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Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit - Marc Drozella
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Marc Drozella:
Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit - neues Buch

1, ISBN: 9783640514694

ID: 166819783640514694

Einem modernen, rational denken Menschen dürfte die Praxis des Gottesurteils, wie sie im europäischen Mittelalter gelegentlich vollzogen wurde, befremdlich erscheinen. Man unterwirft sich ungern Zufällen, die das eigene Schicksal entscheiden sollen, sondern ist eher bestrebt, das eigene Glück in die eigenen Hände zu nehmen, nachdem man die Erfolgsaussichten basierend auf der Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten abgewägt hat. Die Menschen des Mittelalters haben das etwas anders gesehen. Mögliche Einem modernen, rational denken Menschen dürfte die Praxis des Gottesurteils, wie sie im europäischen Mittelalter gelegentlich vollzogen wurde, befremdlich erscheinen. Man unterwirft sich ungern Zufällen, die das eigene Schicksal entscheiden sollen, sondern ist eher bestrebt, das eigene Glück in die eigenen Hände zu nehmen, nachdem man die Erfolgsaussichten basierend auf der Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten abgewägt hat. Die Menschen des Mittelalters haben das etwas anders gesehen. Möglicherweise herrschte in einer Zeit, in der es für viele unerklärbare Vorgänge noch keine wissenschaftlichen Erklärungen gab, das Bedürfnis, hinter 'Zufällen' eine allwissende und allmächtige Macht zu sehen, die manipulierend eingreift und das Schicksal in seine vorherbestimmten Bahnen lenkt. Generell gesehen dienen die Gottesurteile von ihrem Charakter her grundsätzlich erstmal der Wahrheitsfindung, soweit sind sich die Historiker, die sich mit den Quellen über die mittelal-terlichen Ordale beschäftigt haben, einig. Die Rechtstexte des Mittelalters, wie der Sachsenspiegel oder die Leges Salica, Burgundionum oder Thuringorum, sehen speziell geartete Rituale als Beweismittel oder zur Wahrheitsfindung vor, die heute unter dem Sammelbegriffen 'Gottesurteil' oder 'Ordal' gefasst werden. Im folgenden soll anhand von drei ausgewählten Fällen in mittelalterlichen historiografischen Quellen nachgeprüft werden, ob in diesen speziellen Fällen tatsächlich die Wahrheitsfindung im Vordergrund stand, oder ob das Ordal möglicherweise als politisches Machtmittel eingesetzt worden ist. Der Umfang der Arbeit erfordert einige Einschränkungen. So handelt es sich bei den drei betrachteten Fällen um Ereignisse aus dem Frankenreich in der Zeit von 938 bis 1070. Im einzelnen werden im zweiten Teil der Arbeit die folgenden Fälle betrachtet: 1. Ein im Mai 938 von Otto I angeordnetes Gottesurteil zwischen Eberhard von Fran-ken und Bruning von Sachsen, welches in Widukind von Corveys Sachsengeschichte beschr European General, History, Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit~~ Marc Drozella~~European General~~History~~9783640514694, de, Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit, Marc Drozella, 9783640514694, GRIN Verlag, 01/01/2010, , , , GRIN Verlag, 01/01/2010

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Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit - neues Buch

1, ISBN: 9783640514694

ID: 166819783640514694

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Universität Hamburg (Fachbereich Geschichte), Veranstaltung: Gewalt im frühen Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Einem modernen, rational denken Menschen dürfte die Praxis des Gottesurteils, wie sie im europäischen Mittelalter gelegentlich vollzogen wurde, befremdlich erscheinen. Man unterwirft sich ungern Zufällen, die das eigene Schicksal entscheiden sollen, sondern ist Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, Universität Hamburg (Fachbereich Geschichte), Veranstaltung: Gewalt im frühen Mittelalter, Sprache: Deutsch, Abstract: Einem modernen, rational denken Menschen dürfte die Praxis des Gottesurteils, wie sie im europäischen Mittelalter gelegentlich vollzogen wurde, befremdlich erscheinen. Man unterwirft sich ungern Zufällen, die das eigene Schicksal entscheiden sollen, sondern ist eher bestrebt, das eigene Glück in die eigenen Hände zu nehmen, nachdem man die Erfolgsaussichten basierend auf der Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten abgewägt hat. Die Menschen des Mittelalters haben das etwas anders gesehen. Möglicherweise herrschte in einer Zeit, in der es für viele unerklärbare Vorgänge noch keine wissenschaftlichen Erklärungen gab, das Bedürfnis, hinter 'Zufällen' eine allwissende und allmächtige Macht zu sehen, die manipulierend eingreift und das Schicksal in seine vorherbestimmten Bahnen lenkt. Generell gesehen dienen die Gottesurteile von ihrem Charakter her grundsätzlich erstmal der Wahrheitsfindung, soweit sind sich die Historiker, die sich mit den Quellen über die mittelal-terlichen Ordale beschäftigt haben, einig. Die Rechtstexte des Mittelalters, wie der Sachsenspiegel oder die Leges Salica, Burgundionum oder Thuringorum, sehen speziell geartete Rituale als Beweismittel oder zur Wahrheitsfindung vor, die heute unter dem Sammelbegriffen 'Gottesurteil' oder 'Ordal' gefasst werden. Im folgenden soll anhand von drei ausgewählten Fällen in mittelalterlichen historiografischen Quellen nachgeprüft werden, ob in diesen speziellen Fällen tatsächlich die Wahrheitsfindung im Vordergrund stand, oder ob das Ordal möglicherweise als politisches Machtmittel eingesetzt worden ist. Der Umfang der Arbeit erfordert einige Einschränkungen. So handelt es sich bei den drei betrachteten Fällen um Ereignisse aus dem Frankenreich in der Zeit von 938 bis 1070. Im einz European General, History, Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit~~ Marc Drozella~~European General~~History~~9783640514694, de, Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit, Marc Drozella, 9783640514694, GRIN Verlag, 01/20/2010, , , , GRIN Verlag, 01/20/2010

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Einem modernen, rational denken Menschen dürfte die Praxis des Gottesurteils, wie sie im europäischen Mittelalter gelegentlich vollzogen wurde, befremdlich erscheinen. Man unterwirft sich ungern Zufällen, die das eigene Schicksal entscheiden sollen, sondern ist eher bestrebt, das eigene Glück in die eigenen Hände zu nehmen, nachdem man die Erfolgsaussichten basierend auf der Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten abgewägt hat. Die Menschen des Mittelalters haben das etwas anders gesehen. Mögliche Einem modernen, rational denken Menschen dürfte die Praxis des Gottesurteils, wie sie im europäischen Mittelalter gelegentlich vollzogen wurde, befremdlich erscheinen. Man unterwirft sich ungern Zufällen, die das eigene Schicksal entscheiden sollen, sondern ist eher bestrebt, das eigene Glück in die eigenen Hände zu nehmen, nachdem man die Erfolgsaussichten basierend auf der Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten abgewägt hat. Die Menschen des Mittelalters haben das etwas anders gesehen. Möglicherweise herrschte in einer Zeit, in der es für viele unerklärbare Vorgänge noch keine wissenschaftlichen Erklärungen gab, das Bedürfnis, hinter 'Zufällen' eine allwissende und allmächtige Macht zu sehen, die manipulierend eingreift und das Schicksal in seine vorherbestimmten Bahnen lenkt. Generell gesehen dienen die Gottesurteile von ihrem Charakter her grundsätzlich erstmal der Wahrheitsfindung, soweit sind sich die Historiker, die sich mit den Quellen über die mittelal-terlichen Ordale beschäftigt haben, einig. Die Rechtstexte des Mittelalters, wie der Sachsenspiegel oder die Leges Salica, Burgundionum oder Thuringorum, sehen speziell geartete Rituale als Beweismittel oder zur Wahrheitsfindung vor, die heute unter dem Sammelbegriffen 'Gottesurteil' oder 'Ordal' gefasst werden. Im folgenden soll anhand von drei ausgewählten Fällen in mittelalterlichen historiografischen Quellen nachgeprüft werden, ob in diesen speziellen Fällen tatsächlich die Wahrheitsfindung im Vordergrund stand, oder ob das Ordal möglicherweise als politisches Machtmittel eingesetzt worden ist. Der Umfang der Arbeit erfordert einige Einschränkungen. So handelt es sich bei den drei betrachteten Fällen um Ereignisse aus dem Frankenreich in der Zeit von 938 bis 1070. Im einzelnen werden im zweiten Teil der Arbeit die folgenden Fälle betrachtet: 1. Ein im Mai 938 von Otto I angeordnetes Gottesurteil zwischen Eberhard von Fran-ken und Bruning von Sachsen, welches in Widukind von Corveys Sachsengeschichte beschr European General, History, Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit~~ Marc Drozella~~European General~~History~~9783640514694, de, Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit, Marc Drozella, 9783640514694, GRIN Verlag, 01/20/2010, , , , GRIN Verlag, 01/20/2010

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Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit - Vergleich dreier Fallbeispiel - Drozella, Marc
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Drozella, Marc:
Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit - Vergleich dreier Fallbeispiel - neues Buch

2010, ISBN: 3640514696

ID: 9783640514694

Verlag: GRIN Verlag, PC-PDF, 23 Seiten, 1., Auflage, [GR: 9554 - Nonbooks, PBS / Geschichte/Mittelalter], [Ausgabe: 1][PU:GRIN Verlag], [PU: Grin-Verlag, München]

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Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit - Erstausgabe

2010, ISBN: 9783640514694

ID: 21690681

Vergleich dreier Fallbeispiel, [ED: 1], Auflage, eBook Download (EPUB,PDF), eBooks, [PU: GRIN Verlag]

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Detailangaben zum Buch - Das Gottesurteil im Mittelalter und seine politische Einsatzmöglichkeit


EAN (ISBN-13): 9783640514694
ISBN (ISBN-10): 3640514696
Erscheinungsjahr: 2007
Herausgeber: GRIN Verlag

Buch in der Datenbank seit 28.06.2007 04:40:50
Buch zuletzt gefunden am 21.07.2017 16:27:19
ISBN/EAN: 9783640514694

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-640-51469-6, 978-3-640-51469-4


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