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Bleib für immer! - Roman - Costello, Jane
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Costello, Jane:
Bleib für immer! - Roman - neues Buch

2009, ISBN: 3641026695

ID: 9783641026691

In englischer Sprache. Verlag: E-Books der Verlagsgruppe Random House, Forest of Bowland, Lancashire, England 1 Samstag, 24. Februar 2007 MEINE BESTE FREUNDIN soll in zweiundfünfzig Minuten heiraten, und die Hotelsuite sieht aus wie das Festivalgelände von Glastonbury am Ende des dritten Tages. Der Raum ist übersät mit Hochzeitsutensilien aller Art -und zu dieser Kategorie zähle ich auch die Braut selbst. Grace ist noch im Bademantel, nur halb geschminkt. Ich hingegen habe die letzten zehn Minuten damit verbracht, verzweifelt die Blumen in ihrem Haar wiederzubeleben, nachdem sie sie auf dem Rückweg vom Friseur in der Autotür eingeklemmt hatte. Zum Abschluss verpasse ich ihren Löckchen noch einmal eine großzügige Ladung Haarspray und werfe die leere Dose auf das Himmelbett. "Bist du sicher, dass jetzt alles sitzt, Evie?", fragt sie, während sie eilig ihre Wimpern vor einem riesigen antiken Spiegel tuscht. Ich habe genug Spray verbraucht, um die Arbeitsplätze bei L'Oreal über Generationen hinweg zu sichern, daher bin ich einigermaßen zuversichtlich. "Auf jeden Fall." "Aber es sieht doch nicht unnatürlich aus, oder?", fährt sie fort und nimmt ein Töpfchen Bronzepuder zur Hand. Zaghaft berühre ich die Locken. Sie fühlen sich an, als wären sie aus Glasfaser. "Selbstverständlich nicht", lüge ich und drapiere geschickt ein paar grüne Blätter über einige der gut dreißig Haarklemmen. "Deine Blumen sind perfekt. Deine Haare sind perfekt. Alles ist perfekt." Ihr Blick wirkt alles andere als überzeugt. Wir befinden uns in der Hochzeitssuite des Inn at Whitewell im Forest of Bowland, einer Landschaft von solch märchenhafter Schönheit, dass sie die Inspiration für Tolkiens Auenland im Herrn der Ringe bildete, und von solcher Beschaulichkeit, dass die Queen persönlich erklärt hat, hier ihren Ruhestand verbringen zu wollen. Was völlig in Ordnung ist, da sie wahrscheinlich zu den 0,001 Prozent der Bevölkerung zählt, die sich das leisten können. Auf alle Fälle haben wir noch keinen einzigen Blick auf die malerische Gegend geworfen; es war schlichtweg keine Zeit dazu. Und die herrliche Suite mit dem breiten Fenster und dem antiken Schick wissen wir im Augenblick nicht annähernd zu würdigen. "Super! Großartig. Wunderbar! Danke", jubelt Grace atemlos. "Genau. Und was jetzt?" Warum sie ausgerechnet mich das fragt, weiß ich auch nicht. Denn niemand könnte bei einem solchen Anlass weniger qualifiziert für gute Ratschläge sein. Zum einen habe ich wenig Erfahrung mit diesem Hochzeitshokuspokus. Die letzte Eheschließung, auf der ich war, fand Mitte der Achtziger statt, als die Cousine meiner Mutter, Carol, die schlaksige Liebe ihres Lebens, Brian, heiratete. Vor Ablauf von drei Jahren war er mit einer über hundert Kilo schweren Malerin und Lackiererin durchgebrannt. Carol war am Boden zerstört, trotz der unbestreitbar professionellen Arbeit, die ihre Rivalin in Flur und Treppenhaus geleistet hatte. Bei dieser Feierlichkeit trug ich einen Ballonrock und ließ die Hand des kleinen Ringträgers den ganzen Tag nicht mehr los. Hätte ich damals schon gewusst, dass das eine der bedeutendsten Beziehungen meines Lebens bleiben sollte, hätte ich mir seinen Namen gemerkt. Was mich zu dem zweiten Grund führt, warum Grace besser die Standuhr in der Ecke um Rat fragen sollte: Ich bezweifle stark, dass ich selbst jemals heiraten werde. Bevor hier jetzt ein falscher Eindruck entsteht, sollte ich etwas Wichtiges aufklären. Es ist nicht so, als wollte ich nicht heiraten - das würde ich liebend gern. Ich glaube nur nicht, dass es jemals so weit kommt. Denn Tatsache ist - die sehr besorgniserregende Tatsache ist -, dass ich inzwischen das greise Alter von siebenundzwanzig Jahren erreicht habe und ganz ehrlich von mir sagen kann, noch nie verliebt gewesen zu sein. Ich war niemals mal auch nur andeutungsweise verliebt. Womit ich meine, dass ich noch nie geschafft habe, mit jemandem länger als drei Monate zusammen zu sein. Kurz gesagt, mein Verhältnis zu Beziehungen ist wie das von Pamela Anderson zu Körbchengröße 70A: Wir passen einfach nicht zusammen. Das Komische daran ist, dass ich jeder Menge Leuten begegne, die das für einen Grund zum Feiern halten. Sie nehmen an, dass meine Bindungsunfähigkeit mich jung, frei und durch und durch emanzipiert macht. Aber so fühle ich mich gar nicht. Wie jeder andere habe ich in der sechsten Klasse Der weibliche Eunuch gelesen und mir drei Wochen lang nicht die Achseln rasiert, aber ich weiß einfach, dass das nichts mit Emanzipation zu tun hat. Ein typischer Fall ist Gareth, von dem ich mich letzte Woche getrennt habe. Gareth war - ist - wundervoll. Nettes Lächeln. Gutes Herz. Anständiger Job. Wundervoll. Und wie üblich fing alles gut an, mit angenehmen Abenden bei einer Flasche Chianti im Penny Lane - nicht weit von meiner Wohnung in Liverpool - und faulen Sonntagnachmittagen im Kino. Doch wir waren kaum vier Wochen zusammen - er schlug einen dreitägigen Campingurlaub mit seinen Eltern in Nord-Wales vor -, als ich wusste, es war einfach vorbei. Ich dachte nicht mehr an das niedliche Grübchen in seinem Kinn, sondern nur noch an den Dreck unter seinen Zehennägeln. Und daran, dass das intellektuellste Druckerzeugnis in seinem Bücherregal ein Exemplar von auto, motor und sport war. Und - ach, ich hör schon auf. Natürlich ist mir völlig klar, dass nichts von dem, was er tat oder sagte, so furchtbar schrecklich war. Und sicherlich ist das kein Vergleich mit dem, was manch andere Frauen auszuhalten haben. Doch während ich mir noch einredete, dass ein Mann Schlimmeres anstellen konnte, als George Eliot für den Kerl aus Der Aufpasser zu halten, wusste ich ganz tief drinnen, dass er einfach nicht für mich geschaffen war. Was in Ordnung ist. Nur, dass sie offenbar nie für mich geschaffen sind. Wie dem auch sei, jedenfalls stehen nun nach einer Pause von zweiundzwanzig Jahren drei Hochzeiten innerhalb eines Jahres an, und ich bin bei jeder davon Brautjungfer. Obwohl ich mir den heutigen Dramen nach zu urteilen nicht sicher bin, ob meine Nerven dieser Herausforderung standhalten. "Schuhe!", verkündet Grace, während sie durch das Schlafzimmer stapft und Gegenstände aus dem Weg schleudert. Ein Blick auf die Uhr: noch einunddreißig Minuten. Grace tigert jetzt auf und ab wie ein Teenager, der auf das Ergebnis eines Schwangerschaftstests wartet. Sie nimmt ihren Lippenpinsel in die Hand, zögert aber noch. EPUB, [GR: 9110 - Nonbooks, PBS / Belletristik/Erzählende Literatur], [DRM: »Schokolade zum Frühstück« trifft »Vier Hochzeiten und ein Todesfall« Evie ist 27 Jahre alt ? und war noch niemals richtig verliebt. Ob mit ihr etwas nicht stimmt? Schließlich laufen all ihre Freundinnen gerade in den Hafen der Ehe ein. Aber dann lernt Evie endlich einen Mann kennen, der ihr Herz höher schlagen lässt. Puh, Glück gehabt! Doch muss sie leider feststellen, dass sich verlieben nur der erste Schritt ist ? und nicht einmal der schwerste ? Eine hinreißende Komödie um den chaotischsten Tag im Leben einer Frau.]

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In englischer Sprache. Verlag: E-Books der Verlagsgruppe Random House, Forest of Bowland, Lancashire, England 1 Samstag, 24. Februar 2007 MEINE BESTE FREUNDIN soll in zweiundfünfzig Minuten heiraten, und die Hotelsuite sieht aus wie das Festivalgelände von Glastonbury am Ende des dritten Tages. Der Raum ist übersät mit Hochzeitsutensilien aller Art -und zu dieser Kategorie zähle ich auch die Braut selbst. Grace ist noch im Bademantel, nur halb geschminkt. Ich hingegen habe die letzten zehn Minuten damit verbracht, verzweifelt die Blumen in ihrem Haar wiederzubeleben, nachdem sie sie auf dem Rückweg vom Friseur in der Autotür eingeklemmt hatte. Zum Abschluss verpasse ich ihren Löckchen noch einmal eine großzügige Ladung Haarspray und werfe die leere Dose auf das Himmelbett. "Bist du sicher, dass jetzt alles sitzt, Evie?", fragt sie, während sie eilig ihre Wimpern vor einem riesigen antiken Spiegel tuscht. Ich habe genug Spray verbraucht, um die Arbeitsplätze bei L'Oreal über Generationen hinweg zu sichern, daher bin ich einigermaßen zuversichtlich. "Auf jeden Fall." "Aber es sieht doch nicht unnatürlich aus, oder?", fährt sie fort und nimmt ein Töpfchen Bronzepuder zur Hand. Zaghaft berühre ich die Locken. Sie fühlen sich an, als wären sie aus Glasfaser. "Selbstverständlich nicht", lüge ich und drapiere geschickt ein paar grüne Blätter über einige der gut dreißig Haarklemmen. "Deine Blumen sind perfekt. Deine Haare sind perfekt. Alles ist perfekt." Ihr Blick wirkt alles andere als überzeugt. Wir befinden uns in der Hochzeitssuite des Inn at Whitewell im Forest of Bowland, einer Landschaft von solch märchenhafter Schönheit, dass sie die Inspiration für Tolkiens Auenland im Herrn der Ringe bildete, und von solcher Beschaulichkeit, dass die Queen persönlich erklärt hat, hier ihren Ruhestand verbringen zu wollen. Was völlig in Ordnung ist, da sie wahrscheinlich zu den 0,001 Prozent der Bevölkerung zählt, die sich das leisten können. Auf alle Fälle haben wir noch keinen einzigen Blick auf die malerische Gegend geworfen; es war schlichtweg keine Zeit dazu. Und die herrliche Suite mit dem breiten Fenster und dem antiken Schick wissen wir im Augenblick nicht annähernd zu würdigen. "Super! Großartig. Wunderbar! Danke", jubelt Grace atemlos. "Genau. Und was jetzt?" Warum sie ausgerechnet mich das fragt, weiß ich auch nicht. Denn niemand könnte bei einem solchen Anlass weniger qualifiziert für gute Ratschläge sein. Zum einen habe ich wenig Erfahrung mit diesem Hochzeitshokuspokus. Die letzte Eheschließung, auf der ich war, fand Mitte der Achtziger statt, als die Cousine meiner Mutter, Carol, die schlaksige Liebe ihres Lebens, Brian, heiratete. Vor Ablauf von drei Jahren war er mit einer über hundert Kilo schweren Malerin und Lackiererin durchgebrannt. Carol war am Boden zerstört, trotz der unbestreitbar professionellen Arbeit, die ihre Rivalin in Flur und Treppenhaus geleistet hatte. Bei dieser Feierlichkeit trug ich einen Ballonrock und ließ die Hand des kleinen Ringträgers den ganzen Tag nicht mehr los. Hätte ich damals schon gewusst, dass das eine der bedeutendsten Beziehungen meines Lebens bleiben sollte, hätte ich mir seinen Namen gemerkt. Was mich zu dem zweiten Grund führt, warum Grace besser die Standuhr in der Ecke um Rat fragen sollte: Ich bezweifle stark, dass ich selbst jemals heiraten werde. Bevor hier jetzt ein falscher Eindruck entsteht, sollte ich etwas Wichtiges aufklären. Es ist nicht so, als wollte ich nicht heiraten - das würde ich liebend gern. Ich glaube nur nicht, dass es jemals so weit kommt. Denn Tatsache ist - die sehr besorgniserregende Tatsache ist -, dass ich inzwischen das greise Alter von siebenundzwanzig Jahren erreicht habe und ganz ehrlich von mir sagen kann, noch nie verliebt gewesen zu sein. Ich war niemals mal auch nur andeutungsweise verliebt. Womit ich meine, dass ich noch nie geschafft habe, mit jemandem länger als drei Monate zusammen zu sein. Kurz gesagt, mein Verhältnis zu Beziehungen ist wie das von Pamela Anderson zu Körbchengröße 70A: Wir passen einfach nicht zusammen. Das Komische daran ist, dass ich jeder Menge Leuten begegne, die das für einen Grund zum Feiern halten. Sie nehmen an, dass meine Bindungsunfähigkeit mich jung, frei und durch und durch emanzipiert macht. Aber so fühle ich mich gar nicht. Wie jeder andere habe ich in der sechsten Klasse Der weibliche Eunuch gelesen und mir drei Wochen lang nicht die Achseln rasiert, aber ich weiß einfach, dass das nichts mit Emanzipation zu tun hat. Ein typischer Fall ist Gareth, von dem ich mich letzte Woche getrennt habe. Gareth war - ist - wundervoll. Nettes Lächeln. Gutes Herz. Anständiger Job. Wundervoll. Und wie üblich fing alles gut an, mit angenehmen Abenden bei einer Flasche Chianti im Penny Lane - nicht weit von meiner Wohnung in Liverpool - und faulen Sonntagnachmittagen im Kino. Doch wir waren kaum vier Wochen zusammen - er schlug einen dreitägigen Campingurlaub mit seinen Eltern in Nord-Wales vor -, als ich wusste, es war einfach vorbei. Ich dachte nicht mehr an das niedliche Grübchen in seinem Kinn, sondern nur noch an den Dreck unter seinen Zehennägeln. Und daran, dass das intellektuellste Druckerzeugnis in seinem Bücherregal ein Exemplar von auto, motor und sport war. Und - ach, ich hör schon auf. Natürlich ist mir völlig klar, dass nichts von dem, was er tat oder sagte, so furchtbar schrecklich war. Und sicherlich ist das kein Vergleich mit dem, was manch andere Frauen auszuhalten haben. Doch während ich mir noch einredete, dass ein Mann Schlimmeres anstellen konnte, als George Eliot für den Kerl aus Der Aufpasser zu halten, wusste ich ganz tief drinnen, dass er einfach nicht für mich geschaffen war. Was in Ordnung ist. Nur, dass sie offenbar nie für mich geschaffen sind. Wie dem auch sei, jedenfalls stehen nun nach einer Pause von zweiundzwanzig Jahren drei Hochzeiten innerhalb eines Jahres an, und ich bin bei jeder davon Brautjungfer. Obwohl ich mir den heutigen Dramen nach zu urteilen nicht sicher bin, ob meine Nerven dieser Herausforderung standhalten. "Schuhe!", verkündet Grace, während sie durch das Schlafzimmer stapft und Gegenstände aus dem Weg schleudert. Ein Blick auf die Uhr: noch einunddreißig Minuten. Grace tigert jetzt auf und ab wie ein Teenager, der auf das Ergebnis eines Schwangerschaftstests wartet. Sie nimmt ihren Lippenpinsel in die Hand, zögert aber noch. EPUB, [GR: 9110 - Nonbooks, PBS / Belletristik/Erzählende Literatur], [DRM: »Schokolade zum Frühstück« trifft »Vier Hochzeiten und ein Todesfall« Evie ist 27 Jahre alt ? und war noch niemals richtig verliebt. Ob mit ihr etwas nicht stimmt? Schließlich laufen all ihre Freundinnen gerade in den Hafen der Ehe ein. Aber dann lernt Evie endlich einen Mann kennen, der ihr Herz höher schlagen lässt. Puh, Glück gehabt! Doch muss sie leider feststellen, dass sich verlieben nur der erste Schritt ist ? und nicht einmal der schwerste ? Eine hinreißende Komödie um den chaotischsten Tag im Leben einer Frau.]

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In englischer Sprache. Verlag: E-Books der Verlagsgruppe Random House, Forest of Bowland, Lancashire, England 1 Samstag, 24. Februar 2007 MEINE BESTE FREUNDIN soll in zweiundfünfzig Minuten heiraten, und die Hotelsuite sieht aus wie das Festivalgelände von Glastonbury am Ende des dritten Tages. Der Raum ist übersät mit Hochzeitsutensilien aller Art -und zu dieser Kategorie zähle ich auch die Braut selbst. Grace ist noch im Bademantel, nur halb geschminkt. Ich hingegen habe die letzten zehn Minuten damit verbracht, verzweifelt die Blumen in ihrem Haar wiederzubeleben, nachdem sie sie auf dem Rückweg vom Friseur in der Autotür eingeklemmt hatte. Zum Abschluss verpasse ich ihren Löckchen noch einmal eine großzügige Ladung Haarspray und werfe die leere Dose auf das Himmelbett. "Bist du sicher, dass jetzt alles sitzt, Evie?", fragt sie, während sie eilig ihre Wimpern vor einem riesigen antiken Spiegel tuscht. Ich habe genug Spray verbraucht, um die Arbeitsplätze bei L'Oreal über Generationen hinweg zu sichern, daher bin ich einigermaßen zuversichtlich. "Auf jeden Fall." "Aber es sieht doch nicht unnatürlich aus, oder?", fährt sie fort und nimmt ein Töpfchen Bronzepuder zur Hand. Zaghaft berühre ich die Locken. Sie fühlen sich an, als wären sie aus Glasfaser. "Selbstverständlich nicht", lüge ich und drapiere geschickt ein paar grüne Blätter über einige der gut dreißig Haarklemmen. "Deine Blumen sind perfekt. Deine Haare sind perfekt. Alles ist perfekt." Ihr Blick wirkt alles andere als überzeugt. Wir befinden uns in der Hochzeitssuite des Inn at Whitewell im Forest of Bowland, einer Landschaft von solch märchenhafter Schönheit, dass sie die Inspiration für Tolkiens Auenland im Herrn der Ringe bildete, und von solcher Beschaulichkeit, dass die Queen persönlich erklärt hat, hier ihren Ruhestand verbringen zu wollen. Was völlig in Ordnung ist, da sie wahrscheinlich zu den 0,001 Prozent der Bevölkerung zählt, die sich das leisten können. Auf alle Fälle haben wir noch keinen einzigen Blick auf die malerische Gegend geworfen; es war schlichtweg keine Zeit dazu. Und die herrliche Suite mit dem breiten Fenster und dem antiken Schick wissen wir im Augenblick nicht annähernd zu würdigen. "Super! Großartig. Wunderbar! Danke", jubelt Grace atemlos. "Genau. Und was jetzt?" Warum sie ausgerechnet mich das fragt, weiß ich auch nicht. Denn niemand könnte bei einem solchen Anlass weniger qualifiziert für gute Ratschläge sein. Zum einen habe ich wenig Erfahrung mit diesem Hochzeitshokuspokus. Die letzte Eheschließung, auf der ich war, fand Mitte der Achtziger statt, als die Cousine meiner Mutter, Carol, die schlaksige Liebe ihres Lebens, Brian, heiratete. Vor Ablauf von drei Jahren war er mit einer über hundert Kilo schweren Malerin und Lackiererin durchgebrannt. Carol war am Boden zerstört, trotz der unbestreitbar professionellen Arbeit, die ihre Rivalin in Flur und Treppenhaus geleistet hatte. Bei dieser Feierlichkeit trug ich einen Ballonrock und ließ die Hand des kleinen Ringträgers den ganzen Tag nicht mehr los. Hätte ich damals schon gewusst, dass das eine der bedeutendsten Beziehungen meines Lebens bleiben sollte, hätte ich mir seinen Namen gemerkt. Was mich zu dem zweiten Grund führt, warum Grace besser die Standuhr in der Ecke um Rat fragen sollte: Ich bezweifle stark, dass ich selbst jemals heiraten werde. Bevor hier jetzt ein falscher Eindruck entsteht, sollte ich etwas Wichtiges aufklären. Es ist nicht so, als wollte ich nicht heiraten - das würde ich liebend gern. Ich glaube nur nicht, dass es jemals so weit kommt. Denn Tatsache ist - die sehr besorgniserregende Tatsache ist -, dass ich inzwischen das greise Alter von siebenundzwanzig Jahren erreicht habe und ganz ehrlich von mir sagen kann, noch nie verliebt gewesen zu sein. Ich war niemals mal auch nur andeutungsweise verliebt. Womit ich meine, dass ich noch nie geschafft habe, mit jemandem länger als drei Monate zusammen zu sein. Kurz gesagt, mein Verhältnis zu Beziehungen ist wie das von Pamela Anderson zu Körbchengröße 70A: Wir passen einfach nicht zusammen. Das Komische daran ist, dass ich jeder Menge Leuten begegne, die das für einen Grund zum Feiern halten. Sie nehmen an, dass meine Bindungsunfähigkeit mich jung, frei und durch und durch emanzipiert macht. Aber so fühle ich mich gar nicht. Wie jeder andere habe ich in der sechsten Klasse Der weibliche Eunuch gelesen und mir drei Wochen lang nicht die Achseln rasiert, aber ich weiß einfach, dass das nichts mit Emanzipation zu tun hat. Ein typischer Fall ist Gareth, von dem ich mich letzte Woche getrennt habe. Gareth war - ist - wundervoll. Nettes Lächeln. Gutes Herz. Anständiger Job. Wundervoll. 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ISBN: 9783641026691

ID: 27694

»Schokolade zum Frühstück« trifft »Vier Hochzeiten und ein Todesfall«Evie ist 27 Jahre alt ? und war noch niemals richtig verliebt. Ob mit ihr etwas nicht stimmt? Schließlich laufen all ihre Freundinnen gerade in den Hafen der Ehe ein. Aber dann lernt Evie endlich einen Mann kennen, der ihr Herz höher schlagen lässt. Puh, Glück gehabt! Doch muss sie leider feststellen, dass sich verlieben nur der erste Schritt ist ? und nicht einmal der schwerste ? Eine hinreißende Komödie um den chaotischsten Tag im Leben einer Frau.

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Details zum Buch

Detailangaben zum Buch - Bleib für immer! - Roman


EAN (ISBN-13): 9783641026691
ISBN (ISBN-10): 3641026695
Erscheinungsjahr: 2009

Buch in der Datenbank seit 18.07.2011 13:53:26
Buch zuletzt gefunden am 12.03.2014 07:25:41
ISBN/EAN: 9783641026691

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-641-02669-5, 978-3-641-02669-1


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