm und seiner morganatischen Ehefrau Eleonore d’Olbreuse, sind nur mit einer Führung zugänglich. Hier erfährt man Einschlägiges über Macht- und Heiratspolitik im Welfenhaus des 17. und 18. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tochter des Herzogspaares, Sophie Dorothea, die mit ihrem Vetter, dem kurhannoverschen Kurprinzen verheiratet wurde und die 1695 nach der Königsmarckaffäre als für den Rest ihres langen Lebens in tiefste Provinz verbannte 'Prinzessin von Ahlden' traurige Berühmtheit erlangte (und seither mit ihrer Urenkelin Caroline Mathilde um den Platz der tragischsten Frau im Welfenhaus konkurriert). Bezeichenderweise hat ihr Ex-Mann, der spätere Georg I., in Celle bis zum heutigen Tage den Ruf einer grobschlächtigen, ungehobelten Dumpfbacke, während er in Großbritannien schon lange als erfahrener Soldat, Staatsmann und als kluger Monarch gewürdigt wird. Ein schönes Beispiel für die in Celle immer noch wirkende antihannoversche Hetzpropaganda der Tories nach 1714! Vielleicht hat man hier auch nie so ganz verwunden, dass das größere Fürstentum Lüneburg (mit der Residenz Celle) 1705 im Erbgang an das kleine (allerdings politisch einflussreiche) Kurhannover fiel. Auch wer sich weniger für die Geschichte des Welfenhauses begeistern kann, sollte an dem Rundgang teilnehmen, denn nur so kommt man in den Genuss, das Schlosstheater zu sehen, bei dem es sich um das älteste bespielte Theater der Barockzeit in Deutschland (1674) handelt – es sei denn, man besucht eine der abendlichen Aufführungen. Und auch nur mit Führung gelangt man, ein wirklicher Höhepunkt, in die wunderbare Schlosskapelle, die eine einheitliche Renaissanceausstattung aufweist. Ein Kleinod ersten Ranges. Wem die historischen Eindrücke noch nicht reichen, der kann sich im gegenüberliegenden Bomann-Museum, dem drittgrößten Museum Niedersachsens, in ländliche Wohnkultur der Südheide oder in die Celler Stadtgeschichte vertiefen, oder er beschränkt seinen Besuch auf die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die u.a. im angegliederten Neubau gezeigt werden, der etwas hochtrabend als 'das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt' vermarktet wird. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche, in der sich auch die Grabdenkmäler diverser welfischer Herzöge bzw. Herzöginnen befinden; die nur zu bestimmten Zeiten zugängliche Gruft enthält u.a. den prächtigen Sarkophag von Caroline Mathilde und den schmucklosen Sarg von Sophie Dorothea. Lohnenswert ist der Blick auf die illusionistischen Fassadenmalereien aus der Barockzeit am alten Rathaus. Die in der Blumläger Vorstadt gelegene Synagoge ist ein bedeutsames Zeugnis für die Toleranzpolitik Kurhannovers im 18. Jahrhundert (und von großer Bedeutung für überlebende Juden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen im Frühjahr 1945!). Das nördlich der Aller gelegene Prinzenpalais beherbergt eine seltene Sammlung alter Stickereien. Im übrigen hat sich durch die zahlreichen Fachwerkhäuser vorwiegend des 17. und 18. Jahrhunderts in der Altstadt das geschlossene Bild einer barocken Residenzstadt erhalten, dem auch das moderne Karstadt-Gebäude der 60er Jahre und das sich dem Fachwerkstil plump anbiedernde C & A-Haus der 80er keinen Abbruch tun können. Ein Spaziergang durch den Französischen Garten, in dem das 1784 von der Ritterschaft gestiftete Monument an Caroline Mathilde erinnert, mag am Abschluß eines Stadrundgangs stehen. Danach kann der Besucher einkehren und vielleicht im Café K. am Großen Plan den feinen Damen der Celler Gesellschaft beim Verzehren des wirklich köstlichen Mohnkuchens zusehen. Nützliche Adressen: Die Tourismuszentrale im Alten Rathaus (Markt 14-16) gibt u.a. Auskunft über den Gästeführungsdienst im Schloss (Tel. 051/41 -1212). Für Führungen in den landesgeschichtlichen Räumen des Schlosses sowie im Museum gibt es Infos im Bomann-Museum am Schlossplatz 7 (Tel. 051 41 – 12 372). Im Museumsladen im Bomann-Museum wie auch am Infostand im Schloss ist der umfassende Caroline-Mathilde-Katalog von 2001 erhältlich. Ebenso die wichtige Vorstudie dazu, das bei 'in-cultura.com' 1999 erschienene Buch über die Besuche von CM und C7 in Hamburg und Schleswig-Holstein.. ISBN: 9783930727100 Schlagworte Regionalgeschichte, Hochadel, NorddeutschlandUnser Preis EUR 20,70(inkl. MwSt.)Versandkostenfrei innerhalb DeutschlandsWir versenden am nächsten Tag, Mo - Fr.Aufgenommen mit whBOOKSicheres Bestellen - Order-Control geprüft!Artikel eingestellt mit dem w+h GmbH eBay-Service Daten und Bilder powered by Buchfreund (2025-12-04), von Profianbieter, in-Cultura.com, 1999<

Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:
Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Ch - gebrauchtes Buch1999, ISBN: 3930727102
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes … Mehr…
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie). von Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Autor(en) Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Auflage 1.,Verlag / Jahr in-Cultura.com, 1999.Format / Einband Gebundene Ausgabe, Quer Gr.8° 108 S.Sprache DeutschGewicht ca. 597 gISBN 3930727102EAN 9783930727100Bestell-Nr 676977Bemerkungen Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Königin Caroline Mathilde war gerade dabei, ihr Souper einzunehmen. 'Dort die dicke Dame, grade gegen uns über, in dem blauen Kleide ist die Königin, sagte der Hausknecht, indem sein Zeigefinger seinen Weg nach der Königin durch meine rechte Locke nahm, daß ich fast böß geworden wäre. Halt er das Maul, ich sehe sie schon lange, antwortete ich bloß.' Die königliche Tafel bestand aus 10 Personen, die Anzahl der Zuschauer, die sich am Eingang des Saals aufhielten, belief sich auf etwa 30, darunter diverse Dienstmädchen, Handwerksburschen sowie Lichtenberg und sein Diener. Über eine halbe Stunde schaute Lichtenberg dem Essen zu: 'Die Königin ist nicht sehr groß, dabey recht, was man ausgestopft nennt, alles ist dick, doch ohne in das schmalzigte Forstmeistermäßige zu fallen. Ihre Mine ist nicht gantz frey, und aus ihren Augen leuchtet, zumal so bald sie aufhört zu lächeln, etwas trotziges bey vielem Feuer hervor. Ihre Gesichtsfarbe ist gesund aber mehr blaß als roth, und ihr Gesicht überhaupt nicht was man schön nennt. Man sieht ihr, meiner Meinung nach, Muth und Entschlossenheit an, den sie auch würklich bey ihrer Arretirung gezeigt hat. Sie aß mit großem Appetit, und hörte dem was gesprochen wurde mit vieler Aufmercksamkeit zu, ohne selbst viel zu sprechen. Wenn sie nur eine Hand bey dem Essen brauchte, so legte sie sich gantz nachlässig mit dem andern Arm über den Tisch. Sie lachte einmal gantz laut, über etwas das eine alte Dame auf frantzösisch sagte. Ich habe es nicht verstanden, ob ich sonst gleich Spässe und frantzösisch verstehe.' Im letzten Jahr würdigte eine Sonderausstellung in eben diesem Schloss die Königin, die 1751 in London geboren wurde, mit 15 Jahren mit dem kranken Christian VII. von Dänemark verheiratet, dann 1772 nach der Liebesaffäre mit dem Leibarzt des Königs und Reformer Struensee geschieden und nach Intervention ihres Bruders, des britischen Königs und Kurfürsten von Hannover, nach Celle umgesiedelt wurde, wo sie bereits 1775 starb. Etliche Exponate sind an die Leihgeber zurückgewandert, doch die 'Sahnestücke' aus den hauseigenen Beständen laden nach wie vor dazu ein, sich in historischer Atmosphäre nicht nur mit der dänischen Hofgeschichte jener Jahre zu befassen, sondern auch mit dem kurzen Leben der Königin in Celle. Die zu diesem Themenkomplex ausgestellten Exponate kann der Besucher ebenso wie die in den angrenzenden Räumlichkeiten eingerichtete landesgeschichtliche Abteilung (Geschichte des Königreichs Hannover) und die einzigartigen Miniaturmalereien aus der Sammlung Tansey sich allein anschauen. Die übrigen Räume, darunter das Schlafzimmer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm und seiner morganatischen Ehefrau Eleonore d’Olbreuse, sind nur mit einer Führung zugänglich. Hier erfährt man Einschlägiges über Macht- und Heiratspolitik im Welfenhaus des 17. und 18. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tochter des Herzogspaares, Sophie Dorothea, die mit ihrem Vetter, dem kurhannoverschen Kurprinzen verheiratet wurde und die 1695 nach der Königsmarckaffäre als für den Rest ihres langen Lebens in tiefste Provinz verbannte 'Prinzessin von Ahlden' traurige Berühmtheit erlangte (und seither mit ihrer Urenkelin Caroline Mathilde um den Platz der tragischsten Frau im Welfenhaus konkurriert). Bezeichenderweise hat ihr Ex-Mann, der spätere Georg I., in Celle bis zum heutigen Tage den Ruf einer grobschlächtigen, ungehobelten Dumpfbacke, während er in Großbritannien schon lange als erfahrener Soldat, Staatsmann und als kluger Monarch gewürdigt wird. Ein schönes Beispiel für die in Celle immer noch wirkende antihannoversche Hetzpropaganda der Tories nach 1714! Vielleicht hat man hier auch nie so ganz verwunden, dass das größere Fürstentum Lüneburg (mit der Residenz Celle) 1705 im Erbgang an das kleine (allerdings politisch einflussreiche) Kurhannover fiel. Auch wer sich weniger für die Geschichte des Welfenhauses begeistern kann, sollte an dem Rundgang teilnehmen, denn nur so kommt man in den Genuss, das Schlosstheater zu sehen, bei dem es sich um das älteste bespielte Theater der Barockzeit in Deutschland (1674) handelt – es sei denn, man besucht eine der abendlichen Aufführungen. Und auch nur mit Führung gelangt man, ein wirklicher Höhepunkt, in die wunderbare Schlosskapelle, die eine einheitliche Renaissanceausstattung aufweist. Ein Kleinod ersten Ranges. Wem die historischen Eindrücke noch nicht reichen, der kann sich im gegenüberliegenden Bomann-Museum, dem drittgrößten Museum Niedersachsens, in ländliche Wohnkultur der Südheide oder in die Celler Stadtgeschichte vertiefen, oder er beschränkt seinen Besuch auf die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die u.a. im angegliederten Neubau gezeigt werden, der etwas hochtrabend als 'das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt' vermarktet wird. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche, in der sich auch die Grabdenkmäler diverser welfischer Herzöge bzw. Herzöginnen befinden; die nur zu bestimmten Zeiten zugängliche Gruft enthält u.a. den prächtigen Sarkophag von Caroline Mathilde und den schmucklosen Sarg von Sophie Dorothea. Lohnenswert ist der Blick auf die illusionistischen Fassadenmalereien aus der Barockzeit am alten Rathaus. Die in der Blumläger Vorstadt gelegene Synagoge ist ein bedeutsames Zeugnis für die Toleranzpolitik Kurhannovers im 18. Jahrhundert (und von großer Bedeutung für überlebende Juden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen im Frühjahr 1945!). Das nördlich der Aller gelegene Prinzenpalais beherbergt eine seltene Sammlung alter Stickereien. Im übrigen hat sich durch die zahlreichen Fachwerkhäuser vorwiegend des 17. und 18. Jahrhunderts in der Altstadt das geschlossene Bild einer barocken Residenzstadt erhalten, dem auch das moderne Karstadt-Gebäude der 60er Jahre und das sich dem Fachwerkstil plump anbiedernde C & A-Haus der 80er keinen Abbruch tun können. Ein Spaziergang durch den Französischen Garten, in dem das 1784 von der Ritterschaft gestiftete Monument an Caroline Mathilde erinnert, mag am Abschluß eines Stadrundgangs stehen. Danach kann der Besucher einkehren und vielleicht im Café K. am Großen Plan den feinen Damen der Celler Gesellschaft beim Verzehren des wirklich köstlichen Mohnkuchens zusehen. Nützliche Adressen: Die Tourismuszentrale im Alten Rathaus (Markt 14-16) gibt u.a. Auskunft über den Gästeführungsdienst im Schloss (Tel. 051/41 -1212). Für Führungen in den landesgeschichtlichen Räumen des Schlosses sowie im Museum gibt es Infos im Bomann-Museum am Schlossplatz 7 (Tel. 051 41 – 12 372). Im Museumsladen im Bomann-Museum wie auch am Infostand im Schloss ist der umfassende Caroline-Mathilde-Katalog von 2001 erhältlich. Ebenso die wichtige Vorstudie dazu, das bei 'in-cultura.com' 1999 erschienene Buch über die Besuche von CM und C7 in Hamburg und Schleswig-Holstein.. ISBN: 9783930727100 Schlagworte Regionalgeschichte, Hochadel, NorddeutschlandUnser Preis EUR 20,70(inkl. MwSt.)Versandkostenfrei innerhalb DeutschlandsWir versenden am nächsten Tag, Mo - Fr.Aufgenommen mit whBOOKSicheres Bestellen - Order-Control geprüft!Artikel eingestellt mit dem w+h GmbH eBay-Service Daten und Bilder powered by Buchfreund (2025-08-04), von Profianbieter, in-Cultura.com, 1999<

Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Ch - gebrauchtes Buch
1999
ISBN: 3930727102
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes … Mehr…
Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie). von Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Autor(en) Willer, Ursula, Mathias Hattendorff und Francois Maher Presley:Auflage 1.,Verlag / Jahr in-Cultura.com, 1999.Format / Einband Gebundene Ausgabe, Quer Gr.8° 108 S.Sprache DeutschGewicht ca. 597 gISBN 3930727102EAN 9783930727100Bestell-Nr 676977Bemerkungen Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Königin Caroline Mathilde war gerade dabei, ihr Souper einzunehmen. 'Dort die dicke Dame, grade gegen uns über, in dem blauen Kleide ist die Königin, sagte der Hausknecht, indem sein Zeigefinger seinen Weg nach der Königin durch meine rechte Locke nahm, daß ich fast böß geworden wäre. Halt er das Maul, ich sehe sie schon lange, antwortete ich bloß.' Die königliche Tafel bestand aus 10 Personen, die Anzahl der Zuschauer, die sich am Eingang des Saals aufhielten, belief sich auf etwa 30, darunter diverse Dienstmädchen, Handwerksburschen sowie Lichtenberg und sein Diener. Über eine halbe Stunde schaute Lichtenberg dem Essen zu: 'Die Königin ist nicht sehr groß, dabey recht, was man ausgestopft nennt, alles ist dick, doch ohne in das schmalzigte Forstmeistermäßige zu fallen. Ihre Mine ist nicht gantz frey, und aus ihren Augen leuchtet, zumal so bald sie aufhört zu lächeln, etwas trotziges bey vielem Feuer hervor. Ihre Gesichtsfarbe ist gesund aber mehr blaß als roth, und ihr Gesicht überhaupt nicht was man schön nennt. Man sieht ihr, meiner Meinung nach, Muth und Entschlossenheit an, den sie auch würklich bey ihrer Arretirung gezeigt hat. Sie aß mit großem Appetit, und hörte dem was gesprochen wurde mit vieler Aufmercksamkeit zu, ohne selbst viel zu sprechen. Wenn sie nur eine Hand bey dem Essen brauchte, so legte sie sich gantz nachlässig mit dem andern Arm über den Tisch. Sie lachte einmal gantz laut, über etwas das eine alte Dame auf frantzösisch sagte. Ich habe es nicht verstanden, ob ich sonst gleich Spässe und frantzösisch verstehe.' Im letzten Jahr würdigte eine Sonderausstellung in eben diesem Schloss die Königin, die 1751 in London geboren wurde, mit 15 Jahren mit dem kranken Christian VII. von Dänemark verheiratet, dann 1772 nach der Liebesaffäre mit dem Leibarzt des Königs und Reformer Struensee geschieden und nach Intervention ihres Bruders, des britischen Königs und Kurfürsten von Hannover, nach Celle umgesiedelt wurde, wo sie bereits 1775 starb. Etliche Exponate sind an die Leihgeber zurückgewandert, doch die 'Sahnestücke' aus den hauseigenen Beständen laden nach wie vor dazu ein, sich in historischer Atmosphäre nicht nur mit der dänischen Hofgeschichte jener Jahre zu befassen, sondern auch mit dem kurzen Leben der Königin in Celle. Die zu diesem Themenkomplex ausgestellten Exponate kann der Besucher ebenso wie die in den angrenzenden Räumlichkeiten eingerichtete landesgeschichtliche Abteilung (Geschichte des Königreichs Hannover) und die einzigartigen Miniaturmalereien aus der Sammlung Tansey sich allein anschauen. Die übrigen Räume, darunter das Schlafzimmer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm und seiner morganatischen Ehefrau Eleonore d’Olbreuse, sind nur mit einer Führung zugänglich. Hier erfährt man Einschlägiges über Macht- und Heiratspolitik im Welfenhaus des 17. und 18. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tochter des Herzogspaares, Sophie Dorothea, die mit ihrem Vetter, dem kurhannoverschen Kurprinzen verheiratet wurde und die 1695 nach der Königsmarckaffäre als für den Rest ihres langen Lebens in tiefste Provinz verbannte 'Prinzessin von Ahlden' traurige Berühmtheit erlangte (und seither mit ihrer Urenkelin Caroline Mathilde um den Platz der tragischsten Frau im Welfenhaus konkurriert). Bezeichenderweise hat ihr Ex-Mann, der spätere Georg I., in Celle bis zum heutigen Tage den Ruf einer grobschlächtigen, ungehobelten Dumpfbacke, während er in Großbritannien schon lange als erfahrener Soldat, Staatsmann und als kluger Monarch gewürdigt wird. Ein schönes Beispiel für die in Celle immer noch wirkende antihannoversche Hetzpropaganda der Tories nach 1714! Vielleicht hat man hier auch nie so ganz verwunden, dass das größere Fürstentum Lüneburg (mit der Residenz Celle) 1705 im Erbgang an das kleine (allerdings politisch einflussreiche) Kurhannover fiel. Auch wer sich weniger für die Geschichte des Welfenhauses begeistern kann, sollte an dem Rundgang teilnehmen, denn nur so kommt man in den Genuss, das Schlosstheater zu sehen, bei dem es sich um das älteste bespielte Theater der Barockzeit in Deutschland (1674) handelt – es sei denn, man besucht eine der abendlichen Aufführungen. Und auch nur mit Führung gelangt man, ein wirklicher Höhepunkt, in die wunderbare Schlosskapelle, die eine einheitliche Renaissanceausstattung aufweist. Ein Kleinod ersten Ranges. Wem die historischen Eindrücke noch nicht reichen, der kann sich im gegenüberliegenden Bomann-Museum, dem drittgrößten Museum Niedersachsens, in ländliche Wohnkultur der Südheide oder in die Celler Stadtgeschichte vertiefen, oder er beschränkt seinen Besuch auf die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die u.a. im angegliederten Neubau gezeigt werden, der etwas hochtrabend als 'das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt' vermarktet wird. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche, in der sich auch die Grabdenkmäler diverser welfischer Herzöge bzw. Herzöginnen befinden; die nur zu bestimmten Zeiten zugängliche Gruft enthält u.a. den prächtigen Sarkophag von Caroline Mathilde und den schmucklosen Sarg von Sophie Dorothea. Lohnenswert ist der Blick auf die illusionistischen Fassadenmalereien aus der Barockzeit am alten Rathaus. Die in der Blumläger Vorstadt gelegene Synagoge ist ein bedeutsames Zeugnis für die Toleranzpolitik Kurhannovers im 18. Jahrhundert (und von großer Bedeutung für überlebende Juden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen im Frühjahr 1945!). Das nördlich der Aller gelegene Prinzenpalais beherbergt eine seltene Sammlung alter Stickereien. Im übrigen hat sich durch die zahlreichen Fachwerkhäuser vorwiegend des 17. und 18. Jahrhunderts in der Altstadt das geschlossene Bild einer barocken Residenzstadt erhalten, dem auch das moderne Karstadt-Gebäude der 60er Jahre und das sich dem Fachwerkstil plump anbiedernde C & A-Haus der 80er keinen Abbruch tun können. Ein Spaziergang durch den Französischen Garten, in dem das 1784 von der Ritterschaft gestiftete Monument an Caroline Mathilde erinnert, mag am Abschluß eines Stadrundgangs stehen. Danach kann der Besucher einkehren und vielleicht im Café K. am Großen Plan den feinen Damen der Celler Gesellschaft beim Verzehren des wirklich köstlichen Mohnkuchens zusehen. Nützliche Adressen: Die Tourismuszentrale im Alten Rathaus (Markt 14-16) gibt u.a. Auskunft über den Gästeführungsdienst im Schloss (Tel. 051/41 -1212). Für Führungen in den landesgeschichtlichen Räumen des Schlosses sowie im Museum gibt es Infos im Bomann-Museum am Schlossplatz 7 (Tel. 051 41 – 12 372). Im Museumsladen im Bomann-Museum wie auch am Infostand im Schloss ist der umfassende Caroline-Mathilde-Katalog von 2001 erhältlich. Ebenso die wichtige Vorstudie dazu, das bei 'in-cultura.com' 1999 erschienene Buch über die Besuche von CM und C7 in Hamburg und Schleswig-Holstein.. ISBN: 9783930727100 Schlagworte Regionalgeschichte, Hochadel, NorddeutschlandUnser Preis EUR 20,70(inkl. MwSt.)Versandkostenfrei innerhalb DeutschlandsWir versenden am nächsten Tag, Mo - Fr.Aufgenommen mit whBOOKSicheres Bestellen - Order-Control geprüft!Artikel eingestellt mit dem w+h GmbH eBay-Service Daten und Bilder powered by Buchfreund (2025-06-03), von Profianbieter, in-Cultura.com, 1999<

Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie). - gebunden oder broschiert
1999, ISBN: 9783930727100
gewerbliches Angebot, [SC: 3.20], gebraucht; sehr gut, [PU: in-Cultura.com], [GW: 597g], 1., DE, 108 S. Gebundene Ausgabe, Quer Gr.8° Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebunde… Mehr…
gewerbliches Angebot, [SC: 3.20], gebraucht; sehr gut, [PU: in-Cultura.com], [GW: 597g], 1., DE, 108 S. Gebundene Ausgabe, Quer Gr.8° Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' – Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Königin Caroline Mathilde war gerade dabei, ihr Souper einzunehmen. 'Dort die dicke Dame, grade gegen uns über, in dem blauen Kleide ist die Königin, sagte der Hausknecht, indem sein Zeigefinger seinen Weg nach der Königin durch meine rechte Locke nahm, daß ich fast böß geworden wäre. Halt er das Maul, ich sehe sie schon lange, antwortete ich bloß.' Die königliche Tafel bestand aus 10 Personen, die Anzahl der Zuschauer, die sich am Eingang des Saals aufhielten, belief sich auf etwa 30, darunter diverse Dienstmädchen, Handwerksburschen sowie Lichtenberg und sein Diener. Über eine halbe Stunde schaute Lichtenberg dem Essen zu: 'Die Königin ist nicht sehr groß, dabey recht, was man ausgestopft nennt, alles ist dick, doch ohne in das schmalzigte Forstmeistermäßige zu fallen. Ihre Mine ist nicht gantz frey, und aus ihren Augen leuchtet, zumal so bald sie aufhört zu lächeln, etwas trotziges bey vielem Feuer hervor. Ihre Gesichtsfarbe ist gesund aber mehr blaß als roth, und ihr Gesicht überhaupt nicht was man schön nennt. Man sieht ihr, meiner Meinung nach, Muth und Entschlossenheit an, den sie auch würklich bey ihrer Arretirung gezeigt hat. Sie aß mit großem Appetit, und hörte dem was gesprochen wurde mit vieler Aufmercksamkeit zu, ohne selbst viel zu sprechen. Wenn sie nur eine Hand bey dem Essen brauchte, so legte sie sich gantz nachlässig mit dem andern Arm über den Tisch. Sie lachte einmal gantz laut, über etwas das eine alte Dame auf frantzösisch sagte. Ich habe es nicht verstanden, ob ich sonst gleich Spässe und frantzösisch verstehe.' Im letzten Jahr würdigte eine Sonderausstellung in eben diesem Schloss die Königin, die 1751 in London geboren wurde, mit 15 Jahren mit dem kranken Christian VII. von Dänemark verheiratet, dann 1772 nach der Liebesaffäre mit dem Leibarzt des Königs und Reformer Struensee geschieden und nach Intervention ihres Bruders, des britischen Königs und Kurfürsten von Hannover, nach Celle umgesiedelt wurde, wo sie bereits 1775 starb. Etliche Exponate sind an die Leihgeber zurückgewandert, doch die 'Sahnestücke' aus den hauseigenen Beständen laden nach wie vor dazu ein, sich in historischer Atmosphäre nicht nur mit der dänischen Hofgeschichte jener Jahre zu befassen, sondern auch mit dem kurzen Leben der Königin in Celle. Die zu diesem Themenkomplex ausgestellten Exponate kann der Besucher ebenso wie die in den angrenzenden Räumlichkeiten eingerichtete landesgeschichtliche Abteilung (Geschichte des Königreichs Hannover) und die einzigartigen Miniaturmalereien aus der Sammlung Tansey sich allein anschauen. Die übrigen Räume, darunter das Schlafzimmer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm und seiner morganatischen Ehefrau Eleonore d’Olbreuse, sind nur mit einer Führung zugänglich. Hier erfährt man Einschlägiges über Macht- und Heiratspolitik im Welfenhaus des 17. und 18. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tochter des Herzogspaares, Sophie Dorothea, die mit ihrem Vetter, dem kurhannoverschen Kurprinzen verheiratet wurde und die 1695 nach der Königsmarckaffäre als für den Rest ihres langen Lebens in tiefste Provinz verbannte 'Prinzessin von Ahlden' traurige Berühmtheit erlangte (und seither mit ihrer Urenkelin Caroline Mathilde um den Platz der tragischsten Frau im Welfenhaus konkurriert). Bezeichenderweise hat ihr Ex-Mann, der spätere Georg I., in Celle bis zum heutigen Tage den Ruf einer grobschlächtigen, ungehobelten Dumpfbacke, während er in Großbritannien schon lange als erfahrener Soldat, Staatsmann und als kluger Monarch gewürdigt wird. Ein schönes Beispiel für die in Celle immer noch wirkende antihannoversche Hetzpropaganda der Tories nach 1714! Vielleicht hat man hier auch nie so ganz verwunden, dass das größere Fürstentum Lüneburg (mit der Residenz Celle) 1705 im Erbgang an das kleine (allerdings politisch einflussreiche) Kurhannover fiel. Auch wer sich weniger für die Geschichte des Welfenhauses begeistern kann, sollte an dem Rundgang teilnehmen, denn nur so kommt man in den Genuss, das Schlosstheater zu sehen, bei dem es sich um das älteste bespielte Theater der Barockzeit in Deutschland (1674) handelt – es sei denn, man besucht eine der abendlichen Aufführungen. Und auch nur mit Führung gelangt man, ein wirklicher Höhepunkt, in die wunderbare Schlosskapelle, die eine einheitliche Renaissanceausstattung aufweist. Ein Kleinod ersten Ranges. Wem die historischen Eindrücke noch nicht reichen, der kann sich im gegenüberliegenden Bomann-Museum, dem drittgrößten Museum Niedersachsens, in ländliche Wohnkultur der Südheide oder in die Celler Stadtgeschichte vertiefen, oder er beschränkt seinen Besuch auf die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die u.a. im angegliederten Neubau gezeigt werden, der etwas hochtrabend als 'das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt' vermarktet wird. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche, in der sich auch die Grabdenkmäler diverser welfischer Herzöge bzw. Herzöginnen befinden; die nur zu bestimmten Zeiten zugängliche Gruft enthält u.a. den prächtigen Sarkophag von Caroline Mathilde und den schmucklosen Sarg von Sophie Dorothea. Lohnenswert ist der Blick auf die illusionistischen Fassadenmalereien aus der Barockzeit am alten Rathaus. Die in der Blumläger Vorstadt gelegene Synagoge ist ein bedeutsames Zeugnis für die Toleranzpolitik Kurhannovers im 18. Jahrhundert (und von großer Bedeutung für überlebende Juden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen im Frühjahr 1945!). Das nördlich der Aller gelegene Prinzenpalais beherbergt eine seltene Sammlung alter Stickereien. Im übrigen hat sich durch die zahlreichen Fachwerkhäuser vorwiegend des 17. und 18. Jahrhunderts in der Altstadt das geschlossene Bild einer barocken Residenzstadt erhalten, dem auch das moderne Karstadt-Gebäude der 60er Jahre und das sich dem Fachwerkstil plump anbiedernde C & A-Haus der 80er keinen Abbruch tun können. Ein Spaziergang durch den Französischen Garten, in dem das 1784 von der Ritterschaft gestiftete Monument an Caroline Mathilde erinnert, mag am Abschluß eines Stadrundgangs stehen. Danach kann der Besucher einkehren und vielleicht im Café K. am Großen Plan den feinen Damen der Celler Gesellschaft beim Verzehren des wirklich köstlichen Mohnkuchens zusehen. Nützliche Adressen: Die Tourismuszentrale im Alten Rathaus (Markt 14-16) gibt u.a. Auskunft über den Gästeführungsdienst im Schloss (Tel. 051/41 -1212). Für Führungen in den landesgeschichtlichen Räumen des Schlosses sowie im Museum gibt es Infos im Bomann-Museum am Schlossplatz 7 (Tel. 051 41 – 12 372). Im Museumsladen im Bomann-Museum wie auch am Infostand im Schloss ist der umfassende Caroline-Mathilde-Katalog von 2001 erhältlich. Ebenso die wichtige Vorstudie dazu, das bei 'in-cultura.com' 1999 erschienene Buch über die Besuche von CM und C7 in Hamburg und Schleswig-Holstein.. ISBN: 9783930727100 Wir senden umgehend mit beiliegender MwSt.Rechnung., Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung, Offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Internationaler Versand, [CT: Geschichte/Politik / Europäische Geschichte]<

Hoefische Reglements und Lustbarkeiten: Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie). - Erstausgabe
1999, ISBN: 3930727102
Gebundene Ausgabe
[EAN: 9783930727100], Gebraucht, guter Zustand, [SC: 3.55], [PU: in-Cultura.com], REGIONALGESCHICHTE, HOCHADEL, NORDDEUTSCHLAND, 108 S. Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebun… Mehr…
[EAN: 9783930727100], Gebraucht, guter Zustand, [SC: 3.55], [PU: in-Cultura.com], REGIONALGESCHICHTE, HOCHADEL, NORDDEUTSCHLAND, 108 S. Das Buch ist in sehr gutem, sauberen Zustand. Gebundenes Buch mit Original-Schutzumschlag. Dieser mit leichten Randläsuren. Besitzvermerk mit zartem Bleistift auf Vorsatz. Sonst sauberes und wohlerhaltenes Exemplar. -----Inhalt:. Zahllose Abbildungen aus vielen Quellen (zumeist europäische Adelshäuser), die in dieser Form zusammen noch nicht veröffentlicht wurden. 'In Celle habe ich die Königin von Dänemarck speißen sehen' Ein Besuch in der alten Residenzstadt Celle von Mathias Hattendorff Die Neugier, eine berühmte Person der Zeitgeschichte aus nächster Nähe zu sehen, führte den Göttinger Schriftsteller und Mathematikprofessor Georg Christoph Lichtenberg am 12. Mai 1773 nach Celle. Noch am selben Abend gelangte er durch Vermittlung seines Wirtes ins Schloss, wo ihn der Hausknecht in den Speisesaal führte. Königin Caroline Mathilde war gerade dabei, ihr Souper einzunehmen. 'Dort die dicke Dame, grade gegen uns über, in dem blauen Kleide ist die Königin, sagte der Hausknecht, indem sein Zeigefinger seinen Weg nach der Königin durch meine rechte Locke nahm, daß ich fast böß geworden wäre. Halt er das Maul, ich sehe sie schon lange, antwortete ich bloß.' Die königliche Tafel bestand aus 10 Personen, die Anzahl der Zuschauer, die sich am Eingang des Saals aufhielten, belief sich auf etwa 30, darunter diverse Dienstmädchen, Handwerksburschen sowie Lichtenberg und sein Diener. Über eine halbe Stunde schaute Lichtenberg dem Essen zu: 'Die Königin ist nicht sehr groß, dabey recht, was man ausgestopft nennt, alles ist dick, doch ohne in das schmalzigte Forstmeistermäßige zu fallen. Ihre Mine ist nicht gantz frey, und aus ihren Augen leuchtet, zumal so bald sie aufhört zu lächeln, etwas trotziges bey vielem Feuer hervor. Ihre Gesichtsfarbe ist gesund aber mehr blaß als roth, und ihr Gesicht überhaupt nicht was man schön nennt. Man sieht ihr, meiner Meinung nach, Muth und Entschlossenheit an, den sie auch würklich bey ihrer Arretirung gezeigt hat. Sie aß mit großem Appetit, und hörte dem was gesprochen wurde mit vieler Aufmercksamkeit zu, ohne selbst viel zu sprechen. Wenn sie nur eine Hand bey dem Essen brauchte, so legte sie sich gantz nachlässig mit dem andern Arm über den Tisch. Sie lachte einmal gantz laut, über etwas das eine alte Dame auf frantzösisch sagte. Ich habe es nicht verstanden, ob ich sonst gleich Spässe und frantzösisch verstehe.' Im letzten Jahr würdigte eine Sonderausstellung in eben diesem Schloss die Königin, die 1751 in London geboren wurde, mit 15 Jahren mit dem kranken Christian VII. von Dänemark verheiratet, dann 1772 nach der Liebesaffäre mit dem Leibarzt des Königs und Reformer Struensee geschieden und nach Intervention ihres Bruders, des britischen Königs und Kurfürsten von Hannover, nach Celle umgesiedelt wurde, wo sie bereits 1775 starb. Etliche Exponate sind an die Leihgeber zurückgewandert, doch die 'Sahnestücke' aus den hauseigenen Beständen laden nach wie vor dazu ein, sich in historischer Atmosphäre nicht nur mit der dänischen Hofgeschichte jener Jahre zu befassen, sondern auch mit dem kurzen Leben der Königin in Celle. Die zu diesem Themenkomplex ausgestellten Exponate kann der Besucher ebenso wie die in den angrenzenden Räumlichkeiten eingerichtete landesgeschichtliche Abteilung (Geschichte des Königreichs Hannover) und die einzigartigen Miniaturmalereien aus der Sammlung Tansey sich allein anschauen. Die übrigen Räume, darunter das Schlafzimmer des letzten Celler Herzogs Georg Wilhelm und seiner morganatischen Ehefrau Eleonore d'Olbreuse, sind nur mit einer Führung zugänglich. Hier erfährt man Einschlägiges über Macht- und Heiratspolitik im Welfenhaus des 17. und 18. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Tochter des Herzogspaares, Sophie Dorothea, die mit ihrem Vetter, dem kurhannoverschen Kurprinzen verheiratet wurde und die 1695 nach der Königsmarckaffäre als für den Rest ihres langen Lebens in tiefste Provinz verbannte 'Prinzessin von Ahlden' traurige Berühmtheit erlangte (und seither mit ihrer Urenkelin Caroline Mathilde um den Platz der tragischsten Frau im Welfenhaus konkurriert). Bezeichenderweise hat ihr Ex-Mann, der spätere Georg I., in Celle bis zum heutigen Tage den Ruf einer grobschlächtigen, ungehobelten Dumpfbacke, während er in Großbritannien schon lange als erfahrener Soldat, Staatsmann und als kluger Monarch gewürdigt wird. Ein schönes Beispiel für die in Celle immer noch wirkende antihannoversche Hetzpropaganda der Tories nach 1714! Vielleicht hat man hier auch nie so ganz verwunden, dass das größere Fürstentum Lüneburg (mit der Residenz Celle) 1705 im Erbgang an das kleine (allerdings politisch einflussreiche) Kurhannover fiel. Auch wer sich weniger für die Geschichte des Welfenhauses begeistern kann, sollte an dem Rundgang teilnehmen, denn nur so kommt man in den Genuss, das Schlosstheater zu sehen, bei dem es sich um das älteste bespielte Theater der Barockzeit in Deutschland (1674) handelt es sei denn, man besucht eine der abendlichen Aufführungen. Und auch nur mit Führung gelangt man, ein wirklicher Höhepunkt, in die wunderbare Schlosskapelle, die eine einheitliche Renaissanceausstattung aufweist. Ein Kleinod ersten Ranges. Wem die historischen Eindrücke noch nicht reichen, der kann sich im gegenüberliegenden Bomann-Museum, dem drittgrößten Museum Niedersachsens, in ländliche Wohnkultur der Südheide oder in die Celler Stadtgeschichte vertiefen, oder er beschränkt seinen Besuch auf die Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die u.a. im angegliederten Neubau gezeigt werden, der etwas hochtrabend als 'das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt' vermarktet wird. Weitere empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind die Stadtkirche, in der sich auch die Grabdenkmäler diverser welfischer Herzöge bzw. Herzöginnen befinden; die nur zu bestimmten Zeiten zugängliche Gruft enthält u.a. den prächtigen Sarkophag von Caroline Mathilde und den schmucklosen Sarg von Sophie Dorothea. Lohnenswert ist der Blick auf die illusionistischen Fa, Books<
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Bibliographische Daten des bestpassenden Buches
Detailangaben zum Buch - Hoefische Reglements und Lustbarkeiten. Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772 (Historie)
EAN (ISBN-13): 9783930727100
ISBN (ISBN-10): 3930727102
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsjahr: 1772
Herausgeber: in-Cultura.com
Buch in der Datenbank seit 2008-06-07T20:48:09+02:00 (Berlin)
Buch zuletzt gefunden am 2026-01-03T00:30:43+01:00 (Berlin)
ISBN/EAN: 3930727102
ISBN - alternative Schreibweisen:
3-930727-10-2, 978-3-930727-10-0
Alternative Schreibweisen und verwandte Suchbegriffe:
Autor des Buches: hattendorff mathias
Titel des Buches: reglement, lustbarkeiten reglements christian caroline holstein höfische mathilde besuche hamburg ursula willer 1766 1772 hrsg, höfische reglements und lustbarkeiten
Daten vom Verlag:
Autor/in: Mathias Hattendorff, (ISNI: 0000000021109727; 0000000020565683), (GND: 129246530; 118830937)
Titel: Historie; Hoefische Reglements und Lustbarkeiten - Die Besuche von Caroline Mathilde und Christian VII. in Hamburg und Holstein 1766-1772
Verlag: in-Cultura.com
Erscheinungsjahr: 1999-03-04
Hamburg; DE
Gewicht: 0,597 kg
Sprache: Deutsch
9,80 € (DE)
Not available (reason unspecified)
zahlr. Abb.
BB; LEINEN; Hardcover, Softcover / Geschichte/Regionalgeschichte, Ländergeschichte; Geschichte: Ereignisse und Themen; Regionalgeschichte; Hochadel; Norddeutschland; Alle Personen, die sich für Geschichte, hier insbesondere nordeuropäische / norddeutsche Geschichte interessieren, für Schleswig-Holstein, Hamburg, Dänemark und das dortige Königshaus und für Verwicklungen in gesellschaftlichen und politischen Kreisen.

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