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Moral und Recht - Jens Peter Brune
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Jens Peter Brune:

Moral und Recht - Taschenbuch

ISBN: 9783495484302

ID: 9783495484302

Zur Diskurstheorie des Rechts und der Demokratie von Jürgen Habermas Das Selbstverständnis des demokratischen Rechtsstaates ist durch ein facettenreiches Spannungsverhältnis von Moral und Recht geprägt. So bindet etwa das Grundgesetz mit der Verpflichtung zur Achtung und zum Schutz der Würde des Menschen wie auch mit dem Bekenntnis zu `unverletzlichen und unveräußerlichen` Menschenrechten alles staatliche Handeln an zentrale Postulate einer universalistischen Moral. Wenn Menschenwürde keiner noch so mehrheitlichen Meinung zur Disposition stehen dürfen, müssen sie dem politischen Streit entzogen sein. Diesem konstitutionalistischen Verständnis des Rechtsstaates scheint ein radikaldemokratisches Modell der Republik entgegenzustehen, nach dem eine politisch autonome Gesellschaft allein vermittels Gesetzen auf sich einwirkt, die aus Verfahren chancengleicher Teilnahme an politischer Willensbildung hervorgehen. Nach diesem Modell kann es keine außerpolitische Quelle rechtlicher Legitimität geben. Doch was bedeutet es für den Legitimitätsanspruch des demokratischen Rechtsstaates, wenn er gar nicht allen von der Herrschaft `Betroffenen` jene Rechte gleichumfänglich gewähren kann, die politische Autonomie konstituieren Wie verträgt sich der idealisierte Gedanke einer vollständig inklusiven politischen Selbstbestimmung (Habermas) mit dem faktisch unausweichlichen Umstand, dass die Mehrheit der Rechtsadressaten immer einer Minderheit von Autoren gegenübersteht Muss nicht jede realistische demokratische Lösung des juridischen Legitimationsproblems hinter dem kategorischen Anspruch zurückbleiben, den unverzagte Moraltheoretiker im Anschluss an Kant für das Menschenrecht reklamieren Welche normative Rolle spielt dann der Begriff der Menschenwürde im diskurspragmatisch entschlüsselten Spannungsfeld von Moral und demokratisch erzeugtem Recht Moral und Recht: Das Selbstverständnis des demokratischen Rechtsstaates ist durch ein facettenreiches Spannungsverhältnis von Moral und Recht geprägt. So bindet etwa das Grundgesetz mit der Verpflichtung zur Achtung und zum Schutz der Würde des Menschen wie auch mit dem Bekenntnis zu `unverletzlichen und unveräußerlichen` Menschenrechten alles staatliche Handeln an zentrale Postulate einer universalistischen Moral. Wenn Menschenwürde keiner noch so mehrheitlichen Meinung zur Disposition stehen dürfen, müssen sie dem politischen Streit entzogen sein. Diesem konstitutionalistischen Verständnis des Rechtsstaates scheint ein radikaldemokratisches Modell der Republik entgegenzustehen, nach dem eine politisch autonome Gesellschaft allein vermittels Gesetzen auf sich einwirkt, die aus Verfahren chancengleicher Teilnahme an politischer Willensbildung hervorgehen. Nach diesem Modell kann es keine außerpolitische Quelle rechtlicher Legitimität geben. Doch was bedeutet es für den Legitimitätsanspruch des demokratischen Rechtsstaates, wenn er gar nicht allen von der Herrschaft `Betroffenen` jene Rechte gleichumfänglich gewähren kann, die politische Autonomie konstituieren Wie verträgt sich der idealisierte Gedanke einer vollständig inklusiven politischen Selbstbestimmung (Habermas) mit dem faktisch unausweichlichen Umstand, dass die Mehrheit der Rechtsadressaten immer einer Minderheit von Autoren gegenübersteht Muss nicht jede realistische demokratische Lösung des juridischen Legitimationsproblems hinter dem kategorischen Anspruch zurückbleiben, den unverzagte Moraltheoretiker im Anschluss an Kant für das Menschenrecht reklamieren Welche normative Rolle spielt dann der Begriff der Menschenwürde im diskurspragmatisch entschlüsselten Spannungsfeld von Moral und demokratisch erzeugtem Recht Habermas, Jürgen Philosophie / Recht Rechtsphilosophie, Alber Karl

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Moral und Recht, Zur Diskurstheorie des Rechts und der Demokratie von Jürgen Habermas - Jens Peter Brune
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Jens Peter Brune:

Moral und Recht, Zur Diskurstheorie des Rechts und der Demokratie von Jürgen Habermas - neues Buch

ISBN: 9783495484302

ID: 1001004010367083

Taal: Duits; Afmetingen: 38x215x141 mm; Gewicht: 717,00 gram; ISBN10: 3495484302; ISBN13: 9783495484302; , Duitstalig | Paperback, Religie, Spiritualiteit & Filosofie, Filosofie, Alber Karl

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Moral und Recht Zur Diskurstheorie des Rechts und der Demokratie von Jürgen Habermas 1., Auflage - Brune, Jens P
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Moral und Recht Zur Diskurstheorie des Rechts und der Demokratie von Jürgen Habermas 1., Auflage - gebrauchtes Buch

9

ISBN: 9783495484302

ID: 47834

1., Auflage 592 S. kartoniert Als Mängelexemplar gekennzeichnet, Lagerspuren vorhanden Versand D: 2,10 EUR Recht, Philosophie, Moral, Menschenwürde, Ethik, [PU:Alber, K,]

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Moral und Recht Zur Diskurstheorie des Rechts und der Demokratie von Jürgen Habermas - Brune, Jens P
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Moral und Recht Zur Diskurstheorie des Rechts und der Demokratie von Jürgen Habermas - gebrauchtes Buch

9, ISBN: 9783495484302

[PU: Alber, K], 592 S. kartoniert Als Mängelexemplar gekennzeichnet, Lagerspuren vorhanden, [SC: 2.10], gebraucht sehr gut, gewerbliches Angebot, [GW: 718g], 1., Auflage

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Details zum Buch
Moral und Recht
Autor:

Brune, Jens Peter

Titel:

Moral und Recht

ISBN-Nummer:

9783495484302

Das Selbstverständnis des demokratischen Rechtsstaates ist durch ein facettenreiches Spannungsverhältnis von Moral und Recht geprägt. So bindet etwa das Grundgesetz mit der Verpflichtung zur Achtung und zum Schutz der Würde des Menschen wie auch mit dem Bekenntnis zu »unverletzlichen und unveräußerlichen« Menschenrechten alles staatliche Handeln an zentrale Postulate einer universalistischen Moral. Wenn Menschenwürde keiner noch so mehrheitlichen Meinung zur Disposition stehen dürfen, müssen sie dem politischen Streit entzogen sein. Diesem konstitutionalistischen Verständnis des Rechtsstaates scheint ein radikaldemokratisches Modell der Republik entgegenzustehen, nach dem eine politisch autonome Gesellschaft allein vermittels Gesetzen auf sich einwirkt, die aus Verfahren chancengleicher Teilnahme an politischer Willensbildung hervorgehen. Nach diesem Modell kann es keine außerpolitische Quelle rechtlicher Legitimität geben. Doch was bedeutet es für den Legitimitätsanspruch des demokratischen Rechtsstaates, wenn er gar nicht allen von der Herrschaft >Betroffenen< jene Rechte gleichumfänglich gewähren kann, die politische Autonomie konstituieren? Wie verträgt sich der idealisierte Gedanke einer vollständig inklusiven politischen Selbstbestimmung (Habermas) mit dem faktisch unausweichlichen Umstand, dass die Mehrheit der Rechtsadressaten immer einer Minderheit von Autoren gegenübersteht? Muss nicht jede realistische demokratische Lösung des juridischen Legitimationsproblems hinter dem kategorischen Anspruch zurückbleiben, den unverzagte Moraltheoretiker im Anschluss an Kant für das Menschenrecht reklamieren? Welche normative Rolle spielt dann der Begriff der Menschenwürde im diskurspragmatisch entschlüsselten Spannungsfeld von Moral und demokratisch erzeugtem Recht?

Detailangaben zum Buch - Moral und Recht


EAN (ISBN-13): 9783495484302
ISBN (ISBN-10): 3495484302
Gebundene Ausgabe
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2010
Herausgeber: Alber Karl
592 Seiten
Gewicht: 0,717 kg
Sprache: ger/Deutsch

Buch in der Datenbank seit 30.04.2007 16:44:11
Buch zuletzt gefunden am 04.03.2017 23:35:32
ISBN/EAN: 9783495484302

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-495-48430-2, 978-3-495-48430-2

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