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Fluchtlinien und Planung in der Stadt des Mittelalters - Matthias Krüger
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Matthias Krüger:
Fluchtlinien und Planung in der Stadt des Mittelalters - neues Buch

2005, ISBN: 9783640212873

ID: 9783640212873

Die Neubildung der europäischen Stadt vollzog sich auf der Grundlage des Feudalsystems. Aus dem Zusammenschluss von politisch-herrschaftlicher Funktion und Marktfunktion entstand in den Jahrhunderten des Mittelalters die Bürgerstadt. Mit dem Feudalsystem war die Siedlungsdreiheit von Burg, Stadt und Dorf verbunden. In Abhängigkeit zum feudalen Oberbau separierten sich vor allem drei Gesellschaften: Burg, Stadt und Land und damit Adel, Bürger und Bauern. Trotz dieser Trennung waren sie in vielfältiger Weise, vor allem in Wirtschaftsbeziehungen, funktionell verknüpft. Während die Grundherrschaft über die Gemeinden unverändert blieb, ist es einer großen Zahl von Städten in der Zeit der Desorganisation der Feudalgewalten gelungen, sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Es entstanden die freien Reichsstädte in Deutschland, die villes franches in Frankreich, die villa franca in Italien und die freetowns in Großbritannien. Aus diesen unabhängig gewordenen Städten sind Städtebünde, wie der Nürnberger Städtebund und als größte Organisation des Mittelalters die Hanse, entstanden. Die Zersplitterung der Feudalgesellschaft brachte die Ständegesellschaft hervor, welche sich aufgrund der besitzmäßigen Trennung von Stadt und Land dazu gezwungen sah, sich mit der Produktion von materiellen Gütern und Diensten einen virtuellen Lebensraum zu schaffen. Die Stadt nahm in der politischen Landschaft des Mittelalters eine privilegierte Stellung ein. Als freie Reichsstadt oder als Stadtstaat besaß sie alle Institutionen und Aufgabenbereiche, welche dann später vom absolutistischen Flächenstaat übernommen wurden. Dazu zählten Verteidigung, Rechtssprechung, Aufgabenbereiche der sozialen und technischen Infrastruktur (beispielsweise Schulen, Spitäler, Sicherhäuser und Bäder) und Kontrollfunktionen über die ökonomische und bauliche Tätigkeit der Bürger. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, insbesondere dem der Verteidigung, bedurfte es einem gewissen Maße an planerischer Tätigkeit. Auch Stadterweiterungen, die Grundstücksvergabe, der Bau eines Hafens oder die Anlegung eines Marktes erforderten planerisches Geschick, damit beispielsweise diese Institutionen in der Bevölkerung Anklang fand. Nicht desto trotz herrscht in der heutigen Literatur zur Erforschung der mittelalterlichen Stadt Unstimmigkeit bezüglich der Planung der Stadt im Mittelalter. Die Meinungen der Wissenschaftler driften dabei stark auseinander. Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut), Veranstaltung: Das hansische Bürgerhaus Genese, Formen und Nutzung, 24 Quellen im Literaturverzeichnis., [PU: Grin-Verlag, München]

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Die Neubildung der europäischen Stadt vollzog sich auf der Grundlage des Feudalsystems. Aus dem Zusammenschluss von politisch-herrschaftlicher Funktion und Marktfunktion entstand in den Jahrhunderten des Mittelalters die Bürgerstadt. Mit dem Feudalsystem war die Siedlungsdreiheit von Burg, Stadt und Dorf verbunden. In Abhängigkeit zum feudalen Oberbau separierten sich vor allem drei Gesellschaften: Burg, Stadt und Land und damit Adel, Bürger und Bauern. Trotz dieser Trennung waren sie in vielfältiger Weise, vor allem in Wirtschaftsbeziehungen, funktionell verknüpft. Während die Grundherrschaft über die Gemeinden unverändert blieb, ist es einer großen Zahl von Städten in der Zeit der Desorganisation der Feudalgewalten gelungen, sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Es entstanden die freien Reichsstädte in Deutschland, die villes franches in Frankreich, die villa franca in Italien und die freetowns in Großbritannien. Aus diesen unabhängig gewordenen Städten sind Städtebünde, wie der Nürnberger Städtebund und als größte Organisation des Mittelalters die Hanse, entstanden. Die Zersplitterung der Feudalgesellschaft brachte die Ständegesellschaft hervor, welche sich aufgrund der besitzmäßigen Trennung von Stadt und Land dazu gezwungen sah, sich mit der Produktion von materiellen Gütern und Diensten einen virtuellen Lebensraum zu schaffen. Die Stadt nahm in der politischen Landschaft des Mittelalters eine privilegierte Stellung ein. Als freie Reichsstadt oder als Stadtstaat besaß sie alle Institutionen und Aufgabenbereiche, welche dann später vom absolutistischen Flächenstaat übernommen wurden. Dazu zählten Verteidigung, Rechtssprechung, Aufgabenbereiche der sozialen und technischen Infrastruktur (beispielsweise Schulen, Spitäler, Sicherhäuser und Bäder) und Kontrollfunktionen über die ökonomische und bauliche Tätigkeit der Bürger. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, insbesondere dem der Verteidigung, bedurfte es einem gewissen Maße an planerischer Tätigkeit. Auch Stadterweiterungen, die Grundstücksvergabe, der Bau eines Hafens oder die Anlegung eines Marktes erforderten planerisches Geschick, damit beispielsweise diese Institutionen in der Bevölkerung Anklang fand. Nicht desto trotz herrscht in der heutigen Literatur zur Erforschung der mittelalterlichen Stadt Unstimmigkeit bezüglich der Planung der Stadt im Mittelalter. Die Meinungen der Wissenschaftler driften dabei stark auseinander. Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut), Veranstaltung: Das hansische Bürgerhaus Genese, Formen und Nutzung, 24 Quellen im Literaturverzeichnis., [PU: Grin-Verlag, München]

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Die Neubildung der europäischen Stadt vollzog sich auf der Grundlage des Feudalsystems. Aus dem Zusammenschluss von politisch-herrschaftlicher Funktion und Marktfunktion entstand in den Jahrhunderten des Mittelalters die Bürgerstadt. Mit dem Feudalsystem war die Siedlungsdreiheit von Burg, Stadt und Dorf verbunden. In Abhängigkeit zum feudalen Oberbau separierten sich vor allem drei Gesellschaften: Burg, Stadt und Land und damit Adel, Bürger und Bauern. Trotz dieser Trennung waren sie in vielfältiger Weise, vor allem in Wirtschaftsbeziehungen, funktionell verknüpft. Während die Grundherrschaft über die Gemeinden unverändert blieb, ist es einer großen Zahl von Städten in der Zeit der Desorganisation der Feudalgewalten gelungen, sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Es entstanden die freien Reichsstädte in Deutschland, die villes franches in Frankreich, die villa franca in Italien und die freetowns in Großbritannien. Aus diesen unabhängig gewordenen Städten sind Städtebünde, wie der Nürnberger Städtebund und als größte Organisation des Mittelalters die Hanse, entstanden. Die Zersplitterung der Feudalgesellschaft brachte die Ständegesellschaft hervor, welche sich aufgrund der besitzmäßigen Trennung von Stadt und Land dazu gezwungen sah, sich mit der Produktion von materiellen Gütern und Diensten einen virtuellen Lebensraum zu schaffen. Die Stadt nahm in der politischen Landschaft des Mittelalters eine privilegierte Stellung ein. Als freie Reichsstadt oder als Stadtstaat besaß sie alle Institutionen und Aufgabenbereiche, welche dann später vom absolutistischen Flächenstaat übernommen wurden. Dazu zählten Verteidigung, Rechtssprechung, Aufgabenbereiche der sozialen und technischen Infrastruktur (beispielsweise Schulen, Spitäler, Sicherhäuser und Bäder) und Kontrollfunktionen über die ökonomische und bauliche Tätigkeit der Bürger. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, insbesondere dem der Verteidigung, bedurfte es einem gewissen Maße an planerischer Tätigkeit. Auch Stadterweiterungen, die Grundstücksvergabe, der Bau eines Hafens oder die Anlegung eines Marktes erforderten planerisches Geschick, damit beispielsweise diese Institutionen in der Bevölkerung Anklang fand. Nicht desto trotz herrscht in der heutigen Literatur zur Erforschung der mittelalterlichen Stadt Unstimmigkeit bezüglich der Planung der Stadt im Mittelalter. Die Meinungen der Wissenschaftler driften dabei stark auseinander. Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut), Veranstaltung: Das hansische Bürgerhaus Genese, Formen und Nutzung, 24 Quellen im Literaturverzeichnis., [PU: Grin-Verlag, München]

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