Über das Werk
Wie bürgerlich war der Nationalsozialismus? (ISBN: 9783835330887) ist eine nüchterne, zugleich provokante Auseinandersetzung mit der Frage nach der Kontinuität bürgerlicher Strukturen im NS-Regime. Der Band aus der Reihe Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts: Vorträge und Kolloquien versammelt sorgfältig analysierte Vorträge, die historische Parallelen, Allianzen und Alltagsformen erforschen, um das scheinbar „gewöhnliche“ Gesicht der NS-Bewegung zu beleuchten. Die Untersuchung rückt zentrale Debatten der Forschung in den Fokus und bietet eine präzise Einordnung in die Debatten zur deutschen Gesellschaftsgeschichte, wobei der Titel die Leserinnen und Leser zu einer differenzierten Wahrnehmung von Kontinuität, Bruch und Verantwortung herausfordert.
Der Band verortet sich in der historischen Debattenkultur der Geschichtswissenschaft: Er fragt danach, wie kleinste Verbindungen und alltägliche Praktiken zur Stütze des Totalitarismus wurden, und welche Rolle bürgerliche Milieus, Institutionen und politische Gewohnheiten im NS-System spielten. Durch methodisch klare Analysen und verweisende Quellentiefe gelingt es dem Werk, den Blick von der bloßen Täter- oder Opfergeschichte auf gesellschaftliche Strukturen zu lenken, die den Nationalsozialismus erst ermöglichten.
Zusammenfassung
Der Text versammelt Vorträge und Analysen, die die Frage nach der „Bürgerlichkeit“ im NS-Staat neu verhandeln. Im Zentrum stehen Untersuchungen zu Kontinuitäten und Bruchlinien in deutschen Institutionen, Bildungseinrichtungen, Justizstrukturen und Alltagspraktiken, die das Naziregime mitprägten. Die Autorinnen und Autoren zeigen, wie bürgerliche Gewohnheiten, politische Korruption, Bürokratie und kulturelle Deutungshoheiten ineinandergriffen und so die Grundlagen für eine autoritäre Herrschaft legten. Der Band beleuchtet Fallstudien, die von lokalen Netzwerken bis hin zu nationalen Strukturen reichen und damit eine differenzierte Perspektive darauf liefern, wie eine angeblich „ordentliche“, bürgerliche Gesellschaft in eine totalitäre Ordnung überführt wurde. Durch reflektierte Fragestellungen und methodische Schärfe gelingt es dem Werk, historische Konturen sichtbar zu machen, die das Bild der NS-Gesellschaft als monolithisch widerlegen und stattdessen Vielschichtigkeit, Ambivalenz und Verantwortung herausarbeiten.
Über den Autor
Norbert Frei ist ein renommierter Historiker, dessen Arbeiten sich intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der deutschen Nachkriegsgeschichte und der Frage nach Kontinuitäten von Strukturen beschäftigen. Mit präzisem Quellenverständnis und klarer Argumentationsführung trägt er maßgeblich zur Debatte über bürgerliche Bilder des NS-Regimes bei. Seine Beiträge im Band verbinden fachliche Tiefe mit einem Blick für gesellschaftliche Verflechtungen und deren Auswirkungen auf das kollektive Erinnern.
Kurz gefasst
Wie bürgerlich war der Nationalsozialismus? liefert eine anspruchsvolle, fakten- und quellenbasierte Auseinandersetzung mit der Frage nach Kontinuitäten bürgerlicher Strukturen im NS-Staat. Der Band eröffnet neue Blickwinkel auf die Rolle von Institutionen, Alltagspraktiken und politischen Gewohnheiten und fordert dazu auf, Verantwortung jenseits von Täter-Opfer-Schemata zu denken. Ein unverzichtbarer Beitrag für Leserinnen und Leser, die Geschichte als dynamisches Zusammenspiel von Strukturen und Entscheidungen verstehen möchten.

2018, ISBN: 9783835330887
gewerbliches Angebot, [SC: 4.50], wie neu, [PU: Wallstein Verlag], [GW: 539g], DE, Hrsg. von Norbert Frei. 22 Beiträge und Kommentare (darunter drei in englischer Sprache) bieten neue Per… Mehr…
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ISBN: 9783835330887
Neue Perspektiven auf das Bürgertum im »Dritten Reich« und danach. Das Versagen des deutschen Bürgertums vor der Herausforderung des Nationalsozialismus scheint auf den ersten Blick evide… Mehr…
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gewerbliches Angebot, [SC: 4.20], Neuware, [PU: Wallstein], 21.00x12.50x0.00 cm, [GW: 542g], DE, Neuware - Neue Perspektiven auf das Bürgertum im »Dritten Reich« und danach.Das Versagen d… Mehr…
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Bibliographische Daten des bestpassenden Buches
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Über das Werk
Wie bürgerlich war der Nationalsozialismus? (ISBN: 9783835330887) ist eine nüchterne, zugleich provokante Auseinandersetzung mit der Frage nach der Kontinuität bürgerlicher Strukturen im NS-Regime. Der Band aus der Reihe Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts: Vorträge und Kolloquien versammelt sorgfältig analysierte Vorträge, die historische Parallelen, Allianzen und Alltagsformen erforschen, um das scheinbar „gewöhnliche“ Gesicht der NS-Bewegung zu beleuchten. Die Untersuchung rückt zentrale Debatten der Forschung in den Fokus und bietet eine präzise Einordnung in die Debatten zur deutschen Gesellschaftsgeschichte, wobei der Titel die Leserinnen und Leser zu einer differenzierten Wahrnehmung von Kontinuität, Bruch und Verantwortung herausfordert.
Der Band verortet sich in der historischen Debattenkultur der Geschichtswissenschaft: Er fragt danach, wie kleinste Verbindungen und alltägliche Praktiken zur Stütze des Totalitarismus wurden, und welche Rolle bürgerliche Milieus, Institutionen und politische Gewohnheiten im NS-System spielten. Durch methodisch klare Analysen und verweisende Quellentiefe gelingt es dem Werk, den Blick von der bloßen Täter- oder Opfergeschichte auf gesellschaftliche Strukturen zu lenken, die den Nationalsozialismus erst ermöglichten.
Zusammenfassung
Der Text versammelt Vorträge und Analysen, die die Frage nach der „Bürgerlichkeit“ im NS-Staat neu verhandeln. Im Zentrum stehen Untersuchungen zu Kontinuitäten und Bruchlinien in deutschen Institutionen, Bildungseinrichtungen, Justizstrukturen und Alltagspraktiken, die das Naziregime mitprägten. Die Autorinnen und Autoren zeigen, wie bürgerliche Gewohnheiten, politische Korruption, Bürokratie und kulturelle Deutungshoheiten ineinandergriffen und so die Grundlagen für eine autoritäre Herrschaft legten. Der Band beleuchtet Fallstudien, die von lokalen Netzwerken bis hin zu nationalen Strukturen reichen und damit eine differenzierte Perspektive darauf liefern, wie eine angeblich „ordentliche“, bürgerliche Gesellschaft in eine totalitäre Ordnung überführt wurde. Durch reflektierte Fragestellungen und methodische Schärfe gelingt es dem Werk, historische Konturen sichtbar zu machen, die das Bild der NS-Gesellschaft als monolithisch widerlegen und stattdessen Vielschichtigkeit, Ambivalenz und Verantwortung herausarbeiten.
Über den Autor
Norbert Frei ist ein renommierter Historiker, dessen Arbeiten sich intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der deutschen Nachkriegsgeschichte und der Frage nach Kontinuitäten von Strukturen beschäftigen. Mit präzisem Quellenverständnis und klarer Argumentationsführung trägt er maßgeblich zur Debatte über bürgerliche Bilder des NS-Regimes bei. Seine Beiträge im Band verbinden fachliche Tiefe mit einem Blick für gesellschaftliche Verflechtungen und deren Auswirkungen auf das kollektive Erinnern.
Kurz gefasst
Wie bürgerlich war der Nationalsozialismus? liefert eine anspruchsvolle, fakten- und quellenbasierte Auseinandersetzung mit der Frage nach Kontinuitäten bürgerlicher Strukturen im NS-Staat. Der Band eröffnet neue Blickwinkel auf die Rolle von Institutionen, Alltagspraktiken und politischen Gewohnheiten und fordert dazu auf, Verantwortung jenseits von Täter-Opfer-Schemata zu denken. Ein unverzichtbarer Beitrag für Leserinnen und Leser, die Geschichte als dynamisches Zusammenspiel von Strukturen und Entscheidungen verstehen möchten.
Detailangaben zum Buch - Wie bürgerlich war der Nationalsozialismus? (Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts: Vorträge und Kolloquien)
EAN (ISBN-13): 9783835330887
ISBN (ISBN-10): 3835330888
Gebundene Ausgabe
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2017
Herausgeber: Frei, Norbert, Wallstein Verlag
Buch in der Datenbank seit 2017-07-03T06:56:46+02:00 (Berlin)
Buch zuletzt gefunden am 2026-08-14T23:51:40+02:00 (Berlin)
ISBN/EAN: 9783835330887
ISBN - alternative Schreibweisen:
3-8353-3088-8, 978-3-8353-3088-7
Alternative Schreibweisen und verwandte Suchbegriffe:
Autor des Buches: norbert frei
Titel des Buches: wie bürgerlich war der nationalsozialismus, geschichte des nationalsozialismus, der weg zum nationalsozialismus, det weg zum nationalsozialismus, taschenbuch nationalsozialismus, geschichte des jahrhunderts, wie wär, jena, der nationalsozialismus 1919 1945
Daten vom Verlag:
Autor/in: Norbert Frei, (ISNI: 0000000121474588)
Titel: Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts; Wie bürgerlich war der Nationalsozialismus? - Vorträge und Kolloquien
Verlag: Wallstein Verlag
439 Seiten
Erscheinungsjahr: 2018-07-02
Göttingen; DE
Gedruckt / Hergestellt in Deutschland.
Gewicht: 0,542 kg
Sprache: Deutsch
20,00 € (DE)
20,60 € (AT)
Available
125mm x 210mm x 28mm
BC; B416; B504; B304; B131; Hardcover, Softcover / Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945); Rechtsextreme politische Ideologien und Bewegungen; Verstehen; Geschichte Deutschlands; Deutschland; 20. Jahrhundert; Nationalsozialismus; Bürgertum; Studierende; Universität; Protestantismus; Liberalismus; Arbeit; Frauen; NS-Geschlechterpolitik; Geschlechterpolitik; Eugenik; Erziehung; Militär; Gewalt; Gesellschaft; Albert Vögler; Inge Aicher-Scholl; Carlo Schmid; Martin Niemöller; Giselher Wirsing; Deutschland; 20. Jahrhundert (ca. 1900 bis ca. 1999); Auseinandersetzen; ED; E107
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