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Wie Kann Selbständiges Lernen In Der Schule Durch Den Einsatz (Neue - Stephanie Reuter
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Stephanie Reuter:
Wie Kann Selbständiges Lernen In Der Schule Durch Den Einsatz (Neue - neues Buch

ISBN: 9783842812987

ID: 9783842812987

Inhaltsangabe:Einleitung: Derzeit sich häufende Schlagworte wie ¿Wissensexplosion¿ und ¿abnehmende Halbwertszeit von Wissensbeständen¿ lassen die Frage aufkommen, wie die Schule auf diese Neuerungen reagieren soll. Über welche Art von Wissen, Kompetenzen und über welche Fähig- und Fertigkeiten müssen die Heranwachsenden von heute verfügen, um sich in unserer heutigen Informationsgesellschaft ¿als autonome und kommunikationsfähige Individuen behaupten¿ zu können Die Befähigung sich in einem bestimmten Umfang selber Wissen anzueignen, sich der dazu notwenigen Hilfsmittel zu bedienen und letztlich selbständig einen Lernprozess durchführen zu können, gehört außerdem zu den zentralen Schlüsselqualifikationen in Bezug auf das schulische Lernen. Dies gilt insbesondere für die gymnasiale Oberstufe, welche die Schüler auf das Studium und somit auf selbständiges Arbeiten vorbereiten soll. Die Tatsache, dass die Gesellschaft für deutsche Sprache bereits im Jahre 1995 den Begriff Multimedia zum ¿Wort des Jahres¿ gekürt hat, zeigt darüber hinaus deutlich, dass die Neuen Medien bereits seit über zehn Jahren in einer großen öffentlichen Diskussion stehen und somit sicherlich auch für den schulischen Bereich relevant sind. So stellt sich dann auch die Frage, ob der Einsatz Neuer Medien in der Schule dabei helfen kann den Schüler bei seinen Lernprozessen zu unterstützen, ihn zu motivieren und ihm dabei Hilfe sein kann neue Informationen und Wissensbestände besser behalten und bei Gebrauch wieder abrufen zu können. Oftmals wird propagiert, dass nur selbständig denkende und handelnde Menschen, die darüber hinaus medienkompetent im Umgang mit den Neuen Medien sind, gerüstet seien, um den Problemfeldern unserer heutigen Zeit begegnen und mit diesen umgehen zu können. Daraus resultierend ist dann auch im Schulgesetz des Landes NRW als Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule vermerkt, dass die Schüler lernen sollen ¿selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln...[und] mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzugehen¿. Hiermit verbunden ist demnach die Vorstellung, den Schüler bestmöglich auf sein Leben vorzubereiten, indem er in der Lage ist, selbständig zu lernen und Neue Medien gezielt und bewusst einsetzen kann. Des Weiteren verbirgt sich hinter den Bemühungen die Schüler zur Selbständigkeit anzuleiten sicherlich auch die Hoffnung, dass dadurch eine Entlastung der Lehrpersonen entstehen könnte. In dieser Arbeit wird nun zunächst herausgearbeitet werden, was unter dem Lernbegriff und vor allem unter dem Konzept des selbständigen Lernens genau zu verstehen ist. Hierbei werden dann unter anderem die Ursprünge, Begründungen und Methoden des selbständigen Lernens herausgestellt werden und vor allem die Voraussetzungen, die notwendigerweise für eine erfolgreiche Durchführung von selbständigen Arbeitsphasen in der Schule gegeben sein müssen, konstatiert werden. Daran anschließend wird der Einsatz Neuer Medien im schulischen Kontext im Hinblick auf eine mögliche Unterstützung des selbständigen Lernens thematisiert werden. Hierbei wird dann eine Auseinadersetzung mit den Vor- und Nachteilen des Einsatzes Neuer Medien im schulischen Kontext, sowie den dafür erforderlichen Voraussetzungen folgen. Hieran wird sich dann mit der Vorstellung des Modellprojekts SelGO des Landes NRW ein Beispiel aus der Schulpraxis anschließen, das die Zielsetzung verfolgt das selbständige Lernen der Schüler in der gymnasialen Oberstufe durch den Einsatz Neuer Medien zu stärken. Zusammenfassend sollen diese theoretischen und praktischen Aspekte Auskunft darüber geben, ob es tatsächlich möglich ist, das selbständige Lernen der Schüler durch den Einsatz Neuer Medien zu bestärken und welche Bedingungen und Voraussetzungen hieran geknüpft sind.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung5 2.Der Lernbegriff und die drei klassischen lerntheoretischen Grundlagen: Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus7 2.1Begriffsklärung: Lernen7 2.2Die drei klassischen Lerntheorien8 2.2.1Behaviorismus - Lernen als Verhaltensänderung8 2.2.2Kognitivismus - Lernen durch Einsicht10 2.2.3Konstruktivismus - Lernen durch Interpretation12 2.3Auswirkungen dieser Theorien auf schulisches Lernen15 3.Begriff und Konzeption des selbständigen Lernens16 3.1Begriffsklärung und Definitionen16 3.2Wegbereiter (reformpädagogische Ansätze)19 3.3Begründungen und Ziele24 3.3.1gesellschaftlich24 3.3.2bildungstheoretisch26 3.3.3lerntheoretisch27 3.3.4sozialerzieherisch30 3.4Methoden30 3.4.1Die Projektmethode32 3.4.2Freiarbeit34 3.4.3Wochenplanarbeit35 3.4.4Wahldifferenzierter Unterricht36 3.5Voraussetzungen37 3.5.1Motivation38 3.5.2Lernstrategien40 3.5.3Metakognition41 3.5.4Leistungsbeurteilung43 3.5.5Situative Aspekte45 3.6Die Rolle der Lernenden und Lehrenden48 3.6.1Die Gruppe der Lernenden48 3.6.2Die Lehrpersonen51 4.Der Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich sowie die Rolle der Neuen Medien im Rahmen des selbständigen Lernens53 4.1Begriffsklärung: Neue Medien53 4.2Der Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich (zur Unterstützung von Lernprozessen)54 4.2.1Begründungen für den Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich54 4.2.2Vorteile beim Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich57 4.2.3Nachteile und kritische Aspekte beim Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich65 4.3Konsequenzen der Vor- und Nachteile Neuer Medien im schulischen Bereich - besonders im Hinblick auf die Rolle der Neuen Medien im Rahmen des selbständigen Lernens68 4.3.1Allgemeine Voraussetzungen für den Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich68 4.3.2Medienkompetenz71 4.3.3 Lernsoftware77 5.Das Modellprojekt SelGO (Selbstständiges Lernen mit digitalen Medien in der gymnasialen Oberstufe) des Landes NRW80 5.1Das Rahmenkonzept von SelGO80 5.2Konzeption des selbständigen Lernens mit Neuen Medien imSelGO-Projekt82 5.2.1Selbständiges Lernen82 5.2.2Der Einsatz Neuer (digitaler) Medien85 5.3Die SelGO-Materialien und Lernarrangements86 5.3.1Die SelGO-Lehr- und Lernplattform86 5.3.2Die SelGO-Fachmodule89 5.4Voraussetzungen für SelGO92 5.5Erste Evaluationen zu SelGO96 5.5.1Eine Schulleiter- und Lehrerberfragung zu SelGO von 200496 a.)Ausgewählte Ergebnisse der Schulleiterbefragung96 b.)Ausgewählte Ergebnisse der Lehrerbefragung99 5.5.2Eine qualitative Studie zu den Erfahrungen mit SelGO von 2006105 5.5.3Fazit dieser ersten Evaluationen zu SelGO108 6.Schluss109 7.Literaturverzeichnis113 8.Appendix120 8.1Erläuterungen120 8.2Eine eigene Befragung120 8.2.1Teilnehmer, Vorgehensweise und Ziele dieser Befragung120 8.2.2Der Fragebogen122 8.2.3Die Auswertung der Umfrageergebnisse124Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.5, Voraussetzungen: Um selbständige Lernphasen in den Schulalltag integrieren zu können, werden sowohl an die Lehrpersonen, als auch an die Lernenden ganz bestimmte Erwartungen und Anforderungen gestellt. Als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches selbständiges Lernen in der Institution Schule ist es eine Notwendigkeit, dass die Schüler einerseits in der Lage sind, tatsächlich selbständig lernen zu können und andererseits auch die Bereitschaft für diese Art von Lernen mitbringen. Um dies zu gewährleisten, erscheint es sinnvoll den Schülern die Arbeitsweisen des selbständigen Lernens recht frühzeitig (Grundschule) nahe zu bringen und diese im Laufe der Jahre immer weiter einzuüben und auszubauen. Denn nur wenn die Lernenden Schritt für Schritt an diese Arbeitsweisen herangeführt werden, kann schlussendlich das Ziel des selbständigen Lernens tatsächlich erreicht werden. Des Weiteren müssen neben diesen eher personalen Voraussetzungen auch von der institutionellen Seite her gewisse Voraussetzungen gegeben sein, um selbständiges Lernen in der Schule zu ermöglichen. 3.5.1, Motivation: Motivationale Aspekte, die für jegliche Arten von Lernen förderlich sind, haben jedoch vor allem für selbständiges Lernen eine sehr große Relevanz. Denn erst die eigene Motivation der Schüler kann bei diesen ein großes Interesse an einer Sache wecken, daher als wichtig erachtet werden und daraus resultierend setzen sich die Schüler auch gerne mit dieser Sache auseinander und bearbeiten sie. Somit sollte bei Phasen des selbständigen Lernens vor allem der intrinsischen Motivation (einem inneren Antriebszustand, der auf einer angeborenen Neugierde Unbekanntem gegenüber basiert) der Lernenden Raum gegeben werden. Wichtig hierbei ist, dass die Schüler ein Gefühl der Selbstbestimmung entwickeln können, denn dies fördert in großem Maße das Aufrechterhalten der intrinsischen Motivation. Der Schüler fühlt sich autonom, frei von äußeren Zwängen und somit kompetent und kann den Aktivitäten nachgehen, die seinem Interesse und seiner Neugierde entsprechen. An dieser Stelle muss jedoch gerade im Hinblick auf schulisches Lernen unbedingt bedacht werden, dass die zuvor dargestellten Aspekte zur intrinsischen Motivation von einem Idealfall ausgehen. Nämlich gerade diese Art von Motivation ist bei vielen Schülern häufig sehr großen Schwankungen unterlegen, da viele Schüler nicht immer gewillt sind ihr Können auch tatsächlich einzusetzen (Volition), um bestimmte Ziele zu erreichen. Daraus resultiert dann, dass besonders im schulischen Alltag sicherlich auch Komponenten extrinsischer (d.h. auf Handlungsergebnisse zielende) Motivation Berücksichtigung finden sollten. Konkret bedeutet dies, dass immer dann von außen motiviert werden muss, ¿wenn die spontane Lernmotivation gestört oder dysfunktional ist¿ oder die Lerner selber nicht genügend Wissbegier zum Erlernen neuen Wissens aufbringen können oder wollen. Im Hinblick auf die Erhaltung der eigenen Motivation erscheint es hierbei für selbständiges Arbeiten und Lernen hilfreich, wenn die Schüler insbesondere über drei Kompetenzen verfügen: Kontrolle der Aufmerksamkeit, der Motivation und der eigenen Emotionen. Es kann nämlich der Eindruck gewonnen werden, als würden willentliche Kontrollprozesse die Personen, die im Vergleich zu anderen viel häufiger und konsequenter ihre Absichten auch tatsächlich realisieren, dabei unterstützen. Dies kann dann so aussehen, dass es eine Kontrolle der Aufmerksamkeit gibt, die dem Lerner dabei hilft konzentriert bei der Sache zu bleiben und äußere Störungen, welche die Absichten und Ziele gefährden könnten, auszublenden. Des Weiteren scheint auch eine Kontrolle der Motivation möglich, indem der Lerner es vermag, besonders die attraktiven Anreizmomente der beabsichtigten Handlung in den Fokus seiner Betrachtung zu stellen. Förderliche Aspekte für erfolgreiches selbstständiges Lernen sind zudem die Kontrolle der eigenen Emotionen sowie eine handlungsorientierte Bewältigung von Misserfolgen. Dies bedeutet zum Beispiel absichtsgefährdende Emotionslagen (Traurigkeit, Deprimiertheit) zu vermeiden und bei Misserfolgen nicht an den eigenen Fähigkeiten zu zweifeln, sondern sich beispielsweise zum Weitermachen anzuspornen und sich eventuell realistischere Ziele für einen selber zu setzen. 3.5.2, Lernstrategien: Wenn Lernen tatsächlich selbständig vonstatten gehen soll, dann benötigen Lernende unbedingt strategische Kompetenzen um einen erfolgreichen Lernprozess möglich zu machen. Vor allem, wenn Lernen nicht nur auf eine passive Übernahme von Wissen reduziert wird, stellt sich die Frage, welche Lernstrategien dabei helfen können unterschiedliche Lernziele zu erreichen. Insbesondere sind kognitive Lernstrategien hilfreich, da sie dabei helfen können neue Informationen besser an vorhandenes Wissen anzuknüpfen und somit zu verarbeiten. Hierbei ist natürlich zu beachten, dass Lernstrategien immer anforderungsbezogen sind, was bedeutet, dass sich die Auswahl der Lernstrategie immer an dem jeweils spezifischen Lernziel orientieren muss. Fast jeder Lerner verwendet Lernstrategien und kann aufgrund von Erfolg oder Misserfolg dazu angeregt werden diese Strategien beizubehalten oder auszubauen. Da der Einsatz von Lernstrategien manchmal bewusst und manchmal unbewusst abläuft, kann es als erster Schritt zu einer Verbesserung des Lernprozesses gewertet werden, wenn die Lerner (Schüler) dazu angeregt werden sich diese Strategien wirklich bewusst zu machen und diese zu reflektieren (vgl. Kapitel 3.5.3). In den aktuellen Forschungen haben sich vor allem drei Gruppen von Lernstrategien durchgesetzt, die auch für das schulische Lernen relevant sein könnten. Zum einen gibt es die sogenannten Informationsverarbeitungsstrategien, die hauptsächlich der unmittelbaren Informationsaufnahme und -verarbeitung dienen und daher auch zu den kognitiven Lernstrategien gezählt werden. Diese Strategien sind vor allem für die Bereiche Einprägen durch Wiederholen, Elaborieren und kritisches Prüfen von Bedeutung. So kommen beispielsweise für das Einprägen von bestimmten Regeln oder das Auswendiglernen einzelner Fakten Wiederholungsstrategien zum Tragen. Schriftliches Zusammenfassen von wichtigen Informationen oder das bestimmte Markieren von Texten wären hierbei denkbar, um Lerninhalte im Kurzzeitgedächtnis zu speichern. Der Vorgang des Elaborierens geht dann noch einen Schritt weiter, als das bloße Wiederholen von Fakten, da hierbei nun neue Informationen mit bereits bestehendem Wissen in Beziehung gesetzt werden. Um diese Informationen im Langzeitgedächtnis verankern zu können, bieten sich Zusammenfassungen von Texten oder das Stellen von eigenen Fragen an. Organisationsstrategien sollen dem Lerner dabei helfen die für seinen Lernprozess und sein Lernziel relevanten Lerninhalte auszuwählen beziehungsweise zu reduzieren und diese sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Zu den erfolgreichsten Strategien dieser Ordnung zählen sicherlich Meta- und Netzplan-Techniken. Hieran knüpfen nun direkt die sogenannten Kontrollstrategien an, die häufig auch als metakognitive Lernstrategien bezeichnet werden, da sie eine ¿interne Erfolgskontrolle der eigenen Lernschritte gewährleisten¿. Diese Strategien helfen den Lernenden dabei ihre Lernphasen vorzubereiten, deren Verlauf zu überwachen und schlussendlich den eigenen Lernerfolg bewerten zu können. Wie Kann Selbständiges Lernen In Der Schule Durch Den Einsatz (Neue: Inhaltsangabe:Einleitung: Derzeit sich häufende Schlagworte wie ¿Wissensexplosion¿ und ¿abnehmende Halbwertszeit von Wissensbeständen¿ lassen die Frage aufkommen, wie die Schule auf diese Neuerungen reagieren soll. Über welche Art von Wissen, Kompetenzen und über welche Fähig- und Fertigkeiten müssen die Heranwachsenden von heute verfügen, um sich in unserer heutigen Informationsgesellschaft ¿als, Diplomica Verlag

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Wie kann selbständiges Lernen in der Schule durch den Einsatz (Neuer) Medien bestärkt werden? Exemplarisch untersucht am Beispiel schulischer Innovationen in NRW - Stephanie Reuter
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ISBN: 9783842812987

ID: 9783842812987

Inhaltsangabe:Einleitung: Derzeit sich häufende Schlagworte wie ¿Wissensexplosion¿ und ¿abnehmende Halbwertszeit von Wissensbeständen¿ lassen die Frage aufkommen, wie die Schule auf diese Neuerungen reagieren soll. Über welche Art von Wissen, Kompetenzen und über welche Fähig- und Fertigkeiten müssen die Heranwachsenden von heute verfügen, um sich in unserer heutigen Informationsgesellschaft ¿als autonome und kommunikationsfähige Individuen behaupten¿ zu können Die Befähigung sich in einem bestimmten Umfang selber Wissen anzueignen, sich der dazu notwenigen Hilfsmittel zu bedienen und letztlich selbständig einen Lernprozess durchführen zu können, gehört außerdem zu den zentralen Schlüsselqualifikationen in Bezug auf das schulische Lernen. Dies gilt insbesondere für die gymnasiale Oberstufe, welche die Schüler auf das Studium und somit auf selbständiges Arbeiten vorbereiten soll. Die Tatsache, dass die Gesellschaft für deutsche Sprache bereits im Jahre 1995 den Begriff Multimedia zum ¿Wort des Jahres¿ gekürt hat, zeigt darüber hinaus deutlich, dass die Neuen Medien bereits seit über zehn Jahren in einer großen öffentlichen Diskussion stehen und somit sicherlich auch für den schulischen Bereich relevant sind. So stellt sich dann auch die Frage, ob der Einsatz Neuer Medien in der Schule dabei helfen kann den Schüler bei seinen Lernprozessen zu unterstützen, ihn zu motivieren und ihm dabei Hilfe sein kann neue Informationen und Wissensbestände besser behalten und bei Gebrauch wieder abrufen zu können. Oftmals wird propagiert, dass nur selbständig denkende und handelnde Menschen, die darüber hinaus medienkompetent im Umgang mit den Neuen Medien sind, gerüstet seien, um den Problemfeldern unserer heutigen Zeit begegnen und mit diesen umgehen zu können. Daraus resultierend ist dann auch im Schulgesetz des Landes NRW als Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule vermerkt, dass die Schüler lernen sollen ¿selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln...[und] mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzugehen¿. Hiermit verbunden ist demnach die Vorstellung, den Schüler bestmöglich auf sein Leben vorzubereiten, indem er in der Lage ist, selbständig zu lernen und Neue Medien gezielt und bewusst einsetzen kann. Des Weiteren verbirgt sich hinter den Bemühungen die Schüler zur Selbständigkeit anzuleiten sicherlich auch die Hoffnung, dass dadurch eine Entlastung der Lehrpersonen entstehen könnte. In dieser Arbeit wird nun zunächst herausgearbeitet werden, was unter dem Lernbegriff und vor allem unter dem Konzept des selbständigen Lernens genau zu verstehen ist. Hierbei werden dann unter anderem die Ursprünge, Begründungen und Methoden des selbständigen Lernens herausgestellt werden und vor allem die Voraussetzungen, die notwendigerweise für eine erfolgreiche Durchführung von selbständigen Arbeitsphasen in der Schule gegeben sein müssen, konstatiert werden. Daran anschließend wird der Einsatz Neuer Medien im schulischen Kontext im Hinblick auf eine mögliche Unterstützung des selbständigen Lernens thematisiert werden. Hierbei wird dann eine Auseinadersetzung mit den Vor- und Nachteilen des Einsatzes Neuer Medien im schulischen Kontext, sowie den dafür erforderlichen Voraussetzungen folgen. Hieran wird sich dann mit der Vorstellung des Modellprojekts SelGO des Landes NRW ein Beispiel aus der Schulpraxis anschließen, das die Zielsetzung verfolgt das selbständige Lernen der Schüler in der gymnasialen Oberstufe durch den Einsatz Neuer Medien zu stärken. Zusammenfassend sollen diese theoretischen und praktischen Aspekte Auskunft darüber geben, ob es tatsächlich möglich ist, das selbständige Lernen der Schüler durch den Einsatz Neuer Medien zu bestärken und welche Bedingungen und Voraussetzungen hieran geknüpft sind.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung5 2.Der Lernbegriff und die drei klassischen lerntheoretischen Grundlagen: Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus7 2.1Begriffsklärung: Lernen7 2.2Die drei klassischen Lerntheorien8 2.2.1Behaviorismus - Lernen als Verhaltensänderung8 2.2.2Kognitivismus - Lernen durch Einsicht10 2.2.3Konstruktivismus - Lernen durch Interpretation12 2.3Auswirkungen dieser Theorien auf schulisches Lernen15 3.Begriff und Konzeption des selbständigen Lernens16 3.1Begriffsklärung und Definitionen16 3.2Wegbereiter (reformpädagogische Ansätze)19 3.3Begründungen und Ziele24 3.3.1gesellschaftlich24 3.3.2bildungstheoretisch26 3.3.3lerntheoretisch27 3.3.4sozialerzieherisch30 3.4Methoden30 3.4.1Die Projektmethode32 3.4.2Freiarbeit34 3.4.3Wochenplanarbeit35 3.4.4Wahldifferenzierter Unterricht36 3.5Voraussetzungen37 3.5.1Motivation38 3.5.2Lernstrategien40 3.5.3Metakognition41 3.5.4Leistungsbeurteilung43 3.5.5Situative Aspekte45 3.6Die Rolle der Lernenden und Lehrenden48 3.6.1Die Gruppe der Lernenden48 3.6.2Die Lehrpersonen51 4.Der Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich sowie die Rolle der Neuen Medien im Rahmen des selbständigen Lernens53 4.1Begriffsklärung: Neue Medien53 4.2Der Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich (zur Unterstützung von Lernprozessen)54 4.2.1Begründungen für den Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich54 4.2.2Vorteile beim Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich57 4.2.3Nachteile und kritische Aspekte beim Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich65 4.3Konsequenzen der Vor- und Nachteile Neuer Medien im schulischen Bereich - besonders im Hinblick auf die Rolle der Neuen Medien im Rahmen des selbständigen Lernens68 4.3.1Allgemeine Voraussetzungen für den Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich68 4.3.2Medienkompetenz71 4.3.3 Lernsoftware77 5.Das Modellprojekt SelGO (Selbstständiges Lernen mit digitalen Medien in der gymnasialen Oberstufe) des Landes NRW80 5.1Das Rahmenkonzept von SelGO80 5.2Konzeption des selbständigen Lernens mit Neuen Medien imSelGO-Projekt82 5.2.1Selbständiges Lernen82 5.2.2Der Einsatz Neuer (digitaler) Medien85 5.3Die SelGO-Materialien und Lernarrangements86 5.3.1Die SelGO-Lehr- und Lernplattform86 5.3.2Die SelGO-Fachmodule89 5.4Voraussetzungen für SelGO92 5.5Erste Evaluationen zu SelGO96 5.5.1Eine Schulleiter- und Lehrerberfragung zu SelGO von 200496 a.)Ausgewählte Ergebnisse der Schulleiterbefragung96 b.)Ausgewählte Ergebnisse der Lehrerbefragung99 5.5.2Eine qualitative Studie zu den Erfahrungen mit SelGO von 2006105 5.5.3Fazit dieser ersten Evaluationen zu SelGO108 6.Schluss109 7.Literaturverzeichnis113 8.Appendix120 8.1Erläuterungen120 8.2Eine eigene Befragung120 8.2.1Teilnehmer, Vorgehensweise und Ziele dieser Befragung120 8.2.2Der Fragebogen122 8.2.3Die Auswertung der Umfrageergebnisse124Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.5, Voraussetzungen: Um selbständige Lernphasen in den Schulalltag integrieren zu können, werden sowohl an die Lehrpersonen, als auch an die Lernenden ganz bestimmte Erwartungen und Anforderungen gestellt. Als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches selbständiges Lernen in der Institution Schule ist es eine Notwendigkeit, dass die Schüler einerseits in der Lage sind, tatsächlich selbständig lernen zu können und andererseits auch die Bereitschaft für diese Art von Lernen mitbringen. Um dies zu gewährleisten, erscheint es sinnvoll den Schülern die Arbeitsweisen des selbständigen Lernens recht frühzeitig (Grundschule) nahe zu bringen und diese im Laufe der Jahre immer weiter einzuüben und auszubauen. Denn nur wenn die Lernenden Schritt für Schritt an diese Arbeitsweisen herangeführt werden, kann schlussendlich das Ziel des selbständigen Lernens tatsächlich erreicht werden. Des Weiteren müssen neben diesen eher personalen Voraussetzungen auch von der institutionellen Seite her gewisse Voraussetzungen gegeben sein, um selbständiges Lernen in der Schule zu ermöglichen. 3.5.1, Motivation: Motivationale Aspekte, die für jegliche Arten von Lernen förderlich sind, haben jedoch vor allem für selbständiges Lernen eine sehr große Relevanz. Denn erst die eigene Motivation der Schüler kann bei diesen ein großes Interesse an einer Sache wecken, daher als wichtig erachtet werden und daraus resultierend setzen sich die Schüler auch gerne mit dieser Sache auseinander und bearbeiten sie. Somit sollte bei Phasen des selbständigen Lernens vor allem der intrinsischen Motivation (einem inneren Antriebszustand, der auf einer angeborenen Neugierde Unbekanntem gegenüber basiert) der Lernenden Raum gegeben werden. Wichtig hierbei ist, dass die Schüler ein Gefühl der Selbstbestimmung entwickeln können, denn dies fördert in großem Maße das Aufrechterhalten der intrinsischen Motivation. Der Schüler fühlt sich autonom, frei von äußeren Zwängen und somit kompetent und kann den Aktivitäten nachgehen, die seinem Interesse und seiner Neugierde entsprechen. An dieser Stelle muss jedoch gerade im Hinblick auf schulisches Lernen unbedingt bedacht werden, dass die zuvor dargestellten Aspekte zur intrinsischen Motivation von einem Idealfall ausgehen. Nämlich gerade diese Art von Motivation ist bei vielen Schülern häufig sehr großen Schwankungen unterlegen, da viele Schüler nicht immer gewillt sind ihr Können auch tatsächlich einzusetzen (Volition), um bestimmte Ziele zu erreichen. Daraus resultiert dann, dass besonders im schulischen Alltag sicherlich auch Komponenten extrinsischer (d.h. auf Handlungsergebnisse zielende) Motivation Berücksichtigung finden sollten. Konkret bedeutet dies, dass immer dann von außen motiviert werden muss, ¿wenn die spontane Lernmotivation gestört oder dysfunktional ist¿ oder die Lerner selber nicht genügend Wissbegier zum Erlernen neuen Wissens aufbringen können oder wollen. Im Hinblick auf die Erhaltung der eigenen Motivation erscheint es hierbei für selbständiges Arbeiten und Lernen hilfreich, wenn die Schüler insbesondere über drei Kompetenzen verfügen: Kontrolle der Aufmerksamkeit, der Motivation und der eigenen Emotionen. Es kann nämlich der Eindruck gewonnen werden, als würden willentliche Kontrollprozesse die Personen, die im Vergleich zu anderen viel häufiger und konsequenter ihre Absichten auch tatsächlich realisieren, dabei unterstützen. Dies kann dann so aussehen, dass es eine Kontrolle der Aufmerksamkeit gibt, die dem Lerner dabei hilft konzentriert bei der Sache zu bleiben und äußere Störungen, welche die Absichten und Ziele gefährden könnten, auszublenden. Des Weiteren scheint auch eine Kontrolle der Motivation möglich, indem der Lerner es vermag, besonders die attraktiven Anreizmomente der beabsichtigten Handlung in den Fokus seiner Betrachtung zu stellen. Förderliche Aspekte für erfolgreiches selbstständiges Lernen sind zudem die Kontrolle der eigenen Emotionen sowie eine handlungsorientierte Bewältigung von Misserfolgen. Dies bedeutet zum Beispiel absichtsgefährdende Emotionslagen (Traurigkeit, Deprimiertheit) zu vermeiden und bei Misserfolgen nicht an den eigenen Fähigkeiten zu zweifeln, sondern sich beispielsweise zum Weitermachen anzuspornen und sich eventuell realistischere Ziele für einen selber zu setzen. 3.5.2, Lernstrategien: Wenn Lernen tatsächlich selbständig vonstatten gehen soll, dann benötigen Lernende unbedingt strategische Kompetenzen um einen erfolgreichen Lernprozess möglich zu machen. Vor allem, wenn Lernen nicht nur auf eine passive Übernahme von Wissen reduziert wird, stellt sich die Frage, welche Lernstrategien dabei helfen können unterschiedliche Lernziele zu erreichen. Insbesondere sind kognitive Lernstrategien hilfreich, da sie dabei helfen können neue Informationen besser an vorhandenes Wissen anzuknüpfen und somit zu verarbeiten. Hierbei ist natürlich zu beachten, dass Lernstrategien immer anforderungsbezogen sind, was bedeutet, dass sich die Auswahl der Lernstrategie immer an dem jeweils spezifischen Lernziel orientieren muss. Fast jeder Lerner verwendet Lernstrategien und kann aufgrund von Erfolg oder Misserfolg dazu angeregt werden diese Strategien beizubehalten oder auszubauen. Da der Einsatz von Lernstrategien manchmal bewusst und manchmal unbewusst abläuft, kann es als erster Schritt zu einer Verbesserung des Lernprozesses gewertet werden, wenn die Lerner (Schüler) dazu angeregt werden sich diese Strategien wirklich bewusst zu machen und diese zu reflektieren (vgl. Kapitel 3.5.3). In den aktuellen Forschungen haben sich vor allem drei Gruppen von Lernstrategien durchgesetzt, die auch für das schulische Lernen relevant sein könnten. Zum einen gibt es die sogenannten Informationsverarbeitungsstrategien, die hauptsächlich der unmittelbaren Informationsaufnahme und -verarbeitung dienen und daher auch zu den kognitiven Lernstrategien gezählt werden. Diese Strategien sind vor allem für die Bereiche Einprägen durch Wiederholen, Elaborieren und kritisches Prüfen von Bedeutung. So kommen beispielsweise für das Einprägen von bestimmten Regeln oder das Auswendiglernen einzelner Fakten Wiederholungsstrategien zum Tragen. Schriftliches Zusammenfassen von wichtigen Informationen oder das bestimmte Markieren von Texten wären hierbei denkbar, um Lerninhalte im Kurzzeitgedächtnis zu speichern. Der Vorgang des Elaborierens geht dann noch einen Schritt weiter, als das bloße Wiederholen von Fakten, da hierbei nun neue Informationen mit bereits bestehendem Wissen in Beziehung gesetzt werden. Um diese Informationen im Langzeitgedächtnis verankern zu können, bieten sich Zusammenfassungen von Texten oder das Stellen von eigenen Fragen an. Organisationsstrategien sollen dem Lerner dabei helfen die für seinen Lernprozess und sein Lernziel relevanten Lerninhalte auszuwählen beziehungsweise zu reduzieren und diese sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Zu den erfolgreichsten Strategien dieser Ordnung zählen sicherlich Meta- und Netzplan-Techniken. Hieran knüpfen nun direkt die sogenannten Kontrollstrategien an, die häufig auch als metakognitive Lernstrategien bezeichnet werden, da sie eine ¿interne Erfolgskontrolle der eigenen Lernschritte gewährleisten¿. Diese Strategien helfen den Lernenden dabei ihre Lernphasen vorzubereiten, deren Verlauf zu überwachen und schlussendlich den eigenen Lernerfolg bewerten zu können. Wie kann selbständiges Lernen in der Schule durch den Einsatz (Neuer) Medien bestärkt werden? Exemplarisch untersucht am Beispiel schulischer Innovationen in NRW: Inhaltsangabe:Einleitung: Derzeit sich häufende Schlagworte wie ¿Wissensexplosion¿ und ¿abnehmende Halbwertszeit von Wissensbeständen¿ lassen die Frage aufkommen, Diplomica Verlag

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Inhaltsangabe:Einleitung: Derzeit sich häufende Schlagworte wie ¿Wissensexplosion¿ und ¿abnehmende Halbwertszeit von Wissensbeständen¿ lassen die Frage aufkommen, wie die Schule auf diese Neuerungen reagieren soll. Über welche Art von Wissen, Kompetenzen und über welche Fähig- und Fertigkeiten müssen die Heranwachsenden von heute verfügen, um sich in unserer heutigen Informationsgesellschaft ¿als autonome und kommunikationsfähige Individuen behaupten¿ zu können Die Befähigung sich in einem bestimmten Umfang selber Wissen anzueignen, sich der dazu notwenigen Hilfsmittel zu bedienen und letztlich selbständig einen Lernprozess durchführen zu können, gehört außerdem zu den zentralen Schlüsselqualifikationen in Bezug auf das schulische Lernen. Dies gilt insbesondere für die gymnasiale Oberstufe, welche die Schüler auf das Studium und somit auf selbständiges Arbeiten vorbereiten soll. Die Tatsache, dass die Gesellschaft für deutsche Sprache bereits im Jahre 1995 den Begriff Multimedia zum ¿Wort des Jahres¿ gekürt hat, zeigt darüber hinaus deutlich, dass die Neuen Medien bereits seit über zehn Jahren in einer großen öffentlichen Diskussion stehen und somit sicherlich auch für den schulischen Bereich relevant sind. So stellt sich dann auch die Frage, ob der Einsatz Neuer Medien in der Schule dabei helfen kann den Schüler bei seinen Lernprozessen zu unterstützen, ihn zu motivieren und ihm dabei Hilfe sein kann neue Informationen und Wissensbestände besser behalten und bei Gebrauch wieder abrufen zu können. Oftmals wird propagiert, dass nur selbständig denkende und handelnde Menschen, die darüber hinaus medienkompetent im Umgang mit den Neuen Medien sind, gerüstet seien, um den Problemfeldern unserer heutigen Zeit begegnen und mit diesen umgehen zu können. Daraus resultierend ist dann auch im Schulgesetz des Landes NRW als Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule vermerkt, dass die Schüler lernen sollen ¿selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln...[und] mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzugehen¿. Hiermit verbunden ist demnach die Vorstellung, den Schüler bestmöglich auf sein Leben vorzubereiten, indem er in der Lage ist, selbständig zu lernen und Neue Medien gezielt und bewusst einsetzen kann. Des Weiteren verbirgt sich hinter den Bemühungen die Schüler zur Selbständigkeit anzuleiten sicherlich auch die Hoffnung, dass dadurch eine Entlastung der Lehrpersonen entstehen könnte. In dieser Arbeit wird nun zunächst herausgearbeitet werden, was unter dem Lernbegriff und vor allem unter dem Konzept des selbständigen Lernens genau zu verstehen ist. Hierbei werden dann unter anderem die Ursprünge, Begründungen und Methoden des selbständigen Lernens herausgestellt werden und vor allem die Voraussetzungen, die notwendigerweise für eine erfolgreiche Durchführung von selbständigen Arbeitsphasen in der Schule gegeben sein müssen, konstatiert werden. Daran anschließend wird der Einsatz Neuer Medien im schulischen Kontext im Hinblick auf eine mögliche Unterstützung des selbständigen Lernens thematisiert werden. Hierbei wird dann eine Auseinadersetzung mit den Vor- und Nachteilen des Einsatzes Neuer Medien im schulischen Kontext, sowie den dafür erforderlichen Voraussetzungen folgen. Hieran wird sich dann mit der Vorstellung des Modellprojekts SelGO des Landes NRW ein Beispiel aus der Schulpraxis anschließen, das die Zielsetzung verfolgt das selbständige Lernen der Schüler in der gymnasialen Oberstufe durch den Einsatz Neuer Medien zu stärken. Zusammenfassend sollen diese theoretischen und praktischen Aspekte Auskunft darüber geben, ob es tatsächlich möglich ist, das selbständige Lernen der Schüler durch den Einsatz Neuer Medien zu bestärken und welche Bedingungen und Voraussetzungen hieran geknüpft sind.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung5 2.Der Lernbegriff und die drei klassischen lerntheoretischen Grundlagen: Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus7 2.1Begriffsklärung: Lernen7 2.2Die drei klassischen Lerntheorien8 2.2.1Behaviorismus - Lernen als Verhaltensänderung8 2.2.2Kognitivismus - Lernen durch Einsicht10 2.2.3Konstruktivismus - Lernen durch Interpretation12 2.3Auswirkungen dieser Theorien auf schulisches Lernen15 3.Begriff und Konzeption des selbständigen Lernens16 3.1Begriffsklärung und Definitionen16 3.2Wegbereiter (reformpädagogische Ansätze)19 3.3Begründungen und Ziele24 3.3.1gesellschaftlich24 3.3.2bildungstheoretisch26 3.3.3lerntheoretisch27 3.3.4sozialerzieherisch30 3.4Methoden30 3.4.1Die Projektmethode32 3.4.2Freiarbeit34 3.4.3Wochenplanarbeit35 3.4.4Wahldifferenzierter Unterricht36 3.5Voraussetzungen37 3.5.1Motivation38 3.5.2Lernstrategien40 3.5.3Metakognition41 3.5.4Leistungsbeurteilung43 3.5.5Situative Aspekte45 3.6Die Rolle der Lernenden und Lehrenden48 3.6.1Die Gruppe der Lernenden48 3.6.2Die Lehrpersonen51 4.Der Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich sowie die Rolle der Neuen Medien im Rahmen des selbständigen Lernens53 4.1Begriffsklärung: Neue Medien53 4.2Der Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich (zur Unterstützung von Lernprozessen)54 4.2.1Begründungen für den Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich54 4.2.2Vorteile beim Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich57 4.2.3Nachteile und kritische Aspekte beim Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich65 4.3Konsequenzen der Vor- und Nachteile Neuer Medien im schulischen Bereich - besonders im Hinblick auf die Rolle der Neuen Medien im Rahmen des selbständigen Lernens68 4.3.1Allgemeine Voraussetzungen für den Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich68 4.3.2Medienkompetenz71 4.3.3 Lernsoftware77 5.Das Modellprojekt SelGO (Selbstständiges Lernen mit digitalen Medien in der gymnasialen Oberstufe) des Landes NRW80 5.1Das Rahmenkonzept von SelGO80 5.2Konzeption des selbständigen Lernens mit Neuen Medien imSelGO-Projekt82 5.2.1Selbständiges Lernen82 5.2.2Der Einsatz Neuer (digitaler) Medien85 5.3Die SelGO-Materialien und Lernarrangements86 5.3.1Die SelGO-Lehr- und Lernplattform86 5.3.2Die SelGO-Fachmodule89 5.4Voraussetzungen für SelGO92 5.5Erste Evaluationen zu SelGO96 5.5.1Eine Schulleiter- und Lehrerberfragung zu SelGO von 200496 a.)Ausgewählte Ergebnisse der Schulleiterbefragung96 b.)Ausgewählte Ergebnisse der Lehrerbefragung99 5.5.2Eine qualitative Studie zu den Erfahrungen mit SelGO von 2006105 5.5.3Fazit dieser ersten Evaluationen zu SelGO108 6.Schluss109 7.Literaturverzeichnis113 8.Appendix120 8.1Erläuterungen120 8.2Eine eigene Befragung120 8.2.1Teilnehmer, Vorgehensweise und Ziele dieser Befragung120 8.2.2Der Fragebogen122 8.2.3Die Auswertung der Umfrageergebnisse124Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.5, Voraussetzungen: Um selbständige Lernphasen in den Schulalltag integrieren zu können, werden sowohl an die Lehrpersonen, als auch an die Lernenden ganz bestimmte Erwartungen und Anforderungen gestellt. Als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches selbständiges Lernen in der Institution Schule ist es eine Notwendigkeit, dass die Schüler einerseits in der Lage sind, tatsächlich selbständig lernen zu können und andererseits auch die Bereitschaft für diese Art von Lernen mitbringen. Um dies zu gewährleisten, erscheint es sinnvoll den Schülern die Arbeitsweisen des selbständigen Lernens recht frühzeitig (Grundschule) nahe zu bringen und diese im Laufe der Jahre immer weiter einzuüben und auszubauen. Denn nur wenn die Lernenden Schritt für Schritt an diese Arbeitsweisen herangeführt werden, kann schlussendlich das Ziel des selbständigen Lernens tatsächlich erreicht werden. Des Weiteren müssen neben diesen eher personalen Voraussetzungen auch von der institutionellen Seite her gewisse Voraussetzungen gegeben sein, um selbständiges Lernen in der Schule zu ermöglichen. 3.5.1, Motivation: Motivationale Aspekte, die für jegliche Arten von Lernen förderlich sind, haben jedoch vor allem für selbständiges Lernen eine sehr große Relevanz. Denn erst die eigene Motivation der Schüler kann bei diesen ein großes Interesse an einer Sache wecken, daher als wichtig erachtet werden und daraus resultierend setzen sich die Schüler auch gerne mit dieser Sache auseinander und bearbeiten sie. Somit sollte bei Phasen des selbständigen Lernens vor allem der intrinsischen Motivation (einem inneren Antriebszustand, der auf einer angeborenen Neugierde Unbekanntem gegenüber basiert) der Lernenden Raum gegeben werden. Wichtig hierbei ist, dass die Schüler ein Gefühl der Selbstbestimmung entwickeln können, denn dies fördert in großem Maße das Aufrechterhalten der intrinsischen Motivation. Der Schüler fühlt sich autonom, frei von äußeren Zwängen und somit kompetent und kann den Aktivitäten nachgehen, die seinem Interesse und seiner Neugierde entsprechen. An dieser Stelle muss jedoch gerade im Hinblick auf schulisches Lernen unbedingt bedacht werden, dass die zuvor dargestellten Aspekte zur intrinsischen Motivation von einem Idealfall ausgehen. Nämlich gerade diese Art von Motivation ist bei vielen Schülern häufig sehr großen Schwankungen unterlegen, da viele Schüler nicht immer gewillt sind ihr Können auch tatsächlich einzusetzen (Volition), um bestimmte Ziele zu erreichen. Daraus resultiert dann, dass besonders im schulischen Alltag sicherlich auch Komponenten extrinsischer (d.h. auf Handlungsergebnisse zielende) Motivation Berücksichtigung finden sollten. Konkret bedeutet dies, dass immer dann von außen motiviert werden muss, ¿wenn die spontane Lernmotivation gestört oder dysfunktional ist¿ oder die Lerner selber nicht genügend Wissbegier zum Erlernen neuen Wissens aufbringen können oder wollen. Im Hinblick auf die Erhaltung der eigenen Motivation erscheint es hierbei für selbständiges Arbeiten und Lernen hilfreich, wenn die Schüler insbesondere über drei Kompetenzen verfügen: Kontrolle der Aufmerksamkeit, der Motivation und der eigenen Emotionen. Es kann nämlich der Eindruck gewonnen werden, als würden willentliche Kontrollprozesse die Personen, die im Vergleich zu anderen viel häufiger und konsequenter ihre Absichten auch tatsächlich realisieren, dabei unterstützen. Dies kann dann so aussehen, dass es eine Kontrolle der Aufmerksamkeit gibt, die dem Lerner dabei hilft konzentriert bei der Sache zu bleiben und äußere Störungen, welche die Absichten und Ziele gefährden könnten, auszublenden. Des Weiteren scheint auch eine Kontrolle der Motivation möglich, indem der Lerner es vermag, besonders die attraktiven Anreizmomente der beabsichtigten Handlung in den Fokus seiner Betrachtung zu stellen. Förderliche Aspekte für erfolgreiches selbstständiges Lernen sind zudem die Kontrolle der eigenen Emotionen sowie eine handlungsorientierte Bewältigung von Misserfolgen. Dies bedeutet zum Beispiel absichtsgefährdende Emotionslagen (Traurigkeit, Deprimiertheit) zu vermeiden und bei Misserfolgen nicht an den eigenen Fähigkeiten zu zweifeln, sondern sich beispielsweise zum Weitermachen anzuspornen und sich eventuell realistischere Ziele für einen selber zu setzen. 3.5.2, Lernstrategien: Wenn Lernen tatsächlich selbständig vonstatten gehen soll, dann benötigen Lernende unbedingt strategische Kompetenzen um einen erfolgreichen Lernprozess möglich zu machen. Vor allem, wenn Lernen nicht nur auf eine passive Übernahme von Wissen reduziert wird, stellt sich die Frage, welche Lernstrategien dabei helfen können unterschiedliche Lernziele zu erreichen. Insbesondere sind kognitive Lernstrategien hilfreich, da sie dabei helfen können neue Informationen besser an vorhandenes Wissen anzuknüpfen und somit zu verarbeiten. Hierbei ist natürlich zu beachten, dass Lernstrategien immer anforderungsbezogen sind, was bedeutet, dass sich die Auswahl der Lernstrategie immer an dem jeweils spezifischen Lernziel orientieren muss. Fast jeder Lerner verwendet Lernstrategien und kann aufgrund von Erfolg oder Misserfolg dazu angeregt werden diese Strategien beizubehalten oder auszubauen. Da der Einsatz von Lernstrategien manchmal bewusst und manchmal unbewusst abläuft, kann es als erster Schritt zu einer Verbesserung des Lernprozesses gewertet werden, wenn die Lerner (Schüler) dazu angeregt werden sich diese Strategien wirklich bewusst zu machen und diese zu reflektieren (vgl. Kapitel 3.5.3). In den aktuellen Forschungen haben sich vor allem drei Gruppen von Lernstrategien durchgesetzt, die auch für das schulische Lernen relevant sein könnten. Zum einen gibt es die sogenannten Informationsverarbeitungsstrategien, die hauptsächlich der unmittelbaren Informationsaufnahme und -verarbeitung dienen und daher auch zu den kognitiven Lernstrategien gezählt werden. Diese Strategien sind vor allem für die Bereiche Einprägen durch Wiederholen, Elaborieren und kritisches Prüfen von Bedeutung. So kommen beispielsweise für das Einprägen von bestimmten Regeln oder das Auswendiglernen einzelner Fakten Wiederholungsstrategien zum Tragen. Schriftliches Zusammenfassen von wichtigen Informationen oder das bestimmte Markieren von Texten wären hierbei denkbar, um Lerninhalte im Kurzzeitgedächtnis zu speichern. Der Vorgang des Elaborierens geht dann noch einen Schritt weiter, als das bloße Wiederholen von Fakten, da hierbei nun neue Informationen mit bereits bestehendem Wissen in Beziehung gesetzt werden. Um diese Informationen im Langzeitgedächtnis verankern zu können, bieten sich Zusammenfassungen von Texten oder das Stellen von eigenen Fragen an. Organisationsstrategien sollen dem Lerner dabei helfen die für seinen Lernprozess und sein Lernziel relevanten Lerninhalte auszuwählen beziehungsweise zu reduzieren und diese sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Zu den erfolgreichsten Strategien dieser Ordnung zählen sicherlich Meta- und Netzplan-Techniken. Hieran knüpfen nun direkt die sogenannten Kontrollstrategien an, die häufig auch als metakognitive Lernstrategien bezeichnet werden, da sie eine ¿interne Erfolgskontrolle der eigenen Lernschritte gewährleisten¿. Diese Strategien helfen den Lernenden dabei ihre Lernphasen vorzubereiten, deren Verlauf zu überwachen und schlussendlich den eigenen Lernerfolg bewerten zu können. Wie kann selbständiges Lernen in der Schule durch den Einsatz (Neuer) Medien bestärkt werden? Exemplarisch untersucht am Beispiel schulischer Innovationen in NRW: Inhaltsangabe:Einleitung: Derzeit sich häufende Schlagworte wie ¿Wissensexplosion¿ und ¿abnehmende Halbwertszeit von Wisse, Diplomica Verlag

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Wie kann selbständiges Lernen in der Schule durch den Einsatz (Neuer) Medien bestärkt werden? Exemplarisch untersucht am Beispiel schulischer Innovationen in NRW - Stephanie Reuter
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Stephanie Reuter:
Wie kann selbständiges Lernen in der Schule durch den Einsatz (Neuer) Medien bestärkt werden? Exemplarisch untersucht am Beispiel schulischer Innovationen in NRW - neues Buch

ISBN: 9783842812987

ID: 9783842812987

Inhaltsangabe:Einleitung: Derzeit sich häufende Schlagworte wie ¿Wissensexplosion¿ und ¿abnehmende Halbwertszeit von Wissensbeständen¿ lassen die Frage aufkommen, wie die Schule auf diese Neuerungen reagieren soll. Über welche Art von Wissen, Kompetenzen und über welche Fähig- und Fertigkeiten müssen die Heranwachsenden von heute verfügen, um sich in unserer heutigen Informationsgesellschaft ¿als autonome und kommunikationsfähige Individuen behaupten¿ zu können Die Befähigung sich in einem bestimmten Umfang selber Wissen anzueignen, sich der dazu notwenigen Hilfsmittel zu bedienen und letztlich selbständig einen Lernprozess durchführen zu können, gehört außerdem zu den zentralen Schlüsselqualifikationen in Bezug auf das schulische Lernen. Dies gilt insbesondere für die gymnasiale Oberstufe, welche die Schüler auf das Studium und somit auf selbständiges Arbeiten vorbereiten soll. Die Tatsache, dass die Gesellschaft für deutsche Sprache bereits im Jahre 1995 den Begriff Multimedia zum ¿Wort des Jahres¿ gekürt hat, zeigt darüber hinaus deutlich, dass die Neuen Medien bereits seit über zehn Jahren in einer großen öffentlichen Diskussion stehen und somit sicherlich auch für den schulischen Bereich relevant sind. So stellt sich dann auch die Frage, ob der Einsatz Neuer Medien in der Schule dabei helfen kann den Schüler bei seinen Lernprozessen zu unterstützen, ihn zu motivieren und ihm dabei Hilfe sein kann neue Informationen und Wissensbestände besser behalten und bei Gebrauch wieder abrufen zu können. Oftmals wird propagiert, dass nur selbständig denkende und handelnde Menschen, die darüber hinaus medienkompetent im Umgang mit den Neuen Medien sind, gerüstet seien, um den Problemfeldern unserer heutigen Zeit begegnen und mit diesen umgehen zu können. Daraus resultierend ist dann auch im Schulgesetz des Landes NRW als Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule vermerkt, dass die Schüler lernen sollen ¿selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln...[und] mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzugehen¿. Hiermit verbunden ist demnach die Vorstellung, den Schüler bestmöglich auf sein Leben vorzubereiten, indem er in der Lage ist, selbständig zu lernen und Neue Medien gezielt und bewusst einsetzen kann. Des Weiteren verbirgt sich hinter den Bemühungen die Schüler zur Selbständigkeit anzuleiten sicherlich auch die Hoffnung, dass dadurch eine Entlastung der Lehrpersonen entstehen könnte. In dieser Arbeit wird nun zunächst herausgearbeitet werden, was unter dem Lernbegriff und vor allem unter dem Konzept des selbständigen Lernens genau zu verstehen ist. Hierbei werden dann unter anderem die Ursprünge, Begründungen und Methoden des selbständigen Lernens herausgestellt werden und vor allem die Voraussetzungen, die notwendigerweise für eine erfolgreiche Durchführung von selbständigen Arbeitsphasen in der Schule gegeben sein müssen, konstatiert werden. Daran anschließend wird der Einsatz Neuer Medien im schulischen Kontext im Hinblick auf eine mögliche Unterstützung des selbständigen Lernens thematisiert werden. Hierbei wird dann eine Auseinadersetzung mit den Vor- und Nachteilen des Einsatzes Neuer Medien im schulischen Kontext, sowie den dafür erforderlichen Voraussetzungen folgen. Hieran wird sich dann mit der Vorstellung des Modellprojekts SelGO des Landes NRW ein Beispiel aus der Schulpraxis anschließen, das die Zielsetzung verfolgt das selbständige Lernen der Schüler in der gymnasialen Oberstufe durch den Einsatz Neuer Medien zu stärken. Zusammenfassend sollen diese theoretischen und praktischen Aspekte Auskunft darüber geben, ob es tatsächlich möglich ist, das selbständige Lernen der Schüler durch den Einsatz Neuer Medien zu bestärken und welche Bedingungen und Voraussetzungen hieran geknüpft sind.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung5 2.Der Lernbegriff und die drei klassischen lerntheoretischen Grundlagen: Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus7 2.1Begriffsklärung: Lernen7 2.2Die drei klassischen Lerntheorien8 2.2.1Behaviorismus - Lernen als Verhaltensänderung8 2.2.2Kognitivismus - Lernen durch Einsicht10 2.2.3Konstruktivismus - Lernen durch Interpretation12 2.3Auswirkungen dieser Theorien auf schulisches Lernen15 3.Begriff und Konzeption des selbständigen Lernens16 3.1Begriffsklärung und Definitionen16 3.2Wegbereiter (reformpädagogische Ansätze)19 3.3Begründungen und Ziele24 3.3.1gesellschaftlich24 3.3.2bildungstheoretisch26 3.3.3lerntheoretisch27 3.3.4sozialerzieherisch30 3.4Methoden30 3.4.1Die Projektmethode32 3.4.2Freiarbeit34 3.4.3Wochenplanarbeit35 3.4.4Wahldifferenzierter Unterricht36 3.5Voraussetzungen37 3.5.1Motivation38 3.5.2Lernstrategien40 3.5.3Metakognition41 3.5.4Leistungsbeurteilung43 3.5.5Situative Aspekte45 3.6Die Rolle der Lernenden und Lehrenden48 3.6.1Die Gruppe der Lernenden48 3.6.2Die Lehrpersonen51 4.Der Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich sowie die Rolle der Neuen Medien im Rahmen des selbständigen Lernens53 4.1Begriffsklärung: Neue Medien53 4.2Der Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich (zur Unterstützung von Lernprozessen)54 4.2.1Begründungen für den Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich54 4.2.2Vorteile beim Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich57 4.2.3Nachteile und kritische Aspekte beim Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich65 4.3Konsequenzen der Vor- und Nachteile Neuer Medien im schulischen Bereich - besonders im Hinblick auf die Rolle der Neuen Medien im Rahmen des selbständigen Lernens68 4.3.1Allgemeine Voraussetzungen für den Einsatz Neuer Medien im schulischen Bereich68 4.3.2Medienkompetenz71 4.3.3 Lernsoftware77 5.Das Modellprojekt SelGO (Selbstständiges Lernen mit digitalen Medien in der gymnasialen Oberstufe) des Landes NRW80 5.1Das Rahmenkonzept von SelGO80 5.2Konzeption des selbständigen Lernens mit Neuen Medien imSelGO-Projekt82 5.2.1Selbständiges Lernen82 5.2.2Der Einsatz Neuer (digitaler) Medien85 5.3Die SelGO-Materialien und Lernarrangements86 5.3.1Die SelGO-Lehr- und Lernplattform86 5.3.2Die SelGO-Fachmodule89 5.4Voraussetzungen für SelGO92 5.5Erste Evaluationen zu SelGO96 5.5.1Eine Schulleiter- und Lehrerberfragung zu SelGO von 200496 a.)Ausgewählte Ergebnisse der Schulleiterbefragung96 b.)Ausgewählte Ergebnisse der Lehrerbefragung99 5.5.2Eine qualitative Studie zu den Erfahrungen mit SelGO von 2006105 5.5.3Fazit dieser ersten Evaluationen zu SelGO108 6.Schluss109 7.Literaturverzeichnis113 8.Appendix120 8.1Erläuterungen120 8.2Eine eigene Befragung120 8.2.1Teilnehmer, Vorgehensweise und Ziele dieser Befragung120 8.2.2Der Fragebogen122 8.2.3Die Auswertung der Umfrageergebnisse124Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.5, Voraussetzungen: Um selbständige Lernphasen in den Schulalltag integrieren zu können, werden sowohl an die Lehrpersonen, als auch an die Lernenden ganz bestimmte Erwartungen und Anforderungen gestellt. Als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches selbständiges Lernen in der Institution Schule ist es eine Notwendigkeit, dass die Schüler einerseits in der Lage sind, tatsächlich selbständig lernen zu können und andererseits auch die Bereitschaft für diese Art von Lernen mitbringen. Um dies zu gewährleisten, erscheint es sinnvoll den Schülern die Arbeitsweisen des selbständigen Lernens recht frühzeitig (Grundschule) nahe zu bringen und diese im Laufe der Jahre immer weiter einzuüben und auszubauen. Denn nur wenn die Lernenden Schritt für Schritt an diese Arbeitsweisen herangeführt werden, kann schlussendlich das Ziel des selbständigen Lernens tatsächlich erreicht werden. Des Weiteren müssen neben diesen eher personalen Voraussetzungen auch von der institutionellen Seite her gewisse Voraussetzungen gegeben sein, um selbständiges Lernen in der Schule zu ermöglichen. 3.5.1, Motivation: Motivationale Aspekte, die für jegliche Arten von Lernen förderlich sind, haben jedoch vor allem für selbständiges Lernen eine sehr große Relevanz. Denn erst die eigene Motivation der Schüler kann bei diesen ein großes Interesse an einer Sache wecken, daher als wichtig erachtet werden und daraus resultierend setzen sich die Schüler auch gerne mit dieser Sache auseinander und bearbeiten sie. Somit sollte bei Phasen des selbständigen Lernens vor allem der intrinsischen Motivation (einem inneren Antriebszustand, der auf einer angeborenen Neugierde Unbekanntem gegenüber basiert) der Lernenden Raum gegeben werden. Wichtig hierbei ist, dass die Schüler ein Gefühl der Selbstbestimmung entwickeln können, denn dies fördert in großem Maße das Aufrechterhalten der intrinsischen Motivation. Der Schüler fühlt sich autonom, frei von äußeren Zwängen und somit kompetent und kann den Aktivitäten nachgehen, die seinem Interesse und seiner Neugierde entsprechen. An dieser Stelle muss jedoch gerade im Hinblick auf schulisches Lernen unbedingt bedacht werden, dass die zuvor dargestellten Aspekte zur intrinsischen Motivation von einem Idealfall ausgehen. Nämlich gerade diese Art von Motivation ist bei vielen Schülern häufig sehr großen Schwankungen unterlegen, da viele Schüler nicht immer gewillt sind ihr Können auch tatsächlich einzusetzen (Volition), um bestimmte Ziele zu erreichen. Daraus resultiert dann, dass besonders im schulischen Alltag sicherlich auch Komponenten extrinsischer (d.h. auf Handlungsergebnisse zielende) Motivation Berücksichtigung finden sollten. Konkret bedeutet dies, dass immer dann von außen motiviert werden muss, ¿wenn die spontane Lernmotivation gestört oder dysfunktional ist¿ oder die Lerner selber nicht genügend Wissbegier zum Erlernen neuen Wissens aufbringen können oder wollen. Im Hinblick auf die Erhaltung der eigenen Motivation erscheint es hierbei für selbständiges Arbeiten und Lernen hilfreich, wenn die Schüler insbesondere über drei Kompetenzen verfügen: Kontrolle der Aufmerksamkeit, der Motivation und der eigenen Emotionen. Es kann nämlich der Eindruck gewonnen werden, als würden willentliche Kontrollprozesse die Personen, die im Vergleich zu anderen viel häufiger und konsequenter ihre Absichten auch tatsächlich realisieren, dabei unterstützen. Dies kann dann so aussehen, dass es eine Kontrolle der Aufmerksamkeit gibt, die dem Lerner dabei hilft konzentriert bei der Sache zu bleiben und äußere Störungen, welche die Absichten und Ziele gefährden könnten, auszublenden. Des Weiteren scheint auch eine Kontrolle der Motivation möglich, indem der Lerner es vermag, besonders die attraktiven Anreizmomente der beabsichtigten Handlung in den Fokus seiner Betrachtung zu stellen. Förderliche Aspekte für erfolgreiches selbstständiges Lernen sind zudem die Kontrolle der eigenen Emotionen sowie eine handlungsorientierte Bewältigung von Misserfolgen. Dies bedeutet zum Beispiel absichtsgefährdende Emotionslagen (Traurigkeit, Deprimiertheit) zu vermeiden und bei Misserfolgen nicht an den eigenen Fähigkeiten zu zweifeln, sondern sich beispielsweise zum Weitermachen anzuspornen und sich eventuell realistischere Ziele für einen selber zu setzen. 3.5.2, Lernstrategien: Wenn Lernen tatsächlich selbständig vonstatten gehen soll, dann benötigen Lernende unbedingt strategische Kompetenzen um einen erfolgreichen Lernprozess möglich zu machen. Vor allem, wenn Lernen nicht nur auf eine passive Übernahme von Wissen reduziert wird, stellt sich die Frage, welche Lernstrategien dabei helfen können unterschiedliche Lernziele zu erreichen. Insbesondere sind kognitive Lernstrategien hilfreich, da sie dabei helfen können neue Informationen besser an vorhandenes Wissen anzuknüpfen und somit zu verarbeiten. Hierbei ist natürlich zu beachten, dass Lernstrategien immer anforderungsbezogen sind, was bedeutet, dass sich die Auswahl der Lernstrategie immer an dem jeweils spezifischen Lernziel orientieren muss. Fast jeder Lerner verwendet Lernstrategien und kann aufgrund von Erfolg oder Misserfolg dazu angeregt werden diese Strategien beizubehalten oder auszubauen. Da der Einsatz von Lernstrategien manchmal bewusst und manchmal unbewusst abläuft, kann es als erster Schritt zu einer Verbesserung des Lernprozesses gewertet werden, wenn die Lerner (Schüler) dazu angeregt werden sich diese Strategien wirklich bewusst zu machen und diese zu reflektieren (vgl. Kapitel 3.5.3). In den aktuellen Forschungen haben sich vor allem drei Gruppen von Lernstrategien durchgesetzt, die auch für das schulische Lernen relevant sein könnten. Zum einen gibt es die sogenannten Informationsverarbeitungsstrategien, die hauptsächlich der unmittelbaren Informationsaufnahme und -verarbeitung dienen und daher auch zu den kognitiven Lernstrategien gezählt werden. Diese Strategien sind vor allem für die Bereiche Einprägen durch Wiederholen, Elaborieren und kritisches Prüfen von Bedeutung. So kommen beispielsweise für das Einprägen von bestimmten Regeln oder das Auswendiglernen einzelner Fakten Wiederholungsstrategien zum Tragen. Schriftliches Zusammenfassen von wichtigen Informationen oder das bestimmte Markieren von Texten wären hierbei denkbar, um Lerninhalte im Kurzzeitgedächtnis zu speichern. Der Vorgang des Elaborierens geht dann noch einen Schritt weiter, als das bloße Wiederholen von Fakten, da hierbei nun neue Informationen mit bereits bestehendem Wissen in Beziehung gesetzt werden. Um diese Informationen im Langzeitgedächtnis verankern zu können, bieten sich Zusammenfassungen von Texten oder das Stellen von eigenen Fragen an. Organisationsstrategien sollen dem Lerner dabei helfen die für seinen Lernprozess und sein Lernziel relevanten Lerninhalte auszuwählen beziehungsweise zu reduzieren und diese sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Zu den erfolgreichsten Strategien dieser Ordnung zählen sicherlich Meta- und Netzplan-Techniken. Hieran knüpfen nun direkt die sogenannten Kontrollstrategien an, die häufig auch als metakognitive Lernstrategien bezeichnet werden, da sie eine ¿interne Erfolgskontrolle der eigenen Lernschritte gewährleisten¿. Diese Strategien helfen den Lernenden dabei ihre Lernphasen vorzubereiten, deren Verlauf zu überwachen und schlussendlich den eigenen Lernerfolg bewerten zu können. Wie kann selbständiges Lernen in der Schule durch den Einsatz (Neuer) Medien bestärkt werden? Exemplarisch untersucht am Beispiel schulischer Innovationen in NRW: Inhaltsangabe:Einleitung: Derzeit sich häufende Schlagworte wie ¿Wissensexplosion¿ und ¿abnehmende Halbwertszeit von Wis, Diplomica Verlag

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2011, ISBN: 9783842812987

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[ED: 1], Auflage, eBook Download (PDF), eBooks, [PU: diplom.de]

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