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Geschichte und Geschlechter: Der Richter und sein Tagebuch - Eugen Wilhelm als Elsässer und homosexueller Aktivist im deutschen Kaiserreich. Dissertationsschrift - Dubout, Kevin
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Dubout, Kevin:
Geschichte und Geschlechter: Der Richter und sein Tagebuch - Eugen Wilhelm als Elsässer und homosexueller Aktivist im deutschen Kaiserreich. Dissertationsschrift - Taschenbuch

2018, ISBN: 9783593508665

[ED: Taschenbuch / Paperback], [PU: Campus Verlag], KURZE BESCHREIBUNG/ANMERKUNGEN: Der Straßburger Jurist Eugen Wilhelm (1866 - 1951) war ein wichtiger Protagonist der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, an deren Bestrebungen er sich - oft unter dem Pseudonym Numa Praetorius - beteiligte. Sein Tagebuch gewährt einen umfassenden Einblick in die Selbstwahrnehmung und subkulturelle Lebenswelt eines gleichgeschlechtlich begehrenden Mannes und frankophilen Elsässers im deutschen Kaiserreich um 1900. Anhand des hier erstmals ausgewerteten Selbstzeugnisses legt die Studie die erste systematische Untersuchung von Wilhelms Leben und Wirken vor. INHALT: Inhalt Einleitung 11 1. Erkenntnisinteresse, Fragestellung und Ziele 11 2. Theoretische Grundlagen und methodische Ansätze 20 2.1 Ein biographischer Zugang 20 2.2 Historizität und mehrfache Relationalität von Identitäts-konzepten auf gleichgeschlechtlicher Grundlage 23 2.3 Ansätze der Selbstzeugnisforschung 29 2.4 Intellektuellengeschichtliche Ansätze 33 3. Forschungsstand 36 4. Quellenlage 42 5. Aufbau der Arbeit 45 I. Die Herausbildung eines spannungsreichen Selbstentwurfs (1885-1891) 46 1. Das 'Urning-Werden' als Aneignungsprozess 47 1.1 Voraussetzungen einer gründlichen Rezeption der Sexualpathologie 49 1.2 Die "Entdeckung" einer "Doppelnatur": die Auseinandersetzung mit dem medizinischen Diskurs 61 2. "Eine allumfassende Disharmonie"? Ein differenzierter Umgang mit Mehrfachzugehörigkeiten 82 2.1 Der Straßburger Student zwischen Deutschland und Frankreich 82 2.2 Der Bürger und seine Ideale 95 2.3 Frühe Elemente einer gleichgeschlechtlichen Lebensgestaltung 111 3. Ein Ringen um männliche Ordnung 125 3.1 Strukturierende Effekte der Tagebuchführung 127 3.2 Der inneren Unordnung Herr werden 135 3.3 Eine elitär-aufklärerische Grundhaltung 140 3.4 Anonym agieren 147 4. Resümee 154 II. Eine prekäre Selbstvergewisserung (1891-1898) 158 1. Das "Urningtum" als kollektive Erscheinung 160 1.1 Wilhelms Sozialisation im "Straßburger Urningtum" 162 1.2 Identitätsstiftende Reisen: eine urnische Internationale 177 1.3 Der Umgang mit "Tanten": Charakterstudien als männliche Selbst-Verortung 189 2. Karriere machen? 207 2.1 Die juristische Laufbahn in den 1890er Jahren: ein unsicherer Status 208 2.2 Im deutschen Justizdienst: ein Elsässer zwischen Abgrenzung und Abfindung 214 2.3 Die Beschäftigung mit Paragraph 175 aus unmittelbarer Nähe 221 3. Die Suche nach geeigneten Aktionsformen 224 3.1 Wilhelm als "Intellektueller" 225 3.2 Aufklären, vernetzen, entgegnen: zur unmittelbaren Vorgeschichte des WhK 227 3.3 Ein frühes Interesse an Kriminologie und Strafrechtsreform 245 4. Resümee 249 III. Numa Praetorius im WhK: eine tragende Rolle zwischen Hoffnung und Misstrauen (1898-1908) 252 1. Das frühe WhK von der Gründung bis zum ersten Jahrbuch: ein fragmentarisches Bild 255 1.1 Erste Kontakte mit einer im Entstehen begriffenen Bewegung 255 1.2 Erste Projekte 266 2. Die "Blütezeit" (1900-1906) 272 2.1 Eine vorsichtige Alltagsgestaltung 274 2.2 Die Mitgestaltung der Strategie des WhK 290 2.3 Der juristische Fachmann des Komitees 300 3. Das Komitee in der Krise (1906-1908) 307 3.1 Die innere Krise 308 3.2 Die "Skandalprozesse" 315 3.3 Ein "bekannter Päderast": Wilhelms Enttarnung 319 4. Funktionen und Strategien der "Bibliographie der Homosexualität" 325 4.1 Ein wissenschaftliches Forum 326 4.2 Legitimierungsarbeit: Definition und Beanspruchung von Expertise 331 4.3 Der normative Entwurf eines 'normalen' Homosexuellen 345 5. Resümee 358 IV. Produktive Spannungen: der Höhepunkt eines vielfältigen Engagements (1908-1918) 362 1. Widersprüchliche Mehrfachzugehörigkeiten 364 1.1 Ein Neuanfang? Wilhelms Selbstentwurf und Lebensgestaltung (1908-1914) 365 1.2 Auswirkungen des Ersten Weltkrieges 380 2. Hinwendung zu Sexualwissenschaft und Eugenik 395 2.1 Verortung Wilhelms in der frühen Sexualwissenschaft 396 2.2 "Sittlichkeitsdelikte" im Kontext der Strafrechtsreform 406 2.3 Die juristische Unterstützung sexualwissenschaftlicher Forschung und Praxis 411 2.4 Ein ausgesprochener Eugeniker 418 3. Facettenreiche Erschließung der Homosexualität 431 3.1 Ein immer schwierigeres Verhältnis zum WhK 432 3.2 Zwischen Verständigung und Polarisierung: Homosexualität als deutsch-französisches Streitthema 444 3.3 Das "Liebesleben" historischer Persönlichkeiten 459 3.4 Ethnographische Pionierarbeiten 466 4. Resümee 474 Schluss und Ausblick 478 Abkürzungen 491 Quellen und Literatur 492 1. Archivalische Quellen 492 2. Verzeichnis der Tagebuch AUSZUG AUS DEM BUCH: Einleitung 1. Erkenntnisinteresse, Fragestellung und Ziele "Am Abend geht es mir schlecht. Selbst auf die Homosexualität habe ich keine Lust mehr. Auch das ist vorbei". Mit dieser lakonischen Feststellung von Lustlosigkeit und Lebensüberdruss brach der deutsch-französische Jurist und Sexualwissenschaftler Eugen Wilhelm aus Straßburg (1866-1951) im März 1951 seine Tagebuchführung ab. Er setzte damit einer lebenslangen Schreibpraxis, die 1885 begonnen und auf etwa 8.000 handschriftlichen Seiten beinahe ununterbrochen 66 Jahre lang bis kurz vor seinem Tod fortgeführt wurde, ein Ende. Ein letztes Mal brachte Wilhelm in diesem mit zitternder Hand verfassten Eintrag den engen Zusammenhang zwischen 'Homosexualität' als sinnstiftende Kategorie der Selbstdefinition und der Praxis des diaristischen Schreibens zum Ausdruck. Beide bedingten und unterstützten sich gegenseitig: Als sogar die 'Homosexualität' nicht mehr imstande war, die Selbstdefinition mitzutragen und das eigene Leben berichtenswert zu machen, hörte der Schreibprozess auf, verstummte der Diarist endgültig. Dies verdeutlicht die biographische Gestaltungskraft sowohl der Tagebuchführung als auch des Konzepts der 'Homosexualität' bei Wilhelm. Schon allein aufgrund seines gewaltigen Umfangs und des in politischer sowie sozial- und kulturhistorischer Hinsicht äußerst bewegten Zeitraums seiner Verfassung stellt Eugen Wilhelms Tagebuch, das 2009 von dem französischen Soziologen Régis Schlagdenhauffen in Zusammenarbeit mit der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft (Berlin) entdeckt wurde, ein für historische Untersuchungen äußerst ergiebiges Zeitdokument dar. Dass ein derart umfassendes, kontinuierlich geführtes Tagebuch überliefert ist, darf als Glücksfall gelten. Denn während der nationalsozialistischen Besatzung des Elsass wurde Wilhelm am 17. Oktober 1940 als Homosexueller verhaftet und elf Tage später im elsässischen Sicherungslager Schirmeck-Vorbrück interniert. Am 30. Oktober 1940 wurde er aus gesundheitlichen Gründen entlassen und überlebte schließlich die Besatzungszeit. Dabei wurde sein Tagebuch entgegen der üblichen Verfolgungspraxis, persönliche Aufzeichnungen Verhafteter für weitere Fahndungszwecke zu beschlagnahmen, nicht konfisziert. Das Selbstzeugnis überstand auch die Bombardements der Alliierten auf Straßburg in der späteren Phase des Zweiten Weltkriegs. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass der Verfasser selbst sein Tagebuch nicht vernichtete, wie es sonst nicht unüblich ist, sondern eine Überlieferung und spätere Erschließung offenbar nicht ablehnte, ja - allem Anschein nach erst ermöglichte. Dies deutet bereits auf eine der möglichen Schreibabsichten des Diaristen hin: Mit seinen Tagebuchaufzeichnungen schrieb Wilhelm nicht nur für sich selbst, sondern legte einer wie auch immer gearteten Nachwelt eine umfangreiche Selbstdarstellung vor. Entgegen der beim Lesen von Tagebüchern leicht zu erliegenden Illusion der Transparenz und Unmittelbarkeit erscheint deshalb eine besondere methodische Vorsicht bei der Tagebuchauswertung angeraten. Zwar in sehr unterschiedlichen Zeitabständen und mit unterschiedlicher Ausführlichkeit, dennoch sein Leben lang hielt Wilhelm Eindrücke, Überlegungen, Erlebnisse akribisch fest, die im Zusammenhang mit sei-nem gleichgeschlechtlichen Begehren und Leben standen. Er berichtete über zahlreiche Reisen quer durch ganz Europa und darüber hinaus, über Freundschaften, sexuelle Kontakte, Liebesbeziehungen, Abenteuer und Subkulturen, reflektierte Fragen der Zugehörigkeit und der Identität, machte sein Tagebuch überhaupt zum Medium einer intensiven Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Wissen über Sexualität im Allgemeinen und über Homosexualität im Besonderen. Denn die Tagebuchführung verlief zeitlich parallel zu und in engem Dialog mit einer "diskursive[n] Explosion" um Sexualität, genauer gesagt einer "Politisierung und Medizinierung des Sexuellen" im 19. und frühen 2, DE, [SC: 0.00], Neuware, gewerbliches Angebot, H: 214mm, B: 140mm, T: 34mm, 551, [GW: 694g], Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung, Internationaler Versand

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Der Richter und sein Tagebuch: Eugen Wilhelm als Elsässer und homosexueller Aktivist im deutschen Kaiserreich - Taschenbuch

2018, ISBN: 3593508664

Perfect Paperback, [EAN: 9783593508665], Campus Verlag Gmbh, Campus Verlag Gmbh, Book, [PU: Campus Verlag Gmbh], 2018-04-01, Campus Verlag Gmbh, 1025612, Subjects, 349777011, Antiquarian, Rare & Collectable, 91, Arts & Photography, 67, Biography, 68, Business, Finance & Law, 507848, Calendars, Diaries & Annuals, 69, Children's Books, 274081, Comics & Graphic Novels, 71, Computing & Internet, 72, Crime, Thrillers & Mystery, 496792, Education Studies & Teaching, 9587997031, Erotica, 62, Fiction, 66, Food & Drink, 275835, Gay & Lesbian, 74, Health, Family & Lifestyle, 65, History, 64, Home & Garden, 63, Horror, 89, Humour, 275738, Languages, 61, Mind, Body & Spirit, 73, Music, Stage & Screen, 275389, Poetry, Drama & Criticism, 59, Reference, 58, Religion & Spirituality, 88, Romance, 5106747031, School Books, 57, Science & Nature, 4034595031, Science Fiction & Fantasy, 564334, Scientific, Technical & Medical, 60, Society, Politics & Philosophy, 55, Sports, Hobbies & Games, 83, Travel & Holiday, 52, Young Adult, 266239, Books

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1, ISBN: 9783593508665

[ED: Taschenbuch], [PU: Campus Verlag GmbH], Neuware - Der Straßburger Jurist Eugen Wilhelm (1866 - 1951) war ein wichtiger Protagonist der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, an deren Bestrebungen er sich - oft unter dem Pseudonym Numa Praetorius - beteiligte. Sein Tagebuch gewährt einen umfassenden Einblick in die Selbstwahrnehmung und subkulturelle Lebenswelt eines gleichgeschlechtlich begehrenden Mannes und frankophilen Elsässers im deutschen Kaiserreich um 1900. Anhand des hier erstmals ausgewerteten Selbstzeugnisses legt die Studie die erste systematische Untersuchung von Wilhelms Leben und Wirken vor., DE, [SC: 0.00], Neuware, gewerbliches Angebot, 213x140x mm, 551, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, Banküberweisung

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1, ISBN: 9783593508665

[ED: Taschenbuch], [PU: Campus Verlag GmbH], Neuware - Der Straßburger Jurist Eugen Wilhelm (1866 - 1951) war ein wichtiger Protagonist der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, an deren Bestrebungen er sich - oft unter dem Pseudonym Numa Praetorius - beteiligte. Sein Tagebuch gewährt einen umfassenden Einblick in die Selbstwahrnehmung und subkulturelle Lebenswelt eines gleichgeschlechtlich begehrenden Mannes und frankophilen Elsässers im deutschen Kaiserreich um 1900. Anhand des hier erstmals ausgewerteten Selbstzeugnisses legt die Studie die erste systematische Untersuchung von Wilhelms Leben und Wirken vor. -, DE, Neuware, gewerbliches Angebot, 213x140x mm, 551, Banküberweisung, PayPal

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2018, ISBN: 3593508664

ID: 22829076447

[EAN: 9783593508665], Neubuch, [PU: Campus Verlag Gmbh]

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Detailangaben zum Buch - Der Richter Und Sein Tagebuch: Eugen Wilhelm Als Elsasser Und Homosexueller Aktivist Im Deutschen Kaiserreich


EAN (ISBN-13): 9783593508665
ISBN (ISBN-10): 3593508664
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2018
Herausgeber: Campus Verlag Gmbh

Buch in der Datenbank seit 17.04.2018 17:02:46
Buch zuletzt gefunden am 09.05.2018 17:33:36
ISBN/EAN: 9783593508665

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-593-50866-4, 978-3-593-50866-5


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