Über das Werk
Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus ist eine provozierende und zugleich nachdenklich machende Auseinandersetzung mit den Mechanismen emotionaler Vererbung von fünfzehnten bis zwanzigsten JahrhundertPhänomenen, die sich in modernen rechtsextremen Tendenzen fortsetzen. Der Titel beleuchtet, wie kollektive Gefühle, Mythen und Identitätskonzepte über Generationen hinweg weitergetragen werden und politische Radikalisierung begünstigen können. Das Werk verknüpft historische Reflexion mit aktuellen Debatten und zeigt, wie individuelle Biografien und gesellschaftliche Strukturen in einem komplexen Zusammenspiel Einfluss auf das Entstehen von Extremismus nehmen. Gefühlt, aber gründlich analysiert, wird hier der Bogen von familiärer Sozialisation bis hin zu nationalen Diskursen gespannt, wobei der Titel sichtbar macht, wie Erinnerungen und Emotionen politische Realitäten formen. (ISBN: 9783837920598)
Zusammenfassung
Der Band setzt sich intensiv mit der Frage auseinander, wie Gefühle über Generationen hinweg weitergegeben werden und wie diese Gefühlserbschaften in rechtsextremistische Loyalitäten, Identitätskonstrukte und Handlungen münden können. Anhand historischer Fallbeispiele, theoretischer Modelle und aktueller Ereignisse wird aufgezeigt, wie kollektive Erinnerungen, Trauer, Angst und Stolz in narrativen Sinnstrukturen verdichtet werden und warum scheinbar persönliche Überzeugungen oft in größeren gruppenbezogenen Dynamiken verankert sind. Die Untersuchung betrachtet sowohl individuelle Biografien als auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen wie migrationspolitische Konflikte, Mediensysteme und politische Instrumentalisierung, um das Entstehen und Verfestigen rechtsextremer Positionen verständlich zu machen. Ziel des Werks ist es, Mechanismen der Emotionalisierung zu entschlüsseln, damit Bildung, Präventions- und Gegenstrategien wirksam gestaltet werden können.
Über den Autor/in
Jan Lohl zeichnet sich durch eine prägnante analytische Schreibweise aus, die historische Tiefe mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbindet. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine klare Argumentationsstruktur, interdisziplinäre Verweise und eine sensibel-nüchterne Herangehensweise aus, die komplexe Phänomene wie Rechtsextremismus weder sensationalisiert noch vereinfacht. In diesem Werk bündelt er theoretische Perspektiven mit praxisnahen Beobachtungen, um die Dynamik von Gefühlserbschaften verständlich zu machen und neue Reflexionsräume zu eröffnen.
Kurz gefasst
Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus bietet eine scharfe, faktenreiche Analyse der emotionalen Weitergabe von Überzeugungen und deren Rolle in rechtsextremen Entwicklungen. Es verbindet historische Einsichten mit aktuellen Debatten und liefert verständliche Denkanstöße für Bildung, Prävention und gesellschaftlichen Diskurs.

Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus / Jan Lohl / Taschenbuch / Psyche und Gesellschaft / 488 S. / Deutsch / 2010 / Psychosozial-Verlag / EAN 9783837920598 - Erstausgabe
2010, ISBN: 9783837920598
Taschenbuch
gewerbliches Angebot, [SC: 0.00], Neuware, [PU: Psychosozial-Verlag], 492, [GW: 707g], [ED: Taschenbuch], 1. Auflage, DE, Folgewirkungen des Nationalsozialismus auf der Täterseite wurden … Mehr…
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ISBN: 9783837920598
Folgewirkungen des Nationalsozialismus auf der Täterseite wurden bisher nur lückenhaft untersucht. Jan Lohl schließt diese Lücken in seiner umfassenden Analyse. Die Studie untersucht die … Mehr…
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2010, ISBN: 9783837920598
Taschenbuch
gewerbliches Angebot, [SC: 0.00], Neuware, [PU: Psychosozial-Verlag], 492, [GW: 707g], [ED: Taschenbuch], 1. Auflage, DE, Folgewirkungen des Nationalsozialismus auf der Täterseite wurden … Mehr…

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Bibliographische Daten des bestpassenden Buches
| Autor: | |
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Über das Werk
Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus ist eine provozierende und zugleich nachdenklich machende Auseinandersetzung mit den Mechanismen emotionaler Vererbung von fünfzehnten bis zwanzigsten JahrhundertPhänomenen, die sich in modernen rechtsextremen Tendenzen fortsetzen. Der Titel beleuchtet, wie kollektive Gefühle, Mythen und Identitätskonzepte über Generationen hinweg weitergetragen werden und politische Radikalisierung begünstigen können. Das Werk verknüpft historische Reflexion mit aktuellen Debatten und zeigt, wie individuelle Biografien und gesellschaftliche Strukturen in einem komplexen Zusammenspiel Einfluss auf das Entstehen von Extremismus nehmen. Gefühlt, aber gründlich analysiert, wird hier der Bogen von familiärer Sozialisation bis hin zu nationalen Diskursen gespannt, wobei der Titel sichtbar macht, wie Erinnerungen und Emotionen politische Realitäten formen. (ISBN: 9783837920598)
Zusammenfassung
Der Band setzt sich intensiv mit der Frage auseinander, wie Gefühle über Generationen hinweg weitergegeben werden und wie diese Gefühlserbschaften in rechtsextremistische Loyalitäten, Identitätskonstrukte und Handlungen münden können. Anhand historischer Fallbeispiele, theoretischer Modelle und aktueller Ereignisse wird aufgezeigt, wie kollektive Erinnerungen, Trauer, Angst und Stolz in narrativen Sinnstrukturen verdichtet werden und warum scheinbar persönliche Überzeugungen oft in größeren gruppenbezogenen Dynamiken verankert sind. Die Untersuchung betrachtet sowohl individuelle Biografien als auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen wie migrationspolitische Konflikte, Mediensysteme und politische Instrumentalisierung, um das Entstehen und Verfestigen rechtsextremer Positionen verständlich zu machen. Ziel des Werks ist es, Mechanismen der Emotionalisierung zu entschlüsseln, damit Bildung, Präventions- und Gegenstrategien wirksam gestaltet werden können.
Über den Autor/in
Jan Lohl zeichnet sich durch eine prägnante analytische Schreibweise aus, die historische Tiefe mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbindet. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine klare Argumentationsstruktur, interdisziplinäre Verweise und eine sensibel-nüchterne Herangehensweise aus, die komplexe Phänomene wie Rechtsextremismus weder sensationalisiert noch vereinfacht. In diesem Werk bündelt er theoretische Perspektiven mit praxisnahen Beobachtungen, um die Dynamik von Gefühlserbschaften verständlich zu machen und neue Reflexionsräume zu eröffnen.
Kurz gefasst
Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus bietet eine scharfe, faktenreiche Analyse der emotionalen Weitergabe von Überzeugungen und deren Rolle in rechtsextremen Entwicklungen. Es verbindet historische Einsichten mit aktuellen Debatten und liefert verständliche Denkanstöße für Bildung, Prävention und gesellschaftlichen Diskurs.
Detailangaben zum Buch - Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus: Eine sozialpsychologische Studie zur Generationengeschichte des Nationalsozialismus
EAN (ISBN-13): 9783837920598
ISBN (ISBN-10): 3837920593
Gebundene Ausgabe
Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2010
Herausgeber: Psychosozial Verlag GbR
488 Seiten
Gewicht: 0,694 kg
Sprache: ger/Deutsch
Buch in der Datenbank seit 2008-01-01T04:53:07+01:00 (Berlin)
Buch zuletzt gefunden am 2026-05-05T21:05:43+02:00 (Berlin)
ISBN/EAN: 9783837920598
ISBN - alternative Schreibweisen:
3-8379-2059-3, 978-3-8379-2059-8
Alternative Schreibweisen und verwandte Suchbegriffe:
Autor des Buches: jan lohl, mitscherlich margarete
Titel des Buches: rechtsextrem, die generationengeschichte, psyche, recht nationalsoziali, gefühlserbschaft und rechtsextremismus eine sozialpsychologische studie zur generationengeschichte des nationalsozialismus
Daten vom Verlag:
Autor/in: Jan Lohl, (ISNI: 0000000381589672)
Titel: Psyche und Gesellschaft; Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus - Eine sozialpsychologische Studie zur Generationengeschichte des Nationalsozialismus
Verlag: Psychosozial-Verlag
492 Seiten
Erscheinungsjahr: 2010-11-01
Gießen; DE
Gedruckt / Hergestellt in Deutschland.
Gewicht: 0,689 kg
Sprache: Deutsch
49,90 € (DE)
51,30 € (AT)
Available
BC; Hardcover, Softcover / Psychologie/Theoretische Psychologie; Psychologie: Theorien und Denkschulen; Verstehen; Psychologie; Politik; Nationalsozialismus; politische Psychologie; Rechtsextremismus; Sozialpsychologie
Inhalt 1 Einleitung 2 Sozialpsychologie des Nationalgefühls 2.1 Die Nation als imaginäre Gemeinschaft 2.2 Psychosoziale Entkontextualisierung – Zur Psychoanalyse des Nationalgefühls 2.2.1 Massenpsychologie als Zugang zum Nationalgefühl? 2.2.2 Die Nation als virtuelle Masse 2.2.3 Die Nation als Container 2.2.3.1 Primär-narzisstische Phantasien, Fremdenrepräsentanz, narzisstischer Autonomie-Konflikt 2.2.3.2 Die Nation als Reservoir narzisstischer Externalisierungen 2.2.3.3 Projektive Identifizierung mit der Nation 2.2.3.4 Nationales Containment – Über die Produktion des Nationalgefühls 2.2.3.5 Nationaler Binnenraum und soziale Repräsentanten des Fremden 2.2.4 Zwischenbemerkung 2.3 Kollektiver Narzissmus und nationale Umdeutung gesellschaftlicher Wirklichkeit 2.4 Nationalgefühl und Nationalismus 3 Seelische Nachbilder – Die nationalsozialistische »Volksgemeinschaft« nach 1945 3.1 Nicht-Vermittelbarkeit von Schuld und Containment der NS-»Volksgemeinschaft« 3.2 Erinnerungsarbeit und Trauerunfähigkeit 3.2.1 Was heißt Derealisierung der NS-Vergangenheit? 3.2.1.1 Abgewehrte Erinnerung – Emotionaler Rückzug aus der eigenen Geschichte 3.2.1.2 Identifizierung mit den Siegern – Unangenommene Schuldfähigkeit 3.2.2 Zwischenfazit 3.3 Was heißt eigentlich Vermeidung einer Melancholie? 3.3.1 Ungeschehenmachen und Isolierung 3.3.2 Narzisstisches Berührungstabu 3.3.2.1 Unassimiliertes Introjekt als Folge abgewehrter Erinnerungsarbeit 3.3.2.2 Zur libidinös verlangenden Wirkkraft eines unassimilierten Introjekts 3.3.2.3 Unassimiliertes Introjekt und unbewusster kollektiver Narzissmus 3.3.3 Engführung – Narzisstisches Berührungstabu und Ungeschehenmachen der objektiven Schädigung des kollektiven Narzissmus 3.3.4 Zwischenergebnis – Unbewusster kollektiver Narzissmus und nationales Containment nach 1945 3.4 Zur psychosozialen und kollektiven Ebene des narzisstischen Berührungstabus 3.4.1 Schweigen, Dethematisierung und schuldabwehrende Selbstthematisierung – Zur interpersonalen Organisation des narzisstischen Berührungstabus 3.4.2 Schuldabwehraggression – Zur kollektiven Inszenierung des narzisstischen Berührungstabus 3.4.3 Zum Verhältnis von kontinuierlichen und neuen Aspekten in der aggressiven Wirkkraft des narzisstischen Berührungstabus 3.5 Politische und gesellschaftliche Aspekte im Verhältnis zum Nachleben des Nationalsozialismus 4 NS-Gefühlserbschaften in der zweiten Generation 4.1 Exkurs zum Begriff »Gefühlserbschaft« 4.2 Zur narzisstischen Funktionalisierung von Kindern aus der zweiten Generation durch ihre Eltern 4.3 Historische Wissbegierde und transgenerationelle Identifizierung 4.3.1 Zum infantilen Wunsch, in der Vergangenheit der Vorfahren zu leben 4.3.2 Zwischenbemerkung – Intergenerationelle Aushandlung eines familiären Umgangs mit der NS-Vergangenheit 4.3.3 Transgenerationelle Identifizierung – Über die Entwicklung eines Gespürs für das narzisstische Berührungstabu 4.3.3.1 Die fremde als die eigene Schuld 4.3.3.2 Narzisstische Prämie und geheimnisvolle Substanz der Eltern 4.4 Intergenerationeller Kompromiss und Transposition – Gespaltenes Elternbild und beschützende Beziehung zur Geschichte der Vorfahren 4.4.1 Familienmythen oder: Über das Verschwinden der gewalttätigen Schärfe des NS-Alltages 4.4.2 Familiengeheimnisse oder: Über das Erscheinen der gewalttätigen Schärfe des NS-Alltages in unbewussten Phantasien 4.5 Zur Adoleszenz von Angehörigen der zweiten Generation 4.5.1 Aspekte adoleszenter Entwicklung 4.5.2 Adoleszente Umarbeitung des familiär ausgehandelten Umgangs mit der NS-Vergangenheit? 5 NS-Gefühlserbschaften in der dritten Generation 5.1 »Opa war kein Nazi?« – Kritik der Studie von Welzer, Moller und Tschugnall 5.2 »An der Seite der Großeltern« – Zur psychischen Einbindung von Angehörigen der dritten Generation in die Generationengeschichte des Nationalsozialismus 5.2.1 Zwischen Paranoia und Idealisierung – Zur Wahrnehmung von eigenen Kindern durch Angehörige der zweiten Generation 5.2.2 Exkurs zur schulischen Vermittlung der NS-Vergangenheit 5.2.3 Zwischenbemerkung 5.3 Transgenerationelle Identifizierung bei Angehörigen der dritten Generation 5.4 Ein dissoziiertes Großelternbild – Zur familiär ausgehandelten Struktur des Umgangs mit der NS-Vergangenheit 5.4.1 Kohärenz und Fragmentierung unbewusster geschichtsbezogener Phantasien 5.4.2 Spaltung und Dissoziation des Großelternbildes 5.5 Psychohistorische Retraditionalisierung? – Zum Verhältnis von erster und dritter Generation 6 Hitlers Enkel? – Zum Verhältnis von NS-Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus bei Angehörigen der dritten Generation 6.1 Rechtsextremismus als aggressives psychosoziales Strukturprinzip 6.2 Zum Verhältnis von NS-Gefühlserbschaft und der paranoiden Ideologie des Rechtsextremismus 6.2.1 »NS-Helden im nationalen Abwehrkampf« – Zur historischen Dimension der paranoiden Ideologie des Rechtsextremismus 6.2.2 »Böser Blick der Feinde« – Zur Neutralisierung des Gewissens durch die Projektion des transgenerationell korrumpierten Über-Ich-Anteils 6.2.3 Zum Verhältnis von NS-Gefühlserbschaft und dem rechtsextremen Identifikationsobjekt 6.2.3.1 Nationale Rekontextualisierung familiärer Opfererzählungen 6.2.3.2 »Gefürchtete Täter als idealisierte Helden« – Zum Containing der unbewussten geschichtsbezogenen Phantasien 6.2.3.3 »Weil es Feinde gibt, muss es Helden geben« – Zur psychodynamischen Motivation des Containings durch die projektive Feindbildung 6.2.4 Dramatisierung rechtsextremer Zugehörigkeit durch das Agieren der Täteridentifizierung und durch zeitliche Vermischung 6.2.5 … und die Vorfahren aus der zweiten Generation? 7 Ausblick 8 LiteraturFolgewirkungen des Nationalsozialismus auf der Täterseite wurden bisher nur lückenhaft untersucht. Jan Lohl schließt diese Lücken in seiner umfassenden Analyse.
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