. .
Deutsch
Deutschland
Ähnliche Bücher
Weitere, andere Bücher, die diesem Buch sehr ähnlich sein könnten:
Buch verkaufen
Anbieter, die das Buch mit der ISBN 9783842805019 ankaufen:
Suchtools
Anmelden

Anmelden mit Facebook:

Registrieren
Passwort vergessen?


Such-Historie
Merkliste
Links zu eurobuch.de

Dieses Buch teilen auf…
Buchtipps
Aktuelles
Tipp von eurobuch.de
Werbung
FILTER
- 0 Ergebnisse
Kleinster Preis: 38,00 €, größter Preis: 38,54 €, Mittelwert: 38,11 €
`[...] pour l`Occident je n`éprouve pas de haine` - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs - Kathrin Menningen
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Kathrin Menningen:
`[...] pour l`Occident je n`éprouve pas de haine` - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs - neues Buch

2008, ISBN: 9783842805019

ID: 9783842805019

Inhaltsangabe:Einleitung: Michel Houellebecq, geboren 1958 auf La Réunion, kann ohne Zweifel als einer der bedeutsamsten und vor allem populärsten französischen Autoren der Gegenwart bezeichnet werden. Nachdem er seine Kindheit in Crécy-La-Chapelle verbrachte, sein Studium als Agraringenieur abschloss und als Informatiker arbeitete, wurde 1991 sein Gedichtband La poursuite du bonheur veröffentlicht. 1994 gelingt ihm mit Extension du domaine de la lutte der literarische Durchbruch. Vier Jahre später folgt der Roman Les particules élémentaires und mit ihm der erste Skandal um den Autor. Auch Plateforme (2001) löste heftige Debatten und gar eine Anklage wegen Verhetzung aus. 2005 erschien der bislang letzte Roman Houellebecqs ¿ La possibilité d¿une île. Vor kurzem erst, genau genommen im Oktober 2008, veröffentlichte Flammarion eine Briefkorrespondenz zwischen Michel Houellebecq und Bernard-Henri Lévy: Ennemis publics. Schonungslos beschreibt der Autor die Probleme der postmodernen okzidentalen Lebenswelt und erzielt damit bemerkenswerte Erfolge. Seine Romane erreichen ungewöhnlich hohe Auflagen, die generell nur Preisträger des Prix Goncourt vermerken können, und sind bisher in rund 30 Sprachen übersetzt worden. So rückte Houellebecq im Laufe der Zeit rasch ins Zentrum der Medien und des öffentlichen Interesses, wo er immer wieder als ¿Skandalautor¿ gehandelt wurde und für kontroverse Diskussionen gesorgt hat. Ursache dessen ist sein misanthropes, depressives Weltbild und sind seine provokanten, anstößigen Thesen, mit denen er sich gezielt gegen die gesellschaftlich allgemein vertretene moralische Norm stellt. In den Particules werden die Genforschung und die Abschaffung der Menschheit durch Klonung als utopische Lösung für eine bessere Welt glorifiziert. In Plateforme äußert der Protagonist den Vorschlag eines globalen Bordells und appelliert für die Vorzüge des Sextourismus. Auch zahlreiche rassistische Äußerungen haben für weitgreifende Kritik und Empörung gesorgt. Houellebecq versteht es zu provozieren, den Nerv seiner Zeit zu treffen, strittige aktuelle Themen aufzugreifen und genau das anzusprechen, worüber ein Großteil der Menschen lieber nicht spricht. Zynisch rechnet er mit der zeitgenössischen Gesellschaft ab und behandelt gnadenlos die Probleme und das Leid der postmodernen Welt. Diese ist bei Houellebecq maßgeblich geprägt von stetig wachsender Liebesunfähigkeit, Vereinsamung, von Hass und Ungerechtigkeit und verschiedenartig konstruierter Hierarchien, innerhalb deren stets der Bessere gewinnt und der Schwächere auf der Strecke bleibt. ¿Pour l¿Occident je n¿éprouve pas de haine¿ heißt es in Plateforme, doch scheint das Prosawerk Houellebecqs dieser Aussage zu widersprechen und zwar nicht zwingend auf Hass, aber immerhin auf der Ablehnung seines Autors gegen die Welt und den Menschen zu basieren. Die vorliegende Magisterarbeit will, aufbauend auf einer Analyse der Romane Extension du domaine de la lutte, Les particules élémentaires, Plateforme und La possibilité d¿une île, in einem ersten Teil das Gesellschaftsbild Houellebecqs beleuchten, das als Grundlage dient für seine Provokationen und Tabubrüche, die im zweiten Teil der Arbeit näher herausgearbeitet werden sollen. Schon in seiner Analyse der Postmoderne zeigen sich extreme und polarisierende Ansichten, die er gekonnt auf die Spitze treibt. Doch zuerst soll gezeigt werden, wie die von Houellebecq beschriebene Gesellschaft sich gestaltet, durch was sie sich kennzeichnet und worin ihre Schwachpunkte und ihr Leiden begründet sind. Mithilfe der Psychoanalyse Jacques-Marie Émile Lacans, die sich ausführlich mit dem Menschen als begehrendes Subjekt und Träger eines irreduziblen Mangels auseinandersetzt, soll auf die zwischenmenschlichen Beziehungen der Romancharaktere Houellebecqs eingangen werden. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Fokussierung des Autors auf jedwedes Sexuelles, die Problematik des Alter(n)s und der Instrumentalisierung des Körpers gelegt werden, was zur Behandlung des melancholischen, depressiven Dasein der Individuuen der westlichen Welt führen wird, die auf der steten Suche nach Glück und Erfüllung Gefahr laufen, sich selbst zu verlieren. Ferner wird in Anlehnung an die Theorie René Girards auf die an der Misere Schuldtragenden eingegangen werden, bevor der erste Teil mit der Thematisierung von Utopie und Dystopie und der damit einhergehenden Analyse der Darstellung Houellebecqs des neuen Menschen in Les particules élémentaires und La possibilité d¿une île schließen wird. Darauf aufbauend soll der zweite Teil unter Berücksichtigung der Transgressionstheorie Batailles und Foucaults den Provokations- und Skandalgehalt im Prosawerk des Autors analysieren und dabei ein Augenmerk auf provokative und tabuierte Elemente seiner Ansichten, sowie seines literarischen (non-)styles und seiner Romankonzeption im Allgemeinen werfen. Auch wird ein Auszug gesammelter Presse- und Kritikerstimmen einen Überblick über die stark kontrovers geführte Diskussion verschaffen. Bei der Abarbeitung der einzelnen Romane werden zudem seine in der Kritik immer wieder so dargestellten Tabuthemen wie Rassismus, Pornographie, Gentechnologie und Eugenik, sowie extreme Gewaltdarstellung behandelt werden. In Zusammenhang mit der Erläuterung einiger Marketingstrategien des Autors und seiner Verleger soll im Anschluss abschließend die Frage überprüft und der Versuch einer Beantwortung unternommen werden, ob Provokation und Tabubruch, deren Ursprung vor allem im Weltbild Michel Houellebecqs begründet liegt, tatsächlich als solche anzusehen sind, oder nicht vielmehr durch geschicktes Marketing hochstilisiert wurden, um dem Bedürfnis des realen, postmodernen Lesers nach Sensation und Transgression gerecht zu werden. Vorallem durch den starken Bezug zwischen Gesellschaftsanalyse und Provokation erweist sich die zu behandelnde Thematik dabei als interessant, zumal sie aufgrund ihrer zeitlichen Nähe zu Autor und Werk eine direkte Inverbindungsetzung zwischen fiktiver und realer Welt aus einer zeitgenössischen Sichtweise und somit den Versuch einer Klärung des Erfolges Houellebecqs erlaubt.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis1 Einleitung3 I.GESELLSCHAFTSANALYSE6 I.1¿L¿écrivain de la souffrance ordinaire¿: Zur Einseitigkeit der Gesellschaftsdarstellung Houellebecqs7 I.2Sexualitäts- und Liebestheorie9 I.2.1Die ¿relations simulées¿ im platonischen Liebesmodells9 I.2.2¿Le manque d¿objet¿ und die Omnipräsenz sexuellen Begehrens12 I.2.2.1¿La sexualité [¿] dans le domaine d¿économie de marché¿: Zur Instrumentalisierung des Körpers17 I.2.2.2¿L¿objet d¿un dégoût unanime¿: Degradierung des Alters, körperlicher Verfall und die Zerstörung der Seele20 I.3¿Le déprimisme¿: Melancholie und Depression im Gesellschaftsbild Houellebecqs24 I.3.1Pensée schopenhauerienne und Misanthropie als ¿concept fondateur de l¿idéologie houellebecquienne¿26 I.4Das Sündenbockritual ¿ oder die Wiederherstellung der sozialen Ordnung29 I.4.1Der destruktive Liberalismus der 68er-Generation32 I.4.1.1Mutter und Frau als Täter und Opfer einer ¿befreiten¿ Gesellschaft36 I.4.2Gesellschaftliches Ungleichgewicht durch Islam undImmigrantentum40 I.5Utopie und Dystopie: Zur Abschaffung des Menschen durch das ¿changement apocalyptique¿43 I.5.1Posthumanes Menschsein46 I.5.1.1Utopische Zukunftsfiktion in Les particules élémentaires46 I.5.1.2Dystopische Relativierung in La possibilité d¿une île48 II.PROVOKATION UND TABUBRUCH51 II.1¿L¿interdit est là pour être violé¿: Zum Begriff des Tabubruchs und der Transgression52 II.2Zu Presserezeption und öffentlichen Reaktionen oder der Spaltung einer Gesellschaft56 II.3Die Romankonzeption Michel Houellebecqs60 II.3.1La platitude, l¿écriture du degré zéro und die Ablehnung der literarischen Tradition60 II.3.2Die Aufhebung der Grenze zwischen Fiktion und Realität: L¿effet de réel63 II.3.3Die Destabilisierung der Romanstruktur: Diskursmischung und Genrewechsel65 II.3.3.1Der Bruch moderner Sprachnormierung durch die Umkehrung der political correctness67 II.3.4Tatsächliche Stillosigkeit oder bewusst gewählter Mangel an Literarizität 69 II.4Thematische Provokation und die Negierung des gesellschaftlichen Konsens71 II.4.1¿De[s] scène[s] à lire d¿une seule main¿: Zum Vorwurf der Pornographie71 II.4.2Extension du domaine de la lutte: Basis einer Provokation76 II.4.3Les particules élémentaires: Banalisierung der Gentechnologie und inzestuöses Verhalten78 II.4.4Plateforme: Glorifizierung des Sextourismus und Äusserung rassistischen Gedankenguts81 II.4.5La possibilité d¿une île: Autobiographischer Zynismus als Grundvoraussetzung kommerziellen Erfolges85 II.4.6¿Pornographie [und] ultraviolence¿: Zur Schaffung immer größerer Extreme87 II.5Tabubruch als Bereicherung des (postmodernen) Alltags90 II.5.1L¿autofiction als ironische Selbstinszenierung91 II.5.1.1Exkurs: Zum Marketingkonzept des Autors und seiner Verleger93 II.5.2Abschließender Versuch einer Erklärung94 Fazit97 Literaturverzeichnis99Textprobe:Textprobe: Kapitel II: Nachdem der erste Teil gezeigt hat, dass Houellebecq den Versuch unternimmt, seine Realität und seine Weltanschauung so präzise wie möglich darzulegen, soll der zweite Teil nun der Frage nachgehen, ob in der Aufgabe der Wirklichkeitsdarstellung tatsächlich die einzige Motivation des Autors zu erkennen ist. Denn es wurde bereits gezeigt, dass er sich mit Vorliebe brisanten Gegenwartsthemen und -konflikten annimmt, provoziert und seine Romancharaktere gezielt inakzeptable Ansichten und ethisch und moralisch extreme Meinungsbilder vertreten lässt. Daran anknüpfend könnte durchaus vermutet werden, dass sein Schreiben aus Gründen eines gewissen politischen Engagements hervorgeht und er bewusst heikle Themen und Problematiken zur Sprache bringt, um den öffentlichen Diskurs über die prekären gesellschaftlichen Verhältnisse voranzutreiben. Dabei muss jedoch bedacht werden, dass alle Themen, die er anspricht, bereits Gegenstand politischer oder ethischer Debatten sind und es schon vor Erscheinen seiner Romane waren. Vielleicht hat er sie neu entfacht, doch sicherlich in keine seriöse neue Richtung gelenkt, keinen wirklich konstruktiven Beitrag geleistet. Zu unsachlich sind seine Diskurse, zu kontradiktorisch sein Verhalten, um im Werk Houellebecqs ein ernsthaftes, beabsichtigtes Engagement erkennen zu lassen. Vielmehr erscheint seine düstere Sicht der Dinge und die Art und Weise, wie er diese verpackt, als gezielte Provokation, mit der er immer wieder aneckt und für Aussehen sorgt. Dabei kommen die wie gesehen in höchstem Maße eintönigen Protagonisten dem modernen Leser in der heutigen nach Sensation strebenden Gesellschaft durch ihre grundlegende und langweilende Durchschnittlichkeit bereits als ¿ultimative Provokation¿ daher. Auch das zutiefst kritische, extreme und misanthropische Weltbild des Autors stellt zweifelsohne eine Provokation gegenüber den heutigen Lebenseinstellungen der Leser und Kritiker dar, so dass der Autor regelmäßig in Presse, Rundfunk, Fernsehen und Literaturkritik als provokativer, Tabus durchbrechender Skandalautor tituliert wird. So soll im Folgenden die Provokation und der Tabubruch im Prosawerk Houellebecqs untersucht und herausgearbeitet werden, inwiefern das Streben nach Skandal und Erfolg den Autor und sein Schaffen, neben der Zielsetzung der provokativen aber kritischen Gesellschaftsanalyse, beeinflusst. Ferner wird die Frage zu stellen sein, wodurch die Tabubrüche zu eben solchen werden konnten, wodurch sie sich kennzeichnen, was sie charakterisiert und wie sie es in der heutigen liberalen Welt überhaupt geschafft haben zu provozieren. Gibt es den Literaturskandal überhaupt noch Geht die vom Autor illustrierte Weltanschauung, die den Untergang sämtlicher gesellschaftlicher und moralischer Werte impliziert, einher mit einer enttabuisierten Welt, in der alles erlaubt ist Oder ist gerade die Lockerung der Grenzen und die Enthemmung des Menschen vielleicht überhaupt erst Ursache für seinen Verfall Wurde tatsächlich schon längst alles gesagt und alle Tabus gebrochen Man denke dabei insbesondere an den Urvater der Transgression, Marquis de Sade, der durch die Schilderung brutalster Gewaltorgien, Grausamkeiten und pornographischer, perverser Sexualpraktiken für Entsetzen und Empörung sorgte und scheinbar alle denkbaren Grenzen in jeder Hinsicht überschritten hatte. Seine Schriften galten als obszön und wurden von seinen Zeitgenossen aufs Schärfste kritisiert. Nicht selten wurde die Veröffentlichung verboten oder soweit wie möglich verzögert. Doch fand er auch Befürworter. Unter anderem Charles Baudelaire, Gustave Flaubert oder Georges Bataille orientierten sich an dem umstrittenen Autor, befassten sich mit seinem Werk und knüpften daran an. Transgressives Schreiben und Skandale sind der Literaturgeschichte also keineswegs fremd. Baudelaires Fleurs du Mal, Flauberts Madame Bovary, Radiguets Diable au corps oder Jean Genets Journal d¿un voleur haben allesamt eine Welle der Entrüstung ausgelöst und teils Prozesse nach sich gezogen. Tabubruch in der Literatur gibt es demnach seit jeher, wurde stets fortgesetzt und bis heute nicht beendet. Denn der Effekt des einst Skandalösen und Verwerflichen verliert mit der Zeit an Wirkungskraft und Grenzen müssen weiter nach vorne getrieben werden. Doch wie schaffen Autoren es immer wieder, zu provozieren, zu schockieren und immer neue Tabus zu brechen Und wie, vor allem, schafft es Michel Houellebecq ¿L¿interdit est là pour être violé¿: Zum Begriff des Tabubruchs und der Transgression: Zu Beginn sei diesbezüglich zu allererst der Begriff des Tabus und der Transgression näher erläutert. Ursprünglich entstammt der Begriff des Tabus aus Tahiti und bezeichnete alle Gegenstände, die nicht berührt werden durften. 1784 wurde er von dem Seefahrer James Cook in unsere Gesellschaft gebracht. Seit den 1930er Jahren steht Transgression generell für die Erfahrung von Grenzen, die sowohl ganz individuelle als auch kulturübergreifende Phänomene zum Gegenstand haben kann. Heute wird zwischen zwei verschiedenen, sich jedoch überlappenden Auffassungen der Transgression unterschieden: zum einen die kultursoziologische Auffassung ¿ die Überschreitung von Regeln, Normen und Gesetzen ¿ und zum anderen die kulturanthropologische Auffassung ¿ die Überschreitung von kulturel, Diplomica Verlag

Neues Buch Rheinberg-Buch.de
Versandkosten:Ab 20¤ Versandkostenfrei in Deutschland, Sofort lieferbar, DE. (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
'[...] pour l'Occident je n'éprouve pas de haine' - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs - Kathrin Menningen
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Kathrin Menningen:
'[...] pour l'Occident je n'éprouve pas de haine' - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs - neues Buch

2009, ISBN: 9783842805019

ID: 6529aaff38b590edc5f09ebf0836904d

Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Romanistik - Sonstiges, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Romanistik, Französische Philologie), Sprache: Deutsch Inhaltsangabe:Einleitung:Michel Houellebecq, geboren 1958 auf La Réunion, kann ohne Zweifel als einer der bedeutsamsten und vor allem populärsten französischen Autoren der Gegenwart bezeichnet werden. Nachdem er seine Kindheit in Crécy-La-Chapelle verbrachte, sein Studium als Agraringenieur abschloss und als Informatiker arbeitete, wurde 1991 sein Gedichtband La poursuite du bonheur veröffentlicht. 1994 gelingt ihm mit Extension du domaine de la lutte der literarische Durchbruch. Vier Jahre später folgt der Roman Les particules élémentaires und mit ihm der erste Skandal um den Autor. Auch Plateforme (2001) löste heftige Debatten und gar eine Anklage wegen Verhetzung aus. 2005 erschien der bislang letzte Roman Houellebecqs ? La possibilité d´une île. Vor kurzem erst, genau genommen im Oktober 2008, veröffentlichte Flammarion eine Briefkorrespondenz zwischen Michel Houellebecq und Bernard-Henri Lévy: Ennemis publics. Schonungslos beschreibt der Autor die Probleme der postmodernen okzidentalen Lebenswelt und erzielt damit bemerkenswerte Erfolge. Seine Romane erreichen ungewöhnlich hohe Auflagen, die generell nur Preisträger des Prix Goncourt vermerken können, und sind bisher in rund 30 Sprachen übersetzt worden. So rückte Houellebecq im Laufe der Zeit rasch ins Zentrum der Medien und des öffentlichen Interesses, wo er immer wieder als ?Skandalautor? gehandelt wurde und für kontroverse Diskussionen gesorgt hat. Ursache dessen ist sein misanthropes, depressives Weltbild und sind seine provokanten, anstössigen Thesen, mit denen er sich gezielt gegen die gesellschaftlich allgemein vertretene moralische Norm stellt. In den Particules werden die Genforschung und die Abschaffung der Menschheit durch Klonung als utopische Lösung für eine bessere Welt glorifiziert. In Plateforme äussert der Protagonist den Vorschlag eines globalen Bordells und appelliert für die Vorzüge des Sextourismus. Auch zahlreiche rassistische Äusserungen haben für weitgreifende Kritik und Empörung gesorgt. Houellebecq versteht es zu provozieren, den Nerv seiner Zeit zu treffen, strittige aktuelle Themen aufzugreifen und genau das anzusprechen, worüber ein Grossteil der Menschen lieber nicht spricht. Zynisch rechnet er mit der zeitgenössischen Gesellschaft ab und behandelt gnadenlos die Probleme und das Leid der postmodernen Welt. Diese ist bei Houellebecq massgeblich geprägt von stetig wachsender Liebesunfähigkeit, Vereinsamung, von Hass und Ungerechtigkeit und verschiedenartig konstruierter Hierarchien, innerhalb deren stets der Bessere gewinnt und der Schwächere auf der Strecke bleibt. ?Pour l´Occident je n´éprouve pas de haine? heisst es in Plateforme, doch scheint das Prosawerk Houellebecqs dieser Aussage zu widersprechen und zwar nicht zwingend auf Hass, aber immerhin auf der Ablehnung seines Autors gegen die Welt und den Menschen zu basieren.Die vorliegende Magisterarbeit will, aufbauend auf einer Analyse der Romane Extension du domaine de la lutte, Les particules élémentaires, Plateforme und La possibilité d´une île, in einem ersten Teil das Gesellschaftsbild Houellebecqs beleuchten, das als Grundlage dient für seine Provokationen und Tabubrüche, die im zweiten Teil der Arbeit näher herausgearbeitet werden sollen. Schon in seiner Analyse der Postmoderne zeigen sich extreme und polarisierende Ansichten, die er gekonnt auf die Spitze treibt. Doch zuerst soll gezeigt werden, wie die von Houellebecq beschriebene Gesellschaft sich gestaltet, durch was sie sich kennzeichnet und worin ihre Schwachpunkte und ihr Leiden begründet sind. Mithilfe der Psychoanalyse Jacques-Marie Émile Lacans, die sich ausführlich mit dem Menschen als begehrendes Subjekt und Träger eines irreduziblen Mangels auseinandersetzt, soll auf die zwischenmenschlichen Beziehungen der Romancharaktere Houellebecqs eingangen werden. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Fokussierung des Autors auf jedwedes Sexuelles, die Problematik des Alter(n)s und der Instrumentalisierung des Körpers gelegt werden, was zur Behandlung des melancholis eBooks / Fachbücher / Sprach- & Literaturwissenschaft, Diplom.de

Neues Buch Buch.ch
Nr. 39139882 Versandkosten:Bei Bestellungen innerhalb der Schweiz berechnen wir Fr. 3.50 Portokosten, Bestellungen ab EUR Fr. 75.00 sind frei. Die voraussichtliche Versanddauer liegt bei 1 bis 2 Werktagen., Sofort per Download lieferbar, zzgl. Versandkosten
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
´[...] pour l´Occident je n´éprouve pas de haine´ - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs als eBook Dow... - Kathrin Menningen
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Kathrin Menningen:
´[...] pour l´Occident je n´éprouve pas de haine´ - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs als eBook Dow... - neues Buch

ISBN: 9783842805019

ID: 223614888

´[...] pour l´Occident je n´éprouve pas de haine´ - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs: Kathrin Menningen ´[...] pour l´Occident je n´éprouve pas de haine´ - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs: Kathrin Menningen eBooks > Sonstiges, Diplom.de

Neues Buch Hugendubel.de
No. 22308974 Versandkosten:, , DE (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
'[...] pour l'Occident je n'éprouve pas de haine' - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs - Kathrin Menningen
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Kathrin Menningen:
'[...] pour l'Occident je n'éprouve pas de haine' - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs - Erstausgabe

2014, ISBN: 9783842805019

ID: 29636622

[ED: 1], Auflage, eBook Download (PDF), eBooks, [PU: diplom.de]

Neues Buch Lehmanns.de
Versandkosten:Download sofort lieferbar, , Versandkostenfrei innerhalb der BRD (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.
Kathrin Menningen: ´[...] pour l´Occident je n´éprouve pas de haine´ - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs
Vergriffenes Buch, derzeit bei uns nicht verfügbar.
(*)
Kathrin Menningen: ´[...] pour l´Occident je n´éprouve pas de haine´ - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs - neues Buch

ISBN: 9783842805019

ID: 723437850

eBooks > Sonstiges

Neues Buch eBook.de
No. 22308974 Versandkosten:zzgl., Versandkosten, DE (EUR 0.00)
Details...
(*) Derzeit vergriffen bedeutet, dass dieser Titel momentan auf keiner der angeschlossenen Plattform verfügbar ist.

Details zum Buch
'[...] pour l'Occident je n'éprouve pas de haine' - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs
Autor:

Kathrin Menningen

Titel:

'[...] pour l'Occident je n'éprouve pas de haine' - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs

ISBN-Nummer:

Detailangaben zum Buch - '[...] pour l'Occident je n'éprouve pas de haine' - Gesellschaftsanalyse, Provokation und Tabubruch im Prosawerk Michel Houellebecqs


EAN (ISBN-13): 9783842805019
Erscheinungsjahr: 2014
Herausgeber: Diplomica Verlag

Buch in der Datenbank seit 20.07.2014 23:29:58
Buch zuletzt gefunden am 01.05.2017 10:25:07
ISBN/EAN: 9783842805019

ISBN - alternative Schreibweisen:
978-3-8428-0501-9


< zum Archiv...
Benachbarte Bücher